AT30167B - Verfahren zur einheitlichen Abscheidung des Ammoniaks aus Kohlendestillationsgasen. - Google Patents

Verfahren zur einheitlichen Abscheidung des Ammoniaks aus Kohlendestillationsgasen.

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  Verfahren zur einheitlichen Abscheidung des Ammoniaks aus Kohlendestillationsgasen. 
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 dem Gase zu gewinnen, wird dieses nach der   Abkühlung,   d. h. nach der Teerabscheidung nochmals mit Frischwasser gewaschen. Da der Wassergehalt der Kohle stets sehr hoch 
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 den Teer und das Wasser nicht durch starke Abkühlung, sondern durch ein besonderes   W\)aschverfahren   aus   dem Gase abscheidet.   Zu diesem Zwecke muss die Teer- und Wasser- 
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 Kondenswasser sein. 



   Zur Ausführung des Verfahrens verfährt man wie folgt: Zunächst wird der Teer bei über 40  C und unter 500  C aus dem Gase entfernt. Am zweckmässigsten geschieht dies dadurch, dass das Gas bei 100-200 C derart mit einer heissen Flüssigkeit behandelt wird, dass die im Gase enthaltenen Teernebel zu Tropfen vereinigt werden. Am geeignetsten hiezu ist der aus dem Gase selbst ausgeschiedene Teer, ehe   er abgekühlt   ist, indem man den aus- 
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   durchzogenen   Raum im Zustande feiner Verteilung als Regen zerstäubt. Auf diese Weise gelingt es, den Teer nahezu vollständig aus dem Gase zu entfernen, ohne dass. sich Wasser ausscheidet. t'm den letzten Rest des Teeres aus dem Gase auszuwaschen, kann man es 
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 scheiden.

   Dieses wird aber wenig Ammoniak aufnehmen, sofern man nur darauf achtet, dass die Temperatur dos Gases nicht unter 40  C fällt. 



   Nachdem das Gas die   Teorwäschcr   passiert hat, tritt es in den Wassorabscheider ein. 
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 sondorn wie bei der Teerabscbeidung statt, indem man die Gase bei einer zwischen 400 C und 1500 C liegenden Temperatur derart mit einer Flüssigkeit behandelt, dass die im Gase enthaltenen Wassernobol zu Tropfen vereinigt worden und das Wasser möglichst heiss abgeschieden wird. Man benutzt auch hier am zweckmässigsten warmes oder heisses Wasser als Waschmittel, z. B. das in dem   Toorwäschor   abgeschiedene Kondenswasser oder dasjenige Kondenswasser, welches man in dem hinter dem Wasserabscheider stehenden Kühler gewonnen hat.

   Die innere Einrichtung des Wasserabscheiders wird am besten derart getroffen, dass das im Wasserabscheider ausgeschiedene warme Wasser, ehe es   abgekühlt   ist und ehe es den Apparat verlässt, in dem vom Gase durchzogenen Raum als feiner Regen zerstäubt wird. Da die Kohlendestillationsgase sehr   häufig   sogenannte fixe Ammoniaksalze enthalten, so lässt man bei der Wasserabscheidung etwas Kalkmilch in den Apparat einlaufen. Sollte die Temperatur des vom Wasserabscheider ablaufenden Wassers nicht hoch genug sein, um alle fixen Ammoniakvorbindungen zu zersetzen, so leitet man in den untersten Teil des Apparates in das sich dort sammelnde Wasser etwas Dampf ein, oder man erhitzt es durch eine Dampfschlange oder auf ähnliche Weise. Die grösste Menge des im Gase enthaltenen Wassers wird auf diese Weise ammoniakfrei ausgeschieden.

   Es ist zweckmässig, so zu arbeiten, dass das Gas beim Eintritt in den Wasserabscheider 90 -150  heiss ist; in diesem Falle läuft das Wasser so   heiss vom Wasserabscheider   ab, dass nur sehr wenig Dampf zum Abtreiben der fixen Ammoniakverbindungen nötig ist. Das Ammoniak bleibt auf diese Weise vollständig im Gase. 



   Um das Ammoniak nun aus dem Gase abzuscheiden, wird es entweder mit frischem kalten Wasser oder niit Salzlaugen gewaschen. In   ersterom   Falle ist es zweckmässig, das 
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 abfall entsprechende Wassermenge. 



   Nachstehend wird eiu   Beispiel angegeben, wetches die Arbeitsweise darstellt.   Angenommen, in einer Kokerei wird eine Kohle mit   Wasser   verarbeitet, welche pro 1000 kg 300 m3 Gas 
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 4   WO   9 Wasser. Ferner ist angenommen. dass das Gas mit 120  C in den Wasserabscheider eintritt und bei seinem Ausgang noch 65  C hat, dann enthalt es entsprechend seinem 
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 in   dem Ammoniakwäseher nicht verdünnt.   



   Soll das Ammoniak mit frischem Wasser ausgewaschen werden, so muss man im Kühler auf   20"abkühlen. Das Gas verlässt   dann den Kühler mit etwa 17   g Wasser   pro m3 und in dem Kühler werden etwa 143 !/Wasser abgeschieden. Auf die angegebene Weise erhält man einen Teer, welcher je nach der Temperatur, bei welcher er abgeschiedon wurde, wenig oder gar kein Wasser enthält und ferner ein reines, konzentriertes und einheitliches   Ammouiakprodukt.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : t. Verfahren zur einheitlichen Abscheidung dos Ammoniaks aus Kohlondostillations- gasen unter Entfernung dos Toeres und Destillationswassers bei einer über 40 C liegenden Temperatur, dadurch gekennzeichnet, dass man den Teer und das Destillationswasser bei EMI2.6 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 enthaltenen Teemebel und Wassernebel zu Tropfen zu vereinigen und niederzuschlagen, worauf man das im Gase enthaltene Ammoniak einheitlich durch Salzlösungen oder durch frisches-Wasser auswäscht 2.
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Teer bei 100-2000 C durch Teer, Teeröle oder ähnliche Flüssigkeiten niederschlägt, welche geeignet sind, den im Gase enthaltenen Teernebel zu Tropfen zu vereinigen, dann das Destillationwasser bei einer Temperatur über 400 abscheidet und darauf das Ammoniak einheitlich durch Salzlösungen oder durch frisches Wasser auswäscht.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekonnzeichnet, dass man die im Gase enthaltenen Teernebel durch den ausgeschiedenen warmen Teer niederschlägt, ehe der Teer den Teerwäscher verlässt und abgekühlt ist, worauf man das Destillationswasser und das Ammoniak getrennt auswäscht.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man nach der Auswaschung des Teer. das Gas bei 90-1500 C mit'Wasser oder einer wasserhaltigen Flüssigkeit behandelt, welche geeignet ist, den im Gase enthaltenen Wasserdampf zu Tropfen zu vereinigen und niederzuschlagen, wobei sich das Gas unter 1000 C abkühlt, worauf man nach weiterem Abkühlen des Gases das Ammoniak einheitlich auswäscht.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man nach der Auswaschung des Teeres das Gas bei über 400 mit dem in einem hinter dem Wasserabscheider befindlichen Kühler gewonnenen Kondenswasser wäscht und dieses vor dem Austritt aus dem Wasserabscheider so hoch erhitzt, dass es das im Kühler aufgenommene Ammoniak an das Gas wieder abgibt, worauf man das Ammoniak in einem besonderen Wascbapparat einheitlich auswäscht.
AT30167D 1905-12-18 1905-12-18 Verfahren zur einheitlichen Abscheidung des Ammoniaks aus Kohlendestillationsgasen. AT30167B (de)

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