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Fassung für künstliche Perlen und Steine.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fassung für künstliche, aus geblasenem oder geformtem Glas oder anderem ähnlichen Materialo hergestellte Perlen und Steine.
Bisher werden diese insbesondere für Hutnadeln, Broschen, Busennadeln u. dgl. ähnliche Artikel benützten, künstlichen Perlen oder Steine auf ihren Trägern, wie Spindeln, Brosch- körpern u. dg1. durch einfaches Aufkitten befestigt. Diese Art der Befestigung gewahrt aber nur äusserst wenig Sicherheit und meist schon unter den geringsten Einflüssen lösen sich die Perlen von ihren Trägern ab und sind verloren.
Diesen besonders dort, wo es sich um Nachahmungen von Perlen und Edelsteinen handelt, die einen relativ hohen Anschaffungswert haben, nicht zu vernachlässigenden Nachteil zu beseitigen, ist der Zweck der Erfindung und er wird dadurch erreicht, dass man die Perlen oder Steine durch eine geeignete Rtickhaltvorrichtullg auf den bezüglichen Trägern befestigt, so dass ein zufälliges Altlösen der Perle bzw. des Steines unbedingt aus- geschlossen ist.
Zu diesem Zwecke wird zur Fassung eine Spindel verwendet, deren eines Ende mit einem ausdehnungsfähigen oder in gewisser Stellung eine grössere Abmessung darbietenden Teil versehen ist, der sich nach Einführung in das Innere der l'erle durch das kleine Loch im Boden derselben ausdehnen oder so im Hohlraum der Perle orstellt werden kann. dass es der letzteren unmöglich ist, sich von der Spindel abzulösen. Diese Ausdehnung
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sonst geeignete Hilfsmittel erzielt werden.
Um eine dauerhafte Befestigung zu erreichen, genügt es, den Boden der Perle durch einen im Innern derselben liegenden Kopf und ein aussenliegendes anschliessendes Stück einzuspannen, welches letztere beispielsweise aus einer auf die Fassungsspindel geschraubten
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weise ausdehnbarem Kopfe ; Fig. S und Fig. 9 eine Fassung mit beweglichem Sperrstilck und Fig. 10 eine etwas geänderte Ausführungsform der letzteren Fassung.
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dann mit den Enden nach aussen gebogen sind. 4 bezeichnet eine auf den Gewindeteil 2 der Spindel geschraubte Mutter.
Werden die Enden der Arme des Kopfstückes 3 leicht gegeneinander gedrückt, so lässt sich letzteres durch die im Boden der künstlichen Perle
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Perle eingetreten ist, federn die Arme. ; selbsttätig auseinander und spreizen sich, wenn t'in Zug nach aussen hin auf die Spindel wirkt, von innen gegen die Porlenwandung, wie aus Fig. 2 zu ersehen. Diese Zugwirkung auf die Spindel 1 wird mittelst der Mutter 1,
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welche die Perle zwischen sich und dem Kopfstück 3 unverschiebbar auf der Spindel 1 esthält, hervorgebracht und aufrecht erhalten. Das Innere der Perle kann in üblicher
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schlüpfen können.
Der durch die Vernietung der Spindel im Kopf gebildete Rand wird sich ebenfalls in gewissem Masse dieser Wirkung entgegenstellen.
Nach der in Fig. 3 und 4 veranschaulichten Ausführungsform besteht, die Fassung aus einer mit Gewinde ausgestatteten Spindel 8, auf deren Ende ein starres Querstück 9 in seiner Längenmitte drehbar angeordnet ist. Wird dieses Querstück parallel zur Spindel gestellt, so ist deren Einführung in das Innere der Perle 6 ohne weiteres möglich ; wird dasselbe aber sodann quer zur Spindel gestellt, was durch ein beliebiges Hilfsmittel erfolgen kann, so ist seine Entfernung durch die Perlenöffnung 5 vollkommen ausgeschlossen und infolgedessen ein Ablösen der Perle von der Spindel unmöglich. Auch diese Art der Fassung wird durch Aufschrauben einer Mutter 4 auf die Spindel 1 oder durch Einschrauben dieser letzteren selbst in einem Broschenkörper oder sonstigen Träger vervollständigt.
Die in Fig. 5-7 veranschaulichte Ausführungsform der Fassung ist insbesondere für birn-oder tränenförmige Perlen (Fig. 6) sowie für künstliche Steine beliebiger Form (Fig. 7) geeignet, in welchen ein entsprechender kegeistumpfartig nach innen sich erweiternder oder überhaupt ein sich gegen die Mündung hin verengender Hohlraum geschaffen worden kann. In diesem Fal1e besteht das ausdehnbare Sperrstück aus einem blumenkelchartigen Körper 10 mit biegsamen Lappen, welcher frei von der mit Gewinden ausgestatteten Spindel 11 durchzogen wird, deren Innenwände einen kugel- oder kegelartigen Kopf 12 trägt.
Zwecks Aufbringung der Fassung wird zunächst der Kopf, 12 in die Perle oder den Stein eingeführt, hierauf das kelch artige Kopfstück, dessen Lappen etwas-gegeneinander gedrängt wurden, eingeschoben und schliesslich die Spindel wieder herausgezogen, so dass s=ich deren Kopf gegen den Boden des Kopfstückes legt, wobei es die federnden Lappen auseinanderdrängt. Letztere entfernen sich hiebei voneinander und schmiegen sich dicht an
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wirkt auch hier wie bei den vorbeschriebenen Ausfübrungsformen die Sicherung der Fassung.
Nach der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsform wird die Sicherung der Spindel 1 in der Perle durch eine längliche Zunge (Flittersttick) 14 mit länglicher Durchbrechung 15 bewirkt, welche frei auf die Spindel J'aufgeschoben ist ; letztere trägt eine Kugel oder ein Kopfstück 16 und eine verschiebbare Hülse 17. Wird die Zunge 14 mit der Längsachse parallel zur Spindel gebracht und gegen diese geneigt, so ist deren
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veranlasst, sich quer gegen die Spindel zu stellen, worauf letztere zurückgezogen wird, so dass deren Kopf in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise die Enden dieser Zunge gegen die
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Hülse 17 dicht an die Perle und Zusammendrücken derselben, wodurch sie auf der Spindel festgeklemmt wird, welche letztere zwecks Erhöhung dieser Sicherheit noch mit Kerben 18 ausgestattet sein kann.
Ist der Kopf 16 nur auf die Spindel 1 aufgeschoben, so kann er auf derselben in gleicher Weise durch Zusammendrücken festgestellt werden. Statt nur eine
Zunge 14 auf der Spindel anzuordnen, können auch zwei oder mehrere solcher übereinander vorgesehen werden.
Besitzt der Hohlraum der Perle, des Steines oder dgl. eine kegelstumpfartige Form von geringer Neigung, so kann, wie Fig. 10 zeigt, eine der letztbeschriebenen ähnliche
Anordnung getroffen werden. Die Zunge 14 wird dabei entsprechend biegsam und elastisch ausgeführt, so dass sie sich zurückkrümmen und gegen die Innenseite des Hohlraumes anspreizen kann.
Es ist einleuchtend, dass ohne Abweichung vom Erfindungsgedanken die Einrichtung des ausdehnbaren Sperrstückes oder des Sperrglieds, welches durch Andrückung an die
Innenwand des Hohlraumes der Perle oder des Steines u. dgl. sichernd wirkt, geändert werden kann. So können z. B. auf den Seiten der Spindel eine oder mehrere leicht nach aussen gekrümmte federnde Lamellen aufgeschweisst oder gelötet sein, oder das Spindelende selbst in mehrere einen Kelch bildende federnde Arme geteilt sein usw. Die Ausdehnung des Kopfstückes könnte auch durch Verschieben eines zur Spindel achsial gleitenden Stückes herbeigeführt werden, welches entweder auf dieser Spindel selbst oder in einer
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