AT300258B - Verfahren zur Erzeugung eines Hochglanzes auf Kunststoff-Bodenbelägen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Hochglanzes auf Kunststoff-Bodenbelägen

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AT300258B
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AT
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floor
treatment
grinding machine
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plate
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Walter Rieser Dipl Ing
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  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
  • Separation, Recovery Or Treatment Of Waste Materials Containing Plastics (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Ziel der Erfindung ist, ein Verfahren zu schaffen, nach welchem auf Kunststoff-Bodenbelägen, insbesondere auf thermoplastischen PVC-Belägen mit Hilfe einer Schleifmaschine mit einem rotierenden Teller ein Hochglanz erzeugt werden kann. Dabei wird auf den Teller bei einer Vorbehandlung eine Behandlungsscheibe aus elastischem Material, wie selbstsaugende, gefilte Fassern, die den Durchmesser des Tellers hat, aufgesetzt. 



   Die Vorbehandlung des Bodens erfolgt unter Anwendung von Druck, der dem durch das Gewicht der
Schleifmaschine erzeugten Arbeitsdruck entspricht, wobei auf den Boden waschaktive Substanzen oder mechanische Reinigungsmittel aufgebracht werden. 



   Bislang wurde auf Kunststoff-Bodenbelägen, wie thermoplastischen PVC-Belägen fast ausschliesslich von
Hand aus mit Hilfe diverser chemischer Reinigungsmittel ein mehr oder weniger schöner Hochglanz erzeugt. Ein
Glänzen, und das nicht mit Befriedigung, ist nur bei einigen Arten durch Aufbringen von Fremdsubstanzen auf die Oberfläche möglich. Als Substanzen kommen Wachse, Hartfette oder diverse Lacke in Frage. Erstere sind abwaschbar, müssen aber laufend erneuert werden und bringen noch den Nachteil mit sich, dass sie mühevoll durch mechanisches Bürsten oder Reiben erst ihren Glanz erhalten. 



   Es sind auch bereits Vorrichtungen zur Glanzerzeugung auf den Markt gebracht worden. Bei den bekannten Vorrichtungen besteht die eigentliche Scheuereinrichtung aus einem zylindrischen Ring, der auf einer
Platte befestigt ist und dessen Radius grösser als der des Gehäuses der gesamten Vorrichtung und des
Stossdämpfers ist. In den Ring ist eine Scheibe eingebracht, auf die die Flüssigkeit von einer   Flüssigkeitszufuhreinrichtung   geleitet wird und eindringt. Der zylindrische Ring weist im Verhältnis zu seinem
Durchmesser eine beachtliche Höhe auf, so dass der aus Ring und Scheibe gebildete Belag nicht frei ausschwingen kann.

   Auch Polierscheiben für sich sind bereits bekanntgeworden, die aus zahlreichen Schichten verschiedener
Materialien, wie thermoplastischen Filmen aus Polyäthylenterephthalat, Nylon, Polypropylen, Polyvinylchlorid und auch Cellulosematerialien bestehen. Dieser Film soll biaxial orientiert und zu 50% kristallin sein. Sollten die so hergestellten Polierscheibe zu wenig elastisch sein, wird in den thermoplastischen Film übliches
Polierscheibenmaterial, wie Kaliko, eingeschichtet oder radiale Kerben werden an der Scheibe angebracht. 



   Diese Vorrichtungen bringen aber den Nachteil, dass bei Nachlassen des Hochglanzes durch Abnutzung keine Möglichkeit besteht, diesen Glanz wieder zu erneuern. Diese Nachteile beseitigt die Erfindung dadurch, dass der Boden nach der Vorbehandlung mit einer Behandlungsscheibe, die aus demselben Material wie die bei der
Vorbehandlung verwendete Scheibe besteht und die ungefähr doppelten Durchmesser des Schleifmaschinentellers hat, mit derselben Drehzahl des rotierenden Tellers wie bei der Vorbehandlung ohne zusätzliche Druckanwendung poliert wird. 



   Es werden dabei hochtourige Arbeitshandmaschinen verwendet und es genügt aber eine geringe Leistung, da der Arbeitsdruck und die Reibung beim Schleifvorgang nur gering sein dürfen. 



   Im ersten Arbeitsschritt wird der Boden mechanisch-chemisch dadurch gereinigt, dass die verschmutzten Poren, Riefen usw. aufgeschlossen werden, wodurch die gesamte Oberfläche ein gleichmässig mattes Aussehen erhält. Dieser Arbeitsvorgang wird halbnass durchgeführt, bringt keine Staubentwicklung mit sich und ist geruchfrei. 



   Im zweiten Arbeitsgang wird der Belag mit derselben Maschine und derselben Arbeitsscheibe, jedoch trocken poliert und die mechanisch geöffneten Poren und Riefen sozusagen wieder geschlossen, bis der gewünschte Hochglanz erreicht ist. 



   Die Behandlungsscheibe besteht vorteilhafterweise aus organischen Filzfasern, die elastisch federnd, nicht kompakt gepresst sowie nicht selbstsaugend sind, um ein Optimum an Glanz zu erzielen. Diese Scheibe ist auf einem elastisch rotierenden Teller aufgebracht, besitzt eine Stärke von zirka 3 mm, und auf sie wird eine PVC-Folie unablösbar aufgezogen. 



   Für den ersten Arbeitsvorgang soll die Behandlungsscheibe denselben Radius wie der Teller aufweisen. Es wird nun der Belag mit einem Brei aus Wasser, waschaktiven Substanzen, Soda, Quarzmehl oder andern Spezialemulsionen bestrichen, besprüht   od. dgL   und bloss mittels des Arbeitsdruckes durch das Gewicht der Maschine behandelt. Dieser Vorgang kann eventuell wiederholt werden, bis die Oberfläche des Belages trocken und gleichmässig matt ist. Durch diesen Arbeitsschritt sind die Poren und Riefen mechanisch und chemisch gereinigt und die Oberfläche somit aufgeschlossen. 



   Nun wird für den zweiten Vorgang eine Arbeitsscheibe aus demselben Material, jedoch mit doppelt so grossem Durchmesser verwendet, so dass ein breiter Kreisring der Scheibe ohne Auflage auf dem Teller beim Rotieren frei ausschwingen kann. Durch diesen Vorgang wird der Boden trocken geschliffen und poliert, indem kaum ein Arbeitsdruck angewendet wird. Durch die Vergrösserung des Durchmessers wird die Umfangsgeschwindigkeit erhöht und dadurch würde bei Druckanwendung eine sehr starke Erhöhung der Temperatur eintreten.

   Zwischen der PVC-beschichteten Scheibe aus Filz und dem Kunststoffbelag wird durch die durch Rotation hervorgerufene Reibung eine statische Elektrizität erzeugt, wodurch die Behandlungsscheibe auf den Kunststoffbelag eine leichte elektrische Anziehungskraft ausübt, so dass sich dadurch automatisch die richtige erforderliche Wärme bildet und ein überheizen nicht möglich ist. Diese Wärme reicht aus, um die Poren zu schliessen, womit der Poliervorgang beendet ist. Dadurch wird ein gleichmässiger und sehr schöner Hochglanz erzeugt. Es versteht sich, dass der Glanz umso besser wird, je reiner der Kunststoffbelag ist. 

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Claims (1)

  1. Ein weiterer grosser Vorteil der Erfindung ist, dass keine Fremdsubstanz auf den Boden aufgebracht wird und dass der Glanz sozusagen nur auf der eigenen Materialverbesserung und Behandlung beruht. Die Poren werden durch das erfindungsgemässe Verfahren nicht nur gereinigt, sondern auch vollständig geschlossen, so dass sie weiter schmutzabweisend, tritt- und rutschfest und mit Waschsubstanzen jederzeit behandelbar sind, ohne dass Veränderungen auftreten. Ausserdem kann die Behandlung so oft wie gewünscht wiederholt werden, was unter Umständen bei sehr stark in Mitleidenschaft gezogenen Böden, wie beispielsweise in öffentlichen Gebäuden, nötig wird. Das erfindungegemässe Verfahren nimmt nicht mehr Zeit in Anspruch als das bisher übliche Waschen, Reinigen, Einlassen und Bürsten des Bodens.
    PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung eines Hochglanzes auf Kunststoff-Bodenbelägen, insbesondere auf thermoplastischen PVC-Bodenbelägen, mit Hilfe einer Schleifmaschine mit einem rotierenden Teller, auf den bei einer Vorbehandlung eine Behandlungsscheibe aus elastischem Material, wie selbstsaugende, gefilzte Fasern, die den Durchmesser des Tellers hat, aufgesetzt wird, mit einer Vorbehandlung des Bodens unter Anwendung von Druck, der dem durch das Gewicht der Schleifmaschine erzeugten Arbeitsdruck entspricht, wobei auf den Boden EMI2.1 wie die bei der Vorbehandlung verwendete Scheibe besteht und die ungefähr den doppelten Durchmesser des Schleifmaschinentellers hat, mit derselben Drehzahl des rotierenden Tellers wie bei der Vorbehandlung, ohne zusätzliche Druckanwendung poliert wird.
AT726568A 1968-07-26 1968-07-26 Verfahren zur Erzeugung eines Hochglanzes auf Kunststoff-Bodenbelägen AT300258B (de)

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