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Gerät zum Lochen von Aufzeichnungsträgern
Im Stammpatent Nr. 289432 ist ein mechanisches Gerät beschrieben, das das Lochen von Aufzeichnungsträgern, z. B. Lochstreifen, von Hand gestattet. Bei diesem Gerät wirkt ein Betätigungshebel auf ein einstellbares Patrizenrad ein, das mit dem gewählten Lochungscode entsprechend zur Betätigung von Lochstempeln versehen ist, wobei die Lochstempel gegenüber Druckflächen einer Führungsbahn für den Aufzeichnungsträger angeordnet sind und wobei das Gerät ein pistolenartiges Gehäuse aufweist, in dem das mit dem Betätigungshebel verbundene Patrizenrad und oberhalb des Patrizenrades die in Richtung ihrer versenkten Ruhelage federbelasteten Lochstempel und in deren unmittelbarer Nähe ein Transportrad für den Aufzeichnungsträger angeordnet sind,
und die Führungsbahn für den zu lochenden Aufzeichnungsträger oberhalb der Lochstempel an der Oberseite des Gehäuses angeordnet ist und sich in Längsrichtung des Gehäuses erstreckt und nur im Bereich der Lochstempel von einer schmalen Lochmatrize überdeckt ist.
Das im Stammpatent dargestellte Gerät ist in erster Linie für die Lochung von Lochstreifen in 5-Kanal-Codes gedacht, kann grundsätzlich jedoch auch für die Lochung in 6-, 7- und 8-Kanal-Codes eingesetzt werden. Allerdings wird im letzteren Falle das Patrizenrad und auch das Anzeigerad sehr gross bzw. sehr unhandlich, wenn, dem benutzten Code entsprechend, alle möglichen Lochungskombinationen berücksichtig werden müssen, d. h. bei Verwendung eines 7-Kanal-Codes 128 Kombinationsmöglichkeiten oder bei der eines 8-Kanals-Codes 256 Möglichkeiten.
In fast allen bekanntgewordenen Codes sind jedoch, unabhängig von der Kanalzahl höchstens 64 Lochkombinationen belegt ; für die Aufnahme von 64 Kombinationen erscheint die Ausführung des Gerätes nach dem Stammpatent gerade noch sinnvoll. Bei Codes mit mehr als 64 in Anspruch genommenen Lochkombinationen empfiehlt sich jedoch die Anwendung der Erfindung.
Diese bezweckt, ein Gerät zu schaffen, das auch für echte 8-Kanal-Codes verwendbar ist. Einer von ihnen ist der EBCDIC (Extended Binary Coded Decimal Interchange Code) der Firma IBM mit normalerweise 108 ausgenutzten Kombinationen. Er ist noch erweitert worden durch die Aufnahme von zusätzlich 21 Code-Kombinationen des japanischen Katakana-Alphabetes und weiteren 41 Code-Wörtern für japanische Kanji-Zeichen. Auch andere denkbare oder möglicherweise noch zu schaffende Codes sollen so erfasst werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabenstellung sieht die Erfindung vor, dass das Patrizenrad von mehreren, gesondert einstellbaren, gleichachsig und einander benachbart gelagerten Patrizenrädern gebildet ist.
Zweckmässig ist auch das Anzeigerad mehrteilig ausgebildet. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass jeder Teil des Anzeigerades mit dem zugeordneten Teil des Patrizenrades fest gekoppelt ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen
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Patrizenradsystems und Fig. 3 eine Abwicklung der Zylinderflächen der Patrizenräder und der Anzeigeräder unter beispielsweiser Verwendung der Normalfassung des EBCDI-Codes.
Die Darstellung in den Fig. l bis 3 entspricht der Darstellung in Fig. 2 des Stammpatentes und hat nahezu natürliche Grösse. Alle nicht die Weiterentwicklung betreffenden Teile des Gerätes sind nur so weit dargestellt, dass Lage und Funktion im Gerät erkennbar sind, und sind mit den gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile im Stammpatent versehen.
Unter einem Träger --7-- der Lochstempel --8-- ist auf einer Welle --100-- das hier zweiteilige Patrizenrad--101, 102--in den Seitenwandungen eines Gerätegehäuses--l--drehbar gelagert.
Auf der Welle --100- ist in weiter unten noch näher erläuterter Weise auch das hier zweiteilige Anzeigerad befestigt, das einen ersten Teil --103-- und einen zweiten Teil-104sowie einen Drehknopf--105--aufweist und relativ zu einer Anzeigenase--42--einstellbar ist.
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anderseits auf ihr die Nabe--111--einer Rastscheibe--112--befestigt ist. Die Rastscheibe - 112-ist mit dem einen Teil --102-- des Patrizenrades fest verbunden.
Auf der Welle --110-- ist eine Hohlwelle --113-- drehbar gelagert, die mit dem andern Teil des Anzeigerades, d. h. einer Ableseschablone oder einem äusseren Anzeigerad--104--einerseits und dem andern Teil--101--des Patrizenrades anderseits fest verbunden ist. Das Patrizenrad--101-- wird von einer Rastscheibe--114--getragen.
Das äussere Anzeigerad--104--weist mehrere Einstellmarkierungen--120, 121,122, 123--
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mittels der Rastscheibe--114--gehalten wird.
Das äussere Anzeigerad--104--weist als Schablone zur Einstellung bzw. Ablesung mehrere Stufen--124, 125, 126-- auf, die den Beschriftungsspuren auf dem inneren Anzeigerad--103-- zugeordnet sind.
Das Patrizenrad-System besteht aus einem inneren Anzeigerad --103-- mit in vier Spuren nebeneinander aufgetragenen Code-Bezeichnungen und einem gleichachsig angeschlossenen Hauptpatrizenrad--102--, auf dem sich bei der hier beispielsweise gewählten Ausführung die Druckflächen bzw. Löcher für die Kanäle--8-4--, die Transportlochspur und den Kanal--3-- befinden.
Konzentrisch zu diesem inneren Anzeigerad--103--, jedoch relativ zu ihm drehbar, ist das äussere Anzeigerad--104--vorgesehen, mit dessen stufenförmigen Ausschnitten die jeweils benachbart liegenden Spuren auf dem inneren Anzeigerad bestimmt werden.
Die genaue Festlegung des jeweils einzustellenden Codesymbols geschieht, indem eine der vier
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Deckung gebracht wird. Das innere Anzeigerad ist dann so einzustellen, dass die gültige Markierung des äusseren Anzeigerades gerade auf das zu wählende Symbol weist. Mit dem äusseren Anzeigerad --104-- ist das Patrizenrad --101--, auf dem sich die Druckflächen für die Kanäle --2 und 1-befinden, fest verbunden. Auf diesem Patrizenrad sind nur vier Dual-Möglichkeiten untergebracht.
Zweck der Erfindung ist es, den sonst erforderlichen Umfang von Patrizenrad und Anzeigerad zu verringern. In der dargestellten und beschriebenen Form ist der Umfang auf ein Viertel, nämlich von 256 unterzubringenden Lochkombinationen auf 64 verringert.
Einstellung bzw. Ablesung und Aufteilung der hier beschriebenen Code-Kombinationen ergeben sich aus der Darstellung nach Fig. 3.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt ; vielmehr können Einzelheiten dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden, ohne vom grundsätzlichen Erfindungsgedanken abzuweichen.
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