AT296934B - Verfahren zur Herstellung von Perboraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Perboraten

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Alpine Chemische Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/055Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof
    • C01B15/12Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof containing boron

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


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  Verfahren zur Herstellung von Perboraten 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Perboraten, die mehr als 1 Mol Wasserstoffperoxyd pro Mol Borat enthalten. 



   Es sind bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung von Perboraten, insbesondere solche, die weniger als oder gerade 1 Mol Wasserstoffperoxyd bzw. 1 Grammatom aktiven Sauerstoff pro Mol Borat enthalten, bekannt. 



   In der Technik stellt man Perborate durch Reaktion von Boraten mit Wasserstoffperoxyd in wässeriger Lösung her. Die Herstellung hochprozentig peroxydhaltiger Borate ist auf diese Weise wirtschaftlich nicht möglich, man müsste beispielsweise Borate mit einem unverhältnismässig grossen Überschuss wässerigen   Wasserstoffperoxyds   unter vermindertem Druck zur Trockne eindampfen. Solche Operationen sind teuer und nicht ungefährlich, weil es durch Zersetzungen zu hohen Verlusten an Wasserstoffperoxyd kommt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man bei der Oxydation einer mindestens zwei unter Bildung von Wasserstoffperoxyd oxydierbare Wasserstoffatome enthaltenden organischen Verbindung in Gegenwart von festem Borat, in Anwesenheit von geringen Mengen Wasser und in einem Lösungsmittel hochprozentig Peroxyd-haltige Borate erhält, wenn man pro Mol gewinnbaren Wasserstoffperoxyds 0,2 bis 1 Mol Borat einsetzt. Die so erhaltenen Perborate, die mehr als eine Peroxygruppe   pro Boratmolekül   enthalten, dienen vor allem als Bleichmittel und können Waschmitteln zugegeben werden. Sie sind ebenso stabil wie die bisher allein in grossen Mengen hergestellten, weniger Peroxyd-haltigen Borate, sie sind jedoch bei gleichem Gewicht wirtschaftlicher in der Anwendung, wobei der Abfall an teuren und giftigen Borsalzen bei gleicher Oxydationswirkung geringer ist. 



   Verbindungen mit zwei unter Bildung von Wassesstoffperoxyd oxydierbaren Wasserstoffatomen, im folgenden Autoxydantia genannt, sind bekannt. Es handelt sich hiebei meist um Hydrazoverbindungen,   besonders Hydrazobenzol,   Aminophenole und vor   allem Hydrochinone, z. B. 2-Alkylanthrahydrochinone,   oder um sekundäre Alkohole, z. B. Isopropanol oder Cyclohexanol. 



   Als Lösungsmittel können z. B. Alkohole, Äther, Ester oder Ketone und Gemische aus diesen Lösungsmitteln untereinander und Kohlenwasserstoffen verwendet werden, soweit zumindest eine geringe Menge Wasser in ihnen löslich ist. 



   Die Bildung der Perborate, nach dem erfindungsgemässen Verfahren, aus Wasserstoffperoxyd und dem jeweiligen Alkaliborat verläuft umso schneller, je höher die Wasserkonzentration in der Lösung bzw. im organischen Medium ist. Erhöht man diese Konzentration immer mehr, so erhält man schliesslich das Endprodukt nicht mehr in pulverigem oder körnigem Zustand : es entstehen klebrige Massen, die zum Erstarren gebracht und dann zermahlen werden können. Wird die Wasserkonzentration zu hoch und damit die Verklebung zu stark, so werden Feststoffteilchen durch Umhüllung mit verklebten Schichten der weiteren Reaktion entzogen und es kommt auch zu erheblichen Einschlüssen an organischen Substanzen. 



   Kristallwasserhaltige Borate setzen bei der Aufnahme von Wasserstoffperoxyd Wasser in Freiheitund vergrössern dadurch die Wasserkonzentration im Lösungsmittel. Es ist darum bei der Erzeugung von Per- 

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    beiH O/kg   und war usprünglich mit   0, 340 Mol 2-Äthylanthrachinon/kg   angesetzt worden. 



   Die   Einfüllöffnung   des Gefässes wurde verschlossen, die Gasableitung mit einem Rotameter verbun- 
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 teilte sich rasch in der dunkelbraunen, undurchsichtigen Lösung. Nach insgesamt 40 min wurde die Luftzufuhr unterbrochen und das Reaktionsgemisch filtriert. 



   Das Filtrat enthielt 0,025 Mol Wasserstoffperoxyd/kg. Der Rückstand wurde mit Benzol gewaschen und schliesslich durch kurzes Evakuieren von den anhaftenden Benzolreste befreit. Die 21, 1 Teile des 
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   Der Luftdurchsatz betrug 200   l/h   und kg Lösung, der Wasserdampfpartialdruck 42 Torr, dieReaktionszeit 40 min. 



   Das Filtrat enthielt 0,041 Mol Wasserstoffperoxyd/kg. Die 16, 1 Teile des weissen Produktes enthielten 11,95 Mol   HO/kg   (19,   1%   aktiven Sauerstoff) und 8,74 Grammatom Na/kg. 



   Beispiel 3 : Wie bei Beispiel 1 wurden 7, 56 Teile feinteiliges Natriummetaborat (Analysenwert 
 EMI3.3 
 den. 



   Der Luftdurchsatz betrug 200   l/h   und kg Lösung, der Wasserdampfpartialdruck der Luft 43 Torr und die Reaktionszeit 40 min. 



   Das Filtrat enthielt   0, 085 Mol Wasserstoffperoxyd/kg.   Die 9, 20 Teile des weissen Produktes enthielten 13,12 Mol   HO/kg   (21,   00/0   aktiven Sauerstoff) und 8, 38 Grammatom Na/kg. 



     Beispiel 4 :   Wie bei Beispiel 1 wurden 28,   10 Teile feinteiliger Borax (Analysenwert 5, 37 Gramm-   
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 drochinon/kg 0, 200 Mol Wasser/kg und war ursprünglich mit 0,500 Mol 2-Äthylanthrachinon/kg angesetzt worden. 



   Der Luftdurchsatz betrug 540   l/h   und kg Lösung, der Wasserdampfpartialdruck der Luft 20 Torr und die Reaktionszeit 60 min. 



   Das Filtrat enthielt 0,053 Mol Wasserstoffperoxyd/kg. Die 23,65 Teile des weissen Produktes enthielten 9, 68 Mol    02/kg (15, 5%   aktiven Sauerstoff) und 6, 35 Grammatom Na/kg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Perboraten, wobei eine mindestens zwei unter Bildung von Wasserstoffperoxyd oxydierbare Wasserstoffatome enthaltende organische Verbindung in Gegenwart von festem Borat und Anwesenheit geringer Mengen Wasser in einem Lösungsmittel oxydiert wird, dadurch ge- kennzeichnet, dass man pro Mol gewinnbaren Wasserstoffperoxyds 0, 2 bis 1 Mol Borat einsetzt.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-PS 940 348
AT168168A 1965-05-20 1965-05-20 Verfahren zur Herstellung von Perboraten AT296934B (de)

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