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Steuervorrichtung für das Luftabsperrorgan an einer Rohrleitungskupplung, die mit der Mittelpufferkupplung eines Schienenfahrzeuges verbunden ist
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für das Luftabsperrorgan an einer
Rohrleitungskupplung, die mit der Mittelpufferkupplung eines Schienenfahrzeuges verbunden ist, wobei die Steuervorrichtung mit einer mit dem Handbetätigungsgestänge des Absperrorgans verbundenen Betätigungswelle und einer in öffnungsrichtung des Absperrorgans wirkende Feder versehen ist und die Feder nach dem manuellen Schliessen der Absperrorgane spannbar und einrastbar und während des Kuppelvorganges der Mittelpufferkupplung über Kontaktorgane, wie Fühlhebel und Zugeinrichtung, automatisch freigebbar ist,
wobei ein Kurbelzapfen einer auf der Betätigungswelle angeordneten Kurbelwange mit einer Kolbenstange oder einem Pleuel gelenkig verbunden ist und in einem Zylinderraum, der einerseits über einen Spaltquerschnitt ständig und anderseits über eine in Richtung zur Aussenluft sperrendes Rückschlagventil mit der Aussenluft verbunden ist, ein an einem Band der Kolbenstange oder des Pleuels dichtend anliegender, druckfederbelasteter, innerhalb der Wandung des Zylinderraumes dichtend geführter und längsverschieblicher Kolben, der als Dämpfungskolben ausgebildet ist, indem der Spaltquerschnitt nur ein langsames Entweichen des im Zylinderraum komprimierten Luftvolumens ermöglicht, gelagert ist, und wobei ferner ein mit der Zugeinrichtung gekuppelter, drehbar gelagerter Entriegelungshebel über einen an seinem freibeweglichen Ende angeordneten,
aus einem in einer Bohrung des Entriegelungshebels geführten und federbelasteten Bolzen bestehenden Ausheber oder über eine feste Nase am Entriegelungshebel und vertikales Längsspiel der Lagerung des Entriegelungshebels in einer Nase einer drehbar gelagerten Sperrnocke, die über eine Zugfeder mit dem Entriegelungshebel verbunden ist und mit ihrem unteren zahnförmigen Ende in eine rastenförmige Ausnehmung des Kolbens in dessen gegen die Kraft der Feder zurückgezogenen Stellung einrastbar ist, nach Patent Nr. 288482.
Bei einer bekannten Steuereinrichtung dieser Art, ist auf der Betätigungswelle ein Nockenteil drehbar gelagert. Eine Ausnehmung des Nockenteiles bildet mit einem Bolzen, welcher auf einer mit der Betätigungswelle verbundenen Scheibe befestigt ist, eine Anschlagvorrichtung, deren Drehspiel dem Drehwinkelbetrag zwischen offenem und geschlossenem Absperrorgan entspricht. Hiebei ist der Nockenteil durch eine Zugfeder belastet und der Nocken des Nockenteiles einerseits durch eine federbelastete Klinke und anderseits durch einen festen Anschlag abfangbar. Die Klinke ist über einen mit dieser verbundenen Hebel durch ein mit dem Fühlhebel gekoppeltes Anschlagventil aushebbar.
Aufbau und Funktion dieser Steuervorrichtung gestatten ihre Verwendung für alle Kupplungsarten und ein manuelles öffnen und Schliessen der Absperrorgane ohne Beeinflussung der jeweiligen Kupplungsstellung.
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Nachteilig ist noch, dass zur Betätigung der Einrasteinrichtung des Betätigungshebels, die der Korrosion ausgesetzt ist und sich ausserhalb der Vorrichtung auf der Höhe der Kuppelebene befindet, ein verhältnismässig hoher manueller Kraftaufwand nötig ist.
Zweck der Erfindung ist es, die vorher erwähnten Nachteile zu vermeiden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels konstruktiver Änderung der Funktionsorgane, sowohl im manuellen als auch im automatischen Bereich, der Betätigungsorgane bei Verminderung der Handkraft erhöhte Betriebssicherheit zu erlangen.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die im wesentlichen aus Entriegelungshebel, Sperrnocke und dem aus Kolben, Pleuel und Kurbelwange gebildeten Kurbeltrieb bestehende Steuervorrichtung mit einem mit dem Entriegelungshebel, der für die obere Nase der durch eine Drehfeder geführten Sperrnocke eine Anlage aufweist, verbundenen, im Gehäuse geführten und durch eine Druckfeder belasteten Zugglied, mit einem den Drehwinkel der Betätigungswelle begrenzenden, innerhalb derselben radial angeordneten, federbelasteten Arretierungselement und mit einer zentrisch zur Betätigungswelle drehbaren, mit Begrenzungsanschlägen und mit am Umfang eines bogenförmigen Rastensteges angeordneten Aussparungen versehenen Kurbelwange ausgestattet ist.
Die technisch-ökonimischen Vorteile der Erfindung beruhen auf dem Einfluss, der durch die Automatik gebildeten Sicherung der Absperrhähne in ihren Endlagen durch eine nicht selbsthemmende Rastung wobei dieses betriebserforderliche Kennzeichen keinen Einfluss auf das von der Druckfeder herrührende Arbeitsvermögen der Automatik hat. Dadurch kann die Dimensionierung der Druckfeder um den Betrag der Rastwirkung vermindert werden, was eine geringere Handkraft gestattet. Des weiteren ist entgegen Patent Nr. 288482 der Anschlag des Ausheberhebels durch eine Anlage an die obere Nase des Sperrnockens gegeben, wobei dem Nocken ein kräftiges im Sinne der Arretierung des Kolbens wirkendes Drehmoment erteilt wird.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung ist die erfindungsgemässe Steuervorrichtung dargestellt.
In dem Gehäuse--l--ist die Betätigungswelle --2-- gelagert. Der nicht dargestellte seitlich aus dem Gehäuse--l--austretende Wellenstumpf der Betätigungswelle --2-- ist in bekannter Weise durch einen Kurbelarm mit dem zu betreibenden, ebenfalls nicht dargestellten Absperrhahn gekuppelt.
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--2-- gelagertWinkelmass drehbar.
In der Betätigungswelle --2-- ist ein federndes Arretierungselement--28--, vorzugsweise ein Arretierstift, radial geführt, welches in den jeweiligen Anschlaglagen durch die versetzten, vorzugsweise zylindrischen Ausnehmungen--31 ; 31'--, des an der Kurbelwange-3--
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-3- sowie Pleuel --5-- und Kolben --9-- bilden--10- gelagert ist und sich auf der Achse --11-- und einem Anschlag --27-- der Sperrnocke 8abstützt, ein ständiges Drehmoment gegen den Uhrzeigersinn. Auf der im Gehäuse-l-fest angeordneten Achse--11--ist der Entriegelungshebel--12--drehbar gelagert, der durch das Zugglied-33 : 33'-- und die Kraft der vorgespannten Druckfeder --34-- ein ständiges
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begrenzt.
Diese Anlage --29-- bewirkt ein Drehmoment im Sinne der Drehfeder-26-. Der Entriegelungshebel--12--ist weiterhin ein gegen die Spannung einer Blattfeder--22-längsverschiebbarer Bolzen--21--, der die obere Nase--13--der Sperrnocke--8-mit ergreift.
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ist in seiner linken Endlage durch die untere Nase--25--und eine rastenförmige Ausnehmung --19-- arretiert.
Der Zylinderraum--16--ist zur Aussenluft ständig über den Spaltquerschnitt--27--und ein in dieser Flussrichtung sperrendes Rückschlagventil --18-- verbunden.
Wird der Kolben--9--in der nach Patent Nr. 288482 geschilderten Weise aus seiner arretierten
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--3-- ein.Betätigungswelle-2-an dieser dem Uhrzeigersinn entgegengerichteten Drehung teil und liefert das für das öffnen der nicht dargestellten Absperrhähne erforderliche Drehmoment. Beim Schliessen der
Absperrhähne wird die BetätigungsweUe-2-durch äusserliche Handbedienung im Uhrzeigersinn zurückverdreht. Wieder findet durch das Arretierungselement--28--und den Anschlag --30'-- ein zwangsläufiges Mitverdrehen der Kurbelwange --3-- statt, so dass es über Pleuel --5-- zur
Rückbewegung des Kolbens--9--in seine arretierte Endlage kommt.
Während der vorstehend erläuterten Funktion verbleibt das Arretierungselement-28-ständig in der Ausnehmung-31'- des Rastensteges-32--. Sollen die Absperrhähne ohne Freigabe der Arretierung des Kolbens - geöffnet und geschlossen werden, so ist die Betätigungswelle --2-- durch äusserliche
Handbewegung zu verdrehen. Hiebei muss das Arretierungselement --28-- aus der Ausnehmung - durch Aufbringen eines bestimmten Rastmomentes herausgedrückt werden. Am Ende der
Verdrehung der Betätigungswelle-2-legt sich das Arretierungselement --28-- an den Anschlag - -30-- der Kurbelwange --3-- an und gleitet gleichzeitig in die Ausnehmung --31-- des
Rastensteges-32--.