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Antriebseinrichtung für Häckselmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für Häckselmaschinen für wahlweise einstellbare Einzugsgeschwindigkeiten für das Schneidgut, wobei die Einzugseinrichtung des Häckslers eine Ladentransporteinrichtung und ein Paar von Einzugswalzen umfasst, von denen mindestens eine angetrieben und eine mit Bezug auf die andere heb-und senkbar ist, sowie mit einem Antrieb für die die Zubringung und den Einzug besorgende Einzugseinrichtung, wobei der Antrieb letzterer insgesamt von einer Eingangswelle abgeleitet ist. Eine solche Häckselmaschine, auf welche die Erfindung Bezug hat, kann ein Feldhäcksler oder ein Standhäcksler sein. Dadurch, dass die Einzugsgeschwindigkeit der Einzugsvorrichtung bei unverändert bleibender Drehzahl des Messerrades wählbar ist, kann die Schneidlänge des Schneidgutes entsprechend geändert werden.
Bekannte Häckselmaschinen mit regelbarer Einzugsgeschwindigkeit, d. h. innerhalb bestimmter Grenzen wählbaren Schnittlängen, verwenden in diesem Zusammenhang Getriebe, welche jedoch baulich aufwendig sind und ihres infolge der vielen übersetzungen schlechten Wirkungsgrades wegen einem sehr erheblichen Teil der Antriebsleistung, die dem Häcksler zugeführt wird, durch Reibungsverluste aufzehren, zumal man sich mit Wirkungsgraden um etwa 50% zufrieden geben muss. Eine Erhöhung des Wirkungsgrades durch präzisere Ausführung dieser Getriebe führt zu keiner wesentlichen Verbesserung und ist im Landmaschinenbau unrentabel.
Die Erfindung fusst auf der Erwägung, dass eine wesentliche Verbesserung des Wirkungsgrades der die Zubringung und den Einzug besorgenden Einzugseinrichtung nur durch eine möglichst geringe Anzahl von Übersetzungselementen zu erreichen ist. Für einen Häcksler der eingangs genannten Art schafft die Erfindung demgemäss einen Antrieb für die Einzugseinrichtung, der sich durch grosse mechanische Einfachheit, Betriebssicherheit und sehr günstigen Wirkungsgrad auszeichnet.
Ausgehend von einer Antriebseinrichtung für Häckslermaschinen der eingangs genannten Art kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass zum Antrieb der Einzugseinrichtung ein auf der Eingangswelle der Einzugseinrichtung sitzendes Rad dient, das wahlweise über eine mit ihm verbundene Kupplung einen direkten Antrieb der Einzugsvorrichtung ermöglicht, wenn die Kupplung eingerückt ist, sowie einen indirekten und alsdann mit übersetzung erfolgenden Antrieb der Einzugsvorrichtung, wenn die Kupplung ausgerückt ist, in welcher Stellung das Rad mit einem Übersetzungsrad in Wirkungsverbindung steht.
Es ist vorteilhaft, diesen Gedanken in konstruktiver Hinsicht so zu verwirklichen, dass die Antriebsräder der Einzugseinrichtung Kettenräder sind, die durch eine Kette in Wirkungsverbindung stehen, wobei dann im Sinne eines weiteren Merkmales der Erfindung die Einzugseinrichtung wahlweise über ein auf der Eingangswelle der Einzugseinrichtung sitzendes Zahnrad und ein auf einer Welle der Einzugseinrichtung sitzendes Gegenzahnrad oder aber, bei eingerückter Kupplung, über eine ein Kettenrad führende Kette antreibbar ist, wobei der Antrieb der Einzugseinrichtung bei gegebener Drehzahl der Eingangswelle über die Zahnräder mit der einen oder über die Kette mit einer andern Geschwindigkeit erfolgt.
In den schematischen, disproportionalen (auseinandergezogenen) Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele mit weiteren Erfindungsmerkmalen der vorliegenden Antriebseinrichtung
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dargestellt. Es zeigen : Die Fig. l und. 2 das Schema einer ersten Ausführungsform mit kettenverbundenen Antriebsrädern und die Fig. 3 und 4 die erfindungswesentlichen Übertragselemente in zwei andern Ausführungsformen unter Verwendung von Zahnrädern.
Gemäss Fig. l bildet die obere Einzugswalze--l--mit der unteren Einzugswalze--2--jene Elemente, die das von dem Zubringer-Förderband --26-- zugeführte Schneidgut dem (nicht dargestellten) Schneidspalt darbieten. Die obere Einzugswalze sei, wie bekannt, höhenverstellbar ausgeführt und schwingt zu diesem Zweck um die Achse der Antriebswelle-3-, auf der ein Zahnkettenrad--4--angeordnet ist, von dem über die Kette 5 und ein weiteres Zahnkettenrad--6--die obere Einzugswalze--l--gedreht wird. Dem Einzugsspalt sei noch eine
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--8-- erhält.--9-- getrieben ; die zweite (nicht dargestellte) Walze, die am äusseren Ende der Zubringervorrichtung angeordnet zu denken ist, läuft leer.
Auf der Welle--10--der unteren Einzugswalze --2-- und auf der Welle--11--der vorderen Zubringerbandwalze--9--sitzt je ein Kettenrad--12 bzw.
13--, das seinen Antrieb über eine Kette--14--von einem Kettenrad-15-erhält, das ebenfalls auf der Hauptwelle--3--gelagert ist ; die Räder--15 und 4--bilden eine Einheit, die mit der Welle--3--nicht auf Drehung gekuppelt ist. Die Kette --14- läuft über eine Spannvorrichtung - -16--, umfassend zwei Wenderäder --17 und 18-und ein Drehlager --19-- sowie ein nicht gezeichnetes Belastungsgewicht-20--.
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--22--, welches längsverschiebbar auf der Welle --3-- sitzt und mit dieser auf Drehung gekuppelt ist. Die Welle--3--ist die Ausgangswelle eines im Häckselmaschinenbau üblichen Kegelrad-Wendegetriebes (nicht dargestellt, angedeutet mit--25--), welches üblicher Beschaffenheit sein möge.
Das Zahnrad --22-- und das Kettenrad --15-- sind mit zueinander weisenden Kupplungsklauen --22A bzw. 15A-ausgestattet.
Man erkennt, dass die Walzen--1, 2 sowie 9-- über die Ketten--5 und 14-sowie über die Kettenräder --12,13,15,4 und 6--gekuppelt sind und insoweit eine Gruppe bilden. Die gezeigte Einrichtung wirkt folgendermassen :
In der gezeichneten Stellung des Ritzels --22-- erfolgt der Antrieb über das Zahnrad --21--, welches über seine Welle--11--die Kette--14--und damit die Gruppe insgesamt in Bewegung versetzt ; die Umlaufgeschwindigkeit dieser Gruppe wird vom Übersetzungsverhältnis der Räder - -22, 21-- beherrscht.
In Fig. 2 ist nun das Ritzel--22--nach rechts derart verschoben dargestellt, dass die Kupplungsklauen-15A und 22A-in Eingriff geraten. Dadurch wird die Antriebsverbindung, die zuvor über das Zahnrad--22 und 21--bestand, gelöst (das Rad--22--steht nun im seitlichen
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dass in der in Fig. l gezeichneten Stellung die Räder --22 und 21-- gegenläufig rotieren. Um diesen Drehsinn der Gruppe auch im andern Gang, d. h. im Zustand, den Fig. 2 zeigt, aufrecht zu erhalten, ist die Kette--14--derart gelegt, dass sie eine Bewegungsumkehr zwischen der Drehung der Welle --3-- und der Welle --11-- bewirkt. Auf diese einfache Weise entfallen zusätzliche Wendegetriebe.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, in dem das dem Zahnrad--22--der Fig. l entsprechende Rad-22'-als Stufenzahnrad ausgeführt ist, das mit dem auf der Welle --1-- sitzenden Gegenrad --21'-- kämmt, das dem Kettenrad-21-der Fig. l entspricht. In der gezeigten Ausführung sind insgesamt vier Einzugsgeschwindigkeiten wählbar, je nach der Axialstellung des Rades --22'-- auf der Welle-3--, auf der es, auf Drehung mit ihr gekuppelt, längsverschiebbar ist.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei der das Zahnrad --27-- mit den Kupplungsklauen-27'--
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Klauen-28'und 28"-aufWelle --3-- gekuppelt wird. Ebenso kann die Kupplung --28-- mit ihren Klauen --28"-- in die Klauen --15'-- des Kettenrades --15-- eingerückt und dadurch der schnellere Vorschub eingeschaltet werden.
Der gute mechanische Wirkungsgrad der Gesamteinrichtung ergibt sich durch den sehr kurzen Kraftfluss vom Getriebe --25-- zu den Futtereinzugsorganen --1,2,26 und 7--. Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemässe Antriebseinrichtung unter Anwendung von im Landmaschinenbau üblichen Fertigungstoleranzen mit Wirkungsgraden arbeitet, die bei etwa 0, 9 liegen, was gegenüber dem
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