AT288684B - Verfahren zur herstellung von mastikationshilfsmittelkombinationen zur mastikation von naturkautschuk oder synthetischen polyisopren oder deren verschnitten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von mastikationshilfsmittelkombinationen zur mastikation von naturkautschuk oder synthetischen polyisopren oder deren verschnitten

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AT288684B
AT288684B AT543968A AT543968A AT288684B AT 288684 B AT288684 B AT 288684B AT 543968 A AT543968 A AT 543968A AT 543968 A AT543968 A AT 543968A AT 288684 B AT288684 B AT 288684B
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natural rubber
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synthetic polyisoprene
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Mastikationshilfsmittelkombinationen zur Mastikation von Naturkautschuk oder synthetischem Polyisopren oder deren Verschnitten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   Mastikationshilfsmittelkombiriationen   zur Mastikation von Naturkautschuk oder synthetischem Polyisopren oder deren Verschnitten, wobei die Mastikationshilfsmittelkombinationen über einen breiten Temperaturbereich eine optimale Wirksamkeit besitzen. 



   Die bekannten Mastikationshilfsmittel können hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in Abhängigkeit von der Temperatur in zwei Hauptklassen untergliedert werden : a) Fettsaure Zinksalze mit einem optimalen Wirkungsbereich von 60 bis 1200C b) Aromatische Schwefelverbindungen   (z. B. Zinksalz des Pentachlorthiophenols : O. O'-Dibenzoyl-   aminodiphenyldisulfid ; N,   S-substituiertes Derivat desO-Aminothiophenols) miteinem   optimalen Wirkungsbereich > 120 C. 



   Die Mastikation von Naturkautschuk und synthetischem Polyisopren erfolgt überwiegend im diskontinuierlichen Verfahren in Innenmischern bei alleinigem Einsatz eines Peptisiermittels. Die Temperatur des zu mastizierenden Materials verläuft während des Mastikationsprozesses im Innenmischer von etwa 400C (Temperatur bei Zugabe) bis etwa 1600C (Temperatur bei Ausstoss des Mastikats), wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. 



   Aus dem Temperaturverlauf bei der Mastikation (s. Zeichnung) ergibt sich, dass bei alleinigem Einsatz von Abbaumitteln ausschliesslich einer Klasse die maximale Nutzung der zur Verfügung stehenden Maschinenzeit nicht gesichert ist. 



   Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Mastikationshilfsmittels zu entwickeln, das die Verkürzung der Mastikationszeit bei gleichem Plastizitätsniveau des Mastikats gegen- über herkömmlichen Mastikationshilfsmitteln ermöglicht. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Mastikationshilfsmittels zu entwickeln, das in seiner Wirksamkeit dem Temperaturverlauf der Mastikation in Innenmischern entspricht. 



   Erfindungsgemäss wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines Mastikationshilfsmittels gelöst, bei dem an sich bekannte Zinksalze von Fettsäuren, die mehr als vier Kohlenstoffatome in der Kette enthalten, wie z. B. Zinksalze eines Gemisches gesättigter Carbonsäuren mit 4 bis 9 Kohlenstoffatomen, mit an sich bekanntenMastikationshilfsmitteln auf der Basis aromatischer Schwefelverbindungen, wie z. B. dem Zinksalz des Pentachlorthiophenols bzw. 0,   O*-Dibenzoyi-amino-di-   phenyl-disulfid, vermischt werden, wobei der Anteil an fettsauren Zinksalzen 50 bis 99   Grew.-%   und der Anteil an aromatischen Schwefelverbindungen 1 bis 50   Grew.-%   beträgt.

   Mit dieser Kombination 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 wird der Mastikationseffekt verbessert, wobei es unabhängig davon ist, ob die erfindungsgemäss herge- stellte Mastikationshilfsmittelkombination dem Innenmischer bei der Mastikation von Naturkautschuk bzw. synthetischem Polyisopren in Form einer vorher hergestellten Mischung oder die Bestandteile der
Kombination gesondert bei der Mastikation zugesetzt werden. 



  B   Beispiel l :   Die Herstellung einer   Mastikationshi1fsmitteIkombination   kann dadurch erfolgen, dass dem fettsauren Zinksalz während oder nach dem Herstellungsprozess im Rührgefäss bzw. Knetwerk vorzugsweise bei 80 bis 900 C ein oder   mehrere Sekundärabbaumittel auf der Basis aromatischer Schwefel-   verbindungen zugesetzt werden.

   Eine so hergestellte Mastikationshilfsmittelkombination kann folgen- de Zusammensetzung besitzen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 92, <SEP> 5 <SEP> Gew.-% <SEP> Zinksalz <SEP> eines <SEP> Gemisches <SEP> niedermolekularer
<tb> gesättigter <SEP> Carbonsäuren <SEP> mit <SEP> 4 <SEP> bis <SEP> 9 <SEP> Kohlenstoffatomen
<tb> 7, <SEP> 5 <SEP> Gew.-lo <SEP> 0, <SEP> 0'-Dibenzoylaminodiphenyl-disulfid <SEP> 
<tb> 100,0
<tb> 
 
Durch die peptisierende Wirkung der Mastikationshilfsmittelkombination über den gesamten Temperaturbereich tritt eine Verkürzung der Mastikationszeit ein. Daraus ergeben sich eine Verringerung des Energieaufwandes bei der Mastikation, eine Erhöhung der Grundfondeffektivität und eine Einsparung von Kühlwasser und Pressluft. 



   Die zusätzlichen Kosten für die fettsauren Zinksalze können durch äquivalente Verringerung der Fettsäure und des Zinkoxydanteiles in der Mischung kompensiert werden. Daneben können die Kosten durch die im Zusammenhang mit dem Einsatz von fettsauren Zinksalzen eintretende Verdünnung der Kautschuksubstanz positiv gestaltet werden. 



   Beispiel 2 : Mastikation von Naturkautschuk Typ No 2RSS (Smoked sheets) unter Einsatz der   Mastikationshilfsmittelkombination   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Rohdefohärte <SEP> des <SEP> Naturkautschuks <SEP> : <SEP> 3000
<tb> Eingesetzte <SEP> Kautschuk-Masse <SEP> : <SEP> 150 <SEP> kg
<tb> Aggregat <SEP> :

   <SEP> Banburykneter <SEP> Typ <SEP> 11
<tb> 
 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Dosierung <SEP> DefoGew.-Teile <SEP> Energie-Härte <SEP> 
<tb> Mastikationshilfs-auf <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Mastikations- <SEP> verbrauch <SEP> des <SEP> Masti- <SEP> 
<tb> mittel <SEP> Kautschuk <SEP> zeit <SEP> kWh/Charge <SEP> kats
<tb> 0, <SEP> - <SEP> Dibenzoyl- <SEP> 
<tb> amino-diphenyl-0, <SEP> 15 <SEP> 9 <SEP> 27, <SEP> 2 <SEP> 1100
<tb> disulfid
<tb> Zinksalz <SEP> eines
<tb> Gemisches <SEP> niedermolekularer <SEP> ges ttigter <SEP> 2, <SEP> 00 <SEP> 9 <SEP> 25, <SEP> 6 <SEP> 1200 <SEP> 
<tb> Carbonsäuren <SEP> mit <SEP> 2,00 <SEP> 5 <SEP> 9 <SEP> 25,6 <SEP> 1200
<tb> 4 <SEP> bis <SEP> 9 <SEP> Kohlenstoffatomen
<tb> Kombination <SEP> entsprechend <SEP> Bei-2, <SEP> 15 <SEP> 7 <SEP> 20,

   <SEP> 6 <SEP> 950 <SEP> 
<tb> spiel <SEP> l
<tb> 
 
 EMI2.4 
 stellten   Mastikaüonshilfsmittelkombinationen   gegenüber dem Einsatz bekannter Mastikationshilfsmittel nur einer Klasse erzielbare Verbesserung des Mastikationseffektes erkennbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : 1. Verfahren zur Herstellung von Mastikationshilfsmittelkombinationen zur Mastikation von Naturkautschuk oder synthetischem Polyisopren oder deren Verschnitten, dadurch gekennzeichnet, dass an sich bekannte Zinksalze von Fettsäuren, die mehr als vier Kohlenstoffatome in der Kette enthalten, wie z. B. Zinksalze eines Gemisches gesättigter Carbonsäuren mit 4 bis 9 Kohlenstoffatomen, mit an sich bekannten Mastikationshilfsmitteln auf der Basis aromatischer Schwefelverbindungen, wie z. B. dem Zinksalz des Pentachlorthiophenols bzw. 0, 01-Dibenzoyl-amino-diphenyl-disulfid, vermischt werden, wobei der Anteil an fettsauren Zinksalzen 50 bis 99 Gew. -0/0, und der Anteil an aromatischen Schwefelverbindungen 1 bis 50 Grew.-% beträgt.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : OE- PS 221 800 Kautschukhandbuch von Boström 4/1961, S. 385 ff
AT543968A 1968-02-05 1968-06-07 Verfahren zur herstellung von mastikationshilfsmittelkombinationen zur mastikation von naturkautschuk oder synthetischen polyisopren oder deren verschnitten AT288684B (de)

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