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Vorrichtung und Verfahren zum Abziehen von ferromagnetischem Bandmaterial von wenigstens einer Vorratsrolle od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abziehen von ferromagnetischem Flachbandmaterial von wenigstens einer Vorratsrolle od. dgl. und zur gleichmässigen Zufuhr des abgezogenen Flachbandmaterials zu einer Bearbeitungseinrichtung. Eine derartige Vorrichtung kann beispielsweise dazu verwendet werden, mehrere wärmeaufnehmende tafelförmige Elemente eines Regenerationswärmeaustauschers, dessen Tafelelemente von verschiedenen Vorratslagern stammen, zu schneiden.
Um verschiedene Flachbandmaterialien in gleich lange Teile zu schneiden und diese Teile zu Gruppen zusammenzusetzen, war es bisher nötig, jedes einzelne Flachbandmaterial gesondert abzutrennen und hierauf die abgetrennten Teile von Hand aus zu Gruppen der gewünschten Form und Grösse zusammenzustellen. Eine solche Vorgangsweise ist jedoch zeitraubend und teuer und benötigt angelernte Kräfte, die nicht immer zur Verfügung stehen.
Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Abziehen von ferromagnetischem Flachbandmaterial von wenigstens einer Vorratsrolle od. dgl. und zur gleichmässigen Zufuhr des abgezogenen Flachbandmaterials zu einer Bearbeitungseinrichtung, beispielsweise zu einer Schneidvorrichtung, zu schaffen, mit welcher es möglich ist, mehrere Lagen von Flachbandmaterial, das einer verschiedenen Formung unterworfen werden kann, gleichzeitig zu bearbeiten, insbesondere gleichzeitig auf eine vorbestimmte Grösse zu schneiden. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass in den Transportweg des Flachbandmaterials zwischen der bzw. den Vorratsrollen und der Bearbeitungseinrichtung wenigstens eine antreibbare Zuführrolle vorgesehen ist, die von einem Magnetfeld umgeben ist.
Dieses Magnetfeld bewirkt, dass das Flachbandmaterial an den Zuführungsrollen festgehalten wird, so dass bei einer Rotation dieser Zuführungsrollen das Flachbandmaterial gleichmässig von den Vorratsrollen abgezogen und der einzigen Verarbeitungsstelle zugeleitet wird. Zweckmässig sind mehrere, mit je einem Flachband versehene Vorratsrollen vorgesehen, von welchen das Flachband in übereinanderliegenden Schichten abgezogen wird, wobei durch das Magnetfeld die einzelnen Schichten der Flachbänder in ihrer vorbestimmten Lage relativ zueinander gehalten sind und eine einzige Bearbeitungseinrichtung für die gemeinsame Bearbeitung der übereinanderliegenden Schichten von Flachbändern vorgesehen ist.
Bei einer solchen Vorrichtung wird die gleiche relative Lage der einzelnen übereinanderliegenden Schichten des Flachbandmaterials durch das Magnetfeld sichergestellt und es erfolgt eine gleichförmige Zufuhr sämtlicher Schichten des Flachbandmaterials zu der einzigen Bearbeitungseinrichtung, so dass eine gleichmässige Bearbeitung aller Schichten in dieser Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere eine Trennung aller zugeführten Schichten auf gleiche Länge selbsttätig erfolgt. Zweckmässig sind mehrere getrennte Zuführrollen vorgesehen, welche von einem Magnetfeld umgeben sind, so dass auch mehrere Schichten von Flachbandmaterial grösserer Dicke gleichmässig der Bearbeitungseinrichtung zugeführt werden. Das die Zuführrollen umgebende Magnetfeld kann auf beliebige bekannte Weise ausgebildet sein.
Zweckmässig wird jedoch das Magnetfeld von auf den Zuführrollen angeordneten Magneten, vorzugsweise Permanentmagneten, gebildet, durch welche eine gleichmässige Anziehung des ferromagnetischen Flachbandmaterials während der Drehbewegung der Zuführrollen gewährleistet ist.
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Die Bearbeitungsvorrichtung kann erfindungsgemäss eine Schneidvorrichtung und eine Steuervorrichtung aufweisen, welche die Betätigung der Schneidvorrichtung zweckmässig in Abhängigkeit vom Vorschub des Flachbandmaterials steuert, wobei die Schneidvorrichtung zwischen den Zuführrollen und der Steuervorrichtung angeordnet ist und eine gemeinsame Trennung der übereinanderliegenden Schichten des Flachbandmaterials bewirkt. Weiters ist es von Vorteil, wenn erfindungsgemäss zwischen den Vorratsrollen und den Zuführrollen in wenigstens einem der Flachbänder Oberflächeneinprägungen bewirkende Formpressen od. dgl. vorgesehen sind, durch welche vor der gemeinsamen Trennung der Flachbänder die Oberfläche wenigstens einiger dieser Flachbänder in gewünschter Weise bearbeitet werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Fig. l zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 stellt in vergrösserter Darstellung den die Magnete enthaltenden Teil der Vorrichtung dar.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist Tragböcke --15-- auf, auf welchen Vorratsrollen --12, 13 und 14--für ein ferromagnetisches Flachbandmaterial gelagert sind. Die Vorratsrollen - -12, 13 und 14-können durch einen leichten Zug an den Bandenden-16, 17 und 18-in Drehung versetzt werden, so dass sich das Bandmaterial abrollt und entweder Formpressen--22 und 24--oder unmittelbar Zuführrollen --28-- zugeführt wird.
Die Formpressen--22 und 24--, welche als Walzen ausgebildet sein können, werden voneinander unabhängig betätigt und erzeugen in dem von den Vorratsrollen--12 und 14-abgezogenen Bandmaterial eine Wellen-oder Nockenstruktur od. dgl., wodurch eine Oberflächenvergrösserung hervorgerufen wird. Nach dem Verlassen der Formpressen--22 und 24--werden die Materialbänder einer oder mehreren Zuführrollen --28-- zugeleitet, die von einem Magnetfeld umgeben sind.
Durch die magnetischen Zuführrollen, die im Gleichtakt in einer einzigen Richtung angetrieben werden, wird das Bandmaterial einer Schneidvorrichtung --32-- und einem Messtisch--34-- zugeführt.
In dem Augenblick, in dem die Schneidvorrichtung --32-- betätigt wird, wird die Vorwärtsbewegung der Flachbänder auf den Zuführrollen--28--angehalten, so dass in der Materialzufuhr auf den Rollen --28-- eine kurze Verzögerung oder ein Schlupf auftritt. Gleichzeitig muss die Feldstärke des die Rollen--28--umgebenden Magnetfeldes genügend gross sein, dass die verschiedenen Flachbänder, die von mehreren Vorratsrollen abgezogen werden, in ihrer vorbestimmten
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die auf den Zuführrollen --28-- befestigt sind. Es können jedoch auch auf den Zuführrollen --28-- angeordnete Elektromagneten Verwendung finden.
Die als Walzen ausgebildeten Formpressen--22 und 24--haben vorzugsweise eine etwas geringere Umfangsgeschwindigkeit als die Zuführrollen --28--. Eine derartige Einstellung hat den Vorteil, dass sich das von den Formpressen--22 und 24--kommende Bandmaterial nicht vor der Schneidvorrichtung--32--stauen kann, sondern vielmehr durch die Zuführrollen --28-- von den Formpressen abgezogen wird. Wenn das Bandmaterial von den Rollen --28-- abgehoben wird, muss die magnetische Anziehungskraft überwunden werden, jedoch verbleibt dann danach keine Bindung mehr zwischen den Zuführrollen --28-- und dem Bandmaterial, das von den Formpressen--22 und 24--zu der Schneidvorrichtung --32-- befördert wird.
Damit die einzelnen von den Rollen--12, 13 und 14--kommenden Flachbänder sich den
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Höhe verstellt werden, so dass dadurch die Flachbänder einzeln auf die Rampe auflaufen.
Die Schneidvorrichtung--32--wird von einer auf dem Messtisch --34-- angeordneten
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auf dem Messtisch--34--in Längsrichtung verschoben werden, so dass je nach Anforderung des Werkstückes Tafeln verschiedener Länge geschnitten werden können. Derartige Steuervorrichtungen sind jedoch bekannt und stellen keinen Teil der Erfindung dar. Die Steuervorrichtung --38-- kann elektrisch oder mechanisch mit der Schneidvorrichtung --32-- verbunden sein, so dass Tafeln
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vorbestimmter Grösse abgeschnitten werden.
Die Zuführrollen-28-werden gleich schnell in derselben Richtung gedreht und weisen daher im wesentlichen dieselbe Umfangsgeschwindigkeit auf, so dass sie eine gleichmässige Verschiebung des Bandmaterials in Richtung auf die Schneidvorrichtung --32-- bewirken. Die Zuführrollen-28-können alle gleich gross sein oder sie können z. B. in ihrer Grösse abgestuft sein, was die gleichmässige Bewegung der Flachbänder erleichtert.
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Verschiebung und Lage der Streifen gesichert, und es ist keine besondere Synchronisation zwischen den Einzelelementen der Vorrichtung erforderlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abziehen von ferromagnetischem Flachbandmaterial von wenigstens einer
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Bearbeitungseinrichtung (32, 34) wenigstens eine antreibbare Zuführrolle (28) vorgesehen ist, die von einem Magnetfeld umgeben ist.
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