AT284311B - Verfahren zur Herstellung von Kerzen, insbesondere Stumpenkerzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kerzen, insbesondere Stumpenkerzen

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candle
wax
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Eika Wachswerke Fulda Gmbh
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Kerzen, insbesondere Stumpenkerzen 
Kerzen werden im allgemeinen gezogen, gegossen oder gepresst, wobei die gegossenen Kerzen in Formen gegossen werden, die zwei-oder mehrteilig und verhältnismässig starkwandig sind. Diese gegossenen Kerzen aus flüssigem Kerzenrohstoff benötigen eine überlange Auskühlungszeit, vor allem dann, wenn sie im Durchmesser oder Querschnitt stark sind, es sich also insbesondere um sogenannte Stumpenkerzen handelt. Diese überlange Auskühlungszeit erfordert bei einer Fertigung in grossen Stückzahlen einen Einsatz einer sehr grossen Zahl von Formen, zumal ja bekanntlich Kerzen in den vielfältigsten Modellen und Grössen hergestellt werden. 



   Aber nicht nur der Einsatz einer grossen Anzahl von an sich gleichen Formen für ein Kerzenmodell einer Kerzengrösse ist ein grosser Nachteil in der Herstellung ; es müssen bei dieser herkömmlichen Art der Herstellung die Formen auch ein-oder mehrmals während des Erkaltungsprozesses mit flüssigem Wachs nachgegossen werden. Dies bedeutet viel Arbeitszeit und verteuert damit die Herstellung solcher Kerzen wesentlich. 



   Darüber hinaus werden auch Kerzen aus Wachsgranulat oder Wachsflocken auf kaltem Wege gepresst, jedoch sind diese Kerzen bewusst auf eine hohe Anzahl von Lufteinschlüssen abgestellt ; sie haben einen mehr oder weniger porösen Kern, der sicher seine Vorteile hat. Diese Kerzen sind in ihrem Gewicht sehr leicht und man   fühlt   es ihnen an, dass sie nicht aus massivem Wachs sind, und brennen diese Art Kerzen selbstverständlich auch schneller ab, als eine herkömmliche gegossene Kerze. 



   Es ist weiterhin der Vorschlag gemacht worden, Kerzenformen mit pastösem Wachs zu füllen und in dieses Wachsbrocken hineinzudrücken,   u. zw.   vorzugsweise solche mit einem höheren Schmelzpunkt. Nach diesem Verfahren hergestellte Kerzen sind zwar auch aus massivem Wachs ; sie benötigen aber trotzdem eine lange Abkühlzeit in ihren Formen und muss auch hier während der Abkühlzeit flüssiges Wachs nachgegossen werden, wenn auch nicht so viel wie bei Kerzen, die nur aus flüssigem Wachs gegossen werden. 



   Letztlich sind auch Kerzen bekannt, die aus einem vorgefertigten dünnen Kerzenmantel bestehen, deren Kerzenstamm mit geschäumtem Wachs gefüllt ist. Derartige Kerzen sind sehr leicht und brennen schnell ab. 



   Die Vermeidung der vorstehenden und weiteren Nachteile ist Aufgabe der Erfindung. 



   Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht in der Schaffung einer gegossenen massiven Kerze mit geringst denkbarer Abkühlzeit, u. zw. vorzugsweise einer Stumpenkerze mit starkem Durchmesser, deren Besonderheit darin besteht, dass in einem gesondert hergestellten dünnwandigen Kerzenmantel mit angeformtem Kerzenkopf Wachsgranulat eingefüllt und nur die Zwischenräume mit flüssigem Wachs ausgegossen werden. 



   Das Verfahren zur Herstellung einer solchen Kerze besteht darin, dass ein massiver, dünnwandiger Kerzenmantel mit angeformtem Kerzenkopf, also ein nur einseitig offener Kerzentopf, gesondert hergestellt wird, u. zw. durch Giessen, Pressen oder Rollieren in entsprechenden Formen, und in diesen Kerzentopf von der Kerzenfussseite aus kaltes Wachsgranulat eingefüllt und flüssiges Wachs nur nachgegossen wird. 



   Es hat sich gezeigt, dass so hergestellte Kerzen als massive Kerzen sich in nichts von den vollkommen gegossenen Kerzen unterscheiden, nur eine denkbar kurze Abkühlzeit   benötigen, d. h.   

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 sofort verkaufsfertig sind und keiner Nacharbeit mehr bedürfen, ein Nachgiessen von flüssigem Wachs also vollkommen entfällt. 



   Wie die Neuerung im einzelnen ausgeführt sein kann, ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel zum Teil im Schnitt dargestellt ist. 



   In einem besonderen Arbeitsgang wird auf warmem oder kaltem Wege zunächst ein Kerzentopf 
 EMI2.1 
 dass praktisch kaum Abkühlzeit und kein Nachgiessen erforderlich ist, trotzdem aber eine massive, der vollkommen gegossenen gleichwertige Kerze erzeugt wird. 



   Es kann gegebenenfalls von Vorteil sein, den   Kerzenmantel-l-mit   dem Kerzenkopf-2aus einem Wachs mit einem hohen Schmelzpunkt (Hartwachs) herzustellen und/oder auch ein solches Wachs für die Herstellung des Wachsgranulats zu verwenden. 



   Darüber hinaus ist es möglich, das Wachsgranulat und/oder den Kerzenmantel unterkühlt hiebei zu verwenden ; nötig ist dies aber nicht. 



   Es ist weiterhin möglich, verschiedenfarbige Wachse zu verwenden, wodurch im Kerzenstamm verschiedenfarbige Effekte erreicht werden, die bei einer rein gegossenen Kerze nicht erreicht werden können. 



   Durch das vorstehende Verfahren werden insbesondere Stumpenkerzen hergestellt, die sich in nichts von den herkömmlichen rein gegossenen Kerzen unterscheiden, jedoch keine Abkühlzeit und kein Nachgiessen während der Herstellung erfordern, sich durch die bekannten Schrumpfungsprozesse nicht deformieren und keine Nacharbeit benötigt wird und damit preiswert in ihrer Herstellung sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : EMI2.2 Kerzenkopf (2) Wachsgranulat (5) eingefüllt und die Zwischenräume mit flüssigem Wachs (6) ausgegossen werden.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : FR-PS 1 483 891
AT761768A 1968-08-05 1968-08-05 Verfahren zur Herstellung von Kerzen, insbesondere Stumpenkerzen AT284311B (de)

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