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Rührwerksmühle zur Feinmahlung und bzw. oder Dispergierung von Feststoffen in Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft eine Rührwerksmühle zur Feinmahlung und bzw. oder Dispergierung von Feststoffen in Flüssigkeiten mittels eines in einem lotrechten Rührwerksbehälter befindlichen Mahlkörper-Haufwerks, das durch auf einer Rührwerkswelle angebrachte Rührelemente mit von der Kreisform des Mahlbehälters abweichender Aussenkante in Bewegung gesetzt wird.
Bei den bisher bekannten Ausführungen derartiger Rührwerksmühlen bestanden die Rührelemente aus an einer lotrechten Welle quer angeordneten Scheiben (DAS 1211905) oder Ringen (DAS 1211906), die mit gewissen Abständen voneinander vorgesehen waren. Die Scheiben oder Ringe haben den Nachteil, dass sie nur mit ihrem äusseren Umfang auf die Mahlkörper einwirken und nur im geringen Masse mit ihren Oberflächen. Ihre Mahlwirkung ist daher entsprechend gering. Auch durch die Ausbildung der Aussenkante derartiger Scheiben als Zweizahnscheiben, bei denen der Zahnrücken mehr als Zykloidenbahn verläuft, konnte keine wesentliche Verbesserung der Mahlwirkung erzielt werden. Ausserdem unterlagen die Zähne einer starken Abnutzung, wodurch sich die Aussenkante immer mehr der Kreisform näherte.
Einen gewissen Fortschritt brachten zwar exzentrische, auf der Rührwerkswelle aufgebrachte schraubenflächenförmige Ringe, die jedoch nur mit ihrer halbkreisförmigen Vorderseite die Mahlkörper bei ihrem Umlauf aktivieren. Sie haben ausserdem den Nachteil, dass sie bei einer Umdrehung der Rührwerkswelle die Mahlkörper über die gesamte Querschnittsfläche des Mahlbehälters nur einmal durchkämmen, wodurch die Aktivierung derselben entsprechend gering ist.
Bei der erfindungsgemässen Rührwerkswelle wurde eine neuartige Lösung der Aufgabe dadurch gefunden, dass die äussere Kante der Rührelemente in einer entgegen ihrer Drehrichtung fortlaufend spiralförmig verlaufenden Linie von ihrer Nabe aus bis zu einem gewissen Abstand zur Innenseite des Mahlbehälters verläuft. Die Mahlkörper erhalten daher beim Umlauf der Rührwerkswelle nicht nur Schläge, sondern rollen sich zusätzlich tangential an der spiralförmig verlaufenden Aussenkante ab. Sie werden während des Umlaufens der Rührwerkswelle auf der sich über den gesamten Querschnitt erstreckenden Umlaufbahn ständig durch Schläge und rollende Bewegungen aktiviert, wobei sie die empfangenen Impulse auf die sie umgebenden Mahlkörper weiterleiten. Auf diese Weise wird eine bisher nicht erreichte Mahlwirkung erzielt.
Gleichzeitig wird die Abnutzung der Rührelemente und der Mahlkörper herabgesetzt, da die Rührelemente nicht in harten Schlägen, sondern sanft auf die Mahlkörper auftreffen und letztere sich auf einer flach ansteigenden Berührungslinie abrollen.
Der Aussenrand der Rührelemente kann wellenförmig ausgebildet sein, damit die Mahlkörper noch eine zusätzliche Bewegung erhalten. Ferner können die Rührelemente auf ihrer Ober-und Unterseite wellenförmig gestaltet sein, wobei die Wellenberge und-täler etwa rechtwinkelig zu ihrer Drehrichtung verlaufen, und Durchbrechungen in Form von Schlitzen oder Löchern aufweisen.
Im Rahmen der Erfindung können die Rührelemente auch aus Rührstäben bestehen, die in einer spiralförmigen Linie verlaufen und stufenförmig gegeneinander abgesetzt sind.
Die Rührelemente können auf der Rührwerkswelle in gleich grossen, senkrechten Abständen angeordnet werden. Bei grösseren Höhen des Mahlkugel-Haufwerks wird der Abstand der unteren Rührelemente voneinander vorteilhaft kleiner gehalten, damit dieselben durch das auf ihnen lastende
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