AT281156B - Elektrische leiter - Google Patents

Elektrische leiter

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AT281156B
AT281156B AT348468A AT348468A AT281156B AT 281156 B AT281156 B AT 281156B AT 348468 A AT348468 A AT 348468A AT 348468 A AT348468 A AT 348468A AT 281156 B AT281156 B AT 281156B
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Austria
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sep
imide
amide
polyamide
imides
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AT348468A
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Inventor
K Schmidt
D Wille
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Beck & Co Ag
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  • Organic Insulating Materials (AREA)
  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Leiter 
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Leiter mit einer Einbrennisolierung auf Basis von speziellen neuen thermostabilen linearen Polyamidimiden. 



   Die Herstellung von Polyamidimiden ist schon lange bekannt. Bei den bisher angewendeten Verfahren geht man von Tricarbonsäureanhydriden und deren zur Bildung von Amid- und cyclischen Imidgruppen befähigten funktionellen Derivaten aus und bringt diese mit primären Diaminen zur Reaktion. 



   Ebenso ist es bekannt, an Stelle der Diamine Diisocyanate mit Tricarbonsäureanhydriden zu Polyamidimiden umzusetzen. 



   Bei allen bekannten Verfahren werden die Imid- und Amidgruppen in zeitlich nicht festlegbarer Folge gebildet, so dass auch die entstandenen Polymeren keinen durch die Reaktion festgelegten Aufbau in bezug auf die Imid- und Amidgruppen besitzen. 



   Nach allgemeinen chemischen Reaktionsbedingungen ist bisher immer ein Aufbau angenommen worden, in dem sich Amid- und Imidgruppen abwechseln. 



   Überraschenderweise wurde gefunden, dass man durch Umsetzung imidgruppenhaltiger Dicarbonsäuren mit Diisocyanaten in einem polaren Lösungsmittel Polyamidimide mit festgelegtem Aufbau erhält, die trotz des systematischen Aufbaues ausgezeichnete Löslichkeit und eine hervorragende Härte besitzen. 



   Als imidgruppenhaltige Dicarbonsäuren können solche Carbonsäuren eingesetzt werden, die z. B. durch Umsetzung von 2 Mol Tricarbonsäureanhydrid mit einem Mol eines primären Diamins erhalten werden ; bevorzugt werden solche aus   2 Mol Trimellithsäureanhydrid und 1 Mol eines aromatischen pri-   mären Diamins. Als Lösungsmittel sind nur polare organische Lösungsmittel, wie z. B, N-Methylpyrrolidon, Dimethylacetamid und Dimethylsulfon geeignet. Als Diisocyanate sind alle bekannten Diisocyanate möglich, wobei die aromatischen Diisocyanate wegen der besseren Wärmebeständigkeit der erhaltenen Produkte bevorzugt sind. Die Dicarbonsäuren und die Diisocyanate werden bevorzugt im stöchiometrischen Verhältnis miteinander zur Umsetzung gebracht ; ein geringer Überschuss (bis zu etwa 5   Gew.-'))   an Diisocyanat ist aber möglich. 



   Die nach dem obgenannten Verfahren erhaltenen Polyamidimide enthalten eine ganz regelmässig wiederkehrende Folge von Imid-Imid-Amid-Amid-Gruppen. 



   Die erhaltenen Produkte sind in den eingesetzten Lösungsmitteln löslich und können direkt aus der Lösung zu Filmen, Fäden oder Folien verarbeitet werden. Besonders geeignet sind diese Lösungen als Drahtlacke zur Isolierung elektrischer Leiter. Die erhaltene Einbrennisolierung zeichnet sich insbesondere durch gute thermische Beständigkeit aus. 



   Gegenstand der Erfindung ist somit ein elektrischer Leiter mit einer Einbrennisolierung auf der Basis von Polyamidimiden, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass die Polyamidimide einen systematischen Aufbau mit einer regelmässig wiederkehrenden Folge von Imid-Imid- Amid-Amid-Gruppen besitzen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Gegenüber allen bisher bekannten Polyamidimiden zeichnen sich die neuen regelmässig aufgebauten Polyamidimide durch gute Löslichkeit und verbesserte Härte aus. Die überragenden Härteeigenschaften können durch die hohe Symmetrie des Systems erklärt werden. Darüber hinaus ist das obgenannte Verfahren der Herstellung gegenüber den bekannten Verfahren vereinfacht und wesentlich wirtschaftlicher. Gegenüber dem bekanntermassen umständlichen   Säurechlorid-Verfahren   ist das obgenannte Verfahren wesentlich eleganter und gegenüber dem üblichen Diisocyanat-Verfahren ist durch den teilweisen Einsatz von preiswerten Diaminen an Stelle der teuren Diisocyanate ein bedeutender wirtschaftlicher Vorteil gegeben. 



   Das neue Verfahren kann auf zwei verschiedenen Wegen ausgeführt werden, die Vorteile verschiedener Art aufweisen. 



   1. Man kann die imidgruppenhaltige Dicarbonsäure auf Vorrat herstellen und nach Bedarf mit dem Diisocyanat zum Endprodukt weiterverarbeiten. 



   2. Man kann alle Ausgangsstoffe in einem Eintropfverfahren miteinander zur Umsetzungbringen, u. zw. zunächst das Tricarbonsäureanhydrid und das Diamin umsetzen und anschliessend durch Zugabe von Diisocyanat die Umsetzung vervollständigen. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, aber nicht begrenzen. 
 EMI2.1 
 werden in 2500 Gew.-Teilen Kresol gelöst und 2 h auf 190 bis 1950C erhitzt. Nach dem Erkalten wird abgesaugt, mit Methanol gewaschen und bei   800C   getrocknet. b) Herstellung eines neuen Polyamidimids :
109, 2 Gew.-Teile einer Dicarbonsäure nach a) werden in 370 Gew,-Teilen N-Methylpyrrolidon gelöst und auf 1600C erwärmt. Bei 1600C werden langsam 50,0 Gew.-Teile 4,   4' - Diisocyanat-diphe-   nylmethan dazu gegeben. Nach beendeter Zugabe wird noch 2 h auf 2000C erwärmt. c) Herstellung des Einbrennlackfilmes auf dem elektrischen Leiter :
Die nach diesem Verfahren erhaltene Lösung wird mit Xylol auf eine Viskosität von 150 sec 4 mm 200 DIN eingestellt.

   Mit dieser Lösung wurde ein Kupferdraht von 1 mm Durchmesser auf einem horizontalen Lackierofen von 3,5 m Länge und einer Abzugsgeschwindigkeit von 6,0 m/min bei einer Ofentemperatur von   4800C   lackiert. Die Durchmesserzunahme betrug 0,048 mm. 



   Es wurde ein glatter Lackfilm erhalten, der folgende Werte lieferte : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Oberflächenhärte <SEP> > <SEP> 6 <SEP> H <SEP> 
<tb> Nach <SEP> halbstündiger <SEP> Lagerung <SEP> bei <SEP> 600C <SEP> in
<tb> Wasser, <SEP> Alkohol, <SEP> Benzol <SEP> war <SEP> der <SEP> Wert <SEP> unver-
<tb> ändert.
<tb> 



  Erweichungstemperatur <SEP> nach <SEP> DIN <SEP> 46453 <SEP> 5000C
<tb> Schabefestigkeit <SEP> nach <SEP> DIN <SEP> 46453 <SEP> bei <SEP> 450 <SEP> p
<tb> in <SEP> Doppelhüben <SEP> : <SEP> 120 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 2 : 153,   6 g Trimellithsäureanhydrid und 79, 2 g 4, 4' -Diaminodiphenylmethan werden   in 230 g N-Methylpyrrolidon 3 h auf   210 C   erhitzt und das entstehende Wasser wird abgetrennt. 



   Danach wird auf 1600C abgekühlt und eine Lösung von 100 g 4,   4' -Diisocyanatdiphenylmethan   und 230 g N-Methylpyrrolidon wird langsam eingetropft und 2 h auf 190 bis 1950C erhitzt. Das erhaltene Produkt ist gleich dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt, der daraus erhaltene Einbrennlackfilm besitzt die gleichen Eigenschaften wie in Beispiel 1 beschrieben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Elektrischer Leiter mit einer Einbrennisolierung auf der Basis von Polyamidimiden, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamidimide einen systematischen Aufbau   miteinerregelmässig   wiederkehrenden Folge von Imid-Imid- Amid-Amid-Gruppen besitzen.

Claims (1)

  1. 2. Elektrischer Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aromatische Reste sich zwischen den Imidgruppen befinden.
    3. Elektrischer Leiter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass aromatische Reste sich jeweils zwischen den Amid- und Imidgruppen befinden. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Elektrischer Leiter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Trimellithsäurereste sich jeweils zwischen den Amid- und Imidgruppen befinden.
    5. Elektrischer Leiter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass aromatische Reste sich zwischen den Amidgruppen befinden.
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