AT28101B - Verfahren zum Vorbereiten von Woll- und Halbwollgarnen in Kötzerform für die Behandlung mit Bleich-, Färbe- und ähnlichen Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zum Vorbereiten von Woll- und Halbwollgarnen in Kötzerform für die Behandlung mit Bleich-, Färbe- und ähnlichen Flüssigkeiten.

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AT28101B
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Henry Giesler
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Vorbereiten von Woll- und Halbwollgarnen in Kötzerform für die
Behandlung mit   Bleich-, Färbe-und   ähnlichen Flüssigkeiten. 



   In der Baumwollfärberei ist es bekannt, das Färben auf bewickelten Spulen in der Weise   auszuführen,   dass die   Baumwol1garne   auf durchlöcherten Hülsen aus gewöhnlichem   Blech aufgespult werden   und dass durch diese Spulen die Farbflüssigkeit geleitet wird. Für das Färben von Wolle und Halbwolle ist aber das Aufspulen auf   Blechhülsen   unwirtschaftlich, denn weil Bäder mit   Zusätzen   von Säuren angewendet werden   müssen,   würden widerstandsfähigere Metalle, z. B.

   Kupfer, Nickel oder dgl., erforderlich sein und bei Anwendung dieser teuren Metalle die grosse Zahl der erforderlichen Spulen durch ihre Anschaffungskosten das Garn zu sehr verteuern.   Diese Unwirtschaftlichkeit wird noch dadurch   gesteigert, dass in den Spinnereien für Wolle und halbwolle besonders grosse Vorräte vorhanden sein müssen, um den   vorkommenden   verschiedenartigsten, im voraus gar nicht zu   iil) ersehenden Anforderungen   der Besteller entsprechen zu können. Auch würde es Schwierig- 
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 oder beschmutzt werden. 



     Gemäss der vorliegenden Krssndung kommt   es darauf an, auch Wolle und Halbwolle auf der Spule zu färben. Dies wird dadurch erreicht, dass die gewöhnlichen Hülsen aus Papier oder dgl. für den Zweck des Ausfärbens herausgenommen und durch   dnrchlochtn   HülsenausMetalloderanderemgeeignetenMaterialersetztwerden. 



   Ferner   kommt   es darauf an, dass die bewickelten Spulen vor   dem     Auswechseln dt'r   Hülse mit Wärme behandelt werden, um durch Austreibung von Feuchtigkeit und durch 
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   Durch dieses Verfahren werden in   mehrfacher   Hinsicht Vorteile erzielt. Für den Weber ist es   bekanntlich   bei Wolle und Halbwolle ein Vorteil, wenn er nur   rohweisse   
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 ausschliesslich heiss angewendet wird, seine Festigkeit verliert und deformiert wird. Auf keinen   Fall wÜrden   die Hülsen wiederholt benutzt werden können. Dadurch, dass die ge- wöhnlichen   llüilsen aus Papier   oder dgl. durch durchlöcherte   letaHhüisen ersetzt werden,   bleiben die Papierhülsen für wiederholten Gebrauch verwendbar. Auch würde die Aus- führung von durchlochten konischen Papierhülsen Schwierigkeiten bieten.

   Die für den Zweck des Färbens eingesetzten Metallhülsen können mit möglichst grossen   Durchlassöffnungcn   versehen sein, damit der Durchgang der Färbflüsigkeit   durch   Wicklung und Spule möglichst wenig behindert ist und grosse Durchströmgeschwindigkeit anwendbar sind. 



   Es ist bekannt, dass die Wicklung und die Spule stets eine gewisse Menge Feuchtigkeit enthalten, zumal da die Wolle an und für sich sehr hygroskopisch ist, in feuchten Siilen gesponnen und nach dem Spinnen feucht   gedämpft wird, vielfach auch noch   eine Wasser-   @ taufe erhält. Deshalb ist   es unmöglich, die Wicklung so von der Spule abzustreifen, dass 
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 ihre gegenseitige Lage behalten. Um dies zu erreichen, wird die Spule vor der Auswechslung der Hülse der Einwirkung von Hitze ausgesetzt, so dass durch das Trocknen oder teilweise Entziehen von Feuchtigkeit unter der Mitwirkung der Hitze die in der Wicklung vor-   handenen ungleichen Spannungen aufgehoben und die einzelnen Fadenwicklungcn in ihrer gegenseitigen Lage fixiert werden.

   Durch das Erhitzen werden ferner die Wicklungen auf   den Hülsen etwas gelockert, wodurch sie sich leichter von den   Papierhülse   abstreifen lassen. Es kann somit das Auswechseln der Hülse erfolgen, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Wicklung im ganzen oder einzelne Teile derselben im Innern in Unordnung geraten. Weiter wird durch die teilweise oder vollständige Trocknung, der Spulen erreicht, dass die   F ! i. rb8Ussigkeit   bei ihrer ersten Einwirkung besser eindringt und eine schnelle gleichmässige Farbstoffannahme wirksam einleitet. 



   Auf der Zeichnung veranschaulicht
Fig. 1 eine Spule gewöhnlicher Art,
Fig. 2 eine Vorrichtung zum Herausnehmen der Hülse aus der Spule,
Fig. Sa die Spule mit der etwas herausgedrückten Hülse,
Fig. 3 die durchlöchert Metallspule,
Fig. 4 die Spule mit der eingesetzten   Metallhülse.   



   Bei dem dargestellten Beispiel ist angenommen, dass die übliche   Papphülse   1 die Wicklung 2 trägt. Das Herausnehmen der Hülse 1 geschieht nach der Erhitzung derselben in einem Heizraum etwa in folgender Weise : Es wird die bewickelte Spule in die Öffnung 4 eines Klotzes 3 gesetzt, nachdem vorher in die Hülse ein Dorn 5 fest eingedrückt worden ist. Der   Klotz   3 dient dann mit seiner   Führungsöffnung   4 dazu, die Bewicklung auf einem Teil ihrer Länge zu halten. Wird dann etwa der obere Teil der Bewicklung mit der Hand   erfasst,   so kann durch Ziehen an dem Dorn 5 oder durch einen Druck gegen seine Spitze der Dorn samt der Papierhülso herausgenommen werden. Das Einsetzen des Dornes könnte auch vor der Erhitzung der Spule erfolgen. 



   Da die innere Öffnung der Wicklung infolge der Fixierung der Spule durch die Hitze glatt und unzerstört bleibt, so kann die Metallspule 6 (Fig. 3) in der in Fig. 4 angegebenen Weise ohne weiteres eingesetzt werden. Dann erfolgt die Behandlung der
Spule mit der Flüssigkeit zwecks Färbens, Bleichens, Entfetten, Imprägnierens usw. 



   Nach der Beendigung dieser Behandlung wird die Bewicklung mit der Metallspule getrocknet. Schliesslich kann der erneute Austausch der Metallhülse durch die vorher be- nutzte   l'apierhüise   oder durch eine andere Hülse erfolgen, da in den meisten Fällen das
Verweben von einer Papierhülse dem Verweben von einer Metallhülse vorgezogen wird. 



   Das Verfahren kann in seinen Einzelheiten abgeändert ausgeführt sein und lässt sich für alle Spulen formen anwenden. Statt der Metallhülsen können auch Hülsen aus anderem, gegen die verwendete   Flüssigkeit   widerstandsfähigem Material benutzt werden. Das Ver- fahren lässt sich auch anwenden, wenn nicht gefärbt, sondern ausschliesslich gebleicht, im- prägniert oder für irgendeinen anderen Zweck eine Behandlung mit einer   Flüssigkeit   er- folgen soH.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Vorbereiten von Woll-und Hall) wollgarnen in Kotzerform für die Behandlung mit Bleich-, Färbe-und ähnlichen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Garnkörper steckende Papierhülse herausgenommen und durch eine der be- kannten gegen Flüssigkeit widerstandsfähigen gelochten Hülsen aus Metall oder ähnlichem Stoff ersetzt wird, nachdem vorher den Garnen der Feuchtigkeitsgehalt durch Trocknen ganz oder teilweise entzogen worden ist.
AT28101D 1905-06-24 1905-06-24 Verfahren zum Vorbereiten von Woll- und Halbwollgarnen in Kötzerform für die Behandlung mit Bleich-, Färbe- und ähnlichen Flüssigkeiten. AT28101B (de)

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