AT279349B - Zweikomponenten-Diazotypiematerial - Google Patents

Zweikomponenten-Diazotypiematerial

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AT279349B
AT279349B AT736868A AT736868A AT279349B AT 279349 B AT279349 B AT 279349B AT 736868 A AT736868 A AT 736868A AT 736868 A AT736868 A AT 736868A AT 279349 B AT279349 B AT 279349B
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bis
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black
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Kalle Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Die Erfindung betrifft ein   Zweikomponenten-Diazotypiematerial,   das Kopien mit schwarzen Linien liefert. 



   In der Diazotypie werden zur Herstellung von schwarz zeichnenden Kopiermaterialien, von denen sich im allgemeinen auch weitere Kopien herstellen lassen, sogenannte Blaukuppler und Gelbkuppler in geeigneter Weise kombiniert. 



   Als Gelbkuppler für die Einstellung von Schwarzkombinationen sind z. B. Acetessigsäureamide bekannt, die Farbstoffe mit sehr guter Ultraviolettabsorption liefern und daher auch für Zwischenoriginal-Materialien gut geeignet sind. Sie haben jedoch den Nachteil, dass damit hergestellte Zweikomponentenmaterialien eine verhältnismässig geringe Lagerfähigkeit haben, was man auf Grund der bestehenden Vorstellungen auf ihre sehr hohe Kupplungsgeschwindigkeit   zurückführt.   



   In der USA-Patentschrift Nr.   2, 537, 001 wurden   als Gelbkuppler für Schwarzeinstellungen Cyanacetamide vorgeschlagen, die eine etwas geringere Kupplungsgeschwindigkeit und dementsprechend eine etwas bessere Haltbarkeit in Zweikomponentenschichten aufweisen. Die Kupplungsgeschwindigkeit einiger dieser Verbindungen kommt derjenigen der gebräuchlichsten Blaukomponenten, z. B. der 2-Hydroxy- 3-naphthoesäureamide recht nahe, so dass sie sich deswegen und auf Grund ihres hiefür günstigen Farbtons mit diesen Blaukupplern zu Materialien kombinieren lassen, die recht gute neutrale Schwarztöne ergeben. 



   Einige dieser Kuppler, z. B. das Cyanacetamid, ergeben jedoch Farbstoffe, die sehr empfindlich gegen   pH-Änderungen   sind. Schon bei der Lagerung der Kopien unter normalen Bedingungen ändert sich der Farbton deutlich. Ein grosser Teil der in der genannten Patentschrift beschriebenen Verbindungen ist ausserdem für die Verwendung in wässerigen Beschichtungslösungen zu schwer löslich. 



   Andere wieder haben den Nachteil, dass bei längerer Lagerung, insbesondere bei höheren Temperaturen, eine Verschiebung des Kupplungsfarbtons des mit ihnen hergestellten Materials von Schwarz nach Blau einsetzt. Diese Erscheinung ist vermutlich auf   eine "Abwanderung" der   Gelbkuppler aus der lichtempfindlichen Schicht zurückzuführen. 



   Es sind ferner einige weitere Cyanacetamide, z. B. das   Bis- (cyanacetylamino) äthan,   zur Herstellung gelber Kopien, z. B. von Zwischenoriginalen, vorgeschlagen worden. 



   Aufgabe der Erfindung war es, ein Diazotypiematerial zur Herstellung schwarzer Kopien zu finden, das die angegebenen Nachteile nicht hat. 



   Die Erfindung geht aus von einem Zweikomponenten-Diazotypiematerial, das in der lichtempfindlichen Schicht eine Diazoniumverbindung vom Typ des einseitig diazotierten p-Phenylendiamins und als Kupplungskomponenten mindestens eine einen blauen Farbstoff bildende Kupplungskomponente und mindestens ein Cyanessigsäureamid enthält. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein derartiges Material, das ein Bis-cyanessigsäureamid der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 enthält, worin X eine Alkylengruppe oder Hydroxyalkylengruppe mit 2-8 C-Atomen, die durch ein Sauerstoff-,   Schwefe1- oder Aminostickstoffatom   oder durch einen Benzolkern unterbrochen sein kann, und Ri und R2 Wasserstoff oder Alkylreste mit 1-4 C-Atomen, die gegebenenfalls untereinander verbunden sind, bedeuten. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Als Heteroatom in der Alkylenkette wird Stickstoff bevorzugt, der auch tertiär oder quaternär sein kann.
Um eine   befriedigende Wasserlö-slichkeit   zu gewährleisten, werden die Verbindungen mit kürzeren Alkylenketten, z. B. mit   Äthylen-oder Propylengruppen, bevorzugt. Längere Alkylenketten   sollten bevorzugt durch wasserlöslich machende Heteroatome unterbrochen sein oder   wasserlöslich   machende Substituenten enthalten. Wie das Beispiel   l   zeigt, kann man jedoch auch Verbindungen mit längeren ununterbrochenen Alkylenketten verwenden, wenn man die Beschichtung aus einer Lösung in einem Gemisch von Wasser und organischem Lösungsmittel vornimmt.

   Für diese Anwendung sind auch Verbindungen geeignet, deren Alkylenkette durch einen Benzolring unterbrochen ist, jedoch sollte der Benzolring vorzugsweise wasserlöslich machende Gruppen, wie Hydroxy- oder Sulfonsäuregruppen, enthalten. 



   Die Verbindungen, in denen Rein Wasserstoff atom ist, werden gegenwärtig bevorzugt, weil ihre Herstellung besonders einfach ist. Es sind jedoch auch die Verbindungen mit   R und/oder R   = Alkyl für die   erfindungsgemässe   Anwendung geeignet, wobei Ri und R2 untereinander zu einer Alkylengruppe verbunden sein können. 



   Die mit den erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen erhaltenen Azofarbstoffe decken sehr gut gegen ultraviolettes Licht ab und sind unempfindlich gegen pH-Wertnderungen. Die Verbindungen kommen offenbar in ihrer Kupplungsgeschwindigkeit den gebräuchlichen Blaukupplern, z. B. den 2-Hyd-   roxy-3-naphthoesäurmiden,   von allenbekannten Gelbkuppkrn am nächsten, so   d ? ss   sich mit ihnen Schwarztöne einstellen lassen, die weder in den Voll- noch in den Zwischentönen eine Abweichung vom neutralen Schwarz bzw. Grau zeigen. Auch nach längerer Lagerung des unbelichteten Materials tritt keine Verschiebung des Kupplungsfarbtons nach Blau ein. Es ist ferner bemerkenswert, dass die erfindungsgemässen Diazotypiematerialien trotz ihrer relativ hohen Kupplungsgeschwindigkeit eine sehr gute Lagerfähigkeit besitzen.

   Diese ist besonders überraschend, da man bisher annahm, dass sich diese beiden Eigenschaften gegenseitig ausschlössen. 
 EMI2.1 
 meisten Kupplungskomponenten mit beiden Typen von Diazoverbindungen deutlich verschiedene Farbtöne liefern, wobei zumeist diejenigen, die mit dem besonders bevorzugten   hochlichtempfindlichen   Typ erhalten werden, schlechter sind. So liefert z. B. das häufig als Gelbkuppler verwendete Resorcin mit den genannten hochlichtempfindlichen Verbindungen stark rotstichige Farbtöne, die für die Einstellung schwarzer Farbtöne nicht geeignet sind. 



   Von den erfindungsgemäss verwendeten Gelbkupplern ist der einfachste Vertreter, worin X eine Äthylengruppe ist, bekannt. Die übrigen Verbindungen werden analog wie diese Verbindung aus dem entsprechenden Diamin und Cyanessigsuremethyl- oder -thylester hergestellt. Die Herstellung einer dieser Verbindungen wird im Beispiel 2 beschrieben. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung des erfindungsgemässen Diazotypiematerials. Sie können selbstverständlich erheblich abgewandelt werden, ohne dass der Erfindungsbereich verlassen wird. 



   Beispiel 1 : Lichtpausrohpapier, das mit einem Vorstrich aus kolloidaler Kieselsäure und Polyvinylacetat versehen war, wurde auf der vorbehandelten Seite mit einer Lösung bestrichen, die in 100 ml Wasser
4, 0 g Weinsäure,   3, 0   g Thioharnstoff,
1, 0 ml Eisessig,   1, 0   g   2-Hydroxy-3-naphthoesäure- (ss-aminoäthyl)-amid,   Hydrochlorid,   1,   0   g 1, 2-Bis- (cyanacetylamino) äthan,     2, 0   g 1-Diazo-4-meorpholino-2,5-dithoxy-be3nzol, zinkchlorid-Doppelsalz enthielt. Nach dem Trocknen wurde bildmässig belichtet und mit Ammoniak entwickelt. Es wurden schwarze Bilder mit grauen Halbtönen auf weissem Grund erhalten. 



   Gleich gute Ergebnisse erhält man, wenn man an Stelle von   1, 2-Bis- (cyanacetylamino) äthan   
 EMI2.2 
   4-Bis- (cyanacetylamino) butan (Schmp. : 156-15701, 2-Bis- (cyanacetylamino) propan (Schmp. : 157'C)    einsetzt. 



   Beispiel 2 : 150      starke Celluloseacetatfolie wurde mit folgender Lösung sensibilisiert :
30 ml Wasser,
3 g Sulfosalicylsäure,   2, 7   g Thioharnstoff, 
 EMI2.3 
    92, 5   ml Ameisensäure, 45 ml Isopropanol,
5 g   I-Diazo-4-morpholino-2, 5-di thoxybenzol   als Tetrafluorborat. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Nach dem Trocknen wurde das sensibilisierte Material unter einer Vorlage bildmässig belichtet und mit Ammoniak entwickelt. Man erhielt schwarze Bilder von sehr guter Abdeckkraft auf gut transparentem Grund. 



   Gleich gute Ergebnisse wurden erhalten, wenn als Träger eine Folie aus Polyäthylenterephthalat verwendet wurde, die einseitig mit einem in geeigneter Weise verankerten Lacküberzug aus Celluloseester, z. B. Celluloseacetatpropionat, versehen war. 



   Das in diesem Beispiel verwendete   Bis- (cyanacetylaminoäthyl) amin   wurde wie folgt hergestellt : 
 EMI3.1 
 sierten 99 g   Bis- (cyanacetylaminoäthyl) amin   als Hydrochlorid aus. Der Schmelzpunkt betrug 192  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zweikomponenten-Diazotypiematerial, das in der lichtempfindlichen Schicht eine Diazoniumverbindung vom Typ des einseitig diazotierten p-Phenylendiamins und als Kupplungskomponenten mindestens eine einen blauen Farbstoff bildende Kupplungskomponente und mindestens ein Cyanessigsäureamid enthält, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Bis-cyanessigsäureamid der allgemeinen Formel EMI3.2 enthält, worin X eine Alkylen-oder Hydroxyalkylengruppe mit 2-8 C-Atomen, die durch Sauerstoff-, Schwefel- oder Aminostickstoffatome oder durch einen Benzolkern unterbrochen sein kann, und Ri und R2 Wasserstoff oder Alkylreste mit 1-4 C-Atomen, die gegebenenfalls untereinander verbunden sind, bedeuten.
AT736868A 1967-07-31 1968-07-29 Zweikomponenten-Diazotypiematerial AT279349B (de)

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