AT277183B - Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan

Info

Publication number
AT277183B
AT277183B AT473065A AT473065A AT277183B AT 277183 B AT277183 B AT 277183B AT 473065 A AT473065 A AT 473065A AT 473065 A AT473065 A AT 473065A AT 277183 B AT277183 B AT 277183B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dichloroethane
mol
reactor
hydrogen chloride
microns
Prior art date
Application number
AT473065A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Goodrich Co B F
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goodrich Co B F filed Critical Goodrich Co B F
Priority to AT473065A priority Critical patent/AT277183B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT277183B publication Critical patent/AT277183B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Dichloräthan 
 EMI1.1 
    271407* 1.   Zusatzpatent Nr. 277182. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Äthylen, Chlorwasserstoff und eines sauerstoffhaltigen Gases durch einen Reaktor, der einen im
Fliesszustand befindlichen Kupfer   (11) - chlorid   enthaltenden Katalysator enthält, unter einem Druck von 0, 7 bis 3, 5 atü und bei einer Temperatur von etwa 200 bis 2500C ; die
Druck-Temperatur-Beziehung ist dabei derart, dass die Dämpfe den Reaktor oberhalb der
Taupunkttemperaturen verlassen. 



   Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens werden dann die folgenden
Verfahrensschritte angewendet :
1. Heissabschreckung des aus dem Reaktor abströmenden Gases unter Druck, wobei praktisch der gesamte nicht umgesetzte Chlorwasserstoff, ein hoher Anteil des während der Reaktion gebildeten
Chlorals und etwas Reaktionswasser kondensiert werden. 



   2. Abziehen der 70 bis   100 C   heissen Gase aus der Heissabschreckstufe und Absenken der
Temperatur auf 0 bis   40 C,   um verbleibendes Wasser und den Hauptteil des 1, 2-Dichloräthans zu kondensieren. 



   3. Absorbieren der aus der Kaltabschreckstufe austretenden 1, 2-Dichloräthandämpfe unter
Druck in einem Lösungsmittel. 



   4. Reinigen des 1, 2-Dichloräthans. 



   Beim Arbeiten nach dem Stammpatent wird ein Gemisch aus Luft bzw. aus Sauerstoff und einem inerten Verdünnungsmittel und aus trockenem Chlorwasserstoff in zur Erzielung eines Verhältnisses von etwa 0, 5 bis etwa 1 Mol Sauerstoff je 2 Mol Chlorwasserstoff ausreichenden Mengen hergestellt und vorerhitzt, bevor es in den Reaktor eingeleitet wird. Ebenso wird Äthylen vorerhitzt und in den
Reaktor eingeleitet. Anschliessend wird der auf Reaktionstemperatur erhitzte Reaktor mit der erforderlichen Menge des in den Fliesszustand überführbaren Kupferchloridkatalysators beschickt, der während des gesamten Vorganges im Fliesszustand gehalten wird. Während des Betriebes wird in dem
Reaktor eine Temperatur von 190 bis 2500C und ein Druck von 0, 7 bis 3, 5 at aufrecht erhalten.

   Dabei wird eine Kontaktdauer von etwa 10 bis etwa 40 sec eingehalten und das Druck-TemperaturVerhältnis in der im Stammpatent beschriebenen Weise so eingestellt, dass die Taupunkttemperatur im Reaktor stets überschritten wird. 



   Die abströmenden Gase verlassen den Reaktor und werden   erfindungsgemäss   in eine Heissabschreckkolonne eingeleitet, um etwa Wasser und nicht umgesetzten Chlorwasserstoff zu kondensieren. 



   Der aus der Heissabschreckkolonne austretende Strom tritt in eie Kaltabschreckkolonne ein. In dieser Kolonne wird der Hauptteil des Wassers und das 1, 2-Dichloräthan kondensiert. Das Kondensat kann dann dekantiert werden, um es in eine wässerige Schicht und eine organische Schicht zu trennen. 



  Das kondensierte 1, 2-Dichloräthan wird aus dem Dekantationsgefäss abgezogen, gewaschen und destilliert. 



   Zur Gewinnung des restlichen 1, 2-Dichloräthans werden die aus den Abschreckkolonnen kommenden nicht kondensierten Gase in eine Absorptionsanlage geleitet. Das Absorptionsmedium ist vorzugsweise ein flüssiger, bei 100 bis 2500C siedender Kohlenwasserstoff, der das verbliebene 1, 2-Dichloräthan löst. Das Lösungsmittel kann Kerosin, Toluol, eine chlorierte flüssige aromatische Verbindung, wie Chlorbenzol oder Chlortoluol, oder eine hochsiedende Erdölfraktion u. dgl. sein. Im Hinblick auf die Kosten wird Kerosin bevorzugt.

   Die nicht absorbierten Gase, die der Hauptsache nach aus nicht umgesetztem Sauerstoff, aus Stickstoff, falls Luft verwendet wurde oder Stickstoff als Verdünnungsmittel bei der Reaktion benützt wurde, aus den Edelgasen der Luft, Kohlenmonoxyd und Kohlendioxyd bestehen, verlassen den Absorber und werden entweder durch einen Nachbrenner zur Beseitigung von Spuren des Absorptionsmittels oder direkt in die Atmosphäre abgeleitet. 



   Die Lösung von 1, 2-Dichloräthan in dem Kohlenwasserstoff wird in eine Fraktionierkolonne geleitet, um das 1, 2-Dichloräthan abzutrennen. Die Kolonne kann bei Atmosphärendruck,   Überatmosphärendruck   oder unter einem Teilvakuum betrieben werden. Gewöhnlich wird die Kolonne unter einem Teilvakuum betrieben, meistens bei 0, 21 bis 0, 7 at. 



   Wie festgestellt wurde, kann bei praktischer Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens ein sehr günstiges Ergebnis erzielt werden, wenn man ein gasförmiges Gemisch mit einem Gehalt von 2 Mol Chlorwasserstoff und 0, 75 bis 0, 8 Mol Sauerstoff in Form von Luft auf 150 bis 2000C erhitzt, etwa 1, 1 Mol Äthylen je 2 Mol Chlorwasserstoff auf 150 bis 200 C erhitzt, die beiden Gasströme getrennt unter einem Druck von 1, 75 bis 2, 5 atü in den auf 220 bis 225 C gehaltenen Reaktor einleitet, die Reaktionsteilnehmer durch einen im Fliesszustand befindlichen Katalysator leitet, der 3, 5 bis 7 Gew.-% Kupfer auf einem Tonerdeträger enthält, dessen Korngrössenverteilung derart ist, dass er etwa 3 bis 10 Gew.-% Teilchen unter 20 Mikron,

   30 bis 35   Gew.-%   Teilchen von nicht mehr als 45 Mikron und 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> 2-Dichloräthan3, 5 atü und bei einer Temperatur von etwa 200 bis etwa 250 C hindurchgeleitet und beim Durchleiten je einer Charge des Gasgemisches eine im wesentlichen vollständige Umwandlung des Chlorwasserstoffes in 1, 2-Dichloräthan von hohem Reinheitsgrad erzielt wird, nach Patent Nr. 271407, EMI4.1 Heissabschreckbehandlung bei 70 bis 100 C und dann einer Kaltabschreckbehandlung bei 0 bis 400C unterwirft, danach die aus der Kaltabschreckbehandlung abströmenden Gase mit einem organischen Lösungsmittel für 1, 2-Dichloräthan extrahiert und das absorbierte 1, 2-Dichloräthan von dem organischen Lösungsmittel abtrennt.
    EMI4.2 gasförmiges Gemisch mit einem Gehalt von 2 Mol Chlorwasserstoff und 0, 75 bis 0, 8 Mol Sauerstoff in Form von Luft auf 150 bis 2000C erhitzt, etwa 1, 1 Mol Äthylen je 2 Mol Chlorwasserstoff auf 150 bis 200 C erhitzt, die beiden Gasströme getrennt unter einem Druck von 1, 75 bis 2, 5 atü in den auf 220 bis 2250C gehaltenen Reaktor einleitet, die Reaktionsteilnehmer durch einen im Fliesszustand befindlichen Katalysator leitet, der 3, 5 bis 7 Gew.-% Kupfer auf einem Tonerdeträger enthält, dessen Korngrössenverteilung derart ist, dass er etwa 3 bis 10 Gew.-% Teilchen unter 20 Mikron, 30 bis 35 Gew.-% Teilchen von nicht mehr als 45 Mikron und nicht mehr als 3 bis 5 Gew.-% Teilchen von 200 Mikron enthält,
    wonach man die aus dem Reaktor abströmenden Gase in der Heissabschreckstufe auf 85 bis 950C abkühlt, die aus dieser Stufe abströmenden Gase auf 0 bis 400C abkühlt, die nicht kondensierten Gase in Kerosin leitet, um das restliche nicht kondensierte 1, 2-Dichloräthan zu absorbieren, wobei der im Reaktor herrschende Druck in dieser Stufe aufrechterhalten wird, hierauf das absorbierte 1, 2-Dichloräthan aus dem Kerosin abstreift, das 1, 2-Dichloräthan mit Wasser wäscht und das 1, 2-Dichloräthan von der wässerigen Phase abtrennt.
AT473065A 1965-05-24 1965-05-24 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan AT277183B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT473065A AT277183B (de) 1965-05-24 1965-05-24 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT271407D
AT473065A AT277183B (de) 1965-05-24 1965-05-24 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT277183B true AT277183B (de) 1969-12-10

Family

ID=25601459

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT473065A AT277183B (de) 1965-05-24 1965-05-24 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT277183B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0070395B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von 3-Cyanpyridin
DE1142608B (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumtrialkyl mit mindestens einer n-Octylgruppe
DE1290136B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid
DE2057163A1 (de) Kupferaluminiumtetrachlorid Alkin Komplexe und ihre Verwendung zur Gewinnung von Ahnen aus Gemischen
AT277183B (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
DE1568679C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
CH506469A (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylestern
DE2126505B2 (de) Verfahren zur Abtrennung des bei der Bildung von Äthylenglykolmono- und - diacetat gebildeten Reaktionswassers
DE1443707A1 (de) Verfahren zur Hersteliung von 1,2-Dichl?an
DE2733502C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan aus Äthylen enthaltenden Restgasen, die aus einer Oxychlorierung stammen
US3277179A (en) Manufacture of aqueous formaldehyde solution and paraformaldehyde
AT277182B (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
EP0645358B1 (de) Verfahren zur selektiven katalytischen Oxidation organischer Verbindungen
DE2649533A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,2-dichloraethan durch chlorierung von aethylenhaltigen gasen in der gasphase
DE1793051B2 (de) Aufarbeitung der bei der Herstellung von 1,2-DichIorathan durch Oxychlorierung von Äthylen anfallenden Umsetzungsgemische
EP0106038A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Isocyansäure oder aliphatischer Isocyanate durch oxidative Dehydrierung von Formamiden
DE888540C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol
DE1909964A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Methylen-1,3-diacetoxy-propan
DE767822C (de) Verfahren zur Herstellung von Bromkohlenwasserstoffen
DE1224302B (de) Verfahren zur Herstellung von Allylchlorid und seinen Monomethylsubstitutionsprodukten
DD202526A5 (de) Verfahren zur herstellung von cyclohexanol und/oder cyclohexanon
AT277184B (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
DE19606549C2 (de) Verfahren zur Disproportionierung von 1-Brom-3-chlorpropan zu 1,3-Dibrompropan und 1,3-Dichlorpropan
AT221489B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid
DE1908837C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus Cycloalkanolen und den entsprechenden Cycloalkanonen

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee