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Fungizide Mischung
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Pyridinverbindungen zum Schutz von Pflanzen gegen Pilze und solche Pyridinverbindungen enthaltende Mittel.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Pyridinverbindungen der Formel
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worin R Wasserstoff, ein Halogenatom oder eine Hydroxy-, Amino-, Cyan-, Acetoxy-, Carboxy-, Carb- (Ci-Cs-alkoxy)-, niedere Alkoxy-, niedere Alkylmercapto-, niedere Alkyl-, Benzyl- oder Phenylgruppe ;
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EMI1.3
EMI1.4
oder einen Pyridylrest, Thienylrest, Naphthylmethylrest, Cycloalkylrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, Cycloalkenylrest mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoff atomen. niederen Al-
EMI1.5
Gegenstand der Erfindung sind ferner Mittel zum Schutz von Pflanzen gegen Pilze, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine wie oben definierte Pyridinverbindung als fungizid wirksamen Bestandteil und ein inertes Verdünnungsmittel enthalten.
Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen wurden zwar mit Hilfe von Strukturformeln defi-
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gehören Sphaerotheca pannosa var. rosae, die Ursache des pulverigen Rosenmehltaus und Erysiphe gra- minis, die Ursache des pulverigen Grasmehltaus.
Solche Pyridinverbindungen der oben angegebenen Formel, für die R Wasserstoff und R 1 und R2
Phenyl-, Cycloalkyl-oder Cycloalkenylreste bedeuten, sind für die Behandlung von Rasen bevorzugt da sie zur Bekämpfung von Sclerotinia homeocarpa, der Ursache der Pilzerkrankung, die als "Turf
Dollar Spot" bekannt ist, besonders gut wirksam sind.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung werden Zusammensetzungen, die den aktiven Be- standteil enthalten, auf die befallenen oder gefährdeten Pflanzenoberflächen aufgebracht. Eine vor- teilhafte und bevorzugte Methode besteht darin, die Pflanzenoberflächen mit einer flüssigen Dispersion oder Emulsion des toxischen Mittels zu besprühen.
Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise neben den toxischen substitu- ierten Pyridinen eines oder mehrere von einer Vielzahl von Zusatzmitteln, z. B. Wasser, Polyhydroxy- verbindungen, Erdöldestillate u. a. Dispersionsmedien, oberflächenaktive Dispergiermittel, Emulgier- mittel und feinverteilte inerte Feststoffe. Die Konzentration der substituierten Pyridinverbindung in die- sen Zusammensetzungen kann in Abhängigkeit davon schwanken, ob die Zusammensetzung für den di- rekten Auftrag als Stäubemittel auf Pflanzen, oder als emulgierbares Konzentrat oder benetzbares Pul- ver geplant ist, das anschliessend mit weiterem inertem Träger, z. B. Wasser, zum fertigen Behandlungs- mittel verdünnt werden soll.
Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen werden auf Pflanzen in wirksamen Mengen auf- gebracht, die etwas in Abhängigkeit von der Stärke der Pilzinfektion und von andern Faktoren, z. B. der
Umgebung, in der die Behandlung durchgeführt wird, schwanken. Im allgemeinen erweist sich ein wäs- seriges Sprühmittel, das etwa 1/2 bis etwa 400 Teile/Million Wirkstoff enthält, ausreichend, wenn die
Behandlung im Gewächshaus durchgeführt werden soll.
Wie dem Fachmann bekannt ist, ist eine etwas höhere Konzentration des Fungizids erwünscht, wenn die Behandlung im Freien durchgeführt werden soll. In diesem Fall beträgt der bevorzugte Bereich etwa 1 bis 600 Teile/Million Wirkstoff.
Behandlungsmittel werden am zweckmässigsten zubereitet, indem man flüssige oder feste Konzen- trate herstellt, die dann für den Gebrauch auf die gewünschte Konzentration verdünnt werden. Emulgierbare flüssige Konzentrate können durch Einführung von etwa 0,05 bis etwa 5% des Wirkstoffs und eines Emulgiermittels in eine geeignete, mit Wasser nicht mischbare organische Flüssigkeit hergestellt werden. Solche Konzentrate können mit Wasser weiter zu Sprühmischungen in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion verdünnt werden. Solche Sprühmittel bestehen dann aus Wirkstoff, mit Wasser nichtmischbarem Lösungsmittel, Emulgiermittel und Wasser. Als Emulgiermittel sind solche des nichtionogenen oder ionogenen Typs oder Mischungen daraus geeignet.
Dazu gehören beispielsweise Kondensationsprodukte von Alkylenoxyden mit Phenolen und organischen Säuren, Polyoxyäthylenderivate von Sorbitanestern, komplexe Ätheralkohole, ionische Mittel des Aralkylsulfonattyps u. dgl. Zu geeigneten organisehen Flüssigkeiten, die verwendet werden können, gehören beispielsweise aromatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische Kohlenwasserstoffe, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe und Mischungen daraus, z. B. Erdöldestillate.
Feste Konzentratgemische kann man durch Einführung von etwa 10 bis etwa 25 der substituierten Pyridinverbindung in feinverteilte feste Träger, z. B. Bentonit, Fullererde, Diatomeenerde, hydratisiertes Siliciumdioxyd, Diatomeensiliciumdioxyd, geblähten Glimmer, Talkum, Kreide u. dgl. herstellen.
Man kann solche Konzentrate nach Bedarf für die direkte Anwendung als Stäubemittel zubereiten oder mit weiteren inerten festen Trägern zur Herstellung von Stäubepulvern verdünnen, die etwa 0,05 bis 1 Gew. -0/0 des toxischen substituierten Pyridins enthalten. Man kann aber auch Dispergier- und/oder Netzmittel zusammen mit dem substituierten Pyridin in den festen Träger einführen, um benetzbare Pulverkonzentrate mit einer Konzentration von 10 bis 250/0 herzustellen, die dann in Wasser oder andern wässerigen Trägern zur Herstellung von Sprühmitteln dispergiert werden können. Zu geeigneten Netzund Emulgiermitteln gehören Natriumlignosulfat, Sulfonatoxyd-Kondensaimischungen, Mischungen aus Sulfonaten und nichtionogenen Mitteln, anionogene Netzmittel u. dgl.
Ferner kann man das toxische substituierte Pyridin in Lösungen, einfache Dispersionen, Aerosolzubereitungen u. a. Medien einführen, die sich für die Verwendung zur Behandlung von Pflanzen eignen.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung wird das toxische Mittel auf befallene oder für einen Befall empfängliche Pflanzenoberflächen in beliebiger zweckmässigerweise, z. B. durch Aufsprühen, Aufstäuben, Tauchen oder Beregnen aufgebracht. Sprühverfahren werden, besonders wenn es sichum viele Pflanzen handelt, wegen der Schnelligkeit und Gleichgültigkeit der Behandlung, die damit möglich
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ist, bevorzugt. Beim Sprühen genügt es gewöhnlich, wenn die befallenen oder empfänglichen Oberflä- chen durch die verwendete flüssige Dispersion gründlich benetzt werden. Gute Ergebnisse wurden sowohl mit Emulsionen als auch mit wässerigen Dispersionen von festen Konzentraten als Sprühmittel erhalten.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispi el l : Die Prüfung der Wirksamkeit von Verbindungen, wie sie durch die oben angegebene Formel definiert werden, gegen Erysiphe polygon, die Ursache des pulverigen Bohnenmehltaus, wurde im Gewächshaus folgendermassen durchgeführt :
Fungizide Mittel wurden durch Auflösen von 40 mg der zu prüfenden Verbindungen in 1 ml einer Cyclohexanonlösung, die 55 mg einer Mischung aus Sulfonat und nichtionogenemMittel enthielt (Toximul R und S, Stepan Chemical Company, Northfield, Illinois), und Verdünnen mit Wasser auf ein Volumen von 100 ml hergestellt. Dieses Mittel enthielt dann 400 Teile/Million Fungizid. Zur Herstellung eines Mittels mit einem Gehalt von 1000 Teilen/Million wurden 100 mg der zu prüfenden Verbindung in 1 ml der vorstehenden Lösung aufgelöst und dann mit Wasser auf 100 ml verdünnt.
Jeweils 3 Bohnensamen (Varietät"Kentucky Wonder") wurden in 10 cm Tontöpfe gepflanzt und keimen gelassen. Die Pflanzen wurden auf 2 Pflanzen je Topf reduziert. 10 Tage nach dem Pflanzen wurden die wie oben beschriebenen kompoundierten Prüfchemikalien auf alle Blattoberflächen der Bohnenpflanzen aufgesprüht und trocknen gelassen. Die Pflanzen wurden dann ins Gewächshaus gebracht.
"Kentuky-Wonder"-Bohnen, die schwer von pulverigem Mehltau befallen waren, wurden etwa 5 Tage über ihnen aufgestellt und dann entfernt. Nach weiteren 5 Tagen wurde geprüft, ob sich an den Pflanzen die Krankheit entwickelt hatte. Das Aussehen der behandelten Pflanzen wurde mit dem von unbehandelten Pflanzen verglichen und die Bekämpfung des Pilzes wurde bewertet. Es wurde folgende Bewertungsskala verwendet :
0 keine Bekämpfung
1 geringe Bekämpfung
2 mässige Bekämpfung
3 gute Bekämpfung
4 vollständige Bekämpfung, kein Pilz.
In der folgenden Tabelle I sind die Ergebnisse der Prüfung verschiedener substituierter Pyridine gegen Erysiphe polygoni ausgeführt. In Spalte 1 wird die Bezeichnung der Verbindung angegeben und in den Spalten 2 bis 5, finden sich die Bewertung der Schutzwirkung der Verbindung bei den im Kopf angegebenen Mengen in Teilen/Million, in der die Verbindung auf die Prüfpflanzen aufgebracht wurde.
Tabelle I :
EMI4.1
<tb>
<tb> Bewertung <SEP> der <SEP> Schutzwirkung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Auftrag
<tb> in <SEP> einer <SEP> Menge <SEP> von
<tb> Verbindung <SEP> 400 <SEP> ppm. <SEP> 80 <SEP> ppm. <SEP> 16 <SEP> ppm. <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> ppm. <SEP>
<tb> ct, <SEP> cx-Bis- <SEP> (3-chlorphenyl) <SEP> - <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3,5 <SEP> 2
<tb> ct, <SEP> a-Bis- <SEP> (4-chlorphenyl)- <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP>
<tb> a <SEP> -(4 <SEP> -Chlorphenyl) <SEP> - <SEP> -(3 <SEP> - <SEP>
<tb> trifluormethylphenyl)-3pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3,5 <SEP> 3+
<tb> ci, <SEP> ci-Bis- <SEP> (3-chlorphenyl)- <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> a, <SEP> a-Bis- <SEP> (m-tolyl)
-3- <SEP>
<tb> pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP>
<tb>
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Tabelle (Fortsetzung) :
EMI5.1
<tb>
<tb> Bewertung <SEP> der <SEP> Schutzwirkung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Auftrag
<tb> in <SEP> einer <SEP> Menge <SEP> von
<tb> Verbindung <SEP> 400 <SEP> ppm. <SEP> 80 <SEP> ppm. <SEP> 16 <SEP> ppm. <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> ppm. <SEP>
<tb> a- <SEP> (4-Chlorphenyl)-α-(3trifluormethylphenyl}-
<tb> 3-pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3+
<tb> a, <SEP> α-Bis-(3-bromphenuyl)-
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> α,α-Bis-(3, <SEP> 4-dichlorphenyl)-3-pyridinmethanol <SEP> 3,5 <SEP> 2,5
<tb> α-(4-Chlorphenyl)-α
-phenyl-
<tb> 3-pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> et, <SEP> a. <SEP> -Bis- <SEP> (p-tolyl) <SEP> -3- <SEP>
<tb> pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 3,75 <SEP> 2,5
<tb> a-Phenyl-et- <SEP> (2-thienyl)- <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2- <SEP>
<tb> αa. <SEP> -Bis- <SEP> (3-pyridyl) <SEP> - <SEP>
<tb> benzylalkohol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2
<tb> α,α-Bis-(2-chlorphenyl)-
<tb> 3-pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3,5
<tb> α-(4-Chlorphenyl)-αphenyl-3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> α-(Chlor-α,α-bis-(4Chlorphenyl) <SEP> -3-pyridylmethanhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3+
<tb> ct, <SEP> α-Bis-(4-chlrphenyl)-
<tb> 3-pyridinmethylamindihydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> α-(4-Chlorbenzyl)-α
-
<tb> (4-chlrophenyl)-3pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> α-(3,4-Dichlorberzyol)-α-
<tb> (4-chlorphenyl)-3pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP>
<tb> a- <SEP> (4-Chlorbenzyl)-a- <SEP>
<tb> phenyl-3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 1,5
<tb>
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Tabelle (Fortsetzung) :
EMI6.1
<tb>
<tb> Bewertung <SEP> der <SEP> Schutzwirkung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Auftrag
<tb> in <SEP> einer <SEP> Menge <SEP> von
<tb> Verbindung <SEP> 400 <SEP> ppm. <SEP> 80 <SEP> ppm. <SEP> 16 <SEP> ppm. <SEP> 3,2 <SEP> ppm.
<tb>
α-(2,4-Dichlorbenzyl)a <SEP> - <SEP> (4-chlorphenyl) <SEP> -3- <SEP>
<tb> pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP>
<tb> α-(1-Naphthylmethyl)a <SEP> -phenyl-3 <SEP> -pyridin <SEP> - <SEP>
<tb> methanol <SEP> 3,5 <SEP> 2,6 <SEP> 2,3
<tb> α-(x-Bromphenyl)-α-(2, <SEP> 4dichlorbenzyl) <SEP> -3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP>
<tb> a <SEP> - <SEP> (4-Chlorbenzyl) <SEP> -a- <SEP>
<tb> (p-tolyl)-3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2,5
<tb> α- <SEP> (4-Chlorphenyl) <SEP> -a <SEP> - <SEP>
<tb> (4-methoxybenzyl)-3pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 2,3
<tb> α-Phenyl-ss-(2-pyridyl)-α-
<tb> (3-pyridyl) <SEP> -äthanol <SEP> 2 <SEP> 2
<tb> α
(4-Chlorphenyl) <SEP> -B <SEP> - <SEP>
<tb> (2-pyridyl)-3- <SEP> (5-methyl- <SEP>
<tb> pyridin)-äthanol <SEP> 4 <SEP> 3,3 <SEP> 1,3
<tb> ct- <SEP> (2, <SEP> 4-Dichlorbenzyl)-a- <SEP>
<tb> (4-chlorphenyl)-3pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> α-(2,4-Dichlorbenzyl)-α-
<tb> (4-chlorphenyl)-3pyridinmethanolmethansulfonat <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3+
<tb> a- <SEP> (4-Chlorphenyl)-a- <SEP>
<tb> phenäthyl-3-pyridinmethanol <SEP> 3 <SEP> 3, <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> Nitrierungsprodukt <SEP> von
<tb> ct- <SEP> (3-Pyridyl)-α,ss-diphenyl-
<tb> äthanol <SEP> 3,5 <SEP> 4 <SEP> 2
<tb> α-(2,4-Dichlorbenzyl)-α-
<tb> (4-chlorphenyl)-3-pyridinmethanol-N-oxyd <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb>
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Tabelle (Fortsetzung) :
EMI7.1
<tb>
<tb> Bewertung <SEP> der <SEP> Schutzwirkung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Auftrag
<tb> in <SEP> einer <SEP> Menge <SEP> von
<tb> Verbindung <SEP> 400 <SEP> ppm. <SEP> 80 <SEP> ppm. <SEP> 16 <SEP> ppm. <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> ppm. <SEP>
<tb> a, <SEP> a-Bis- <SEP> (4-chlorbenzyl)- <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> 2a, <SEP> α-Bis-(2,4-dichlorbenzyl)-3-pyridin-methanol <SEP> 3,5 <SEP> 4 <SEP> 3,5
<tb> α-(4-Chlorbenzyl)-α-
<tb> (2, <SEP> 4-dichlorbenzyl)-3pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> α-Benzyl-α-(2,4-dichlorbenzyl)-3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> 2,5
<tb> a, <SEP> a-Dlbenzyl-3-pyridinmethanol <SEP> 3+
<tb> a <SEP> - <SEP> (4-Chlorphenyl) <SEP> -a- <SEP>
<tb> äthinyl-3-pyridinmethanol <SEP> 3,5
<tb> α-(4-Chlorphenyl)-α
<tb> phenyl-3- <SEP> (5-methylpyridin)methanol <SEP> 4 <SEP> 2,5 <SEP> 1,5
<tb> α-(2,4-Dichlorbenzyl)-α-
<tb> (4-chlorphenyl)-3-pyridinmethanol-hemioxalat <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> a, <SEP> ci-Bis- <SEP> (4-chlorphenyl)-3- <SEP>
<tb> pyridylmethylmethyläther <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4
<tb> a, <SEP> a-Bis- <SEP> (4-chlorphenyl) <SEP> -3- <SEP>
<tb> pyridylmethylmethylätherhydrochlond <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> a, <SEP> α-Bis-(4-chlorphenyl)-3pyridinmethanolphosphat <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> ct- <SEP> (4-Methylthiophenyl)-a- <SEP>
<tb> phenyl-3-pyridinmethanolhydrochlorid <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP>
<tb> a- <SEP> (n-Propyl)-a- <SEP> (2-thienyl)- <SEP>
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 4 <SEP> 3+ <SEP> 1
<tb> α-Trifuormethyl-α
-phenyl-
<tb> 3-pyridinmethanol <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 2 <SEP>
<tb>
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Tabelle (Fortsetzung) :
EMI8.1
<tb>
<tb> Bewertung <SEP> der <SEP> Schutzwirkung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Auftrag
<tb> in <SEP> einer <SEP> Menge <SEP> von
<tb> Verbindung <SEP> 400 <SEP> ppm. <SEP> 80 <SEP> ppm. <SEP> 16 <SEP> ppm. <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> ppm. <SEP>
<tb>
α-Äthyl-α-phenyl-3pyridinmethanol <SEP> 2
<tb> a-Methyl-a-phenyl-3pyridinmethanol <SEP> 2 <SEP>
<tb>
EMI8.2
rigen Kürbismehltaus, wurde ein Feldversuch durchgeführt.
Die fungizide Verbindung wurde als 25%iges benetzbares Pulver zubereitet und in der in der nachfolgenden Tabelle II angegebenen Menge verwendet.
Ausserdem wurde a, α-Bis-(4-chlorphenyl)-3-pyridin-methanol als 0,5%iges, bzw. 2, Obiges Stäubemittel zubereitet und auf die wachsenden Kürbispflanzen aufgebracht.
Kürbisse der Varietät "Early Yellow Crookneck"wurden in 9 m langen Reihen angepflanzt. Die Behandlungsmittel wurden auf jede 2. Reihe aufgebracht, so dass jeweils eine unbehandelte Reihe zwischen den behandelten Reihen lag. Das Sprühmittel wurde mit einem 111 Kompressionssprüher aufgebracht, Stäubemittel wurden mit einem Hudson-Kurbelstäubegerät aufgetragen.
Die flüssigen Behandlungsmittel wurden entsprechend abgemessen, auf ein Volumen von 3,81 gebracht und auf eine Reihe mit 9 m aufgetragen. Die Prüfung des Auftretens der Krankheit wurde von 2 Beobachtern (als Rep I und II bezeichnet) durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle II aufgeführt. Spalte 1 gibt den Namen der Verbindung an, Spalte 2 die aufgetragene Menge, und die Spalten 3 und 4 den beobachteten pulverigen Mehltau in
Tabelle II :
EMI8.3
<tb>
<tb> Auftreten <SEP> von <SEP> pulverigem <SEP> Mehltau
<tb> Verbindung <SEP> aufgetragene <SEP> Menge <SEP> Rep. <SEP> I <SEP> Rep. <SEP> II
<tb> Kontrolle-81, <SEP> 25% <SEP> 71, <SEP> 87% <SEP>
<tb> α
CI. <SEP> -Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl)-3-benetzb. <SEP> P.
<tb> pyridinmethanol <SEP> 10 <SEP> ppm <SEP> 250/0 <SEP> 2, <SEP> 341o <SEP> 2. <SEP> 341o <SEP>
<tb> a, <SEP> CI. <SEP> -Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl)-3-benetzb. <SEP> P.
<tb> pyridinmethanol <SEP> 50 <SEP> ppm <SEP> 25% <SEP> 0,0% <SEP> 0,0%
<tb> (x, <SEP> ct-Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl)-3- <SEP> benetzb. <SEP> P.
<tb> pyridinmethanol <SEP> 600 <SEP> ppm <SEP> 25% <SEP> 0, <SEP> 0% <SEP> 0, <SEP> 0% <SEP>
<tb> a, <SEP> a-Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl)-3pyridinmethanol <SEP> Stäubemittel <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP> 0,0% <SEP> 0,0%
<tb>
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Tabelle II (Fortsetzung) :
EMI9.1
<tb>
<tb> Auftreten <SEP> von <SEP> pulverigem <SEP> Mehltau
<tb> Verbindung <SEP> aufgetragene <SEP> Menge <SEP> Rep. <SEP> I <SEP> Rep. <SEP> II
<tb> K, <SEP> a-Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl) <SEP> -3 <SEP> - <SEP>
<tb> pyridinmethanol <SEP> Stäubemittel <SEP> 2, <SEP> 0% <SEP> 0, <SEP> fY1/0 <SEP> 0, <SEP> 0%
<tb> ct, <SEP> a-Bis- <SEP> (4- <SEP>
<tb> chlorphenyl)-3pyridylmethan <SEP> stäubemittel <SEP> 0,5% <SEP> 0,0% <SEP> 0,0%
<tb>
EMI9.2
methan Sclerotinia homeocarpa, die Ursache der als"Turf Dollar Spot"bekannten Krankheit zu be- kämpfen, geprüft.
Es wurden zwei Mittel untersucht : (l) ein obiges benetzbares Pulvermittel von αα- - Bis- (4-chlorphenyl)-3-pyridylmethanineinerMengevon 0, 91, 2, 26, 3, 84kg/ha und (2) ein0, 24kg/1
EMI9.3
Varietät Astoria, Straussgras der Varietät Highland, Straussgras der Varietät Seaside, und Straussgras der Varietät Penncross aufwiesen. Das Versprühen erfolgte mit einem CO-Drucktank auf einem Handwagen durch zwei T-Strahldüsen, die in einem 46 cm breiten Band sprühten.
Jede Fläche wurde auf durch den Dollar Spot-Organismus erkrankte Stellen beobachtet.
Die Ergebnisse der Behandlung sind in Tabelle III aufgeführt. Spalte 1 gibt die geprüfte Verbindung, Spalte 2 die Behandlungsnummer, Spalte 3 die Art der Zubereitung, Spalte 4 die aufgetragene Menge in Kilogramm Wirkstoff/Hekter und Spalte 5,6,7 und 8 die beobachtete Dollar Spot-Erkrankung in % an.
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Tabelle III :
EMI10.1
<tb>
<tb> # <SEP> %"Dollar <SEP> Spot"-Krankheit <SEP> bei <SEP> Straussgrass-Varietät
<tb> Behandlung <SEP> #
<tb> Verbindung <SEP> Nr. <SEP> Zubereitung <SEP> Menge <SEP> in <SEP> kg/ha <SEP> Astoria <SEP> Highland <SEP> Seaside <SEP> Penncross
<tb> Kontrolle <SEP> 1 <SEP> - <SEP> - <SEP> 13 <SEP> 37 <SEP> 81 <SEP> 40
<tb> α,α-Bis-(4-chlorphenyl)-3pyridylmethan <SEP> 2 <SEP> 250/0 <SEP> WP <SEP> 0, <SEP> 91 <SEP> (0,8) <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> et, <SEP> α-Bis-(4-chlorphenyl)-3pyridylmethan <SEP> 3 <SEP> 25% <SEP> WP <SEP> 2. <SEP> 26 <SEP> (2,0) <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 1
<tb> ex, <SEP> α-Bis-(4-chlorphenyl)-3pyridylmethan <SEP> 4 <SEP> 25% <SEP> WP <SEP> 3, <SEP> 84 <SEP> (3, <SEP> 4) <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> ex, <SEP> α
-Bis-(4-chlorphenyl)-3pyridylmethan <SEP> 5 <SEP> 0,24 <SEP> kg/l <SEP> 1,13 <SEP> (1,0) <SEP> 0 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 1
<tb> EC
<tb>
WP = benetzbares Pulver EC = emulgierbares Konzentrat
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Die erfindungsgemäss als Fungizide verwendeten Verbindungen können leicht nach einem der fol- genden Verfahren hergestellt werden.
Eine Methode zur Herstellung der tri-substituierten Methanole besteht darin, dass man eine Lösung eines Grignard-Reagens zu einer Lösung eines geeigneten organischen Ketons, z. B. Diphenylketon, 3-
Pyridyl-phenyl-keton, 2-Thienyl-phenyl-keton od. dgl. bei einer geeigneten Temperatur für eine Zeit zugibt, die ausreicht, damit im wesentlichen eine Umsetzung erfolgt.
Beispielsweise gibt man ein aus p-Bromchlorbenzol und Magnesiumspänen in Äther hergestelltes
Grignard-Reagens zu einer Lösung von p-Chlorphenyl-3-pyridylketon zu, und rührt die Reaktionsmi- schung etwa 18 h ungefähr bei Zimmertemperatur. Die Reaktionszeit kann ohne nachteiligen Einfluss auf die Ausbeute an dem gewünschten Produkt abgeändert werden. Die Reaktionsmischung wird in übli- cher Weise mit wässerigem Ammoniumchlorid hydrolysiert. Man extrahiert die Mischung mit Äther und verdampft den Äther in Vakuum. Nach Umkristallisieren des verbleibenden Rückstandes wird reines cx, cx -Bis- (4-chlorphenyl) -pyridinmethanol erhalten.
Man kann aber auch eine Lösung des Ketons dem Grignard-Reagens in Äther oder in einem andern geeigneten Lösungsmittel zusetzen. Die Reaktionsmischung wird dann wie oben beschrieben aufgearbei- tet.
Bei einem weiteren, zur Herstellung der tri-substituierten Methanole angewendeten Verfahren wird 3-Pyridyllithium verwendet. Nach diesem Verfahren lässt man durch Umsetzung von Butyllithium mit einem 3-Halogenpyridin in Äther hergestelltes 3-Pyndyllithium in Stickstoffatmosphäre mit einem ge- eigneten Diarylketon oder Alkylarylketon in Ätherlösung bei einer Temperatur von etwa-50 bis-60 C reagieren, wodurch man ein Pyridyldiarylmethanol erhält.
Beispielsweise wird 3-Pyridyllithium in Äther, das in Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von -50 bis -600C gehalten wird, mit einer Ätherlösung von Phenyl-2-diphenylketon versetzt und die Temperatur der Reaktionsmischung wird bei etwa-50 bis-60 C gehalten, während etwa 2 h lang gerührt wird. Die Reaktionsmischung wird auf Zimmertemperatur erwärmt und mit einer wässerigen Lösung von Ammoniumchlorid versetzt. Durch Extrahieren der Mischung mit Äther wird eine Ätherlösung des Produkts erhalten, das mit Hilfe der bekannten Säure-Base-Behandlung gereinigt wird. Das gewünschte Produkt a- (2-Thienyl) -a-phenyl-3-pyridinmethanol wird als Feststoff erhalten. Das Hydrochloridsalz lässt sich einfach durch Sättigen einer Ätherlösung der freien Base mit wasserfreiem Chlorwasserstoff in bekannter Weise herstellen.
Verbindungen der oben angegebenen Formel, für die R etwas anderes als Hydroxyl bedeutet, z. B. eine Aminogruppe, ein Halogenatom, eine Alkoxygruppe oder eine Alkylmercaptogruppe ist, werden aus den Hydroxylderivaten durch übliche Austauschreaktion hergestellt. Beispielsweise kann man ein Pyridyldiphenylmethylchlorid durch Behandlung des entsprechenden Methanols mit konz. Salzsäure herstellen. Eine Pyridyldiphenylmethylamino-Verbindung kann wieder aus diesem Methylchloridderivat durch Umsetzung mit Ammoniak oder einem Amin hergestellt werden. In gleicher Weise lassen sich die Alkoxy- und Alkylmercaptoverbindungen leicht aus dem entsprechenden Chlorid oder Bromid herstellen.
Die Pyridin-N-oxyde, die unter die oben angegebene allgemeine Formel fallen, werden zweckmässig durch Oxydation der entsprechenden freien Base mit Wasserstoffperoxyd in Eisessig hergestellt.
Beispielsweise wird eine Mischung aus ci, a-Bis- (4-chlorphenyl) -3-pyddinmethanol, E1sessig und 30"obigem Wasserstoffperoxyd für einige Stunden auf dem Dampfbad erwärmt und über Nacht etwa bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Nach Einengen der Reaktionsmischung im Vakuum zur Trockne und Umkristallisieren des Rückstands aus siedendem Benzol erhält man a, a-Bis- (4-chlorphenyl)-3-pyridin-
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N-oxyd.geführt.
Nach den oben beschriebenen Verfahren wurden als weitere Beispiele für die erfindungsgemäss verwendbaren Verbindungen die folgenden Verbindungen hergestellt : α,α-Bis(4-chlorphenyl)-3-pyridinmethanolhydrochlorid. F. etwa 165 bis 175 C. a, α-Bis-(4-chlorphenyl)-3-pyridinmethanol-p-toluolsulfonat. F.147 bis 1480C. a, a-Bis- (4-chlorphenyl)-3-pyridinmethanolmethansulfonat. F. 104 bis 108 C. ci, α-Bis-(4-chlorpenyl)-3-pyridinmethanolsulfat.F.186 bis 1880C.
Diphenyl-3-pyridinmethanol. F. 117 bis 1180C.
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- Benzy1-a - (4-chlorbenzyl) -S-pyridinmethano1. F. 121a- (4-Chlorphenyl)-α-(5-methyl-3-pyridyl)-ss-(2-pyridyläthanol).F.131 C. a, α-Bis-(2,4-dichlorbenzyl)-3-pyridinmethanolhydrochlorid.F. etwa 200 bis 2050C.
Mtrierungsprodukt von 1- (3-Pyridyl)-1, 2-diphenyl-äthanol.
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(substituiertes-phenyl)-methan.a, a-Bis- (4-methoxyphenyl)-3-pyridylmethan. Sdp. 211 bis 2130C/0, 5 mm. a, a-Bis-(p-tolyl)-3-pyridylmethan. Sdp.235 C/15 mm. a, a-Bis- (4-chlorphenyl) -3-pyridylmethan. Sdp. etwa 160 C/0, 05 mm. a, a-Bis- (4-chlorphenyl) -3-pyridylmethanhydrochlorid. F. etwa 700C.
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Die N-Oxyde der vorstehend angegebenen Verbindungen werden folgendermassen hergestellt :
10 Gew.-Teile der Pyridinverbindung werden in 100 Gew.-Teilen Essigsäure, die 25 Gew.-Teile tiges Wasserstoffperoxyd enthält, aufgelöst.
Die Mischung wird etwa 8 h auf etwa 800C erwärmt.
Die Reaktionsmischung wird im Vakuum auf ein kleines Volumen eingedampft und der Rückstand wird mit 10 Teilen Wasser versetzt. Die wässerige Mischung wird mit Äther extrahiert und der Ätherextrakt, der das N-Oxyd enthält, wird zur Trockne eingedampft, wobei das N-Oxyd zurückbleibt.
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