<Desc/Clms Page number 1>
Mehrfachdornanordnung für Strangpressen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
vorherbeschriebenen Hilfsvorgänge in einer bestimmten Zeitperiode ausgeführt werden, wodurch es unmöglich ist, die Anzahl der Presszyklen in einer bestimmten Zeit zu erhöhen und von den Vorteilen einer Mehrfach-Aufnehmer-Strangpresse entsprechend Gebrauch zu machen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mehrfachdornanordnung für Strangpressen der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass die Dorne vollständig gekühlt werden können, wobei ein soeben für das Strangpressen eines Rohres verwendeter Dorn für das Strangpressen des nächsten Rohres nicht verwendet wird, so dass er leer läuft, bis er vollständig gekühlt wird. Eine weitere Aufgabe besteht darin, das Austauschen der Dorne besonders leicht zu gestalten und eine Dornaustauschvorrichtung vorzusehen, die eine leichte Anwendung der Kühlmittel, Reinigungsmittel und Schmiermittel für jeden der Dorne nach deren Verwendung für die Herstellung eines Rohres durch Strangpressen gestattet, und schliesslich die Anordnung einer Strangpresse mit einem einzigen Aufnehmer oder mit mehreren
Aufnehmern, deren Leistungsfähigkeit beträchtlich erhöht wird.
Hiezu ist gemäss der Erfindung bei einer Mehrfachdornanordnung der eingangs genannten Art vorgesehen, dass die Dorne von einem Dornhalter festgehalten sind, der betriebsmässig mit einem
Antriebsmechanismus verbindbar ist, so dass die Dorne zu bestimmten Zeitpunkten in die
Strangpresslinie bewegbar sind, in der ein Antriebsmechanismus zum Vorschub bzw. Rückholen von zumindest einem in der Strangpressmittellinie befindlichen Dorn in Strangpressrichtung betriebsmässig zuschaltbar ist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der eine zylindrische Form aufweisende
Dornhalter drehbar in einem Rahmen gelagert ist und an seinem äusseren Umfang ein Zahnrad aufweist, das mit einem Antriebsritzel zusammenarbeitet. Während sich einer der Dorne in der Strangpresslinie befindet, ist der andere Dorn bzw. sind die andern Dorne in einer von der Strangpresslinie entfernten
Stellung, aus der sie nacheinander zur Mittellinie bewegt werden. Um die Dorne nacheinander zur
Strangpressmittellinie zu bewegen, kann eine Austauschvorrichtung verwendet werden, die zur Führung bzw. zum Verdrehen eines Dornhalter geeignet ist.
Um jenen einen Dorn, der in die Strangpresslinie bewegt wurde, während des Strangpressvorganges nach vorne zu bewegen, bzw. nach Vollendung des
Strangpressens zurückzuziehen, kann eine Hydraulikvorrichtung verwendet werden, die bei dieser Art von Pressen des öfteren verwendet wird bzw. es kann ein mechanischer Antrieb, z. B. ein
Schraubenmechanismus, verwendet werden. Diese Antriebsvorrichtung kann mit jedem der Dorne verbindbar sein oder es kann ein gemeinsamer Antrieb für alle Dorne vorgesehen werden, der mit dem Dornhalter verbunden ist. Jeder Dorn wird durch gewöhnliche Einrichtungen gekühlt.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, dass die einzelnen Dorne zur Drehung um ihre eigene Achse ausgebildet sind. Um jeden Dorn nach dem Strangpressen zurückzuziehen, ist es möglich, dass eine zusätzliche Vorrichtung für das Auswerfen der Dorne nach Beendigung des Strangpressvorganges vorgesehen ist, die mit einem Kreuzkopf versehen ist, auf welchem der Stössel für das Strangpressen angeordnet ist.
Da die erfindungsgemässe Dornanordnung für Strangpressen von Rohren unter Verwendung von hohlen Knüppeln geeignet ist, ist es natürlich ebenso möglich, diese für das Strangpressen von Strangpreressprodukten aus einem festen, d. h. vollen Knüppel, zu verwenden, welcher direkt in die Strangpresse eingebracht wird und durch Einpressen eines Domes in die feste Platine zur Herstellung einer Öffnung in derselben vorgesehen ist.
Da gemäss der Erfindung eine Mehrzahl von Dornen nacheinander für das Strangpressen verwendet werden, so dass, während ein Dorn das Strangpressen ausführt, die andern Dorne ausreichend gekühlt und gereinigt werden, wodurch der Strangpresszyklus besser ausgenützt und die Leistungsfähigkeit im Vergleich mit einer Presse jener Type, die einen einzigen Dorn aufweist, bedeutend zunimmt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. l ist ein Ausführungsbeispiel einer Presse, die eine erfindungsgemässe Mehrfach-DornAnordnung aufweist, Fig. 2 und 3 sind Schnitte entlang den Linien 11-11 und III-III der Fig. 1, Fig. 4 ist ein Querschnitt durch eine andere Ausführungsform einer Presse, Fig. 5 ist ein Querschnitt, der einen Teil der in Fig. 4 dargestellten Presse zeigt, jedoch in unterschiedlicher Arbeitsstellung, Fig. 6 ist einn Schnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 4.
In den Fig. l bis 3 ist eine Rohrstrangpresse dargestellt, die zwei Dorne aufweist, von denen jeder seine eigene Antriebsvorrichtung besitzt.
Die Stützstangen-l-besitzen einen Rahmen-2-, der an den vorderen Enden derselben befestigt ist, während ein Zylinderrahmen-3-auf dem mittleren Abschnitt der Stützstangen und ein Supportblock--4--an den hinteren Enden der Stützstangen befestigt ist ; alle diese Teile bilden einen Supportblock.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
des mittleren Abschnittes des Kreuzkopfes-11-in solcher Weise befestigt, dass die Achse des Stössels mit der Strangpressmittellinie--c--fluchtet, so dass, wenn der Kreuzkopf --11-- nach
EMI3.2
Achse mit der Strangpressmittellinie fluchtet.
Falls erforderlich, kann der Kreuzkopf --11-- mit einem Hilfszylinder-14-für das Ausstossen der Dorne versehen sein, wobei der Zylinder-14-einen Kolben-15-, der in ihm gleitbar gelagert ist und einen Auswerfer --17-- aufweist, der am Kolbenende befestigt ist und eine
EMI3.3
--18-- aufweist,Führungsbohrungen --20-- mit der Strangpressmittellinie fluchtet, wenn der Rahmen--19gedreht wird. Die Dornzylinder-21a und 21b-sind in den entsprechenden Führungsbohrungen - -20-- gleitbar gelagert und in Strangpressrichtung bewegbar.
In den Dornzylindern sind Dornkolben --22a,22b-- gelagert, deren äussere Enden Kolbenstangen aufweisen, die sich durch die Dornzylinder erstrecken und mit der Endwand des zylindrischen Rahmens --19-- verbunden sind. An der Vorderseite jedes Dornzylinders - -21a, 21b-- ist ein Dornhalter --24a,24b-- befestigt, deren Durchmesser gleich oder geringfügig kleiner als jener der Dornzylinder ist. Die Dorne --25a, 25b--, die einen kleineren Durchmesser als die Dornhalter aufweisen, sind an den vorderen Enden der Dornhalter befestigt.
Am äusseren Umfang des drehbaren, zylindrischen Rahmens --19-- ist ein Zahnrad-26-- ausgebildet, das mit einem Ritzel --28-- kämmt, das auf einem fest am Supportblock-4-- gelagerten Motor befestigt ist.
Als erster Arbeitsvorgang wird ein hohler Knüppel bzw. eine Platine in einen Aufnehmer gebracht, der in einer von der Strangpressmittellinie --c-- entfernten Lage liegt. Dann wird der Motor - gestartet, um den Aufnehmerhalter --7-- um 180 C um die Achse der zugehörigen Supportstange-l-zu drehen, um so den Aufnehmer --8a--, der nunmehr den hohlen Knüppel
EMI3.4
--25a-- nach--6a-- mit einem vorbestimmten Abstand eintritt, der zwischen ihnen aufrechterhalten wird.
Dann wird durch den Druck im Hauptzylinder --9-- der Kreuzkopf --11-- nach vorne gedrückt, wobei der Stössel--12--in den hohlen Knüppel gepresst wird, um durch den Abstand zwischen der Matrize --6a-- und dem Dorn --25a-- ein hohles, rohrförmiges Produkt zu bilden.
Da sich der Dorn --25a-- während des Strangpressvorganges in vollständiger Berührung mit der inneren Oberfläche des Rohrrohlings befindet, ist zum überwinden der Reibung eine starke Kraft erforderlich, um den Dorn --25a-- nach Beendigung des Strangpressvorgangess auszuwerfen. Wenn
EMI3.5
Kreuzkopf --11-- angeordnet ist. Hiebei wird, um den Dorn --25a-- nach Beendigung des Strangpressvorganges auszustossen, der Ausstoss- bzw. Auswerfzylinder --14-- beaufschlagt, während es dem Stössel --12-- gestatter wird, in seiner Lage zu verbleiben. Hiebei wird das Ausstossorgan - auf das Ende des Dornzylinders --21a-- gedrückt, bis der Dorn vollständig vom Strangpressrest entfernt ist.
Natürlich wird gleichzeitig der Dornzylinder --21a-- mit Druck beaufschlagt, so dass das Auswerfen durch die Summe von zwei Kräften ausgeführt wird.
Danach wird der Dorn --25a-- durch eine einfache Kraft, welche vom Dornzylinder --21--
<Desc/Clms Page number 4>
ausgeübt wird, in seine Ausgangslage zurückgezogen. Gleichzeitig wird dabei der Ausstosszylinder - 14-- beaufschlagt, um den Auswerfer --17-- in seine Ausgangslage zurückzuführen. Nach Beendigung des Strangpressens wird das rohrförmige Produkt durch eine geeignete, nicht dargestellte Vorrichtung vom Strangpressrest entfernt und nach vorne ausgestossen. Gleichzeitig mit den vorher beschriebenen Arbeitsgängen wird der Motor --27-- in Betrieb gesetzt, um den zylindrischen
EMI4.1
selben Zeit werden die Matrize --6a-- und der Dorn --25a-- durch neue Teile ersetzt.
Zur Herstellung von stranggepressten Gegenständen werden die vorhin beschriebenen Arbeitsgänge wiederholt.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine Mehrfachdomanordnung mit einem einzigen Antriebsmechanismus zum Vorschub und zum Zurückführen von zwei Dornen. Bei dieser Ausführungsform wird die Erfindung auf eine Rohrstrangpresse mit einer Mehrzahl von Aufnehmern --31-- angewendet, worin, wenn ein Knüppel innerhalb eines auf der Strangpressmittellinie --c-- angeordneten Aufnehmers nach vorne durch eine Matrize --33-- mittels eines Stössels-32-gedrückt wird, ein oben beschriebener Dorn zum Strangpressen eines Rohres eingesetzt wird.
EMI4.2
--34-- befestigt,- 40-versehen, in welche zwei oder mehrere Dorne eingesetzt und parallel zur Mittellinie-ciangeordnet sind.
Die Dorne--43a und 43b-bzw. die Dornhalter --42--, die an den vorderen Enden der Dornstangen --41-- befestigt sind, werden durch die Bohrungen-40hindurchgeführt.
Eine mittig im Domumlaufkörper --36-- angeordnete Supportwelle --44-- erstreckt sich nach hinten desselben und besitzt ein Ende, das sich durch eine napfähnliche Abdeckscheibe-46--
EMI4.3
--46-- geführt- sind ausserhalb derselben befestigt. Die Supportwelle-44-und die Abdeckscheibe --46-- sind miteinander verkeilt, so dass sie als eine Einheit umlaufen. Der Dornkreuzkopf-45-- ist zum Voreilen und Rückziehen in der Strangpressrichtung entlang der Stützstange --49-- geeignet, die zwischen dem Zylinderrahmen --35-- und einem später beschriebenen Dornzylinderrahmen - 50-- angeordnet ist. Der Kreuzkopf --45-- wird für die Vorwärtsbewegung durch einen, in einem Zylinder --51-- beweglichen Dornkolben --52-- angetrieben, wobei der Zylinder-51in einem Zylinderrahmen --50-- befestigt ist.
Das Rückziehen des Kreuzkopfes --45-- erfolgt durch einen getrennten Zylinder--53--.
In der vorhin beschriebenen Anordnung wird, wenn der Domkreuzkopf --45-- durch den Dornkolben --52-- in Strangpressrichtung nach vorne bewegt wird, die Domstange des Domes infolge der Vorwärtsbewegung des Kreuzkopfes--45-mit der Dornbohrung --40-- im Dornumlaufkörper --36--, die als Führung für denselben dient, entlang der Strangpressmittellinie nach vorne bewegt, wobei der Dorn--43a-und der Dornhalter --42-- in die Bohrung-54im Stössel --32-- eintreten, wodurch das Strangpressen des im Aufnehmer --31-- befindlichen Knüppels in einen rohrförmigen Gegenstand eingeleitet wird.
In diesem Fall, wenn der Dorn --43a-entlang der Strangpressmittellinie --c-- nach vorne bewegt wird und es nicht erwünscht ist, dass der
EMI4.4
auf der aussenliegenden Station in seiner Lage verbleibt, während der Kreuzkopf --45-- allein nach vorne bewegt wird (Fig. 5).
Wenn der Dornkreuzkopf --45-- durch den Zylinder --53-- zurückgezogen wird, wird der Stössel-32-nach Beendigung des Strangpressens eines Rohres zurückgezogen. Hiebei wird die mit dem Kreuzkopf --45-- verbundene Abdeckscheibe --46-- gleichfalls zurückgezogen, so dass der Dom --43a-- entlang der Strangpressmittellinie zusammen mit der Dornstange-41-mit dem
<Desc/Clms Page number 5>
Kopf-47-, welche in die Abdeckscheibe eingreift, gleichfalls zurückgezogen wird.
Nach diesem Rückzugsvorgang werden, wenn der Motor --37-- angetrieben wird, um den Dornumlaufkörper - 36-um die Mittellinie-ci-zu drehen, alle Dorne --43a, 43b-- einschliesslich der Abdeckscheibe-46--, in Umlauf gesetzt, so dass der Dorn--43b-, welcher sich in der äusseren Station --c2- befand und dort bereits gekühlt sowie gereinigt wurde, nunmehr in die Strangpressmittellinie-C)-gebracht wird. Hingegen wird der für den nunmehr beendeten Strangpressvorgang verwendete, heisse Dorn-43a-zur äusseren Station-c--bewegt, wo er dann gekühlt, gereinigt oder geschmiert wird.
Auf diese Weise wird ein Wechsel der Dorne für jeden Rohrstrangpressvorgang bewirkt, wobei durch einen einfachen Antrieb stets ein gekühlter Dorn in die Strangpressrichtung bewegt wird.
Wenn es gewünscht wird, die Dorne um ihre eigene Achse zu drehen, um eine gleichförmige Kühlung oder eine Verbesserung des Schmiervorganges zu erzielen, wird eine umlaufende Hülse - durch einen Motor --56-- über ein zahnrad --57-- angetrieben, das für jeden der Dorne
EMI5.1
-43a, 43b-- vorgesehen- auf der Hülse befestigt ist. In diesem Fall, wenn die Dornstangen-41-nach vor bzw. nach rückwärts bewegt werden, gleiten die Keile --59-- in Keilnuten --60--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrfachdornanordnung für Strangpressen, bestehend aus zwei oder mehreren Dornen, die in
EMI5.2
Dorne (25a, 25b bzw. 43a, 43b) von einem Dornhalter (24a, 24b bzw. 42) festgehalten sind, der betriebsmsmässig mit einem Antriebsmechanismus (26, 28 bzw. 57, 58) verbindbar ist, so dass die Dorne zu bestimmten Zeitpunkten in die Strangpresslinie (c) bewegbar sind, in der ein Antriebsmechanismus (20, 22a, 22b bzw. 51, 52) zum Vorschub bzw. Rückholen von zumindest einem in der Strangpressmittellinie befindlichen Dorn in Strangpressrichtung betriebsmässig zuschaltbar ist.
EMI5.3