AT270857B - Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch

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AT270857B
AT270857B AT85166A AT85166A AT270857B AT 270857 B AT270857 B AT 270857B AT 85166 A AT85166 A AT 85166A AT 85166 A AT85166 A AT 85166A AT 270857 B AT270857 B AT 270857B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch 
Die Erfindung betrifft die Herstellung von verschiedenen Arten von Wismut-Milch, die in der Wismut-Verdauungstherapie verwendet werden. Man hat schon zahlreiche Herstellungsmöglichkeiten für solche Arten von "Milch" vorgeschlagen, die Emulsionen von basischem Wismutnitrat sind und für die Behandlung von Verdauungsbeschwerden bestimmt sind. 



   Es wurde nun gefunden, dass man durch den Einsatz eines speziellen Wirkstoffträgers bei der Herstellung der Wismut-Milch eine Milch erhält, die sehr viel viskoser ist und im Vergleich zu den bekannten Präparaten gegenüber der Magenwand ein bedeutend grösseres Bedeckungsvermögen und grössere Haftfähigkeit aufweist. 



   Im vorliegenden Fall wird als   Wirkstoffträger   ein in bestimmter Weise behandelter Extrakt von Gleditsia Triacanthos verwendet. 



   DieseBehandlung besteht im wesentlichen aus   einemReinigungsverfahren   durchFiltrieren mitHilfsmitteln, die die Entfernung von gärungsfähigen Verunreinigungen durch Klären gewährleisten. Es ist bekannt, dass die Körner der Gleditsia Triacanthos eine Zellulosehülle und einen Schleim besitzen, der einen grossen Anteil von Polyosiden enthält, so dass der Ausgangsstoff, der sich aus der Anwendung der klassischen Extraktionsverfahren und aus einer Extraktion der zerstossenen Körner ergibt, in Form eines grauen Pulvers vorliegt, in dem sich noch ein bestimmter Anteil an Zellulosebestandteilen befindet und dessen Suspension in Wasser trüb ist und sich durch Fermentation während der Aufbewahrung verändern kann. 



   Im Sinne der neuen Behandlungsart unterwirft man diese Suspension einer Konzentrierung um 0, 1 
 EMI1.1 
 Handel gebrachtes Produkt). Auf diese Weise erhält man eine klare, ungefähr 99,   590   reine Lösung, die nur die Polyoside enthält und beständig für die Aufbewahrung ist. 



   Eine   solcheLösung besitzt äusserst wertvolleEigenschaften. Tatsächlich   ist   derSchleim   von Gleditsia Triacanthos dadurch, dass er ein natürliches Polymer ist, das Mannose-und Galaktose-Moleküle enthält, die reich an hydrophilen OH-Gruppen sind, mit einem grossen Verteilung-un Deckungsvermögen sowie mit grosser Viskosität und erhöhter chemischer Beständigkeit ausgestattet. Auf Grund dieser Eigenschaften eignet sich dieser Wirkstoffträger besonders zur Herstellung von Wismut-Milch. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch ist demnach dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Emulgiergerät, das sich mit weniger als 250 Umdr/min oder mit mehr als   10 000   Umdr/min dreht, eine Mischung von je 5 g basischem Wismutnitrat pro 3,75 ml einer   lloigen   Suspension eines durch Filtrieren mit einem Filterhilfsmittel erhaltenen Extraktes von Gleditsia Triacanthos mit einem Gehalt von etwa 99% Polyosiden emulgiert. 

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   An Stelle von 5 g basischem Wismutnitrat kann man auch eine Mischung von 2,50 g Wismutsilikat und 2,50 g Aluminiumsilikat verwenden. 



   Das verwendete basische Wismutnitrat muss die beiden folgenden Bedingungen erfüllen : es muss einen   N205 -Gehalt   zwischen 5,2 und 6,   3,,/0   besitzen und die Suspension von 10 g in 17 ml praktisch neutralem Wasser muss ein PH zwischen 2,3 und 3,8 aufweisen. Sind diese beiden Bedingungen erfüllt, bleibt die Suspension physikalisch und chemisch beständig. 



   Die Erfindung wird nun an Hand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. 



     Beispiel l :   Eine Mischung, die je 5 g basisches Wismutnitrat pro 3,75 ml einer   1 "/oigen S us-   pension von Polyosiden enthält, welche durch Extraktion aus dem Korn von Gleditsia Triacanthos gewonnen und wie vorstehend beschrieben gereinigt wurden, wird in einem Emulgiergerät einige Minuten emulgiert,   wobeisich das Emulgiergerät entweder mit weniger als 250 Umdr/min oder mit über   10000 Umdr/min dreht, wobei man jedes Erhitzen vermeidet. Sodann wird das Produkt, das pro Dosis 5 g basisches Wismutnitrat und 3,75 ml des Arzneimittelträgers enthält, in Plastikbeutel abgefüllt. 



   Beispiel 2 : Es wird wie im Beispiel 1 gearbeitet, nur wird an Stelle von 5 g basischem Wismutnitrat eine Mischung aus 2,50 g Wismutsilikat und 2,50 g Aluminiumsilikat verwendet. 



   Die nach Beispiel 2 erhaltene Milch besitzt ausser dem alle bekannten Produkte übertreffenden Deckungsvermögen noch die für die   Gastroenterologie wertvollen   Eigenschaften des Wismuts und des Aluminiums, welch letzteres vor allem eine Anti-Säure-Wirkung ausübt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch, dadurch gekennzeichnet, dass man in   einemEmulgiergerät,   das sich mit weniger als 250 Umdr/min oder mit mehr als 10000 Umdr/min dreht, eine Mischung von je 5 g basischem Wismutnitrat pro 3,75 ml einer   1,,/oigen   Suspension eines durch Filtrieren mit einem Filterhilfsmittel   erhaltenen Extraktes von Gleditsia Triacanthos   mit einem Gehalt von etwa   991o   Polyosiden emulgiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass man an Stelle von 5 g basischem Wismutnitrat eine Mischung aus 2,50 g Wismutsilikat und 2,50 g Aluminiumsilikat verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Extrakt von Gleditsia Triacanthos in kaltem Zustand durch ein Druckfilter filtriert.
AT85166A 1965-02-01 1966-01-31 Verfahren zur Herstellung von Wismut-Milch AT270857B (de)

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