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Vorrichtung zum Heben, Senken und Schwenken der Lamellen einer Jalousie
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben, Senken und Schwenken der Lamellen einer Jalousie, die in der oberen Jalousieschiene eine drehbare Welle mit Spulen für die Aufzugsorgane, wie
Stahlband, Textilband, Schnur od. dgl. und Halteglieder für die die Lamellen tragenden Stegleitern aufweist.
Mit den bekannten Einrichtungen dieser Art ist es möglich, durch Drehen der Welle in dem einen oder andern Sinn die Jalousie aufzuziehen bzw. herabzulassen und auch den Abblendwinkel der Jalousie zu verstellen. Die bisher bekannten Einrichtungen dieser Art weisen den Nachteil auf, dass zwischen den Spulen für das Aufzugsband und dem Halteglied der Stegleiter eine Rutschkupplung vorgesehen ist, deren Wirkungsweise vom Gewicht der einer Stegleiter zugeordneten Lamelle abhängig ist, so dass die Rutschkupplung für verschiedene Reibungswerte einstellbar sein muss.
Um die angeführten Nachteile zu vermeiden, eine Rutschkupplung auszuschalten und eine zwangsmässige Steuerung der Verstellung des Haltegliedes der Stegleitern zu ermöglichen, ist gemäss der Erfindung bei einer einleitend beschriebenen Jalousie mit jeder auf der Welle festsitzenden Spule für die Aufzugsorgane mindestens ein Zahn- oder zylindrisches Klemmrad unverdrehbar verbunden, neben dem auf der Welle ein doppelarmiger Hebel als Halteglied für die Stegleiter frei drehbar gelagert ist, der auf der Seite des Zahn- oder Klemmrades ein mit diesem in Eingriff befindliches Planetenrad frei drehbar trägt, und dass in der Jalousieschiene ein über zirka 180 reichender, mit dem Planetenrad in Eingriff bringbarer und dieses abrollender Halbkranz mit Zähnen oder einer zylindrischen Klemmfläche befestigt ist,
so dass nach dem Ablauf des Planetenrades am Halbkranz das Halteglied nach zirka einer halben Umdrehung von der Welle frei wird.
Damit beim Drehen der Welle jeweils in gegensinniger Drehrichtung das Halteglied sofort mitgenommen wird, sind am doppelarmigen Hebel bei dessen horizontaler Lage die beiden Leiterholme der Stegleiter bei Betrachtung zum Querschnitt der Wellenachse symmetrisch zu dieser, jedoch einseitig oberhalb der horizontalen Längsmittelebene der Wellenachse befestigt, so dass durch das Gewicht der Jalousielamellen an den Stegleiterholmen das Planetenrad in beiden Endlagen in Anlage an den Halbkranz ist, um beim Drehen der Welle jeweils im Gegensinn den Hebel sofort mitzunehmen.
Der doppelarmige Hebel ist vorzugsweise im Querschnitt U-förmig ausgebildet, wobei durch die beiden Schenkel des Profiles die Welle geht und die Bolzen zum Befestigen der Stegleiterholme sowie der Lagerzapfen für das Planetenrad befestigt sind, das aussen an der Seitenwand des Hebels auf dem Lagerzapfen gelagert ist.
Gemäss der Erfindung stellt das Zahn- oder Klemmrad das Zentralrad der Vorrichtung das und letzteres und der Halbkranz sind als Zahnräder ausgebildet, wobei das Planetenrad entweder gleichfalls ein Zahnrad ist oder einen mit den Zähnen des Zentralrades und Halbkranzes in Eingriff tretenden zylindrischen Mantel aus elastischem, zähem Material, wie z. B. Gummi, Kunststoff od. dgl. besitzt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Aufzugsvorrichtung in Ansicht, wobei die vordere Wand der Jalousieschiene weggeschnitten ist, die Fig. 2 und 3 zeigen einen Querschnitt der Jalousieschiene in Richtung A bei verschiedenen Stellungen
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Lockert sich das aufgespulte Metallband --6-- af der Nabe der Spule-5-, was dann eintritt, wenn beim Herablassen der Jalousie diese auf ein Hindernis trifft, so wird der Schieber - -23-- von der Feder --24-- nach aussen gedrückt und schlägt den Anschlag --28-- an, wodurch die Welle-4--in der Drehbewegung aufgehalten ist und die Jalousie zum Stillstand kommt. Erst beim Rückdrehen der Welle --4-- wird das schlaffe Metallband --6-- an die Spülnabe
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zum Anschlag kommt und den Mikroschalter betätigt. Diese Einrichtung ist dann erforderlich, wenn die Welle-4--von einem Elektromotor angetrieben wird, der beim Auslösen des Stiftes--25-- sofort stillzusetzen ist.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Die Anordnung von Spule, Konsole samt Haltegliedmechanismus kann in beliebieger Weise zueinander vorgesehen sein.
Ferner können beidseits des Haltegliedes je ein Zentralrad, ein Planetenrad und ein Halbkranz angeordnet sein. Das Halteglied kann aus Metall geformt sein, wobei es im Querschnitt zweckmässig U-förmig ausgebildet ist oder es kann in Kunststoff jede beliebige Form aufweisen. Das Zentralrad kann mit der Spule einstückig hergestellt sein, wobei die Konsole an der Stelle des Bundes --17-- sitzt.
Das Segment kann statt geschraubt mit der Konsole vernietet oder mit dieser einstückig hergestellt sein.
Auch die Konsole selbst kann mit der Oberschiene-l-auf andere Weise als mittels Schrauben verbunden sein. In einer besonders zweckmässigen Anordnung nach der Erfindung weist das Zentralrad - und der Halbkranz --15-- Zähne und das Planetenrad--11--einen in diese eingreifenden zylindrischen Mantel aus elastischem zähem Material, wie Gummi, Kunststoff od. dgl., auf.
Bei einem Planetenrad mit Zähnen verursachen diese an den Enden des Halbkranzes an diesem beim Leerlauf des Planetenrades ein Geräusch. Dieses ist bei einem Planetenrad mit einem Gummimantel vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Heben, Senken und Schwenken der Lamellen einer Jalousie, die in der oberen Jalousieschiene eine drehbare Welle mit Spulen für die Aufzugsorgane, wie Stahlband, Textilband, Schnur od. dgl. und Halteglieder für die die Lamellen tragenden Stegleitern aufweist,
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Aufzugsorgane (6) mindestens ein Zahn- oder zylindrisches Klemmrad (10) unverdrehbar verbunden ist, neben dem auf der Welle (4) ein doppelarmiger Hebel (9) als Halteglied für die Stegleiter (7) frei drehbar gelagert ist, der auf der Seite des Zahn-oder Klemmrades (10) ein mit diesem in Eingriff befindliches Planetenrad (11) frei drehbar trägt, und dass in der Jalousieschiene (1) ein über zirka 180 reichender, mit dem Planetenrad (11) in Eingriff bringbarer und dieses abrollender Halbkranz (15)
mit Zähnen oder einer zylindrischen Klemmfläche befestigt ist, so dass nach dem Ablauf des Planetenrades (10) am Halbkranz (15) das Halteglied (9) nach zirka einer halben Umdrehung von der Welle (4) frei wird.
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