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Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von überschüssigem
Zink von verzinkten Massenteilen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von überschüssigem Zink von verzinkten Massen- teilen, die aus einem Zinkbad kommen.
Der Erfindung liegt die allgemeine Aufgabe zugrunde, aus dem Zinkbad kommende Massenteile in möglichst kurzer Zeit von dem überflüssige Zink zu befreien, anhaftende Tropfen wegzuschleudern und eine gleichmässige Verzinkung zu gewährleisten. Das hat man bisher durch Zentrifugieren versucht. Das führt jedoch vielfach nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Jeder Teil liegt stets gleich und während der ganzen Prozedur unverändert zu der wirksamen Zentrifugalkraft. Wenn dabei die zu behandelnden verzinkten Teile Hohlkörper sind, dann können die Zinktropfen unter Umständen, je nach der Lage des Teils in der Zentrifuge, gar nicht der Zentrifugalkraft folgen und weggeschleudert werden. Vielmehr werden sich Zinktropfen an der Innenwandung des Hohlkörper-Teiles in Richtung der Zentrifugalkraft stauen und dort zu einer zu starken Verzinkung führen.
Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, diese
Nachteile zu vermeiden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Teile gemeinsam in einem korbartigen Behälter Kreisschwingbewegungen unterworfen werden.
Auch durch die Vibrationen wird ein Abschütteln von überschüssigem Zink bewirkt. Dadurch, dass die Vibrationen in Form von Kreisschwingungen eingeleitet werden und die verzinkten Teile dabei zu einer um den Massenmittelpunkt rotierenden Bewegung gezwungen werden, wird auch jeder Hohlkörper einmal in eine Lage gebracht, in welcher das überschüssige Zink abgeschüttelt werden kann. Die Kreisschwingungen erfüllen also zwei Funktionen : Sie schütteln anhaftende Zinktropfen ab und bewirken eine ständige Veränderung der Orientierung der Teile im Raum.
Eine Vorrichtung zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen federnd abgestützten Tisch, einen alsKreisschwinger ausgebildetenUnwuchtruttler, der zentral unter dem Tisch montiert ist, und einen korbartigen Behälter zur Aufnahme der verzinkten Massenteile, der auf dem Tisch angeordnet ist.
Dabei kann die Anordnung so getroffen sein, dass der Behälter zylindrische Gestalt besitzt und so auf dem Tisch angeordnet ist, dass die Zylinderachse in der Umlaufebene des Rüttlers liegt und gegenüber der Vertikalen geneigt ist.
Es ist aber auch möglich, dass der Behälter zylindrische Gestalt besitzt und mit seiner Zylinderachse parallel zur Umlaufachse des Kreisschwinger-Rüttlers oberhalb desselben angeordnet ist.
In beiden Fällen kriechen die Teile unter dem Einfluss der Kreisschwingungen an den Wänden des Behälters hoch u. zw. im Drehsinn des Unwuchtrüttlers und rollen dann bei Erreichen eines bestimmten
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Böschungswinkels wieder zum Behälterboden zurück. Auf diese Weise ändert sich die Orientierung des einzelnen Teils relativ zur Schwererichtung ständig. Es hat sich gezeigt, dass mit dem Verfahren und den Vorrichtungen nach der Erfindung eine einwandfreie Entfernung von überschüssigem Zink und eine gleichmässige Verzinkung der Teile erzielt wird.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtungen sind in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden beschrieben : Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer ersten Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. 2 ist eine um 900 versetzte Seitenansicht dieser Vorrichtung. Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer andern Vorrichtung nach der Erfindung.
Auf einem Tisch --10--, der über Gummikörper --11-- abgestützt ist, ist in einem Gestell --12-ein korbartiger Behälter --13-- angeordnet. Der Behälter --13-- hat zylindrische Gestalt. Unterhalb des Tisches --10-- und des Behälters --13-- ist zentral an dem Tisch --10-- ein als Kreisschwinger ausgebildeter Unwuchtrüttler --14-- montiert. Hiedurch wird der Tisch --10-- mit dem Behälter --13-- zu Kreisschwingungen in der Papierebene von Fig. 1 erregt. Die Achse des den Behälter--13-- bildenden Zylinders liegt in der Umlauf- oder Schwingungsebene des Rüttlers --14-- (d. h. in der Papierebene von Fig. 1) und ist um 450 gegen die Vertikale geneigt.
Wie man in Fig. 1 erkennt, kriechen die Teile --16-- an der Schrägfläche des Behälters --13-- im Drehsinn des Rüttlers --14-- hoch, und rollen schliesslich wieder zum Boden des Behälters --13-- zurück.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Behälter --13-- ebenfalls zylindrisch, jedoch liegt die Zylinderachse dort parallel zu der Umlaufachse des Kreisschwinger-Rüttlers --14--. Auch hier erfolgt eine Umwälzung der Teile --16--, wie durch den pfeil --15-- angedeutet ist.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Entfernen von überschüssigem Zink von verzinkten Massenteilen, die aus einem Zinkbad kommen, dadurch gekennzeichnet, dass dieTeile (16) gemeinsamineinemkorbartigen Behälter (13) Kreisschwingbewegungen unterworfen werden.
2. Vorrichtung zurAusiîbungdesVerfahrensnachAnspruchI, gekennzeichnet durch einen federnd abgestützten Tisch (10), einen als Kreisschwinger ausgebildeten Unwuchtrüttler (14), der zentral unter dem Tisch (10) montiert ist, und einen korbartigen Behälter (13) zur Aufnahme der verzinkten Massenteile (16), der auf dem Tisch (10) angeordnet ist.