DE1815484C3 - Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus geschmolzenem Metall - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus geschmolzenem MetallInfo
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- DE1815484C3 DE1815484C3 DE19681815484 DE1815484A DE1815484C3 DE 1815484 C3 DE1815484 C3 DE 1815484C3 DE 19681815484 DE19681815484 DE 19681815484 DE 1815484 A DE1815484 A DE 1815484A DE 1815484 C3 DE1815484 C3 DE 1815484C3
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus geschmolzenem Metall,
insbesondere Roheisen, mit einer von einem Schmelzestrahl beaufschlagten, ortsfesten, ebenen Prallplatte, der
ein flüssigkeitsgefüllter Auffangbehälter für das Granulat nachgeschaltet ist
Eine derartige Vorrichtung ist bereits bekannt (USA.-Patentschrift 26 18 013). Dort fällt der SchmeJzestrahl;
auf eine geneigte und flüssigkeitsgekühlte Prallplatte, von der Flüssigkeitströpfchen mit Unterstützung
eines den Schmelzestrom zerblasenden Gasstrahles in im wesentlichen horizontaler Richtung abprallen.
Der Gasstrahl hat dabei auch die Aufgabe, die Schmelzetröpfchen mit hoher kinetischer Energie zu
versorgen, die dann an weiteren, sowohl geneigten als auch vertikal verlaufenden Prallflächen abprallen, um
schließlich in das Flüssigkeitsbad des Auffangbehälters zu fallen, in dem sie erstarren. Abgesehen von dem
verhältnismäßig großen konstruktiven Aufwand arbeitet die Vorrichtung insofern auch sehr störanfällig, als
die Größe des Granulats auch immer von der Funktion des die Prallplatte kühlenden Mediumstromes und des
Gasstrahles abhängt.
Darüber hinaus ist es bekannt (deutsche Auslegeschrift 10 24315), den Schmelzestrahl auf einen
kegelförmigen Schleuderkörper fallenzulassen, so daß sich dessen kinetische Energie teilweise auf Partikeln
des Schmelzestrahles überträgt und diese unter der Zentrifugalkraft nach außen, insbesondere auf zusätzliche
Prallflächen, geschleudert werden, ehe sie in den flüssigkeitsgefüllten Auffangbehältern fallen, erstarren,
dort in einem zylinderförmigen und darunter in einem trichterförmigen Behälterteil nach unten sinken und
schließlich von einem Förderwerk wieder aus dem Flüssigkeitsbad herausbefördert werden. Auch diese
Vorrichtung ist verhältnismäßig aufwendig.
Schließlich ist es auch bereits bekannt (USA.-Patentschrift 25 67 121), einen Schmelzestrahl auf eine
geneigte Piatte aus feuerfestem Material strömen zu lassen, die durch oszillierende Bewegungen den Strahl
zu einem breiten Band verbreitert, das über die untere Kante der Platte abströmt und von einem darunter
befindlichen Gasstrahl zerteilt wird. Auch diese Vorrichtung ist mit verschiedenen Mängeln behaftet
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Vorrichtung dahingehend zu verbessern
und zu vereinfachen, daß eine kontinuierliche Graminherstellung ohne Schleudern und ohne Gasstrahlen
möglich ist.
Die Erfindung besteht darin, dnß die Prallplatte aus
feuerfestem Material innerhalb eines in das Flüssigkeitsbad des Auffangbehälters ragenden, unten offenen
Zylinders angeordnet ist.
Da die Prallplatte aus feuerfesiem Material besteht.
ist eine Kühlung derselben beispielsweise mittels Kühlflüssigkeit nicht erforderlich. Wenn sie horizontal
etwa im Zentrum des Zylinders angeordnet ist, kann sich der Schmelzestrahi nach dem Aufprall in Form von
Schmelzekügelchen nach allen Seiten verteilen, die von der ebenen, praktisch horizontalen Prallfläche auf
Grund der Eigenenergie hochgeschleudert werden, um bogenförmig sofort, d. h. ohne Inanspruchnahme weiterer
Prallflächen, ins Kühlbad zu gelangen. Abgesehen von dem außerordentlich einfachen Aufbau der
erfindungsgemäßen Vorrichtung arbeitet sie praktisch völlig störunanfällig, da deren Funktion nicht von
zustandsabhängigen Parametern, wie der Drehzahl eines Schleuderkörpers oder der Strömungsgeschwindigkeit
und dem Strömungsdruck eines Gasstrahls, abhängt. Auch der Energieaufwand ist dadurch wesentlich
geringer als td den vorbekannten Vorrichtungen, da lediglich die Eigenenergie des fallenden Schmelzstrahles
verwendet wird. Die Abpralleigenschaften von feuerfestem Material, insbesondere eines Schamottesteins,
sind dabei sehr vorteilhaft
Die Verwendung von Granulaten ha! sich auch bei der Herstellung von Stahl, bei der in der Regel von
Alteisen und/oder Roheisen ausgegangen wird, für vorteilhaft erwiesen. Wird das Roheisen nicht in Form
von Masseln, sondern in Form von Granulaten verwendet, so ist es leichter zu handhaben, kann es
einfacher in Silos gelagert und wie andere Arten von Massengütern transportiert werden.
An Hand der Figur ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im folgenden näher erläutert:
Die Pfanne 1, deren flüssiger Inhalt (geschmolzenes Eisen) gerade vom Hochofen abgestochen ist, wird über
einem Auffangbehälter 2, der mit Wasser als Flüssigkeitsbad 3 bis zu einer gewissen Höhe gefüllt ist, so weit
gekippt, bis sich ein Schmelzestrahl 8 daraus ergießt. Dieser Schmelzestrahl 8 fällt auf die flache ebene
Oberfläche einer horizontal angeordneten Prallplatte 7 aus feuerfestem Schamottestein auf, die im Zentrum
eines aus Blech bestehenden Zylinders 4 mit einem Durchmesser von 3 bis 4 m etwa 0,25 cm oberhalb des
Flüssigkeitsbades 3 angeordnet ist. Der Zylinder 4 is; offen, und sein unteres Ende geht in ein Rohrstück 5
über, das über einem Förderband 6 endet, das ebenfalls in das Wasser des Flüssigkeitsbades 3 getaucht ist. Die
Prallplatte 7 ist auf einer in der Figur nicht gezeigten Stange befestigt, die in das Bad hinabführt.
Wenn der freie senkrechte Fall ausreichend ist, also
ungefähr 1,5 m beträgt, wird der Schmelzestrahl 8 auf der Prallplatte 7 durch seine eigene kinetische Energie
derart zerteilt, daß Tropfen 9 nach außen und aufwärts prallen und danach in das Flüssigkeitsbad 3 fallen, wo sie
zu Granulaten erstarren. Bezüglich der Höhe der Pfanne 1 über der Prallplatte 7 kann ganz allgemein
gesagt werden, daß die Wirksamkeit der Schmelzestrahlzerteilung mit der Fallhöhe zunimmt, so daß mit
zunehmender Fallhöhe die Granulate kleiner werden. Die Granulate sinken durch den Zylinder 4 und das
Rohrstück 5 auf das Förderband 6. das die Granulate zu Trocknungs- und Lagervorrichtungen führt. Die Granulate
haben eine zweckmäßige Form, die von kleinen Kugeln /υ Tropfen und runden oder ovalen Scheiben
führt.
Die ι· tindungsgemäße Vorrichtung ist nicht nur auf
Eisen rc schränkt, sondern sie kann auch für verschiedene andere Materialien angewendet werden, insbesondere
solche Materialien mit ziemlich hohen Schmelzpunkten, w κ- beispielsweise Stahl oder Eisenlegierungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus geschmolzenem Metall, insbesondere Roheisen, mit einer von einem Schmelzestrahl beaufschlagten, ortsfesten, ebenen Prallplatte, der ein flüssigkeitsgefüllter Auffangbehälter für das Granulat nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallplatte (7) aus feuerfestem Material innerhalb eines in das Flüssigkeitsbad (3) des Auffangbehälters (2) ragenden, unten offenen Zylinders (4) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE143568 | 1968-02-02 | ||
| SE143568A SE312642B (de) | 1968-02-05 | 1968-02-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1815484A1 DE1815484A1 (de) | 1969-08-14 |
| DE1815484B2 DE1815484B2 (de) | 1971-09-23 |
| DE1815484C3 true DE1815484C3 (de) | 1977-01-20 |
Family
ID=
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