AT262839B - Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Anformung einer Sohle aus Schaumkunststoff an einen Schuhschaft - Google Patents
Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Anformung einer Sohle aus Schaumkunststoff an einen SchuhschaftInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Anformung einer Sohle aus Schaumkunststoff an einen Schuhschaft Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Anformung einer Sohle aus Schaumkunststoff an einem Schuhschaft durch Einspritzen eines ein Blähmittel enthaltenden Kunststoffmaterials, das sich in einer Form unter Überwindung eines Gegendruckes bis auf die Endstärke der Sohle ausdehnt. E ; ist bereits ein Schuh mit einer Sohle aus Schaumkunststoff bekannt, die im Zuge ihrer Herstellung unmittelbar an den Schuhschaft angeformt ist. Bei dieser Herstellung wird eine Form verwendet, die aus einer Sohlenplatte und damit einstückig ausgebildetenFormseitenteilen besteht. Auf diese Form wird ein mit dem Schuhschaft überzogener Leisten aufgesetzt. Durch eine seitlich angeordnete Einspritzöffnung wird ein Kunststoffmaterial, das Blähmittel enthält, in die Form eingespritzt. Bei diesem bekannten Verfahren besteht der Nachteil, dass sich die Poren in der geschlossenen Sohlenform nicht unbehindert und frei ausbilden können, da eine Volumvergrösserung des Formhohlraumes der Sohle nicht möglich ist. Die Folge davon ist, dass die Sohle nicht die erwünschte leichte Struktur mit einzelnen in sich geschlossenen Poren erhält. Bei einem weiteren bekannten Verfahren wird in einer Form mit beweglichem Bodenstempel gearbeitet und das in der Form befindliche Spritzgut zunächst durch etwa 3 min gegen den Leisten gepresst, um es mit diesem zu verbinden. Dann erfolgt eine gesteuerte allmähliche Erweiterung des Sohlenhohlraumes durch ein Absenken des Bodenstempels in der Form bis in seine Endstellung während eines Zeitraumes von 6 min. Dabei wird weder eine gute Haftung der Schaumstoffsohle noch eine gleichmässige Grösse der Poren erzielt. Zur Vermeidung dieser Nachteile ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass während der Ausdehnung des Kunststoffmaterials der Gegendruck zunimmt. Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Sohlen haben eine gut ausgebildete Porenstruktur mit einer Vielzahl in sich geschlossener Poren. Durch den elastischen Gegendruck beim Ausdehnen des mit dem Spritzgut gefüllten Formhohlraumes wird nicht nur die Ausbildung der Poren ermög- licht, sondern zugleich auch die Anformung der sich bildenden Sohle an den Schaft bewirkt. An Hand der in der Zeichnung veranschaulichten Form, die nicht Gegenstand der Erfindung ist, wird das erfindungsgemässe Verfahren nachfolgend näher erläutert. Der nach der Darstellung der Zeichnung noch in der Form sitzende Schuh besteht in bekannter Weise aus einem Schaft 17, der mittels der Naht 25 mit einer Brandsohle 26 verbunden ist. Die Sohle 20 besteht aus geschäumtem, während ihrer Herstellung mit dem Schaft 17 verbundenem Kunststoff. Der Schuh kann dabei, wie in der Zeichnung dargestellt, eine Zwischensohle 27 aus Filz od. dgl. aufweisen. Im Absatz kann in bekannter Weise ein Füllstück 28 vorgesehen sein. Der Form 11 ist eine Einspritzvorrichtung 10 zugeordnet. Zur Form 11 gehört ein Leisten 12, ein längsgeteilter Formrahmen 13 und eine Bodenplatte 14. Im Formrahmen 13 ist ein Einspritzkanal 15 vorgesehen, der ein an sich bekanntes Rückschlagventil 16 aufweist. Auf die Form 11 ist von oben der mit dem Schaft 17 überzogene Leisten 12 aufgesetzt, wobei der Schaft 17 an den Rändern des Formrahmens 13 dicht anliegt. Die Bodenplatte 14 steht im dargestellten Falle fest. Sie trägt eine in Richtung des Leistens 12 <Desc/Clms Page number 2> verschiebbare Sohlenplatte 18, die unter Zwischenschaltung von Druckfedern 19 auf der Bodenplatte 14 derart elastisch gelagert ist, dass sie vom Druck der Gase, die sich beim Erwärmen der Form aus den in der Kunststoffmasse enthaltenen Treibmitteln bilden, aus der Einspritzstellung in eine leistenfernere Stellung verschoben wird. Diese leistenferne Stellung wird begrenzt durch Stellschrauben 21, die als Anschläge dienen. Die Anschläge sind in der Bodenplatte 14 gelagert und von aussen einstellbar. In der leistenfernen Stellung findet das endgültige Ausgelieren des Kunststoffes statt. Die Bodenplatte 14 weist ausserdem noch für die leistennahe Einspritzstellung derSohlenplatte 18 Stellschrauben 22 auf, die in die Sohlenplatte 18 eingeschraubt und in der Bodenplatte 14 verschiebbar geführt sind. In der leistennahen Einspritzstellung der Sohlenplatte 18 finden Stellmuttern 22a Anlage an der Bodenplatte 14. Die Bodenplatte 14 besitzt zylindrische Ausnehmungen 23 zur Aufnahme der Druckfedern 19. In diese Ausnehmungen 23 ragen von aussen zu betätigende Stellschrauben 24, die zur Regelung der Spannung der Druckfedern 19 dienen. Der Leisten 12 bewegt sich während des Einspritz- und Ausgelierungsvorganges nicht. Nach Entnahme des fertigen Schuhs aus der Form 11 geht die Sohlenplatte 18 unter Wirkung der Druckfedern 19 - wieder in die leistennahe Einspritzstellung zurück. Die Vorspannung der Druckfedern 19 richtet sich nach dem Einspritzdruck. Sie muss grösser als dieser sein. Die Form kann in bekannter Weise elektrisch beheizt werden. Die Einstellung der Sohlenplatte 18 für eine bestimmte Sohlenform erfolgt lediglich einmal. Während einer gesamten Serienherstellung braucht eine weitere Einstellung der Sohlenplatte nicht mehr vorgenommen zu werden. Sie stellt sich in den einzelnen Verfahrensstufen, d. h. während des Einspritzvorganges, während des Ausgelierens und nach Entnahme des fertigen Schuhs aus der Form jeweils von selbst wieder in die richtige Stellung ein.
Claims (1)
- PATENT ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Anformung einer Sohle aus Schaumkunststoff an einem Schuhschaft durch Einspritzen eines ein Blähmittel enthaltenden Kunststoffmaterials, das sich in einer Form unter Überwindung eines Gegendruckes bis auf die Endstärke der Sohle ausdehnt, dadurch gekennzeichnet, dass während der Ausdehnung des Kunststoffmaterials der Gegendruck zunimmt.
Priority Applications (1)
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| AT262839B true AT262839B (de) | 1968-06-25 |
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1963
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