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Presse zur Herstellung gleichmässig dichter Hohlsteine mittelst in den Formen des Presstisches hängender zweiteiliger Pressstempel.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Hohlsteinen mit nicht durchgehenden Höhlungen aus wenig plastischen Massen. Bekanntlich muss bei Hohlkörpern, deren Querschnitt verschiedene Höhen zeigt, das Pressgut, weil es sich nicht, wie z. B. Ton, Lehm oder ähnliche Massen bei von einer Richtung kommenden Pressdruck ohne weiteres nach anderen Richtungen verschiebt, auf jeder Stelle nach dem richtigen, überall gleichmässigen Zusammen- pressungsverhältnis aufgefüllt werden, weil andernfalls bei der dann folgenden Pressung der Pressling an einer Stelle lockerer als an der anderen ausfallen und somit der Pressling unbrauchbar werden würde. Nimmt man z.
B. bei der Herstellung von Kalksandsteinen oder Zement.-, and- steinen, wobei die Kalksandmagse oder die ZementRandma'3se bekanntlich ziemlich trocken verpresst wird, ein Zusammenpressungsverhältnis von 2 : 1 an, so muss für jeden Teil des Pressling das Pressgut in der Form so hoch aufgefüllt werden, dass auf jedem Punkte die Gesammtfüll- höhe doppelt so viel beträgt, als die verlangte künftige Presshöhe auf dem gleichen Punkte.
Es würde also ein Pressling wie er in Fig. l dargestellt ist, eine Aufschüttung laut der gestrichelten Darstellung in Fig. 2 oder in eine Form eingeschoben, wie eine solche in Fig. 3 veranschaulicht ist, benötigen.
Die Herstellung von Presslingen gleicher Dichte und Stärke wurde nach einem bekannten
Verfahren durch ua. ch vorausgehender Pressung einzelner Teile des Pressgutes erfolgendes Nach- füllen von Pressgut in die durch die erste Pressung gebildeten Aussparungen und durch darauf folgendes Pressen dieses nachgefüllten Pressgutes durch einen zweiten Teilpressstempel erreicht. Nach weiteren bekannten Verfahren wird die gewünschte Profilbildung durch von oben in die Form eintretende profilierte Füllvorrichtungen erzielt.
Die richtige Profilbildung lässt sich allerdings auch ohne Nachfüllung von Pressgut und ohne Benutzung von profilierten Füllvorrichtungen erreichen, wenn wie in Fig. 4 gezeigt ist, in die Form a eine profilierte Grundplatte b eingelegt wird, deren Profil nach bekannter Art so gestaltet ist, dass der durch diese Proniplatte in der Form freigelassene Raum genau der in Fig. 3 dargestellten, für den vorliegenden Zweck erforderlichen Pronlauffüllung entspricht.
Zur wirklichen Erzielung der in Fig. 3 dargestellten Profilbildung bedarf es daher nur des einfachen Einfüllens des Pressgutes in die Form a und nachfolgendem glatten Abtreichen8. Hiermit ist das Füllungprofil in der erforderlichen Weise, d. h. mit nach dem gewählten Zusammenpressungsverhältnis
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so muss man die ganze Form a umstülpen um die profilierte Grundplatte b aus der Form heraus- nehmen und an deren Stelle die erforderliche Ersatzgrundplatte einsetzen zu können.
Um dieses bekannte umständliche Verfahren zu vermeiden, sind gemäss der vorliegenden ErfindungdieFormendesPresstischesmitlosedarinhängendenzweiteiligenPressstempelnaus-
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gerüstet und es stehen die beiden Pressstempelteile mit der Presseinrichtung der Maschine in solcher Verbindung, dass sie sich selbsttätig so einstellen und derart verhältnismässig gegeneinander bewegen, dass, wenn in der gegebenen Stellung die Form von oben mit Pressgut gefüllt wird, die Vertikalabmessungen des Pressgutes in proportionalem Verhältnis zu den zu erzielenden korrespondierenden Massen stehen und bei Ausübung des Pressvorganges der Formling an allen seinen Stellen eine gleichmässige Dichte erhält.
Dieser lose in der Form hängende Pressstempel besteht aus zwei unabhängig von einander beweglichen Teilen c und d, von welchen, wie aus Fig. 5 und 7 ersichtlich ist, der innere Teil c gegen- über dem äusseren Teile d in gleicher Weise, wie der Teil b in Fig. 4 vorsteht, sodass bei dieser Stellung der Stempelteile das vorgeschriebene Grundprofil des zu füllenden Raumes geschaffen wird.
Bei dieser gegenseitigen Stellung der beiden Stempelteile c und d gelangt die Form bei dem der vorliegenden Darstellung zu Grunde gelegeten Beispiele einer Kunststeinpresse mit sich drehendem Formtische e unter die Füllvorrichtung f (Fig. 7) und nimmt auf dem gewöhnlichen Wege durch einmaliges Einstreichen die dem Füllungsprofil entsprechende Menge Pressgut auf.
Während der Füllung steht beispielsweise der äussere Teil d mit einer an seinem Fussende angebrachten Rolle D auf einer Führungsbahn h, während der innere Teil c mit seitlichen An- sätzen i i auf unten an den Innenflächen der Formwände k angebrachten Stellschrauben J Hose aufruht. Hierdurch wird der innere Teil c über dem im äusseren Teile d fest angebrachten senkrechten Kolben m frei schwebend gehalten und zwar so, dass über der Oberfläche der Kolben m im Innern des Teiles c ein freier Zwischenraum von bestimmter Höhe verbleibt.
Nach erfolgter Füllung der Form findet die Weiterdrehung des Presstisches e statt und die Form gelangt hierbei zwecks Ausführung der Pressung über den Presskolben n unter eine über dem Presstische befindliche feststehende Pressplatte o (Fig. 8). Beim Emporgehen des Presskolbens ? wird zunächst der äussere Teil d der Formgrundplatte nach aufwärts bewegt, wobei die Zusammenpressung der in der Form enthaltenen höher aufgefüllten Pressgutteile ihren Anfang nimmt. Nachdem die Zusammenpressung dieser Teile bis zu einem gewissen Grade vorgeschritten ist, treffen die Kolben m nach dem Durchlaufen des erwähnten freien Zwischenraumes gegen die Unterfläche der Aushöhlungen des Teiles c und nehmen darauf den Teil c mit in die Höhe.
Hierbei findet die Zusammenpressung des über dem inneren Teile c liegenden weniger hoch auf- gefüllten Pressgutes statt (Fig. 8). Die gegenseitige Lage der beiden Teile o und d ist der ver- schiedenen Höhe des Füll ungspronis gegenüber so bemessen, dass die verschieden hohen Teile des Füllungapronles je auf die Hälfte ihrer Füllhöhe zusammengepresst sind, sobald die Teile c und d ihre höchste Stellung erreicht haben.
Bei weiterem Fortdrehen des Presstisches gelangt die Form mit ihrer aus den Leiden Teilen c und d bestehenden Grundplatte über die Ausstossvorrichtung, mittels welcher die Grundplatte nebst dem darauf ruhenden Pressling aus der Form ausgestossen wird, so dass der Pressling ab- genommen werden kann (Fig. 9).
Infolge der Weiterdrehung des Presstisches gelangt sodann die mit ihrer Rolle g auf der entsprechend abgesetzten Führungsbahn p fortlaufende Grund- platte auf eine abschüssige Stelle der Bahn, so dass sie sich entweder durch ihr eigenes Gewicht senkt oder durch irgend eine mechanische Einrichtung in ihre tiefste Stellung zurückgezogen
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dass der äussere Teil d sich mit seiner Rolle g auf die zur Höheneinstellung der Grundplatte unter der Füllvorrichtung dienende Laufbahn p aufsetzt, während der innere Teil c von neuem in seiner fur die Füllung vorgeschriebenen Höhenlage durch die Stellschrauben I I aufgefangen wird.
Uic aus den beiden Teilen c und d bestehende Grundplatte hat somit wieder ihre Anfangseinstellung erreicht und damit das gewünschte Grundprofil für die Füllung erhalten.
Mit Hilfe der in oben beschriebener Weise eingerichteten und arbeitenden Presse wird
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Verhältnis zu den zu erzielenden korrespondierenden Massen zu schaffen und bei Ausübung des Pressvorganges dem Formling an allen seinen Stellen eine gleichmässige Dichte zu verleihen in einfacher Weise erreicht.