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Pantoffelartiger Überschuh
Die Erfindung betrifft einen pantoffelartigen Überschuh aus Gummi, Kunststoff od. dgl., bei dem innen an der Sohle Rippen vorgesehen sind, und bei dem ein über die obere Begrenzungsfläche der Rippen ragender Sohlenrand angeordnet ist, der in den kappenartigen Oberteil des Überschuhes übergeht.
Der- artige Überschuhe können von Besuchern von Wohnräumen, Ausstellungen, Schauräumen, usw., ins- besondere bei schlechter Witterung, über beschmutzten Strassenschuhen getragen werden, um einerseits ein Beschmutzen des Bodens zu vermeiden und anderseits den Besuchern doch das Anbehalten des nor- malen Schuhwerks zu ermöglichen,
Es ist ein galoschenartiger Überschuh aus flexiblem Material bekannt, der innen an der Sohle, in
Längsrichtung des Schuhes parallel zueinander verlaufende Rippen sowie eine die Schuhspitze umgrei- fende Kappe und einen von der Sohle aufragenden Rand, der dem Überschuh am darin aufgenommenen
Schuh einen zusätzlichen Halt gibt, aufweist, Dieser bekannte Schuh ist als Überschuh für Golfschuhe und andere mit Spikes versehene Sportschuhe bestimmt.
Demgemäss dienen die Vertiefungen zwischen den Vorsprüngen zur Aufnahme der Spikes und sind daher schmal und tief ausgebildet.
Dagegen sollen die erfindungsgemässen Überschuhe bei den eingangs erwähnten Gelegenheiten über normalen Strassenschuhen getragen werden, Solche pantoffelartige Überschuhe sollen ein geringes Ge-wicht haben, leicht an- und auszuziehen sein und doch an normalen Schuhen einigermassen gut sitzen.
Die Überschuhe haben daher keinen Rand, der die Höhe des Absatzes der normalen Schuhe überragt.
Um ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen, müssen jedoch die Überschuhe die Sohle des normalen Schuhes um einige Millimeter überragen, sodass Schmutz und Nässe sicher vom zu schützenden Boden ferngehalten werden. Dabei müssen die Rippen anders ausgebildet und angeordnet werden als beim bekannten Überschuh.
Der erfindungsgemässe pantoffelartige Überschuh weist die Merkmale auf, dass der kappenartige Oberteil gegebenenfalls Ausnehmungen oder Durchbrechungen aufweist, dass die Rippen schräg, gegebenenfalls in verschiedenen Richtungen zueinander, zur Schuhlängsrichtung verlaufen und dass gegebenenfalls an der Lauffläche des Überschuhes eine Sohle aus Filz, Stroh, Leder od. dgl. befestigt ist.
Der den Vorfuss umschliessende Schuhteil, der als gegebenenfalls durchbrochene Kappe oder riemenartig ausgebildet ist, kann mit dem Sohlenteil verklebt oder verschweisst sein oder mit diesem in bekannter Weise aus einem Stück bestehen, indem der gesamte Überschuh durch Giessen oder Spritzen hergestellt wird.
Gegenüber herkömmlichen Überschuhen aus Filz oder Stroh hat ein Überschuh aus Gummi oder Kunststoff den Vorteil, dass er nicht porös ist, so dass er keine Flüssigkeit aufnimmt und leicht zu reinigen ist. Beim Filz dringt mit der Feuchtigkeit auch Schmutz ein und er ist durch Abspülen mit Wasser nicht mehr zu reinigen ; ausserdem verhärtet Filz unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und kann seine Gestalt ändern. Da über Strassenschuhe zu tragende Schuhe aus Filz an der Innenseite kein Profil besitzen, steht der Schuh in dem vom Filz aufgenommenen Schmutz. Bei besonders starker Verschmutzung unter Mitwirkung von Nässe kann sogar Wasser durch den Filz bis zur äusseren Sohlenfläche vordringen und damit den Zweck des Überschuhes zunichte machen. Ausserdem scheuert sich Filz rascher ab.
Gegenüber Holzpantoffeln weist ein Überschuh aus Gummi oder Kunststoff den Vorteil auf, dass er biegsam ist und sich daher in der Ballenpartie der Bewegung des Fusses und des Schuhes anpasst, wodurch das Gehen er-
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leichtert, lästiger Druck auf den Rist verhindert und das Klappergeräusch beim Gehen vermieden wird.
Die Lauffläche des erfindungsgemässen Überschuhes kann zwecks besserer Griffigkeit ein Profil auf- weisen oder es kann gegebenenfalls, für bestimmte Bodenverhältnisse, erfindungsgemäss eine Sohle aus
Filz, Stroh, Leder od. dgl. an ihr befestigt sein. Diese Überschuhe werden vorzugsweise unpaarig her- gestellt ; dies genügt für den beabsichtigten Zweck vollauf und verbilligt die Herstellung, da nur halb so viele Giess- oder Spritzgussformen benötigt werden wie bei der Herstellung von nach dem linken Fuss und nach dem rechten Fuss geformten Schuhen. Zur Anpassung an die verschiedenen Schuhgrössen ge- nügen für den Grössenbereich 35 - 450 etwa drei verschiedene Überschuhgrössen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Drauf- sicht auf ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen pantoffelartigen Überschuhes und Fig. 2 einen
Längsschnitt davon. Die Fig. 3 - 8 zeigen verschiedene Ausführungsformen der innen an der Sohle vor- gesehenen Rippen.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Überschuh besteht aus einem Sohlenteil 1 und einer den
Vorfuss umschliessenden kappenartigen Oberteil 2 mit Ausnehmungen 3. Unmittelbar anschliessend an den Oberteil ist ein Sohlenrand in Gestalt eines ununterbrochenen Wulstes 4 vorgesehen, der etwa 3 mm breit und 5 mm hoch ist. Die obere Sohlenfläche weist Rippen 5 auf, die etwa je 2 mm breit und hoch sind und deren gegenseitiger Abstand etwa 20 mm beträgt. In der Draufsicht sind die Rippen pfeilförmig, wobei die Spitze dieses Pfeiles zum hinteren Schuhende weist. Die zwischen den Rippen gebildeten Vertiefungen 6 dienen zur Aufnahme von Schmutz, Schnee, Wasser u. dgl., wobei der erhöhte Wulst 4 das Austreten der in den Vertiefungen gesammelten Verunreinigungen verhindert.
Die Pfeilform der Rippen 5 ergibt einen guten Halt des Überschuhes an normalen Schuhen. Die Lauffläche der Sohle 1 kann Profil aufweisen oder es kann, wie dies in Fig. 2 strichliert angedeutet ist, eine Sohle 7 aus Filz, Leder od. dgl. z. B. angeklebt sein.
Die Gestalt der Rippen 5 kann auf verschiedene Weise abgewandelt werden. Die Rippen müssen nicht vom linken bis zum rechten Rand der Sohle durchlaufen, sondern sie können gemäss Fig. 3 auch kürzer oder gemäss Fig. 4 unterbrochen sein. Die Fig. 5 und 6 zeigen zusammenhängende bogenförmige Rippen und die Fig. 7 und 8 einzeln stehende bogenförmige Rippen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Pantoffelartiger Überschuh aus Gummi, Kunststoff od. dgl., bei dem innen an der Sohle Rippen vorgesehen sind und bei dem ein über die obere Begrenzungsfläche der Rippen ragender Sohlenrand angeordnet ist, der in denkappenartigen Oberteil des Überschuhesübergeht, dadurch gekennzeich- net, dass der kappenartige Oberteil (2) gegebenenfalls Ausnehmungen (3) oder Durchbrechungen aufweist, dass die Rippen (5) schräg, gegebenenfalls in verschiedenen Richtungen zueinander, zur Schuhlängsrichtung verlaufen, und dass gegebenenfalls an der Lauffläche des Überschuhes eine Sohle (7) aus Filz, Stroh, Leder od. dgl. befestigt ist.