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Automatischer Parkzeitanzeiger
Der erfindungsgemässe automatische Parkzeitanzeiger wurde auf Grund des Bedürfnisses, selbständig arbeitende Parkzeitanzeiger zu benutzen, entwickelt.
Bisher bekannte automatische Vorrichtungen beruhen auf Prinzipien, welche besondere Uhrwerke und/oder komplizierte und empfindliche, mechanische und elektrische Apparaturen benötigen und er- schütterungsempfindlich sind.
Der im folgenden beschriebene Parkzeitanzeiger stellt ein vollautomatisches Anzeigeorgan dar, wel- ches keinerlei Wartung und Einstellung bedarf und den Anforderungen des Fahrbetriebes standhält.
Wenige und einfache Einzelteile erreichen dieses Ziel, indem der ganze Arbeitsvorgang durch zwei
Relais, zwei Schalter und einen Unterbrecher erzeugt wird. Es ist auch kein eigenes Uhrwerk erforderlich, da der Apparat an eine vorhandene Autouhr angeschlossen werden kann. Die Möglichkeit, verschiedene
Parkzeitdauern einzustellen, ist gegeben. Die richtige Einstellung des Apparates kann jederzeit vom
Inneren des Fahrzeuges kontrolliert werden.
In den Zeichnungen sieht man in Fig. 1 und 2 zwei Ansichten einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, während Fig. 3 den elektrischen Schaltplan zeigt.
Der erfindungsgemässe Parkzeitanzeiger funktioniert folgendermassen :
Eine direkt von der Kraftfahrzeugbatterie gespeiste Uhr 1 bewirkt in bestimmten Zeitabständen das Schliessen und Öffnen eines Kontaktes 2, der seinerseits ein Relais 3 (Stundenrelais) betätigt, welches einem Rasterrad 4 eine Drehbewegung verleiht.
Je nach den Zeitabständen des Schliessens des Kontaktes 2 durch die Uhr 1 (im dargestellten Falle jede halbe Stunde) bewegt sich das Rasterrad 4 und die mit ihm verbundene Stundenwalze 5 (Speicherrad) um ein vierundzwanzigstel ihres Umfanges.
Auf derAussenseite derStundenwalze 5 sind die Zeiten 0. 30-1. 00-1. 30-...-11. 30-12. 00- auf- getragen.
Um die Stundenwalze 5 in Synchronismus mit der Uhr bringen zu können, ist ein Kontakt mittels Druckknopf 6 zu betätigen und parallel zum Kontakt 2 der Uhr geschaltet, vorgesehen ; durch manuelle Impulse auf diesen Druckknopf kann die Stundenwalze 5 in die gewünschte Stellung gebracht werden.
An der Stundenwalze 5 ist eine Nocke 7 angebracht. Ein zweites Relais 8 (Zeitrelais) er- zeugt über ein anderes Rasterrad 9 die Drehung von zwei Zeitwalzen 10, 11. Auf diesen zwei Zeitwalzen 10,11 sind ebenfalls die Zeiten-0. 30-1. 00-1. 30-...-11. 30-12. 00- angebracht.
Die eine Zeitwalze 11 kann mittels eines Zahnrasters 15 in ihrer Stellung zur andern Zeitwalze 10 beliebig verschoben werden, so dass, wenn z. B. die Zeitwalze 11 9. 30 h anzeigt, die andere Zeitwalze 11 10. 00, 10. 30, 11. 00 oder 11. 30 anzeigen kann, je nachdem für welche Parkzeit der Apparat eingestellt werden soll.
Auf der Zeitwalze 10 ist ein Umschalter 12 angebracht, welcher durch die Nocke 7 betätigt wird und bewirkt, dass das Zeitrelais 8 gleichzeitig mit den Impulsen des Uhrkontakts 1, 2 synchron mit der Stundenwalze 5 arbeitet.
Dies geschieht aber nur dann, wenn das Zeitrelais 8 Strom über den Zündschlüssel erhält, also, wenn das Fahrzeug in Betrieb ist. Wird die Zündung bei Stillstand des Fahrzeuges unterbrochen, so blei-
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ben die Zeitwalzen stehen und man kann aus ihrer Stellung ersehen, wann das Fahrzeug seine Parkzeit begonnen hat (auf der Zeitwalze 10) und wann auf Grund der eingestellten Parkdauer die Parkzeit ab- gelaufen ist (auf der Zeitwalze 11). Die Stundenwalze arbeitet natürlich inzwischen unabhängig wei- ter.
Wird nun die Zündung wieder betätigt, so kann das Zeitrelais 8 und damit die Zeitwalzen 10, 11 wieder arbeiten (synchron mit der Stundenwalze 5). Ist aber längere Zeit vergangen und hat sich die
Zeitwalze 5 und die Nocke 7 bewegt und den Umschalter 12 betätigt, so erfolgt ein anderer
Vorgang.
Der Strom fliesst nun nicht mehr von der Uhr 1 und dessen Kontakt 2 zum Zeitrelais 8, sondern von der Batterie direkt über einen Zerhacker 13.
Während die Stundenwalze 5 in ihrer Stellung verbleibt und gegebenenfalls auf Grund des Fort- schreitens der Zeit etwas weiterwandert, bekommt das Zeitrelais 8 so lange Impulse durch den Zerhacker 13 (Bimetall), bis es wieder im Gleichlauf mit der Stundenwalze 5 ist und die Nocke 7 den Umschalter 12 wieder betätigt hat. Solange nun der Zündschlüssel geschlossen ist, also das Fahr- zeug im Betrieb ist, bewegen sich alle drei Walzen 5, 10, 11 gemeinsam bis zum nächsten Halten.
Drei Schleifringe 14 vermitteln den Stromübergang vom rotierenden Umschalter 12 auf der
Zeitwalze 10 zu den andern unbeweglichen Teilen des Apparates.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Automatischer Parkzeitanzeiger mit von einem Uhrwerk angetriebenem Anzeigeorgan für die jeweilige Uhrzeit und das jeweilige Ende der erlaubten Parkdauer, wobei bei Stillsetzen des Fahrzeuges der Antrieb dieses Anzeigeorgans unterbrochen und nach Wiederinbetriebnahme des Fahrzeuges das Anzeigeorgan nachgestellt und wieder normal angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Uhrwerk (l) in gleichen Zeitabständen elektrische Impulse erzeugt werden, welche ein Speicherrad (5) stets auf die Uhrzeit einstellen und bei geschlossenem Zündstromkreis des Fahrzeuges zwei mit Zeitskalen versehene, das Anzeigeorgan bildende Anzeigeräder (10, 11), deren jeweils angezeigte Zeiten um die erlaubte Parkdauer differieren, antreiben, so dass das eine (10)
der beiden ebenfalls die jeweilige Uhrzeit anzeigt, während beim Öffnen des Zündstromkreises diese beiden Anzeigeräder stehenbleiben und somit den Beginn des Parkens und das Ende der zulässigen Parkdauer anzeigen, wobei das Speicherrad (5) bzw. das die Uhrzeit anzeigende Anzeigerad (10) zusammenwirkend einen Nocken (7) bzw. einen Umschalter tragen (12), über welchen bei Übereinstimmung der Lage der beiden Räder (5, 10) der Fortschaltimpuls für das Anzeigerad (10) gleichzeitig mit dem für das Speicherrad (5) und bei Nicht- übereinstimmung der Lage dieser beiden Räder (5, 10) nach Schliessen des Zündstromkreises so lange Nachstellimpulse fliessen, bis die Übereinstimmung von Anzeigerad (10) und Speicherrad (5) wiederhergestellt ist und der Umschalter (12) wieder umschaltet.
2. ParkzeitanzeigernachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstellimpulse durch einen in den Nachstellstromkreis eingeschalteten Zerhacker (13) erzeugt werden.