AT261889B - Verfahren zur Herstellung eines Acrylnitril-Copolymers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Acrylnitril-Copolymers

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AT261889B AT129863A AT129863A AT261889B AT 261889 B AT261889 B AT 261889B AT 129863 A AT129863 A AT 129863A AT 129863 A AT129863 A AT 129863A AT 261889 B AT261889 B AT 261889B
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Acrylnitril-Copolymers 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    bzw.1-8 C-Atome enthaltenden,   gesättigten, aliphatischen, einwertigen Alkohol enthält. 



   Die brit. Patentschrift   Nr. 826455   betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer beständigen, wässerigen Dispersion eines Acrylnitril-Copolymeren, welches mehr als   l, 50/0   einer a-olefinischen Monocarbonsäure und mehr als   15%   eines Esters einer solchen Säure mit einem   l-12   C-Atome aufweisenden, einwertigen Alkohol enthält, durch Neutralisierung mit Ammoniumhydroxyd. 



   Die anfallenden Terpolymere sind jedoch sowohl wegen ihrer höheren Wärmeempfindlichkeit, durch welche die Fasern gegen kochendes Wasser unbeständig sind und bei den Nachbehandlungen aneinander kleben, als auch wegen der schlechten mechanischen und Wärmeeigenschaften der erhaltenen Fasern zur Herstellung von Fasern ungeeignet. 



   Die brit. Patentschrift Nr. 717511 erwähnt Acrylnitril-Copolymere, welche mehr als   2, 20/0   einer äthylenisch ungesättigten a, ss-Carbonsäure enthalten. Aus diesen Copolymeren lassen sich zwar Fasern herstellen, diese bedürfen jedoch wegen ihrer ungünstigen physikalischen Eigenschaften, Wärmeempfindlichkeit, Löslichkeit und Angreifbarkeit durch zahlreiche organische Lösungsmittel einer Vernetzungsbehandlung bei höherer Temperatur in Stickstoffatmosphäre. 



   Überraschenderweise wurde nun gefunden, und dies ist Gegenstand der Erfindung, dass ein zur Herstellung von Fasern verbesserter Färbbarkeit gut geeignetes Acrylnitril-Copolymere mit einem Gehalt an einpolymerisierter Zimtsäure und andern Vinylmonomeren durch Copolymerisation in wässerigem Medium mittels Redox-Katalysatoren erhalten werden kann, wenn man den Gehalt an Zimtsäure bzw. deren Derivate entsprechend der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 worin R einen am Kern beliebig substituierten cyclischen Rest bedeutet, zwischen 0, 01 und   l, 5 Gew -Teile   in bezug auf die vorhandenen Monomeren einstellt.

   Vorzugsweise wird man dabei die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so aufeinander abstimmen, dass man ein Polymeres erhält, welches mindestens 85% Acrylnitril enthält und der Rest ausser Zimtsäure bzw. eines ihrer Derivate mindestens aus einem copolymerisierbaren Vinylmonomeren besteht. Besonders vorteilhafte Wirkungen ergeben sich, wenn man die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so aufeinander abstimmt, dass man ein Copolymeres erhält, welches mindestens   650/0   Acrylnitril enthält und der Rest ausser Zimtsäure bzw. eines ihrer Derivate aus einem copolymerisierbaren Vinylmonomeren, bis zu einem Gehalt von   15%   und aus einem Vinylidenchlorid bis zu einem Gehalt von 30 Gew.-Teilen besteht. 



   Durch das Vorhandensein dieser copolymerisierbaren organischen Carbonsäure, es haben sich dabei insbesondere die Zimtsäure (Phenylacrylsäure) und die p-Methyl-Zimtsäure bestens bewährt, wird nicht nur die Farbe und der Erweichungspunkt des Copolymeren bzw. der daraus hergestellten Fasern in günstigem Sinne verändert, sondern es wird auch die basische Färbbarkeit der Fasern in ganz unvorhersehbarer Weise verbessert. 



   Zwecks Bewertung der basischen Färbbarkeit der anfallenden Polymeren werden letztere mit einer Lösung von 7   g/l   eines typisch basischen Farbstoffes,   u. zw.   Sevron Blau 2 G (Basic Blue 22 der IndexFarbe) bei 1000 C unter Messung der Menge an fixierter Farbe gefärbt. 



   Erfahrungsgemäss steht dieses Mass zur Färbbarkeit der anfallenden Fasern in genauem Zusammenhang. 



   Diese Messung wurde anstatt des Färbbarkeitsmasses der Fasern deshalb gewählt, weil letzteres auch andern Variablen, wie dem den Fasern erteilten Verzug, etwaigen Nachbehandlungen der Fasern, Wärmebehandlungen derselben usw. unterliegt. Durch Messen der Färbbarkeit des Polymeren wird ein genauerer massgeblicherer Anhaltspunkt über den Einfluss des Polymerenaufbaues auf die Färbbarkeit erhalten, wie dies   z. B.   im Vortrag von C. A. Bewers und T. M. Guion auf der Verhandlung der Fiber Society in West Point vom 13. 10. 1961 mit dem Titel "Equilibrium Absorption Studies of Cationic Dyes on Experimental Acrylic Polymers" (Studien über Gleichgewichts-Aufnahme von Kationfarbstoffen an Versuchs-Acrylpolymeren) erörtert wurde. 



   Die der Zimtsäure zuzuschreibende Förderung der Färbbarkeit tritt bei jeder beliebigen Copolymerenart auch dann auf, wenn zwecks Herstellung von hochflammenbeständigen Fasern mit Acrylnitril ausser einer oder mehreren Vinylverbindungen und Zimtsäure bzw. deren Abkömmlingen, Vinylidenchlorid in ausreichendem Masse copolymerisiert wird, um den Fasern die gewünschte Flammenbeständigkeit zu erteilen. 



   Die Anwesenheit von Vinylidenchlorid bei Acrylnitrilpolymeren bzw. -copolymeren erteilt der 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Faser Flammenbeständigkeitseigenschaften und erhöht die Übergangstemperatur auf glasförmigen Zu- stand ganz erheblich. Die Übergangstemperatur steigt nämlich von ungefähr 870 C bei Acrylnitril- polymeren bzw. -copolymeren auf ungefähr   110 - l350   C bei zwischen 7 und 30   Gel.-%   liegendem
Vinylidenchloridgehalt. 



  Die nachfolgenden erläuternden Beispiele beziehen sich auf die Herstellung verschiedener Acryl- nitril-Copolymeren durch übliche Polymerisierverfahren, wobei die Färbbarkeit und Ausgangsfarbe der erfindungsgemässen Copolymeren und vergleichshalber von keine sauren Comonomeren bzw. andere zur
Erfindung nicht gehörende Comonomere mit saurer Funktion enthaltenden Copolymeren angegeben werden. 



  Bei den letzten fünf ebenfalls nur zur Erläuterung dienenden Beispielen wird der Widerstand gegen
Flammenfortpflanzung bei Fasern hervorgehoben, die aus vinylidenchloridhaltigen Polymeren herge- stellt wurden. 
 EMI3.1 
 sammengesetzter Strom zuzüglich einer zwecks Erhöhung der Färbbarkeit eingesetzten zusätzlichen Menge an Monomeren mit saurer Funktion kontinuierlich zugeführt. 



   Die zugeführte Wasser- bzw. Monomerenmenge beträgt 2, 3 1/h bzw.   0, 5 l/h.   Durch ein Überströmrohr fliesst die anfallende wässerige Polymerenaufschwemmung ab, welche abfiltriert, mit Wasser, Aceton und erneut mit Wasser gewaschen wird, um sämtliche Fremdstoffe und nichtreagierte Monomeren abzuscheiden, worauf während 12 h in einem Ofen bei 800 C getrocknet wird. Unter den beschriebenen Polymerisierungsverhältnissen fallen ungefähr 300 g/h Copolymere an, bei dem das Acrylnitril und Vinylacetat in einem Verhältnis von 94 Teilen Acrylnitril zu 6 Teilen Vinylacetat copolymerisiert sind. 



   An den anfallenden Copolymeren wurde folgendes ermittelt :
In dl/g ausgedrückte grundmolare Viskositätszahl   (, q)   in Dimethylformamid, aus welcher das Molekulargewicht M der anfallenden Copolymeren gemäss der Formel von Cleland und Stockmayer :   (1})   =   2, 33. 10'. M-"   berechnet wird.   0, 75   bedeutet daher den Faktor, auf welchen das Molekulargewicht auf Grund der Formel erhöht werden soll. 



   Basische Färbbarkeit : Aus einer 7 g/l-Lösung fixierte Sevron Blau 2 G Farbstoffmenge. 



   Farbe des Polymeren : Durch den Integrator-Spektrophotometer von General Electric gemessen. 



   Die bei den Vergleichsversuchen an einem von sauren Comonomeren   (Beispiel l)   freien Copolymeren, erfindungsgemäss copolymerisierte Zimtsäure enthaltenden Copolymeren (Beispiele 2 - 7) und andere Comonomere mit saurer Funktion enthaltenden Copolymeren erzielten Ergebnisse werden in nachstehender Tabelle aufgeführt : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Tabelle 1:

   
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Milliäquivalente
<tb> zugegebenes <SEP> (als <SEP> COOH) <SEP> an <SEP> Fixiertes <SEP> Ausgangsfarbe <SEP> des <SEP> Polymeren
<tb> saures <SEP> Comonomeren/100 <SEP> g <SEP> Sevron <SEP> Blau <SEP> 2 <SEP> G
<tb> Beispiel <SEP> Monomeres <SEP> Gesamtmonomeren <SEP> (#) <SEP> % <SEP> Reinheitszahl <SEP> % <SEP> Glanz <SEP> %
<tb> 1 <SEP> keines <SEP> - <SEP> 1,54 <SEP> 11,8 <SEP> 98,3 <SEP> 93,4
<tb> 2 <SEP> Zimtsäure <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 1, <SEP> 70 <SEP> 13, <SEP> 3 <SEP> 98, <SEP> 1 <SEP> 95, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> Zimtsäure <SEP> 3,4 <SEP> 2, <SEP> 00 <SEP> 11,7 <SEP> 98,7 <SEP> 95,9
<tb> 4 <SEP> Zimtsäure <SEP> 3,4 <SEP> 1,58 <SEP> 16, <SEP> 9 <SEP> 98,0 <SEP> 94,4
<tb> 5 <SEP> Zimtsäure <SEP> 3, <SEP> 4 <SEP> 1, <SEP> 39 <SEP> 19, <SEP> 0 <SEP> 98, <SEP> 4 <SEP> 92, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> Zimtsäure <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP> 1,

   <SEP> 60 <SEP> 18, <SEP> 5 <SEP> 98, <SEP> 3 <SEP> 94,0
<tb> 7 <SEP> Zimtsäure <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> 1, <SEP> 79 <SEP> 25. <SEP> 0. <SEP> 97,4 <SEP> 94, <SEP> 2
<tb> 8 <SEP> Acrylsäure <SEP> 6,9 <SEP> 1, <SEP> 60 <SEP> 14, <SEP> 2 <SEP> 98,2 <SEP> 94, <SEP> 5
<tb> 9 <SEP> Crotonsäure <SEP> 6,7 <SEP> 1, <SEP> 47 <SEP> 11,7 <SEP> 98,0 <SEP> 94, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> 10 <SEP> Itaconsäure <SEP> 6,9 <SEP> 1, <SEP> 60 <SEP> 16, <SEP> 0 <SEP> 98, <SEP> 1 <SEP> 94, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Um einen massgebenden Vergleich anzustellen, wurde in der Tabelle 1 die Menge an zugesetztem Monomeren als Milliäquivalente an Säure/100 g Monomerengemisch ausgedrückt. 



   Die betreffenden Mengen an Zimtsäure als Gewichtsprozente des Monomerengemisches sind wie folgt : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Milliäquivalente/l00 <SEP> g <SEP> 2 <SEP> 3, <SEP> 4 <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Gew.-% <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
 
Die Farbmessungen wurden entsprechend den Vorschriften der Commission Internationale de   L'Eclairage durchgeführt, gemäss welchen   die Farben nach Massgabe des Reinheitsgrades und des Glanzes unter den Bedingungen des"Beleuchtungsstandards C"in Zahlen ausgedrückt werden. Für die genannte Standardbeleuchtung wird eine Lichtquelle verwendet, die einem Schwarzkörper bei einer Temperatur von 62000 K entspricht.

   Das diesen Messungen zugrundeliegende Prinzip ist, jede Färbung eines belie- bigen Stoffes als eine Funktion von drei Variablen aufzufassen,   nämlich : l. Vorherrschende   Wellen- länge, 2. Glanz und 3. Reinheit, die jede für sich bestimmt werden kann. Bei Benutzung eines
Raumkoordinatensystems kann somit jede beliebige Färbung als Punkt   im "Festkörper   der Farbe" dar- gestellt werden. (Siehe hiezu Encyclopaedia Britannica, Band 6, S.   53-54.) Für   die Zwecke der Er- findung genügt es jedoch, die Messungen auf die Bestimmung von Reinheit und Glanz zu beschränken. 



   Bei den Farbmessungen gilt der Reinheitsgrad als Mass für die Annäherung des Farbtons an die neu- trale Farbe   (Weiss - Grau - Schwarzachse   des Festkörpers der Farbe). Der Glanz bezeichnet die An- näherung des Prüflings als Reflexionsvermögen des anfallenden Lichtes an das Weisse. All diese Poly- meren wurden aus einer Lösung in Dimethylformamid unter gleichen Verhältnissen gesponnen, wobei die anfallenden Fasern folgende Eigenschaften aufwiesen. 



   Tabelle   2 :   
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> an <SEP> Faserfarbe
<tb> Copolymeren <SEP> Erschöpfen <SEP> der <SEP> Färbebäder
<tb> nach <SEP> Beispiel <SEP> Reinheitszahl <SEP> Glanz <SEP> % <SEP> Farbstoff <SEP> an <SEP> der <SEP> Faser
<tb> 1 <SEP> 9l, <SEP> 7 <SEP> 74, <SEP> 9 <SEP> 2, <SEP> 22 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 91, <SEP> 1 <SEP> 75, <SEP> 3 <SEP> 2, <SEP> 52 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 92, <SEP> 8 <SEP> 74, <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 22 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 90, <SEP> 5 <SEP> 74, <SEP> 8 <SEP> 3, <SEP> 18 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 89, <SEP> 2 <SEP> 74, <SEP> 3 <SEP> 3, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 90, <SEP> 0 <SEP> 73, <SEP> 1 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 7 <SEP> 88, <SEP> 9 <SEP> 72, <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 89, <SEP> 2 <SEP> 75, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 68 <SEP> 
<tb> 9 <SEP> 91, <SEP> 0 <SEP> 74, <SEP> 8 <SEP> 2, <SEP> 22 <SEP> 
<tb> 10 <SEP> 90,

   <SEP> 5 <SEP> 75, <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 95 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI5.3 
 nommenen Farbstoffes Astrazon Rot BBL der Fa. Bayer. Die Tabelle 2 gibt die höchste als Gewichtsprozent der Faser ausgedrückte Farbstoffkonzentration, bei welcher das Färbebad vollständig erschöpft war. 



    Bei s pie 1 e II - 12 : Ein 9l % Acrylnitril und 9'10 Methylacrylat enthaltendes Monomerengemisch    wird nach dem Verfahren gemäss Beispiel l polymerisiert. Unter Normalpolymerisierungsverhältnissen fallen ungefähr 300 g/h Copolymeres an, bei dem Acrylnitril und Methylacrylat in einem Verhältnis von 93 Teilen Acrylnitril zu 7 Teilen Methylacrylat copolymerisiert sind. 



   Das Copolymere weist eine   (11)   = 1, 65 dl/g auf ; die aus einer 7 g/l Sevron Blau 2 G-Lösung adsorbierte Farbstoffmenge beträgt   11, lao,   das Polymere weist ein Weisses mit Reinheitszahl 98,5 und Glanz 94, 7 auf. 
 EMI5.4 
 äquivalente/100 g Zimtsäuremonomeren zugegeben werden. 



   Die unter normalpolymerisierungsverhältnissen anfallende Copolymerenmenge beträgt 300 g/h. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Im Copolymeren ist   70/0   Methylacrylat vorhanden. Die aus einer 7   g/l   Sevron Blau 2 G-Lösung adsorbierte Farbstoffmenge beträgt 16,   5%.   



   Das Polymere ist weiss und weist eine Reinheitszahl 98, 3 und Glanz 95, 2 auf. 



   Beispiele   13-14 :   Ein aus 91% Acrylnitril und   91o   Methylmetacrylat zusammengesetztes Monomerengemisch wird entsprechend Beispiel 1 polymerisiert. Unter Normalpolymerisierungsverhältnissen fallen ungefähr 300 g/h Copolymeres an, bei dem Acrylnitril und Methylacrylat in einem Verhältnis von 93 Teilen Acrylnitril zu 7 Teilen Methylacrylat copolymerisiert sind. 



   Das Copolymere weist   (1})   =   l,   58 dl/g auf. 
 EMI6.1 
 
Die Polymerenfarbe weist eine Reinheitszahl von 98, 3 und einen Glanz von 94 auf. 



     Die Polymerisierung wurde in ähnlicher Weise wiederholt, wobei   dem Monomerengemisch 3, 4 Milli- äquivalente/100 g Zimtsäuremonomeren zugegeben wurden. 



   Unter Normalpolymerisierungsverhältnissen fällt eine Copolymerenmenge von 300 g/h an. 



   Im Copolymeren ist   7%   Methylmetacrylat vorhanden. 



   Die   ( ? !)   des Copolymeren gleicht 1,56 dl/g. 



   Die aus einer 7   g/l   Sevron Blau 2 G-Lösung adsorbierte Farbstoffmenge beträgt 16,   80/0.   



   Die Polymerenfarbe besitzt eine Reinheitszahl von 98,5 und weist einen Glanz von 94,5 auf. 



     Beispiel 15 :   Die Polymerisierung gemäss Beispiel 1 wird unter Zuführen eines aus 92   Gen.-%   Acrylnitril, 8 Gew.-% Vinylacetat und 3, 4   Milliäquivalenten/100   g Monomeren an   p-Methyl-Zimt-   säure bestehenden Monomerengemisches wiederholt. 



   Unter gleichbleibenden Verhältnissen fallen 300 g Copolymeres/h an, bei dem Acrylnitril und Vinylacetat in einem Verhältnis von 94 Teilen Acrylnitril und 6 Teilen Vinylacetat copolymerisiert sind. 



   Das Copolymere weist eine   (#)   = 1, 52 dl/g auf. 



   Die aus einer 7   g/l   Sevron Blau 2 G-Lösung adsorbierte Farbstoffmenge beträgt   l70/0.   



   Das Polymere ist weiss und besitzt eine Reinheitszahl von 98, 1 und weist einen Glanz von 93, 6 auf. 



   Die Vorteile der Verwendung von Zimtsäure bzw. deren Abkömmlinge dürfen dem Fachmann ohne weiteres klar sein. Bei gleicher Färbbarkeit kann nämlich ein Copolymeres mit einem Molekulargewicht 
 EMI6.2 
 die Fasereigenschaften durch das höhere Molekulargewicht und Weisse günstig auswirkt. Bei geringerer Zunahme des Molekulargewichtes bzw. höherem Säuregehalt kann die Färbbarkeit erfindungsgemäss bis auf ungefähr das Zweifache gegenüber dem Vergleichspolymeren erhöht werden. Der Vergleich mit andern bereits früher verwendeten sauren Monomeren zeigt schliesslich die Überlegenheit der Wirkung von Zimtsäure bei der Erhöhung der Färbbarkeit. 



   Zusammenfassend geht aus obenstehendem hervor, dass Zimtsäure bzw. deren Abkömmlinge ein neues äusserst wirksames Mittel darstellen, um die Färbbarkeit vonAcrylpolymeren unter weitgehender Wahlmöglichkeit günstig zu beeinflussen. 
 EMI6.3 
 des Moleküls und nicht als Endbindung wie bei bisher verwendeten sauren Monomeren auftritt. Bekanntlich beeinträchtigt diese Eigenschaft üblicherweise die Polymerisierung. 



   Beispiel 16 : Ein Tetrapolymeres aus Acrylnitril, Vinylidenchlorid, Vinylacetat und Zimtsäure wird durch Polymerisieren von   85, 5 Gew.-Teilen   Acrylnitril, 10   Gew.-Teilen Vinylidenchlorid,   
 EMI6.4 
 Erhaltung des pH-Wertes auf ungefähr 3 erforderlichen   NaHCO-Menge   hergestellt. Die Reaktionszeit der Reaktionsstoffe im Reaktionsgefäss beträgt ungefähr 75 min. Das Polymere wird in Dimethylacetamid aufgelöst, wobei eine geringe Menge Dibutyl-Zinnmercaptan und   P. O   als Farbstabilisatoren gegen Wärmeeinfluss zugefügt wird. Die durch übliche Spinnverfahren aus den Lösungen erhaltenen Fasern weisen die in Tabelle 3 angeführten Eigenschaften auf. 



   (Die Bewertung der Flammenbeständigkeit wurde an aus den erfindungsgemässen Fasern hergestellten Tapeten durchgeführt.)
Beispiel 17 : Ein Tetrapolymeres aus Acrylnitril, Vinylidenchlorid, Methylacrylat und Zimtsäure wird durch Polymerisieren von   83, 5 Gew.-Teilen   Acrylnitril, 10 Gew.-Teilen Vinylidenchlorid, 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 6   Gew.-Teilen   Methylacrylat und   0, 5 Gew.-Teilen   Zimtsäure unter denjenigen nach   Beispiel 16 ent-   sprechenden Verhältnissen hergestellt. 



   Die Eigenschaften der aus diesem Tetrapolymeren erhaltenen Fasern sind in der Tabelle 3 angeführt. 



     Bei s pie I 18 : Ein Tetrapolymeres   aus Acrylnitril, Vinylidenchlorid, Styrol, Zimtsäure, wird 
 EMI7.1 
 nissen hergestellt. Die aus diesem Tetrapolymeren hergestellten Fasern weisen die in der Tabelle 3 angeführten Eigenschaften auf. 



   Bei sp ie 1 19 : Ein Tetrapolymeres aus Acrylnitril, Vinylidenchlorid, N-Äthylacrylamid, Zimt-   säure, wird durch Polymerisieren von 82, 5 Gew.-Teilen Acrylnitril, 10 Gew.-Teilen Vinylidenchlorid,    7 Gew.-Teilen N-Äthylacrylamid und   0, 5 Gew.-Teilen   Zimtsäure unter denjenigen nach Beispiel 16 entsprechenden Verhältnissen hergestellt. 



   Die aus diesem Tetrapolymeren hergestelltenFasern weisen die in der Tabelle 3 angeführten Eigenschaften auf. 



   Tabelle 3 : 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> vorwiegend
<tb> Beispiel <SEP> Estabex-Titer <SEP> in <SEP> Zähigkeit <SEP> Dehnung <SEP> Wellenlänge
<tb> Nr. <SEP> Stabilisator <SEP> POg <SEP> Denier <SEP> g/Den <SEP> % <SEP> (A)
<tb> M <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 2, <SEP> 92 <SEP> 2, <SEP> 79 <SEP> 26, <SEP> 8 <SEP> 573, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 17 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 2, <SEP> 94 <SEP> 2, <SEP> 87 <SEP> 30, <SEP> 5 <SEP> 574, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 18 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 2, <SEP> 94 <SEP> 2, <SEP> 87 <SEP> 32, <SEP> 3 <SEP> 574, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> 19 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 2, <SEP> 94 <SEP> 2, <SEP> 84 <SEP> 30, <SEP> 7 <SEP> 574
<tb> 20 <SEP> 0,25 <SEP> 0,25 <SEP> 3,5 <SEP> 2,5 <SEP> 45 <SEP> 575
<tb> Beispiel <SEP> Reinheitszahl <SEP> Glanz <SEP> Färbbarkeit <SEP> Flammenbeständigkeit
<tb> Nr.
<tb> 



  16 <SEP> 95, <SEP> 8 <SEP> 86, <SEP> 9 <SEP> gut <SEP> keine <SEP> Brandfortpflanzung
<tb> 17 <SEP> 95, <SEP> 2 <SEP> 86 <SEP> gut <SEP> keine <SEP> Brandfortpflanzung
<tb> 18 <SEP> 95, <SEP> 2 <SEP> 86, <SEP> 4 <SEP> gut <SEP> keine <SEP> Brandfortpflanzung
<tb> 19 <SEP> 95, <SEP> 2 <SEP> 86, <SEP> 2 <SEP> gut <SEP> keine <SEP> Brandfortpflanzung
<tb> 20 <SEP> 94, <SEP> 7 <SEP> 85 <SEP> gut <SEP> keine <SEP> Brandfortpflanzung
<tb> 
 
Beispiel 20 : Es wird gemäss Beispiel 16 verfahren und ein Tetrapolymeres, welches   65%   Acrylnitril,   30o   Vinylidenchlorid,   4%   Vinylacetat und   10/0   Zimtsäure enthält, hergestellt. Die aus diesem Tetrapolymeren gewonnenen Fasern weisen die in der Tabelle 3 angegebenen Eigenschaften auf. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines, zur Herstellung von Fasern verbesserten basischen Färbbarkeit geeigneten Acrylnitril-Copolymers mit einem Gehalt an einpolymerisierter Zimtsäure und andern copolymerisierbaren Vinylmonomeren durch Copolymerisation in wässerigem Medium mittels RedoxKatalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass man den Gehalt an Zimtsäure bzw. deren Derivate entsprechend der allgemeinen Formel 
 EMI7.3 
 worin R einen am Kern beliebig substituierten cyclischen Rest bedeutet, zwischen 0, 01 und   1, 5 Gew. -Teile   in bezug auf die vorhandenen Monomeren einstellt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Mengenverhält- <Desc/Clms Page number 8> nisse der Ausgangsstoffe so aufeinander abstimmt, dass man ein Polymeres erhält, welches mindestens 85% Acrylnitril enthält, und der Rest ausser Zimtsäure bzw. eines ihrer Derivate mindestens aus einem copolymerisierbaren Vinylmonomeren besteht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe so aufeinander abstimmt, dass man ein Copolymeres erhält, welches mindestens 65% Acrylnitril enthält, und der Rest ausser Zimtsäure bzw. eines ihrer Derivate aus einem copolymerisierbaren Vinylmonomeren bis zu einem Gehalt von 150/0 und aus Vinylidenchlorid bis zu einem Gehalt von 30 Gew.-Teilen besteht.
AT129863A 1962-02-23 1963-02-19 Verfahren zur Herstellung eines Acrylnitril-Copolymers AT261889B (de)

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