AT259558B - Verfahren zur Herstellung wässeriger salzsaurer Lösungen des 3-Amino-2-oxazolidons - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wässeriger salzsaurer Lösungen des 3-Amino-2-oxazolidons

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung wässeriger salzsaurer Lösungen des   3-Amino- 2-oxazolidons   Bisher wurde die Herstellung von   3-Amino-2-oxazolidon   
 EMI1.1 
 einem wichtigen Zwischenprodukt für die Herstellung wertvoller Arzneimittel, durch Umsetzung von   ss -Hydroxyäthylharnstoff    
 EMI1.2 
 mit Natriumnitrit in salzsaurer Lösung in zwei getrennten Verfahrensstufen unter verschiedenen Bedingungen und anschliessende Reduktion des so gebildeten   3-Nitroso-2-oxazolidons   
 EMI1.3 
 mit Zinkstaub ausgeführt ; vgl. die franz. Patentschrift Nr. 1. 346. 269 und die brit. Patentschrift   Nr. 995, 475.    



   Das Verfahren der Erfindung besteht darin, dass man dem   ss-Hydroxyäthylharnstoff   in Anwesenheit von Salzsäure mindestens die doppelt molare Menge an Natriumnitrit in einem einzigen Verfahrensgang bei einer Temperatur von 10 bis 200 C zusetzt, und dass man die so erhaltene, 3-Nitroso-2-oxazolidon enthaltende Lösung, ohne zwischenzeitige Erwärmung, anschliessend mit Eis versetzt und unter Verwendung von Eisenpulver als metallischem Reduktionsmittel zu   3-Amino-2-oxazolidon   reduziert. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist gegenüber dem bekannten Stand der Technik einfacher durchzuführen und leichter zu beherrschen und er bringt wesentlich bessere Ausbeuten. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt der Reduktionsschritt mit Eisenpulver unter Verwendung von Teilmengen der zu reduzierenden Lösung des 3-Nitroso-2-oxazolidons, wobei der unreagierte Eisenrückstand durch einen Magneten festgehalten wird und damit das Abdekantieren der reduzierten Lösung ermöglicht wird. Mit dem restlichen Eisen werden dann weitere Teilmengen der Lösung in analoger Weise umgesetzt. Diese Arbeitsweise verbessert besonders die Ausbeute bei der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Reduktion des bekanntlich sehr leicht zersetzliche   3-Nitroso-2-oxazolidons.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren soll an Hand der folgenden zwei Beispiele ohne Einschränkung auf dieselben näher erläutert werden ; die Stufen c) stellen nicht mehr das erfindungsgemässe Verfahren selbst dar, sondern illustrieren die Verwendbarkeit der erfindungsgemäss erhältlichen Lösungen zur Synthese eines wertvollen Arzneimittels. 



   Die erste und die dritte der Verfahrensstufen sind, wie nachstehend aufgezeigt, in beiden Beispielen einander gleich ; die Zwischenstufe ist in beiden Fällen sehr ähnlich. 



   Beispiel l : a) Man erhitzt 45   g (0, 75 Mol) Harnstoff gemeinsam mit 45 g (0, 75   Mol) Äthanolamin 4 h auf   110-115  C.   Hierauf fügt man dieser Mischung 150 g (2,2 Mol) Natriumnitrit und 225 ml   H. O   hinzu. Die so erhaltene Lösung wird, nach Abkühlung auf Raumtemperatur, auf 800 ml in einem Eisbad gekühlte konzentrierte Salzsäure mit einer solchen Geschwindigkeit tropfen gelassen, dass die Temperatur der Reaktionsmischung bei 10 bis etwa   20 C   bleibt. Diese Umsetzung wird in einem Weithalskolben unter kräftigem Rühren ausgeführt, um den Überschuss an Stickstoffoxyd vollständig zu entfernen.

   Nach Beendigung des Zusatzes wird noch weitere   15 - 30   min gerührt, wonach die Temperatur bei etwa   Oc)   C liegt. b) Dem so erhaltenen, im Kolben befindlichen Produkt werden 750 g zerkleinertes Eis zugesetzt, wobei die Temperatur möglichst tief sinken soll (-200   C, -300   C), wonach man auf einmal 150 g sehr fein pulverisiertes Eisen zusetzt. Die Temperatur steigt langsam an (innerhalb von etwa 15 min auf +100 C). Wenn die Temperatur höher steigen sollte, kann man die Umsetzung durch Zusatz von Eis kontrollieren.

   Man lässt das Eisen ungefähr 1 h einwirken. c) Von dem erhaltenen Produkt filtriert man das überschüssige Eisen ab, wäscht und fügt der wässerigen, auf   40 - 500   C gebrachten Lösung eine Lösung von 100 g von in Alkohol und Schwefelsäure hydrolysiertem Nitrofuraldehyddiacetat hinzu. In kurzer Zeit fällt das Produkt der Formel 
 EMI2.1 
 aus (Ausbeute 121, 5 g,   d. i. 720/0   der Theorie). 



   Beispiel   2 :   a) Wie in Beispiel l. b) Man verfährt in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 unter b) beschrieben. Dem erhaltenen Nitrosoderivat fügt man 200 g zerkleinertes Eis zu. Einem Viertel dieses Gemisches setzt man auf einmal 75 g feines Eisenpulver zu (die Hälfte der gemäss Beispiel 1 verwendeten Menge) und lässt   ISminreagieren.   



  Hierauf unterwirft man das metallische Pulver der Einwirkung eines gegen die Wand der Vorrichtung gerichteten Elektromagneten und dekantiert die Reaktionsflüssigkeit schnell ab. Auf das verbleibende Eisen schüttet man ein weiteres Viertel der Anfangsmischung und lässt weitere 20 min reagieren. Wieder lässt man das Eisen unter Verwendung des Magneten sich absetzen und dekantiert die Flüssigkeit ab. Man bringt das dritte Viertel der Reaktionsmischung hinzu und lässt 20 min reagieren und schliesslich verfährt man in gleicher Weise mit dem letzten Teil, wobei man 30 min reagieren lässt. c) Man behandelt die vereinigten Flüssigkeiten wie in Beispiel 1 und erhält die gleiche Ausbeute des Produktes. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung wässeriger salzsaurer Lösungen des 3-Amino-2-oxazolidons EMI2.2 durch Umsetzung von ss-Hydroxyäthylharnstoff <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 in wässeriger salzsaurer Lösung zuerst mit Natriumnitrit und dann mit einem metallischen Reduktionsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man dem ss-Hydroxyäthylharnstoff in Anwesenheit von Salzsäure mindestens die doppelt molare Menge an Natriumnitrit in einem einzigen Verfahrensgang bei einer Temperatur von 10 bis 200 C zusetzt, und dass man die so erhaltene, 3-Nitroso-2-oxazolidon, EMI3.2 enthaltende Lösung, ohne zwischenzeitige Erwärmung, anschliessend mit Eis versetzt und unter Verwendung von Eisenpulver als metallischem Reduktionsmittel zu (I) reduziert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man a) 45 g Harnstoff und 45 g Äthanolamin in bekannter Weise auf 110 - 1150 C erhitzt, der so erhaltenen ss-Hydroxyäthyl- harnstoff enthaltenden Reaktionsmischung 125 g Natriumnitrit und 225 ml Wasser zusetzt, die resultierende abgekühlte Lösung auf 800 ml abgekühlte konzentrierte Salzsäure auftropfen lässt und b) nach erfolgter Abkühlung durch Zusatz von Eis, das Reaktionsgemisch mit feinem Eisenpulver vermischt und den nichtgelösten Eisenrückstand entfernt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man wie in Anspruch 2 unter a) angegeben verfährt und Teile der so erhaltenen, durch Eiszusatz abgekühlten Lösung nacheinander mit Eisenpulver behandelt, indem man nach erfolgter Reaktion des ersten Teiles mit dem Eisenpulver den Eisenrückstand der Einwirkung eines gegen die Wand der Vorrichtung gerichteten Magneten unterwirft, die Lösung abdekantiert und dann die restlichen Teile in gleicher Weise wie den ersten Teil behandelt.
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