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Jalousien, welche aus Lamellen bestehen, die in Tragleitern eingeschoben sind, wobei der Aufzug und die Verstellung der Winkellage der Lamellen durch Schnüre erfolgt, bilden eine einfache Bauweise.
Da die Schwenkung der Lamellen neuerdings meist doppelwendig (1800) ausgeführt ist und für diese Konstruktionsform, soweit nicht andere Mechaniken verwendet werden, zwei Schnüre notwendig sind, ergeben sich mit den Aufzugschnüren für das Heben und Senken der Jalousien, von welchen auch mindestens zwei erforderlich sind, vier Schnüre. Das Ende der Aufzugschnüre wird in gebräuchlicher Art mit einem hohlen Griffkörper, auch Quastl genannt, aus Kunststoff u. dgl. versehen, ebenso das Ende jeder Verstellschnur. Hiezu kommen noch die Vorrichtungen für die Hemmung und das Speichern der Aufzugschnüre wie Schnursperren und Wickelhaken.
Diese Ausstattung bildet den Nachteil der sonst betriebssicher und gut funktionierenden Jalousien, da die Fenster überladen erscheinen und die lose bau- melnden Schnüre eine nervliche Belastung für den Bedienenden darstellen, weil sie keine fixe räumliche Lage einnehmen und dem Zugriff bei Bedienung allzuleicht ausweichen. Eine Jalousie ist erst gut bedienbar, wenn sie blindbedienbar ist ; dieser Grundbedingung wurde bis heute nicht entsprochen.
Erfindungsgemäss werden die Funktionen in der bekannten Form beibehalten, aber die einzelnen Bedienungselemente so zusammengefasst, dass aus der Mehrfachheit eine Einheit entsteht, bei welcher die Bedienungselemente immer die gleiche relative und örtliche Lage zueinander einnehmen und frei baumelnde Teile vermieden werden.
In Fig. l der Zeichnungen ist zum Vergleich die bekannte Bauweise dargestellt, in den weiteren Figuren die erfindungsgemässe Neuerung. Fig. 2 und 3 sind Teilansichten in schematischer Darstellung, Fig. 4-7 sind Schnitte durch Verstellquasten, Fig. 8 ist die Darstellung einer Jalousie mit einseitiger Lamellenwendung (900 Wendung), Fig. 9 ist die Darstellung einer weiteren Ausführungsform mit Fig. 10 als Detaildarstellung, Fig. 11 ist ein Schnitt durch einen Wickelhaken, Fig. 12 und 13 sind Darstellungen der Abfangung der Aufzugschnüre.
In der bekannten Bauart nach Fig. l sind Teil 1 die Lamellen, die in Tragleitern 2 eingeschoben sind, 3 sind die Aufzugschnüre, die, an der Endschiene 4 befestigt, über den Kopf 5 der Handbetätigung zugeleitet werden. Eine Schnursperre 6 dient der jeweiligen Fixierung der Jalousie, am Ende der Schnüre 3 befindet sich ein Griffkörper 7.
Die überschüssigen Schnurlängen werden bei hochgezogener Jalousie auf Wickelhaken 8 gespeichert. Für die Wendung der Lamellen dienen die Schnüre 9 und 10 mit den Griffkörpern 11 und 12, welche die oberen Enden der Tragleiter beeinflussen. Sichtbar bilden die Aufzugschnüre 3 mit Griff- körpern 7, Jie Verstellschnüre 9 und 10 mit den Griffkörper 11 und 12 ein frei pendelndes Gehänge, welches die Fenster überladen erscheinen lässt und Beschädigungen durch Einklemmen der Griffkörper im Fenster leicht auftreten lassen.
In Fig. 2 verlassen wieder zwei Aufzugschnüre 3 den Jalousiekopf 5, desgleichen wie die Verstellschnüre 9 und 10. Erfindungsgemäss werden die zu den Verstellschnüren 9 und 10 gehörenden Griffkörper 11 und 12 auf die Aufzugschnüre 3 aufgeschoben, zu welchem Zweck die beiden Griffkörper eine genügend grosse Bohrung erhalten. Das Ende der Aufzugschnüre wird anderseits an dem oberen Wickelhaken oder an einem sonstigen beliebigen Punkt abgefangen und abgeknüpft, bei herunter-
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gelassener Jalousie erscheint die Aufzugschnur durch das Gewicht der Endschiene leicht gespannt. Prinzipiell wird, wie in Fig. 2 dargestellt, eine Verkettung aller Schnüre und Griffkörper erzielt.
Der obere Griffkörper 11 umfasst durch einenRing oder ringförmigenAnsatzdieweitergehende Verstellschnur 10 und die Aufzugschnüre 3, der untere Griffkörper nur mehr die Aufzugschnüre 3. Durch diese Verkettung ist eine Verbindung verschiedener Teile zur Einheit erreicht. Auf den gerichteten und gespannten Aufzugschnüren sind nun die beiden Griffkörper 11 und 12 zum Zweck einer gleichwertigen konzentrischen Gestaltung leicht beweglich und lose aufgeschoben und mit den Enden der Verstellschnüre 9 und 10 durch Abknüpfung verbunden. Der obere Griffkörper wendet die Lamellen nach aussen, der untere nach innen oder umgekehrt, die Aufzugschnüre werden bei Handhabung dieser Griffkörper nicht beeinflusst, da sie frei durch die Bohrungen durchgeführt sind.
Soll die Jalousie hochgezogen werden, werden die Aufzugschnüre 3 unterhalb des tiefer gehängten Griffkörpers 12 erfasst und gezogen, die frei werdenden Schnurlängen werden als Schleife am unteren Wickelhaken eingehängt. Dazu ist eine an einem lose über die Aufzugschnüre 3 geworfenen Ring 13 hängende Kugelkette 14 angeordnet, die in einer Gabel 15, welche zugleich als Wickelhaken dient, längenmässig anpassbar, eingehängt werden kann. Der Ring 13 hat einen so grossen Durchmesser, dass er über die Aufzugschnur frei geht und wird an das Anschlussglied einer Kugelkette 23 angeknüpft. In Fig. 6 ist der Griffkörper anders gestaltet, er besteht aus einem rohrförmigen Teil von beliebiger Länge und am Ende aus einem vorragenden Mantelteil 25, welcher durch einen Deckel 26 mit dem Rohr verbunden ist.
In dem darunterliegenden Rohrteil ist ein Schlitz 27 vorgesehen, durch welchen die Verstellschnur gezogen und im ringförmigen Mantelraum 28 abgeknüpft ist.
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Griffkörpers mit äusserer Kugelform, 11 ist der Körper mit der durchgehenden Bohrung 17,19 ist die Seitenbohrung für die Verstellschnüre 9 oder 10 und 18 ist der erweiterte Raum für die Aufnahme des Knopfes der Verstellschnur.
Die Fig. 8 zeigt die Gesamtanordnung einer hochgezogenen Jalousie mit 900 Lamellenwendbarkeit.
Die Aufzugschnüre 3 sind über den Ring 13 und die Kugelkette 14, die in der Gabel 15 eingerastet ist, gespannt. Auf den Aufzugschnüren schwebt der Griffkörper 11, in welchem die Verstellschnur 9 abgeknüpft und mit der Kugelkette 23 verbunden ist, die in die Gabel 29 eingerastet werden kann. Die Aufzugschnur hat durch den Griffkörper 11 freien Durchgang, die Winkellage der Lamellen der Jalousie wird durch das Einrasten der Kugelkette reguliert.
In Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform erläutert, bei welcher die Verstellschnüre 9 und 10 sowie die Aufzugschnüre 3 durch einen Kupplungskörper 30 durchgezogen sind.
Im Körper 30 sind für alle Schnüre weite Bohrungen vorgesehen, er wird der Höhe nach durch das Aufliegen auf einen der beiden Schnurendknopfkörper 31 oder 32, je nachdem, welcher gerade die höhere Position einnimmt, getragen. In der detaillierten Darstellung der Fig. 10 ist der Kupplungskörper 30 aus einem Zylinder mit ovalem Querschnitt gebildet, der die genügend weiten Bohrungen 17 für die Aufzugschnüre und die Seitenbohrungen 19,19a für die Verstellschnüre 10 und 9 besitzt. Der Kupplungskörper hat in diesem Fall die Aufgabe, alle Schnüre zusammenzuhalten. An
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Längsschnitt dargestellt. Hier wird die Endschlinge der Aufzugschnüre durch eine Bohrung 33 zu einem Hohlraum 34 des Wickelhakens 8 geführt und legt sich um den Haltezapfen 35.
Es können auch, wie in Fig. 12 ersichtlich, die Schnüre 3 direkt durch einen Knopf 36 auf der Rückseite des Wickelhakens 8 abgesichert sein.
Durch diese erfindungsgemässe Anordnung sind die baumelnden Teile vermieden, alle Teile stehen in einer gleichbleibenden relativen Lage zueinander und ein freies Ende der Aufzugschnüre ist ebenfalls beseitigt. In weiterer Folge ist durch das Festmachen dieses Endes eine immer gleichmässige Lage der Endschiene der Jalousie erreicht.
In der allgemeinen Anordnung nach Fig. 3 ist der Lagezustand bei hochgezogener Jalousie dargestellt. Die Aufzugschnur 3 bildet vom Fixpunkt am Wickelhaken 8 ausgehend eine nach unten hängende Schleife, die durch den Ring 13 durchgezogen ist, die an diesen angesetzte Kugelketteist in der Gabel 15 eingerastet. Für das Herunterlassen der Jalousie wird nur die Kugelkette aus der Raste bzw. Gabel herausgeschoben und die Schnüre 3 werden freigelassen. Die Verstellschnur 9 ist im oberen Griffkorper 11 endend und abgeknüpft, die Verstellschnur 10 ist gemeinsam mit den Aufzugschnüren 3 durch die weite Bohrung des oberen Griffkörpers 11 gezogen und am unteren Griffkörper 12 abgeknüpft. Durch die Bohrung des unteren Griffkörpers 12 gehen nur die beiden Aufzugschnüre 3.
Bei grosseren Aufzugschnurlängen werden diese in mehreren Schlaufen über den Wickelhaken und Gabel gelegt.
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In Fig. 4 ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Griffkörpers im Schnitt dargestellt, die äussere Form ist beliebig wählbar, in vorliegendem Falle ist ein kegelstumpfförmiger Körper 16 geformt, in dessen Längsachse eine im Vergleich zum Durchmesser der Schnüre weite Bohrung 17 vorgesehen ist, welche sich im unteren Teil zu einem grösseren Raum 18 ausweitet. Exzentrisch zur Mittelbohrung 17 ist eine zweite Bohrung kleineren Durchmessers 19 vorgesehen, die durch die Wand 20 von der Mittelbohrung 17 getrennt ist und durch welche die eine Verstellschnur 9 oder 10 gezogen und im vergrösserten Raum 18 durch den Schnurkopf 21 abgesichert ist.
Die beiden Aufzugschnüre und die noch vorhandene Verstellschnur 10 haben in der Mittelbohrung 17 genügend Platz, um ohne Widerstand durch das Gewicht des Griffkörpers in der durch den Knopf 21 bestimmten Lage zu verbleiben und den Bewegungen der durch die Mittelbohrung 17 gleitenden Schnüre 3 nicht zu folgen.
In der weiteren Fig. 5 ist noch eine Anordnung für eine einseitig bzw. 900 wendbare Jalousie dargestellt. Hiebei ist nur eine Verstellschnur 9 vorhanden, die im Seitenkanal 19 des Griffkörpers 11 durchgezogen ist.
In der Fig. 12 ist die Gabel oder Raste 15 grösser dargestellt, welche durch eine Schraube 37 gehalten ist ; nach Tiefziehen der Schnüre 3 wird die Kugelkette 14, die durch den Ring 13 an den Aufzugschnüren lose hängt, in der Gabel 15 eingerastet. In Fig. 13 ist diese eingerastete Stellung gezeigt. Als weitere Ausführungsform ist der Wickelhaken 8 zur Abfangung der Hebeschnüre 3 nach Teil 38 so ausgebildet, dass er eine Bohrung 39 besitzt, in welcher die Schnüre 3 abgeknüpft sind. Ebenso können, über die zeichnerische Darstellung hinausgehend, die Aufzugschnüre z. B. durch eine gesonderte Befestigung wie Schrauböse usw. abgefangen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Jalousiebetätigungseinrichtung für Jalousien mit Lamellen, die sich in Tragleitern befinden und mittels Schnüre sowohl für den Aufzug als auch für die Verstellung der Lamellen bedient werden, wobei an denEndenderSchnüreGriffkörper vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffkörper (11, 12) für die Verstellschnüre mit den weitergehenden Aufzugschnüren sich verketten bzw. diese umschliessen und dass vorzugsweise das Ende der Aufzugschnüre verankert ist.