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Tauchgerät für Sporttaucher
Es gibt verschiedene Tauchgeräte, die den Taucher mit Pressluft oder Sauerstoff versorgen. Dazu sind Stah1f1aschen notwendig, die an den Rücken geschnallt, dem Taucher ermöglichen, zeitlich begrenzt auch grössere Tiefen aufzusuchen. Diese bisher bekannten Geräte sind in der Anschaffung teuer und deswegen nur einem begrenzten Kreis zugänglich.
Die Erfindung betrifft ein preiswert herzustellendes Tauchgerät, das es erlaubt, im Wasser eine beschränkte Tiefe zeitlich fast unbegrenzt aufzusuchen und ist insbesondere als Sportgerät in seichten Gewässern gedacht.
Das erfindungsgemässe Tauchgerät besteht in seinen Hauptteilen aus einem Schwimmkörper, aus ein oder zwei Atemluftschläuchen mit entsprechend starkem Querschnitt, die der Schwimmkörper zu tragen und deren obere Enden er über Wasser zu halten hat, sowie aus einem Mundstück oder einer beatembaren Tauchmaske mit Sichtglas und den dazugehörigen Ventilen.
Erfindungsgemäss ist der Schwimmkörper durch eine Zwischenwand in zwei Kammern geteilt, von denen die obere den mit Luft gefüllten tragenden Teil bildet, während die untere als Transportbehälter für die übrigen Teile des Gerätes, wie die Atemluftschläuche und die gegebenenfalls mit ihnen verbundene Tauchmaske bzw. ein Mtindstück sowie weitere zur Ausrüstung des Gerätes gehörige Teile, dient und mit einem den Zugang zum Inneren des Transportbehälters ermöglichenden beispielsweise aufklappbaren Wandteil versehen ist.
Es ist vorteilhaft, den Schwimmkörper bzw. Transportbehälter mit einem Traggriff zu versehen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Traggriff hohl ausgebildet. In seinem Inneren münden die oberen Schlauchenden der Atemluftschläuche, wobei in der Wand des Traggriffes Öffnungen für den Zutritt der Aussenluft sind. Diese oberen Schlauchenden sind mit Überflutungsklappen versehen.
Erfindungsgemäss kann ferner im vertikalen Zentrum des Schwimmkörpers ein nach unten ragendes Teleskoprohr, gegebenenfalls mit einem Belastungsgewicht, als Stabilisator angebracht sein.
Nach einem weiteren Merkmal ist der Schwimmkörper so zweiteilig ausgebildet, dass der Luftbehälter vom Transportbehälter trennbar ist und die beiden Bestandteile mit Verbindungsmitteln wie Klam- mern, Haken od. dgl. ausgestattet sind.
Die Zeichnungen zeigen als Ausführungsbeispiele in Fig. l das Schaubild der einsatzbereiten, einschläuchigen Version des Tauchgerätes in Gesamtansicht ; in Fig. 2 einen Vertikalschnitt des Schwimmkörpers der einschläuchigen Version in zusammengelegtem Zustand, d. h. mit eingerolltem Schlauch und eingelegtem Mundstück : in Fig. 3 den Vertikalschnitt des Schwimmkörpers der zweischläuchigen Version.
Fig. 4 zeigt den Schnitt des Mundstückes der zweischläuchigen Version, Fig. 5 den Schnitt des Mundstückes der einschläuchigen Version.
Im Sinne der Erfindung ist ein Mundstück a (Fig. 1 und 5) oder eine Atemmaske mit Sichtglas v (Fig. 6) so mit Luft versorgt, dass ein Schlauch b die Verbindung zu einem Schwimmkörper c mit beispielsweise fassähnlicher Form, Zylinder- oder Kugelform, bildet. Das obere Ende dieses Schlauches d wird mit dem Schwimmkörper so fest verbunden, dass es immer über dem Wasserspiegel gehalten wird. Die Frischluft kann nun immer in das Schlauchende d eintreten und am entgegengesetzten Ende e über das Mundstück a usw. angesaugt bzw. eingeatmet werden.
Das im oberen Teil des Schwimmkörpers c befindliche Schlauchende d ist zum Schutz gegen überschlagende Wellen und daher gegen das Eindringen von Wasser in den Schlauch und weiters in die
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Atemwege des Tauchers mit einer Schutzvorrichtung versehen, etwa mit einem luftgefüllten Bällchen t, wenn die Schlauchöffnung nach unten zeigt, oder mit durch Schwimmer, z. B. Korkstöpsel, gesteuerten Klappen-wie sie etwa bei sogenannten Schnorcheln Verwendung finden-wenn das Schlauchende nach oben zeigt.
Bei dieser einschläuchigen Version ist der Frischluftweg im Bereich des Mundstückes a (Fig. 5) durch ein oder zwei Ventile 1 abgesichert, die das Eindringen von verbrauchter Luft in diesen verhindern. Das ist deswegen notwendig, weil der natürliche Atemrhythmus eines Tauchers durch irgend- welche Vorfälle gestört werden kann und er dann versuchen würde, nach der Mundeinatmung - statt mit der Nase in das Wasser auszuatmen-auch mit dem Mund in das Mundstück auszuatmen. Würde das Ventil hier fehlen, so wäre durch das Immerwiederein-bzw.-ausatmenderselbenLuft die Gefahr einer Kohlendioxydvergiftung gegeben.
Der Schwimmkörper c ist so ausgebildet, dass nur seine obere Hälfte f (Fig. 2 und 3) fest abgeschlossen und luftgefüllt ist und somit allein die tragende Funktion ausübt. Der untere Teil bildet einen nach unten offenen Hohlraum g, in dem alle zur Tauchausrüstung gehörigen Teile wie Schlauch b, Mundstück a bzw. Atemmaske mit Sichtglas v sowie der Halteriemen u mit Schelle x und Karabiner w usw. untergebracht werden können. Eine an der Unterseite des Schwimmkörpers c in einem Scharnier h bewegliche Klappe i verschliesst den Hohlraum g und verhindert das Herausfallen der darin untergebrachten zum Tauchgerät gehörigen Ausrüstungsgegenstände.
Der Schwimmkörper ist damit gleichzeitig ein Trag- und Transportbehälter. Zu diesem Zweck ist er an seiner Oberseite mit einem Traggriff j versehen, der hohl ausgebildet ist, Öffnungen für den Zutritt der Aussenluft hat und in dessen Innerem die Schlauchenden d, k münden.
Nach einer in den Fig. 3, 4 und 6 dargestellten Variante ist die Verbindung zwischen dem Mundstück a bzw. der Tauchmaske v mit dem Schwimmkörper c durch zwei Schläuche gebildet, nämlich einen Frischluftschlauch und einen Abluftschlauch, der die verbrauchte Luft über dem Wasserspiegel entweichen lässt. Dies ist dann für einen Taucher von Vorteil, wenn er nicht durch aufsteigende Abluftblasen auf sich aufmerksam machen will, z. B. beim Unterwasserphotographieren lebender Objekte. Auch das obere Abluftschlauchende k ist wie das Frischluftschlauchende d durch eine Schutzvorrichtung t, wie sie bei der Erklärung der einschläuchigen Version genannt wurde, gegen eindringendes Wasser gesichert.
Die Fig. 6 zeigt eine Ausführungsvariante des zweischläuchigen Gerätes teilweise im Schnitt, wobei der Schwimmkörper f Kugelform hat. Bei dieser Ausführung ist der bügelförmig Traggriff j so über denLuftschlauchenden d, k mit den Überflutungsschutzventilen t angebracht, dass diese vor Beschädigung weitgehend geschützt sind. Die Frischluft wird hier durch das Ventil l in eine Tauchmaske mit Sichtglas v geleitet, während die Ausatemluft durch das Ventil p in den Abluftschlauch geblasen wird. Der beispielsweise zylindrische Behälter mit dem Hohlraum g, der für den Transport des Schlauches b, der Atemmaske v usw. dient, hat mit dem kugeligen Schwimmkörper f nur eine lose Verbindung, etwa in Form von Klammern, Haken r oder Druckknöpfen.
Er kann daher vor Gebrauch des Gerätes mit einigen Handgriffen vom tragenden Teil f getrennt werden, wobei die in ihm untergebrachten Ausrüstungsgegenstände durch seine nunmehr offene Oberseite entnommen werden können.
Im Bereich des Mundstückes a (Fig. 4) bzw. der Atemmaske mit Sichtglas v (Fig. 6) ist bei der zweischläuchigen Version sowohl der Frischluftschlauch durch das Ventil l als auch der Abluftschlauch durch das Ventil p, z. B. in Form von Gummiklappen, abgeschlossen. Dies ist bei derzweischläuchi- gen Version deshalb notwendig, um beim Ansaugen bzw. Einatmen der Frischluft ein Zurückströmen der verbrauchten Luft aus dem Abluftschlauch, beim Ausatmen jedoch ein Eindringen der verbrauchten Luft in den Frischluftschlauch zu verhindern,
An der Oberseite des Schwimmkörpers c ist nahe dem Traggriff j eine Hülse m so angebracht, dass die Fahnenstange n einer entsprechend grossen, bunten Positionsfahne o eingesteckt werden kann.
Diese Kenntlichmachung des Schwimmkörpers wird besonders dort, wo Motorboote usw. verkehren, für die Sicherheit des Tauchers wichtig sein.
Zur Stabilisierung des Schwimmkörpers c, besonders bei Wellengang, hat das Gerät einen Stabilisator, etwa inForm eines nach unten ausziehbaren und am unteren Ende mit einem Gewicht s versehenen Teleskoprohres q.
Um die Sicherheit des Gerätes zu vergrössern, ist in entsprechender Nähe des Mundstückes a bzw. der Tauchmaske v ein Halteriemen u angebracht, der durch die Schelle x mit dem Schlauch b verbunden ist und mit dem Karabiner w am Tauchgürtel befestigt werden kann und ein eventuelles
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gewaltsames Wegreissen des Mundstückes a vom Mund verhindert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tauchgerät für Sporttaucher, das in seiner oberen Region mit einem geschlossenen Luftbehälter ausgestattet ist und dadurch als Schwimmkörper einerseits die an ihm befestigten ein oder zwei Atemluftschlauchenden oberhalb der Wasseroberfläche hält und anderseits das Gewicht der Atemluftschläuche
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die untere als Transportbehälter (g) für die Atemlüftschläuche (b) sowie die mit ihnen gegebenenfalls verbundenen Teile, wie Tauchmaske (v), Mundstück (a), Halteriemen (u) sowie weitere zur Ausrüstung des Tauchgerätes gehörige Teile, dient und mit einem den Zugang zum Inneren des Transportbehälters ermöglichenden. beispielsweise aufklappbaren Wandteil (i) versehen ist.
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