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Flyerhülse
Die Erfindung bezieht sich auf eine Flyerhülse aus Kunststoff, bestehend aus einem zylindrischen Hülsenkörper, der an seinem oberen Ende eine Führungsbüchse und dessen Spulenfuss vom Inneren der Spule radial nach aussen verlaufende Mitnehmernuten aufweist.
Derartige Flyerhülsen wurden in der Praxis bisher vor allem aus Holz oder Hartpapier hergestellt, wobei allenfalls Teile der Flyerhülse, vorzugsweise des Spulenfusses, mit Metall verstärkt wurden.
Allen diesen bekannten Flyerhülsen ist gemeinsam, dass sich bei ihrer Fertigung verhältnismässig grosse Toleranzen ergeben. Bei den modernen Flyermaschinen, die mit hohen Tourenzahlen arbeiten, führen diese Toleranzen jedoch zu Schwierigkeiten.
Es wurde daher bereits vorgeschlagen, zur Vermeidung der grossen Toleranzen Flyerhülsen ganz aus Kunststoff herzustellen. Diese bekannten Kunststoff-Flyerhülsen bestehen aus drei Teilen, nämlich einem zylindrischen Hülsenkörper, der an seinem oberen und an seinem unteren Ende mit einer Führungsbüchse bzw. einer Mitnehmerbüchse verbunden ist. Die Anwendung des Kunststoffes gestattet zwar, den zylindrischen Hülsenkörper und die Büchsen mit verhältnismässig geringen Toleranzen herzustellen, doch be- reitete es weiterhin Schwierigkeiten, am Spulenfuss die erforderlichen geringen Toleranzen einzuhalten.
Diesem Mangel wird erfindungsgemäss dadurch abgeholfen, dass zwischen den Mitnehmernuten des Spulenfusses Aussparungen vorgesehen sind.
Durch diese erfindungsgemässe Massnahme werden im Bereich des Hülsenfusses grössere örtliche Materialanhäufungen vermieden. Dies ist nicht nur ein Vorteil im Hinblick auf eine weitgehende Einsparung an Material, sondern wirkt sich auch herstellungstechnisch und funktionsmässig günstig aus. Stärkere Materialanhäufungen würden nämlich eine längere Zeitdauer für das Erstarren des in flüssigem Zustand zur Verarbeitung gelangten Kunststoffes und innere Spannungen bedingen, als deren Folge Verformungen auftreten, welche es unmöglich machen, die angestrebten Toleranzen einzuhalten. Die erfindungsgemässe Hohlkörperbauweise hingegen bringt kürzere Erstarrungszeiten mit sich, wodurch einerseits der gesamte Herstellungsprozess abgekürzt wird und der Formkörper auch die erforderlichen Toleranzen aufweist und beibehält.
Ferner bedingen örtliche Materialanhäufungen in rotierenden Körpern vielfach auch Unwuchterscheinungen, was nun durch die erfindungsgemässe Hohlkörperbauweise ebenfalls weitgehend vermieden werden kann. Trotz der Hohlkörperbauweise ist der Hülsenfuss sehr stabil, weil die Wände der kastenförmigen Aussparungen zwischen den Mitnehmernuten versteifend wirken.
Zur weiteren Verbesserung der Stabilität kann der Hülsenfuss derart ausgebildet sein, dass sowohl die Mitnehmernuten als auch die Aussparungen aussen durch einen gemeinsamen, mit dem Spulenfuss einstückigen und den Spulenfuss bildenden Mantel umschlossen sind.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den unteren Teil einer Flyerhülse nach der Linie A-A in Fig. 2, und Fig. 2 eine Ansicht auf den Spulenfuss der Flyerhülse von unten.
Die Flyerhülse gemäss dem Ausführungsbeispiel besteht aus einem Hülsenkörper 1 aus Kunststoff, dessen oberer Teil nicht dargestellt ist.
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Der ebenfalls aus Kunststoff bestehende Spulenfuss 3 weist radial nach aussen verlaufende Mitnehmernuten 9 auf. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind acht Mitnehmernuten 9 vorgesehen, was gegenüber den bisher üblichen vier Mitnehmerschlitzen ein rascheres Einrasten der an der Spindel angebrachten Mitnehmer in die Mitnehmernuten gewährleistet. Die zwischen den Mitnehmernuten 9 liegenden Partien weisen Aussparungen 10 auf, welche nach unten offen sind. Die Mit- nehmemuten 9 und die dazwischenliegenden Hohlkammern 10 sind aussen durch einen gemeinsamen Mantel 8 umschlossen.
Der Hülsenfuss 3 ist an seiner Innenwand mit einer gesondert eingesetzten, z. B. eingeklebten Führungsbüchse 11, vorzugsweise ebenfalls aus Kunststoff, ausgekleidet. An den den Mitnehmernuten 9 zugeordneten Stellen weist die Mitnehmerbüchse 11 Schlitze 12 auf.
Mit Ausnahme der Führungsbüchse 11 wird der Mitnehmerfuss mit dem daran anschliessenden Hülsenkörper 1 aus einem Stück, vorzugsweise im Spritzgussverfahren, gefertigt. Als Beispiel eines besonders geeigneten Kunststoffes ist schlagfestes Polystyrol zu erwähnen. Man kann jedoch auch andere Kunststoffe, insbesondere solche von hoher Schlagzähigkeit, mit Erfolg verwenden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flyerhülse aus Kunststoff, bestehend aus einem zylindrischen Hülsenkörper, der an seinem oberen Ende eine Führungsbüchse und dessen Spulenfuss vom Inneren der Spule radial nach aussen verlaufen-
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des Spulenfusses (3) Aussparungen (10) vorgesehen sind.