AT256478B - Verfahren zur Nachbehandlung von Schaumstoffen aus Polyurethanen - Google Patents
Verfahren zur Nachbehandlung von Schaumstoffen aus PolyurethanenInfo
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Description
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Verfahren zur Nachbehandlung von Schaumstoffen aus Polyurethanen
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die in bekannter Weise nach dem Diisocyanat-Polyadditionsverfahren hergestellten Polyurethan-Schaumstoffe mit alkalisch oder sauer reagierenden, zur Hydrolyse
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eine mechanische Behandlung der Schäume durch Walken, Wringen oder wiederholtes Zusammendrücken durchgeführt wird. Man hat auch bereits mit Wasser mischbare Lösungsmittel, wie Aceton, als Zusatz zu wässerigen Behandlungslösungen der vorerwähnten Art verwendet.
Es wurde nun gefunden, dass man die Nachbehandlung von Schaumstoffen aus Polyurethanen mit überraschenden neuen Effekten derart durchführen kann, dass man als Behandlungsmittel Lösungen von alkalisch reagierenden Mitteln, vorzugsweise von Natrium- oder Kaliumhydroxyd, in wasserfreien niederen Alkoholen, vorzugsweise in Methyl- oder Äthylalkohol, verwendet und die Behandlung durchführt, bis eine Gewichtsverminderung von etwa 10 bis etwa 70% des ursprünglichen Gewichtes eingetreten ist.
Während man nach den bekannten Verfahren erhöhte Temperaturen anwenden muss, um kurze Behandlungszeiten zu erreichen, kann man nach dem Verfahren gemäss der Erfindung den gewünschten Effekt bei Raumtemperatur in genügend kurzen Zeiten erreichen. Beispielsweise wird bei den bekannten Verfahren eine Temperatur von 70 bis 800C benötigt, wenn man die Nachbehandlung unter Verwendung mit 10% figer Natronlauge in einer Zeit von 5 bis 10 min durchführen will. Wenn man gemäss dem Verfahren der Erfindung arbeitet, kann man unter Verwendung einer 5 - 15%gen Lösung von z. B. Natriumhydroxyd in wasserfreiem Methylalkohol den gleichen Effekt in einer Zeit von etwa 1 min bei Zimmertemperatur erreichen.
Abgesehen davon, lassen sich gemäss dem neuen Verfahren Schaumstoffe nachbehandeln, die sich gemäss den bekannten Verfahren überhaupt nicht oder nur sehr schwer veredeln lassen. Beispielsweise kann ein mit Silikonöl hergestellter Polyurethan-VL 100-Schaum unter Verwendung einer 5-15% gen, Natriumhydroxyd enthaltenden methylalkoholischen Lösung bei Zimmertemperatur in etwa 3 min aufgeschlossen werden, während man beim Arbeiten im wässerigen Medium starke Säuren verwenden muss, um einen Aufschluss solcher Ausgangsprodukte zu erreichen.
Ähnliches gilt für die mit"DesmophenVLIOO" (vgl. Bayer-Kunststoffe [1955], S. 68) hergestellten Spezialschaumstoffe, die sich in einem wässerigen Medium nur sehr schlecht aufschliessen lassen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung bietet den zusätzlichen Vorteil, dass der bei der Herstellung des Schaumstoffes verwendete Aktivator weitgehend aus dem Schaumstoff herausgelöst wird. Die in den Schaumstoffen sonst enthaltenen Reste von Aktivatoren bewirken eine geringe Alterungsbeständigkeit des Schaumstoffes. Durch das Herauslösen der Reste des Aktivators wird der Schaumstoff alterungsbeständiger.
Die Erfindung beruht unter anderem darauf, dass die für die Herstellung der Behandlungsbäder verwendeten niederen aliphatischen Alkohole ein grösseres Benetzungsvermögen besitzen als Wasser und die Behandlungsbäder gemäss der Erfindung die Schaumstoffe dementsprechend gleichmässiger und rascher durchdringen, als dies bei Verwendung von wässerigen Bädern der Fall ist.
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bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden. Dies bietet aber keinen technischen Vorteil gegenüber dem Arbeiten beiRaumtemperatur, da die Behandlungszeiten bei Raumtemperatur bereits genügend kurz sind, d. h. zwischen etwa 0, 26 und 6 min je nach Art des verwendeten Schaumstoffes liegen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Verhältnis von Konzentration der Behandlungsbäder zur Behandlungszeit und der Art des verwendeten Schaumstoffes. Die in der Tabelle angeführten Behandlungszeiten beziehen sich auf das Arbeiten bei 180C.
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und Behandlungszeit Kalium-Natrium-Natrium-stellten Schaumstoffes wird bei Zimmertemperatur mit einer aus 300 g Kaliumhydroxyd und 1000 g Methylalkohol hergestellten Lösung behandelt. Die Platte wird 2 min getaucht, anschliessend herausgenommen, ausgewrungen und in einem zuigen Essigsäurebad neutralisiert. Zum Schluss wird der Schaumstoff gründlich mit Wasser ausgespült.
Der so erhaltene Schaumstoff besitzt ein gut erhaltenes Gerüst, während seine Zellwände beseitigt sind ; seine Elastizität und Festigkeit ist im Vergleich zum Ausgangsprodukt unverändert. Der veredelte Schaumstoff eignet sich für die Herstellung von Baustoffträgern als Isolator, Grobfilter sowie für Schalldämpfungszwecke.
Beispiel 3 : Der in Beispiel 1 beschriebene Schaumstoff wird mit einer Lösung von 10 g Natriumhydroxyd in 1000 g Methylalkohol bei einer Temperatur von OOC behandelt. Die Behandlungszeit beträgt 1 h. Anschliessend wird der Schaumstoff herausgenommen, ausgewrungen und in einem 15%igen Phosphor- säurebad neutralisiert. Zum Schluss wird der Schaum gründlich mit Wasser ausgespült.
Beispiel 4 : Ein Nachbehandlungsbad wurde durch Auflösung von 39 g Kaliumhydroxyd in 780 g Isopropylalkohol hergestellt. Die Lösung wurde zur Entfernung ungelöster Rückstände filtriert. Polyurethanätherschaumplatten mit einem Raumgewicht von 20 bis 30 kg/cm3 und einer Plattendicke von 2 bis
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tralisationsbad aus eiger wässeriger Essigsäure wenige Sekunden lang hindurchgeführt. Die so erhaltenen Schaumstoffprodukte zeigen die gleiche Festigkeit und Elastizität wie die unbehandelten Produkte und sind vollständig luftdurchlässig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Nachbehandlung von Schaumstoffen aus Polyurethanen unter Verwendung von Alkalihydroxydlösungen und eines anschliessenden Neutralisationsbades, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyurethanschaumstoffe mit Lösungen von Alkalihydroxyden, vorzugsweise von Natrium-oder Kaliumhydroxyd, in wasserfreien niederen Alkoholen, vorzugsweise in Methyl- oder Äthylalkohol, behandelt werden, bis eine Gewichtsverminderung von etwa 10 bis etwa 70% des ursprünglichen Gewichts eingetreten ist.
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1964
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