AT254838B - Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyolefinwachse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyolefinwachse

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AT254838B
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Hans Dr Moeller
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Basf Ag
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Description


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  Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyolefinwachse 
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinwachsen, die Stickstoffatome aufweisen. 



   Es ist bekannt, Polyäthylen mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen zu oxydieren. Dabei erhält man je nach den angewandten Bedingungen verschiedenartige Produkte. Nach den Angaben der deutschen Patentschrift   Nr. S18 427 erhält   man durch Einwirkung von Luft auf geschmolzenes Polyäthylen bei Temperaturen um 1600C Produkte, die gegenüber dem Ausgangsmaterial eine stark erhöhte Schmelzviskosität aufweisen. Nach einem andern Verfahren kann der Anstieg der Viskosität während der Oxydation von Polyäthylen mit Molekulargewichten zwischen 1000 und 8 000 kontrolliert werden, indem man bei einer Temperatur, die möglichst wenig oberhalb des Schmelzpunktes des Polyäthylens liegt, oxydiert. Ähnlich wirksam ist starkes Rühren unter gleichzeitigem Einleiten von mehr als   2 bis 3 1   Sauerstoff je Kilogramm Polyäthylen und Stunde.

   Nach diesen bekannten Verfahren können oxydierte Polyolefinwachse hergestellt werden, die Sauerstoff z. B. in Form von Peroxydgruppen und von Carboxylgruppen enthalten. Als Mass für die Anzahl an Carboxylgruppen dient im allgemeinen die Säurezahl. Darunter versteht man die Mengen an Kaliumhydroxyd in Gramm, die von 100 g einer Carboxylgruppen enthaltenden Substanz neutralisiert werden. Mit besonderem Vorteil können oxydierte Polyolefinwachse nach dem Verfahren der franz. Patentschrift   Nr. 1. 343. 962   hergestellt werden. 



   Bei dem Verfahren der franz. Patentschrift Nr. 1. 343. 962 erhält man emulgierbare Polyolefinwachse, indem man geschmolzenes Polyäthylen bei Temperaturen zwischen 130 und 180 C mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen unter erhöhtem Druck intensiv rührt, wobei durch den Rührer je 100 kg Polyäthylen und Stunde zwischen etwa 1 und 15 kW als mechanische Arbeit aufdasReaktionsgemisch übertragen und insgesamt 0, 5-10 kg Sauerstoff absorbiert werden. Derartige Wachse eignen sich besonders zur Herstellung von Selbstglanzwachs, Emulsionen und Bohnermassen. 



   Es wurde nun gefunden, dass man modifizierte Polyolefinwachse mit besonderem Vorteil herstellen 
 EMI1.1 
 die eine Säurezahl von mindestens 1 aufweisen, mit Verbindungen umsetzt, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom haben. Unter Peroxygruppen sind solche Reste zu verstehen, die die Gruppierung -0-0- enthalten. Polyolefinwachse, die einen Peroxydgehalt von weniger als 0, 001 und mehr als   0, 3 Gew.-%   aufweisen, sind für das Verfahren nicht geeignet, da man Produkte mit unerwünschten Eigenschaften erhält. Besonders geeignet für das Verfahren sind Sauerstoffatome enthaltende Polyolefinwachse, deren Peroxydgehalt von 0, 005 bis   0, 2 Gew.-% betragt.   Der Peroxydgehalt kann beispielsweise nach den Angaben   vonCriegee, Schnorrenberg und W.

   Becke, Annalen 565, [1949] S. 7,   unter Verwendung von frisch über Natrium destilliertem Xylol als Lösungsmittel bestimmt werden. Die Sauerstoffatome enthaltenden Polyolefinwachse sollen eine Säurezahl von mindestens 1 aufweisen. Sie sind für das Verfahren umso besser geeignet, je höher die Säurezahl ist und Polyolefinwachse mit Säurezahlen über 20 werden vorgezogen. Im allgemeinen weisen die geeigneten oxydierten Polyolefinwachse Säurezahlen zwischen 1 und 120 auf. 

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   Derartige Wachse können z. B.   nach dem Verfahren der franz. Patentschrift Nr. 1. 343. 962 aus Poly-   olefinen, wie besonders Polyäthylen und Polypropylen, mit Molekulargewichten von 1000 bis 50000 hergestellt werden. 



   Als Verbindungen, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom aufweisen, eignen sich z. B. Amide und Imide gesättigter und ungesättigter   aliphatischeroderaromatischerCarbonsauren,   wie Stearylamid, Adipinsäurediamid, Benzamid, Terephthalsäurediamid,   N-Dimethylterephthalsaure-   diamid, Phthalimid, Acrylsäureamid, N-Methylacrylsäureamid, Methacrylamid, N-Methylolmethacrylsäureamid,   Acrylsäure - N -dimethylaminoäthylester   und   Methacrylsäure - N - dimethylaminoäthyl -   ester, aliphatische und cycloaliphatische Amine wie   N-Methyläthanolamin,   N-Dimethyltrimethylendiamin, Hexamethylendiamin,   N-Diathylhexamethylendiamin, N-Dimethyl-2-athyloctamethylendi-   amin,   2-Äthyloctamethylendiamin,   Diäthylentriamin,

   Dipropylentriamin, N-Methyl-dipropylentriamin, Triäthylentetramin, Cyclohexylamin,   N -Methylcyclohexylamin, Methylallylcyc10 -hexylamin   
 EMI2.1 
 sowie Stickstoff enthaltende, heterocyclische Verbindungen, wie Vinylpyrridine, Vinylpyridincarbonsäuren, Vinylimidazol, 4-Methylimidazol, Vinylcaprolactam, Pyrazol, Pyrazolin, Triazol, Piperazin, Piperidin, Diketopiperazin,   N-Methyl-N-aminopropylpiperazin, N-Hydroxyathyl-N-aminopropylpiper-   azin, Glyoxalin, Vinylpyrrolidon und   N, N', N"-Triacryloylperhydrotriazin (Triacrylformal).   Besonders geeignete Verbindungen, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom enthalten, sind Vinylpyrridine, d.h.

   2-Vinylpyrridin, 3-Vinylpyrridin, 4-Vinylpyrridin, N-Vinylimidazol, N-Vinyl-   -N-methylacetamid   Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 in der R und   R   für Alkylreste mit 1-4 Kohlenstoffatomen und Rs für einen Alkylidenrest mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen stehen, vorzugsweise   N-Diathylinmethylendiamin, DiSthylentriaminund Triathylen-   tetramin sowie Umsetzungsprodukte aus Triacrylformal mit der doppelt molaren Menge eines Amins der genannten allgemeinen Formel.

   Zur Herstellung der Umsetzungsprodukte aus Triacrylformal und Aminen der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
 arbeitet man bei Temperaturen unterhalb   45 C,   vorzugsweise bei   30-40 C,   in Gegenwart organischer oder anorganischer Lösungsmittel wie Chloroform oder Wasser und erhält die Reaktionsprodukte in Form klarer Lösungen. Die Lösungen können für die Umsetzung mit den sauerstoffhaltigen Wachsen verwendet werden. Man kann aber auch die Umsetzungsprodukte aus Triacrylformal und den Amiden aus ihrer Lösung isolieren und sie anschliessend mit den Sauerstoff enthaltenden Wachsen umsetzen. 



   Bei der erfindungsgemässen Herstellung der modifizierten Polyolefinwachse arbeitet man im allgemeinen bei erhöhten Temperaturen, besonders bei Temperaturen zwischen 100 und 180 C, und der Temperaturbereich von 140 bis 1600C wird bei dem Verfahren vorgezogen. Bei der Umsetzung kann mit Vorteil in Gegenwart von Lösungsmitteln gearbeitet werden. Als Lösungsmittel eignen sich besonders flüssige, gesättigte Kohlenwasserstoffe, wie Schwerbenzin, mit einem Siedepunkt bzw. Siedebereich 

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 von 150 bis   190 C.   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren arbeitet man bei der Umsetzung von Stickstoff enthaltenden Verbindungen, die Doppelbindungen enthalten, unter Ausschluss von Sauerstoff.

   Werden Stickstoffatome enthaltende Verbindungen, die keine Doppelbindung enthalten, erfindungsgemäss umgesetzt, so ist ein Ausschluss von molekularem Sauerstoff von Vorteil, aber nicht erforderlich. 



   Die Mengenverhältnisse der Reaktionsteilnehmer können bei dem Verfahren in weiten Grenzen variiert werden. Im allgemeinen verwendet man bis zu etwa 70   Gel.-%   oder mehr, bezogen auf die Menge an Sauerstoff enthaltenden Polyolefinwachsen an Verbindungen, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom aufweisen. Bei der erfindungsgemässen Umsetzung von Verbindungen, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom aufweisen, aber keine Doppelbindungen enthalten, setzt man zweckmässig äquivalenteMengen, bezogen auf den Gehalt der Polyolefinwachse an Carboxylgruppen, ein. Bei oder nach der Umsetzung können auch noch durch Zugabe von Metallsalzen, wie Aluminium- oder Nickelacetat, Nickel oder Aluminium in das Polyolefinwachs eingeführt werden. 



   Bei dem Verfahren erhält man Produkte, die im Vergleich zu den als Ausgangsmaterial verwendeten Sauerstoff enthaltenden Polyolefinwachsen einen erhöhten Schmelzpunkt aufweisen. Sie können auf Grund ihrer guten Verträglichkeit mit besonderem Vorteil Polyolefinen, insbesondere Polypropylen, zugesetzt werden.Dabei setzt man den Polyolefinen geringe Mengen, d.h. bis zu etwa   ISGew. *' ',   vorzugsweise etwa 5 -10Gew.-% zu.Derartige Formmassen aus Polypropylen und den erfindungsgemäss hergestellten Umsetzungsprodukten können besonders homogen und echt mit den üblichen Farbstoffen gefärbt werden. 



   Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. 



   Beispiele 1-3 : Man löst 1000Teile eines nach den Angaben der franz. Patentschrift   Nr. 1343 962   hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses, das   4, 1 Gew.-lo   Sauerstoff enthält und einen Peroxydgehalt von   0, 15 Gew.-%,   die Säurezahl30, 9 und den Schmelzpunkt   68 C   aufweist, in 1000 bzw. 810 bzw. 4000 Teilen Schwerbenzin vom Siedebereich 150-1800C. Man erwärmt dann unter Rückfluss auf 1500C und lässt unter Ausschluss von Sauerstoff 1000 Teile Vinylimidazol bzw. 



  334 Teile Vinylpyrrolidon bzw. ein Gemisch aus 400 Teilen Triacrylformal und 1   OOOTeilen Vinylimid-   azol zulaufen. Es wird noch bei derselben Temperatur   1 1/2   h gerührt. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch mit 1000 Teilen Benzin von Raumtemperatur gemischt und das Benzin dann unter Einleiten von Heissdampf abdestilliert. Das Reaktionsprodukt scheidet sich dabei in fester Form ab. Es wird anschliessend abfiltriert und unter vermindertem Druck bei 1800C getrocknet. Man erhält 1700 bzw. 1200 bzw. 



  960 Teile eines Produktes, das 3, 1 bzw. 6,6 bzw. 7,86 Gew.-% Sauerstoff und 11,6 bzw. 2, 3 bzw. 
 EMI3.1 
 punkt 163 bzw. 106 bzw.   2150C   auf. 



   Die Produkte eignen sich als anfärbbarkeitsverbessernde Zusätze zu Polypropylen. 



   Beispiel 4 - 6 : Manlöst 1 000 Teile eines nach den Angaben derfranz. Patentschrift Nr. 1343962 hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses in 1000 Teilen Schwerbenzin des Siedebereichs 150-1800C. Das Polyäthylenwachs hat den Schmelzpunkt 71, 3 und weist einen Sauerstoffgehalt von 4, 15 Gew.-%, einen Peroxydgehalt von 0, 14 Gew.-% und die Säurezahl 25,7 auf. Man fügt dann unter den bei den Beispielen   1 - 3   angegebenen Bedingungen 458 Teile eines Reaktionsproduktes aus Triacrylformal und   N-Diäthyltrimethylendiamin   zu und arbeitet im übrigen wie bei den Beispielen   1 - 3   angegeben weiter. Erhalten werden 1130 Teile eines Produktes, das bei 73, 1 C schmilzt, einen Sauerstoffgehalt von 7, 1 Gew.-%, einen Stickstoffgehalt von 3,75 Gew.-% und die Säurezahl13, 3 aufweist. 



   Fügt man vor dem Aufarbeiten zu dem Reaktionsgemisch 60 Teile Nickelacetat bzw. 60 Teile basisches Aluminiumacetat und destilliert unter Zusatz von Schwerbenzin Essigsäure ab, so erhält man unter sonst gleichen Bedingungen einReaktionsprodukt, das 6, 43 Gew.-% Sauerstoff, 1, 1 Gew.-% Nickel und die   Säurezahl 12, 0   bzw. einen Sauerstoffgehalt von   7, 18 Gew.-  ,   einen Stickstoffgehalt von 5,0 Gew.-% und einen Aluminiumgehalt von 0,78   Gel.-%   aufweist. 



   Das Umsetzungsprodukt aus Triacrylformal und N-Diäthyltrimethylendiamin wurde hergestellt, indem man zu 249 Teilen Triacrylformal unter Rühren bei einer Temperatur zwischen 35 und   400C   eine Lösung von 260 Teilen   N -Diäthyltrimethylendiamin   in 1000 Teilen Wasser zulaufen löst und das Gemisch nach 1/2 h unter Rühren auf   70 - 800C   erhitzt und 1 h bei dieser Temperatur hält. Dabei scheidet sich das Reaktionsprodukt aus der wässerigen Lösung aus. Es wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 458 Teile eines Umsetzungsproduktes, das 16, 4 Gew.-% Sauerstoff und   17, 4 Gew.-% Stiekstoff enthalt   und bei 1820C schmilzt. 



   Wird die Umsetzung bei   35-400C durchgeftihrt   und anschliessend nicht auf eine höhere Temperatur erhitzt, so erhält man eine klare viskose wässerige Lösung eines Produktes,   das 10, 45% Sauerstoff und   

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 19,   0%   Stickstoff enthält. 



   Die Produkte eignen sich ausgezeichnet als die Anfärbbarkeit verbessernde Zusätze zu isotaktischem Polypropylen. 



   Beispiele 7 und 8 : Man setzt jeweils 2000 Teile eines nach den Angaben der franz. Patentschrift Nr. 1343962 hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses in 8000 Teilen bzw. 



  1000 Teilen Schwerbenzin vom Siedebereich 150 - 180 C nach den Angaben in den Beispielen 1-3 mit 1108 Teilen Triacrylformal bzw. einem Gemisch aus 1000 Teilen Vinylimidazol und 300 Teilen N-Diäthyltrimethylendiamin um. Das verwendete Polyäthylenwachs hat den Schmelzpunkt 76, 3 C und weist einen Peroxydgehalt von 0, 19 Gew.-%, einen Sauerstoffgehalt von 7, 1 Gew.-% und die Säurezahl 36, 4 auf. Erhalten werden   3080   bzw.   3200   Teile eines Produktes, das bei   2400C   bzw. 1430C schmilzt und einen Sauerstoffgehalt von   5, 6 Gew.-'7o   bzw. 2, 1 Gew.-%, einen Stickstoffgehalt von 5, 6 bzw. 



  9,6 Gew.-% und die Säurezahl 23,5 bzw.   18, 4   aufweist. 



   Die Produkte eignen sich ausgezeichnet als die Anfärbbarkeit verbessernde Zusätze zu isotaktischem Polypropylen. 



     Beispiel 9 :   Nach den Angaben bei den Beispielen 1 - 3 erhitzt man ein Gemisch aus 429 Teilen eines nach den Angaben der franz. Patentschrift Nr.1343962 hergestellten Sauerstoff enthaltenden Poly- äthylenwachses, das einen Peroxydgehalt von   0, 082 Gew.-%, einen Sauerstoffgehalt von 6, 4 Gew.-%,   die Säurezahl 26 und den Schmelzpunkt   810C   hat, und 214 Teilen Acrylamid 3 h auf 140 C. Man erhält 620 Teile eines Produktes, das bei 3500C schmilzt, den Sauerstoffgehalt 18 Gew.-%, den Stickstoffgehalt 4,7 Gew.-% und die Säurezahl 10. 6 hat. 



   Beispiel 10 : Man erhitzt ein Gemisch aus 1500 Teilen eines nach den Angaben der franz. Patentschrift Nr. 1343962 hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses, das den Schmelzpunkt 72 C. den Sauerstoffgehalt 6,7 Gew.-%, den Peroxydgehalt 0,007   Gew. -0/0   und die Säurezahl 38,8 hat, und 436 Teilen Vinylcaprolactam 3 h lang auf 1400C und anschliessend 2 h auf 2200C. Erhalten werden 1916 Teile eines Produktes, das den Sauerstoffgehalt 6,8 Gew.-%, den Stickstoffgehalt 1, 1 Gew.--% und die Säurezahl 14.1 hat. Sein Schmelzpunkt liegt oberhalb 250 C. 



   Beispiel 11 : 74Teile eines nach den Angaben der franz. Patentschrift Nr. 1343 962 hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polypropylenwachses, das den Schmelzpunkt 128 C, den Peroxydgehalt 0, 017 Gew.-%, den Sauerstoffgehalt   2, 1 Gew.-%   und die Säurezahl 1,4 hat, werden in 100 Teilen Schwerbenzin vom Siedebereich 150 - 180 C mit 100 Teilen Vinylimidazol nach den Angaben bei den Beispielen 1-3 umgesetzt. Man erhält 171 Teile eines Produktes, das bei 1520C schmilzt und den Sauerstoffgehalt 4,9 Gew.-%, den Stickstoffgehalt 9, 4 Gew.-% und die Säurezahl 0, 3 aufweist. 



   Beispiel 12: 500 Teile eines nach den Angaben der franz. Patentschrift Nr. 1 343 962 hertestellten Sauerstoff enthaltenden Polypropylenwachses, das bei 1600C schmilzt und den Peroxydgehalt 0,066   Gel.-%,   den Sauerstoffgehalt 0,08 Gew. -% und die Säurezahl 1 hat, werden in   2 000   Teilen Schwerbenzin des Siedebereichs 150 - 180 C nach den Angaben in den Beispielen 1-3 mit einem Gemisch aus 500 Teilen N-Methylolmethacrylamid und 500 Teilen Vinylimidazol umgesetzt. Man erhält ein Produkt, das bei 2200C schmilzt und einen Sauerstoffgehalt von 12,7 Gew.-% hat. Sein Stickstoffgehalt beträgt 11,7   Gel.-%.   



   Beispiel 13 : Zu einer Schmelze von 1500 Teilen eines Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses, dessen Sauerstoffgehalt 6,7   Gel.-%,   dessen Peroxydgehalt 0,01   Gew. -0/0,   dessen Säurezahl 39 und dessen Schmelzpunkt   800C   beträgt, gibt man bei   1500C   300 Teile N-Dimethyltrimethylendiamin und destilliert das Kondensationswasser ab. 



   Nach dem Abkühlen filtriert man und wäscht mit Wasser und Methanol nach. Anschliessend trocknet man bei   600C   unter vermindertem Druck. Man erhält 1680 Teile eines Produktes, dessen Sauerstoffgehalt 4, 2Gew.-%, dessen Stickstoffgehalt   2, 3Gew.-%   und dessen Säurezahl   4, 3 beträgt.   Es hat den Schmelzpunkt   820C   und eignet sich als die Färbeeigenschaften hervorragend verbessernder Zusatz zu Polypropylen. 



   Beispiel 14 : Man löst 300 Teile eines oxydierten Polyäthylenwachses, das 7, 0 Gew.-% Sauer- 
 EMI4.1 
 
19 Gew.-'Vinylimidazol zutropfen. 



   Das Reaktionsprodukt wird in üblicher Weise aufgearbeitet. Man erhält 676 Teile Umsetzungsprodukt. 



   Das Produkt ist sehr gut verträglich mit isotaktischem Polypropylen. Es enthält   15, 4 Gew.-%   Stickstoff, hat die Säurezahl 0, 5 und den Erweichungspunkt   60 - 70oC ; es   eignet sich ganz besonders als Zu- 

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   Beispiel 22 : In   760Teilen   siedendem Äthylbenzol löst man 2300 Teile oxydiertes Polyäthylenwachs, das den Schmelzpunkt 76, 3 C, den Peroxydgehalt   von 0, 19 Gew.-%, denSauerstoffgehaltvon   
 EMI6.1 
 dann 300 Teile Diäthylentriamin zutropfen und destilliert das entstehende Wasser azeotrop mit Äthylenbenzol ab. Das erhaltene Polyäthylenwachs schmilzt bei   183 C   und enthält 2,7 Gew.-% Stickstoff. Polypropylen, das etwa 4 Gew.-% des Produktes enthält, kann in Form von Textilfasern gut mit handels- üblichen Farbstoffen gefärbt werden. 



   Beispiel 23 :'Ein Gemisch aus 1000 Teilen oxydiertem Polyäthylenwachs, das den Schmelzpunkt   75, 3 C,   den Peroxydgehalt von   0, 17 Gew.-" ,   den Sauerstoffgehalt von 6, 8 Gew.-% und die Säurezahl 33,6 hat, und 1000 Teilen Benzin des Siedebereichs 150 - 180 C wird unter Stickstoff auf 1300C erhitzt. Manlässt dann 500 Teile Vinylimidazol innerhalb 1 h zulaufen und rührt anschliessend noch 11/2 h bei 130 C. 



   Dann gibt man 20 Teile Eisessig zu, erwärmt auf 150 C und fügt 73 Teile Diäthylaminopropylamin zu. Man hält dann das Reaktionsgemisch einige Zeit auf dieser Temperatur und destilliert entstehendes Wasser zusammen mit Benzin ab. 



   Nach dem üblichen Behandeln mit Wasserdampf, Waschen und Trocknen erhält man ein Produkt, das 9, 8 Gew.-% Stickstoff enthält und den Schmelzpunkt 2000C und die Hydroxylzahl 79,4 aufweist. 
 EMI6.2 
 sauerstoff enthält, im Gemisch mit 3 Teilen Eisessig 1/2 h   auf 120oC, fügt   dann 13 Teile Dipropylentriamin zu und kondensiert unter Stickstoffatmosphäre 1/2 h bei 150 C. Das erkaltete Reaktionsprodukt wird zerkleinert und mit jeweils 100 Teilen Aceton mehrmals gewaschen. Man erhält ein Produkt, das den Stickstoffgehalt 2,5   Gew.-%,   den Sauerstoffgehalt 8, 4   Gew. -0/0 und   den Schmelzpunkt 1000C aufweist. Es eignet sich ausgezeichnet als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu isotaktischem Polypropylen. 



     Beispiel 25 : 74, 2 Teile   oxydiertes Polyäthylenwachs der in B ispiel24 angegebenen Eigenschaften werden im Gemisch mit 1 Teil Essigsäure 1/2 h auf 1200C erhitzt. Dann gibt man 15,7 Teile N-Methyl-N-aminopropylpiperazin zu und erhitzt 1/2 h auf 148 C. Das erhaltene Reaktionsprodukt wird zerkleinert und mehrmals mit Aceton gewaschen. Sein Stickstoffgehalt beträgt 2,9 Gew.-%, sein Sauerstoffgehalt   7, 4 Gew.-% ;   es hat den Schmelzpunkt 82 C. 



   Das Produkt eignet sich als anfärbbarkeitsverbessernder Zusatz zu Polypropylen. 



   Beispiel 26 : Man erhitzt unter Stickstoffatmosphäre ein Gemisch aus 74 Teilen oxydiertem Polyäthylenwachs der in Beispiel 24 angegebenen Eigenschaften und 4 Teilen   30% iger wasseriger   Formaldehyd-Lösung 1/2 h auf 140-143 C. Anschliessend wird bei 150 C mit 15,7 Teilen N-Methyl-N-aminopropylpiperazin umgesetzt und wie in Beispiel 24 angegeben aufgearbeitet. Man erhält ein Produkt, das den Stickstoffgehalt 2, 6   Gew.-%,   den Sauerstoffgehalt 7,4   Gew. - %   und den Schmelzpunkt 90-95 C aufweist. 



   Es eignet sich als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu Polypropylen. 
 EMI6.3 
 
27 :wärmt   1/2 h   auf 151 C. Dann zerkleinert man das Reaktionsprodukt und wäscht es mehrmals mit Aceton. Es hat den Stickstoffgehalt 4,7   Gel.-%,   den Sauerstoffgehalt 9, 4 Gew.-% und den Schmelzpunkt 94 bis 100 C. Das P odukt eignet sich als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu isotaktischem Polypropylen. 



   Beispiel 28: 66,8 Teile oxydiertes Polyäthylenwachs der in Beispiel 27 angegebenen Eigenschaften werden im Gemisch mit 1,5 Teilen   10% iger wasseriger Ferrosulfatiosung   1/2 h auf   1000e   erwärmt und anschliessend mit 7,2 Teilen Triäthylentetramin 1/2 h bei   145 C   umgesetzt. Man zerkleinert dann das Reaktionsprodukt und wäscht mehrmals mit Aceton. 



   Das Produkt enthält 3,6   Gel.-%   Stickstoff, 9, 3   Gel.-%   Sauerstoff und hat den Schmelzpunkt 95 bis 100 c. Es eignet sich ausgezeichnet als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu isotaktischem Polypropylen. 



   Beispiel 29 : In 3000 Teilen Schwerbenzin vom Siedebereich 150-180 c löst man bei 120 C 
 EMI6.4 
 zahl 30, 9 und dem Schmelzpunkt 68 C und lässt unter Stickstoff und Rühren ein Gemisch aus 500 Teilen Vinylimidazol und 144Teilen Butandiolmonoacrylat innerhalb von 3 h zulaufen. Anschliessend wird noch 

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 1 h nachpolymerisiert. 



   Das Reaktionsprodukt wird dann mit Wasserdampf behandelt und das Benzin abgetrieben. Man erhält eine wässerige Suspension, zu der man 1000 Teile Isopropanol gibt. Das Reaktionsprodukt wird abfiltriert und mit wenig Isopropanol gewaschen und unter vermindertem Druck bei   800e   getrocknet. Das sehr wasseraufnahmefähige Reaktionsprodukt hat den Stickstoffgehalt   9,   7 Gew.-%, die Hydroxylzahl 10, 5 und schmilzt bei 140-1500C. Es eignet sich ausgezeichnet als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu isotaktischem Polypropylen. 



     Beispiel 30 :   250 Teile oxydiertes Polyäthylenwachs der in Beispiel 29 angegebenen Zusammensetzung werden in 100 Teilen Schwerbenzin gelöst und bei 1400C innerhalb einer halben Stunde ein Gemisch von 125 Teilen Acrylsäure und 125 Teilen Vinylpyrrolidon unter Stickstoff und Rühren zugetropft. Bei dieser Temperatur rührt man noch 1/2 h und gibt dann 10 Teile Essigsäure zu. Anschliessend wird auf   1600C erwärmt,   272 Teile N-Methyl-N-aminopropylpiperazin zugefügt und während 1/2 h das Kondensationswasser abdestilliert. 



   Nach dem Abkühlen wird dasKondensationsprodukt mit Aceton ausgefällt und abfiltriert. Man wäscht mit Aceton nach und erhält ein Reaktionsprodukt, das den Stickstoffgehalt 8, 3 Gew.-% und die Säurezahl 82 hat und das bei   145 - 1600C   schmilzt. Es eignet sich als Zusatz zu isotaktischem Polypropylen für die Verbesserung der   Anfärbbarkeit   von Textilfasern. 



   Beispiel 31 : 600 Teile eines nach den Angaben des   nichtvorveröffentlichten italienischer Pa-   tentschrift   Nr. 680 349   hergestellten Sauerstoff enthaltenden Polyäthylenwachses, das den Schmelzpunkt   72 C,   den Sauerstoffgehalt 6, 7 Gew.-%, den Peroxydgehalt 0, 007 Gew.-% und die   Säurezahl38, 8   hat, werden bei 1000C unter Stickstoff innerhalb 1 h durch Zulaufen von   3000   Teilen heissem Wasser emulgiert. Dann lässt man unter Stickstoff innerhalb 1 h 400 Teile Vinylimidazol zutropfen und rührt noch 1 h weiter. Anschliessend wird das   Produkt ausgedämpft, flltriert,   gewaschen und im Vakuum bei 80 C getrocknet. Man erhält 840 Teile Produkt, das einen Stickstoffgehalt von 9, 6 Gew. -%, eine Säurezahl von etwa 34 und den Erweichungspunkt 175-180 C hat.

   Es eignet sich sehr gut als die Anfärbbarkeit verbessernder Zusatz zu kristallinem Polypropylen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinwachsen, dadurch gekennzeichnet, dass man Sauerstoffatome enthaltende Polyolefinwachse, die einen Sauerstoffgehalt von 1 bis 10 Gew.-%, einen Peroxydgehalt von 0, 001 bis 0, 3 Gew.-% und eine Säurezahl von mindestens 1 aufweisen, mit Verbindungen umsetzt, die mindestens ein gegebenenfalls substituiertes Stickstoffatom aufweisen.
AT525665A 1965-06-10 1965-06-10 Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyolefinwachse AT254838B (de)

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