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Mundstück für die Führung des Schweissdrahtes in Einrichtungen für die Elektroschlackeschweissung
Die Erfindung betrifft die Vervollkommnung des Mundstückes für die Schweissdrahtführung in Elektro- schlackeschweisseinrichtungen, welches in der Praxis durch den Übergang des zur Schweissstelle geführten Schweissdrahtes oft abgenutzt wird.
Das Mundstück stellt jenen Teil der Elektroschlackeschweisseinrichtung dar, welcher zur Führung des Schweissdrahtes während der Schweissung aus dem Vorratsbehälter über eine Zureichereinrichtung zur Schweissstelle dient. Es sind Mundstücke bekannt, die während der Schweissung zum Teil abgeschmolzen werden, die sogenannten Abschmelzstücke und Mundstücke, die während der Schweissung überhaupt nicht abgeschmolzen werden. Durch die Erfindung werden Mundstücke vervollkommnet, die während der Schweisszeit nicht abgeschmolzen werden.
Derartige Mundstücke werden bisher auf zweierlei Art konstruiert. Die eine Ausführung ist aus einem Stück, z. B. aus einer Cu-Stange hergestellt, in die zunächst ein Kanal für den Schweissdraht ausgebohrt wird, worauf die Stange zu einer Flachform bearbeitet und entsprechend umgebogen wird. Die andere Ausführung besteht aus Stahlröhren mit entsprechender Krümmung, die gegebenenfalls durch Rippen versteiftwerden. Der grösste Nachteil dieser Mundstücke ist der, dass im Falle einer Abnutzung des Führungsteiles, durch welchen der Schweissdraht hindurchgeht, das ganze Mundstück entwertet und vollständig ersetzt werden muss. Ein nur aus einem Rohr hergestelltes Mundstück hat keine genügende Steifheit, was beider Elektroschlackeschweissung mit Elektrodenausschwenkung, den gestellten Forderungen nicht nachkommt und ausserdem unzulässig ist.
Diese Nachteile werden durch das erfindungsgemässe Mundstück beseitigt.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass in der Führungshülse des Mundstückes, die durch zwei Seitenwände und eine Stirnwand, die gegenseitig z. B. durch Schweissung fest verbunden sind, gebildet wird, ein besonderes Führungsrohr aus metallischem, elektrisch leitendem Werkstoff für die Schweissdrahtführung gelagert ist. Dieses Führungsrohr wird an die Wände der Führungshülse nicht befestigt, sondern nur derart gelagert, dass es leicht herausgenommen werden kann. Von der zweiten Seite des Führungsrohres, gegenüber der Stirnversteifung der Führungshülse, ist in dieser abnehmbar eine Leiste derart befestigt, dass sie das Führungsrohr fest an die Stirnversteifung der Führungshülse andrückt.
Diese Leiste ist an die Schweissstromleitung angeschlossen und sichert so die Zuleitung des Schweissstromes in das Führungsrohr und somit auch in den Schweissdraht.
Der Ausgleicher des Schweissdrahtes, welcher aus der Mündung der Führungshülse des Mundstückes herausgeht, ist an seinem Ende, welches dessen Funktionsteil bildet, mit einem austauschbaren Endstück versehen. Der Ausgleicher, der selbst die Form eines, um einen Zapfen schwenkbaren Armes aufweist, ist miteiner Regeleinrichtung versehen, die in Form eines herausschiebbaren Zapfens mit schräger Endfläche ausgeführt ist, die beim Einschieben des Zapfens entlang der Ausgleicherendkante gleitet und dadurch denselben herausdrückt und zugleich dessen Ausschwenkung ändert.
In den Fig. l - 3 der Zeichnungen ist ein praktisches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, wobei Fig. l die Seitenansicht auf das Mundstück in teilweisem Schnitt, Fig. 2 den schnitt durch das Mundstück gemäss A-A aus Fig. l und Fig. 3 den Schnitt gemäss B-B aus Fig. l darstellt.
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Das Führungsrohr 5 aus metallischem, elektrisch gut leitendem Werkstoff, z. B. aus Messing oder Bronze, ist in einer Stahlhülse gelagert, die durch zwei Seitenbleche 2 und 9 und eine an diese angeschweisste Mittelversteifung 6 gebildet wird. An die Innenwand dieser Mittelversteifung 6 wird das Führungsrohr 5 mittels der Stromleiste 7 angedrückt, die in den Seitenblechen 2 und 9 der Führungshülse mittels der Schrauben 11 und der Stifte 8 gesichert ist. Das Führungsstück 5 ist an der Mündung des Mundstückes mit einem Ausschnitt versehen, in welchen das Prisma 14 aus Hartmetall eingreift, welches z. B. mittels Anlöten an der Mittelleiste 6 der Führungshülse des Mundstückes befestigt ist und durch seinen hohen Verschleisswiderstand, die Lebensdauer des meist beanspruchten Teiles des Führungsrohres 5 verlängert.
Der Ausgleicher 10 des Schweissdrahtes ist schwenkbar an dem Zapfen 1, der in den Seitenblechen 2 und 9 der Führungshülse eingesetzt ist, schwenkbar gelagert und mit einem austauschbaren Endstück 15 versehen, welches am Ausgleicher 10, z. B. mittels der Schrauben 13, befestigt ist. Das Endstück 15 des Ausgleichers 10 ist mit einer Isolierwalze 16, z. B. aus keramischem Werkstoff, versehen, die den Zweck hat, die Berührung der leitenden Mundstückteile mit den Schweisskanten des Schweissstückes während eier Schweissung zu verhindern.
Das Ausschwenken des Ausgleichers 10 um den Zapfen 1 und dadurch auch der Druck des Endstückes 15 auf den Schweissdraht, der nicht eingezeichnet ist, wird durch eine in der Führung 24 gelagerte Einrichtung geregelt, welche Führung in dem Seitenblech 2 der Führungshülse 24 des Mundstückes mittels der Schrauben 23 befestigt ist. In dieser Führung 24 ist herausschiebbar der Zapfen 19 mit der Mutter 21 gelagert. Durch seine schräge Endfläche P stützt sich der Zapfen 19 an der Innenkante des Ausgleichers 10 ab. Die Mutter 21 ist mit einem Handrad 17 aus Isolierwerkstoff mittels der Schrauben 19 verbunden. Gegen Verschieben in der Führung 24 istdieMutter 21 mittels der Schraube 20 gesichert. Der Zapfen 19 ist mittels der Schraube 22 gegen Verdrehung in der Führung 24 gesichert.
Die Führungshülse des Mundstückes, bestehend aus den Seitenblechen 2 und 9 und der Mittelleiste 6 mit eingebautem Führungsrohr 5, ist mittels der Schrauben 3 in der Nut des Ansatzes 4 befestigt, welcher an der Schweisseinrichtung befestigt ist.
Beim Schweissen wird der Schweissdraht aus dem Vorratsbehälter durch die Zureichereinrichtung in das Führungsrohr 5 zugereicht, durch welches er der Schweissstelle zugeführt wird. Nach dem Heraustreten aus der Mündung 5 stützt sich der Schweissdraht an das Endstück 15 des Ausgleichers 10 ab, welches dem Draht beim Heraustreten aus dem krummen Rohr der Führungshülse, die richtige Richtung erteilt. Die Ausschwenkung des Ausgleichers 10 und dadurch auch dessen Endstückes 15 kann durch Verdrehen des Handrades 17 geregelt werden. Durch Einschieben des Zapfens 19 an der schrägen Fläche P wird der Ausgleicher 10 aus der Hülseherausgedrückt und dadurch dessen Endstück 15 an den Schweissdraht angedrückt, wodurch derselbe mehr umgebogen wird.
Demgegenüber wird beim Einschieben des Zapfens 19 in die Führung bzw. die Hülse 24 der Ausgleicher 10 durch Druckeinwirkung des Schweissdrahtes auf das Endstück 15 in die Führungshülse des Mundstückes eingedrückt.
Beim Schweissen wird das Führungsrohr 5 bedeutend auf Verschleiss beansprucht. Das abgenutzte Führungsrohr 5 wird leicht derart ausgetauscht, dass nach Lockerung der Stromleiste 7 diese herausgenommen wird und hierauf das Führungsrohr 5 ersetzt wird.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Mundstückes besteht darin, dass dasselbe leicht auseinandergenommen werden und das am meisten dem Verschleiss unterliegende Führungsrohr ausgetauscht werden kann. Dadurch wird eine lange Lebensdauer des Mundstückes gewährleistet. Den gleichen Vorteil hat auch die Ausführung des Ausgleichers mit austauschbarem Endstück. Ausserdem gewährleistet die erfindungsgemässe Ausführung eine grosse Steifheit des Mundstückes, sowie dessen einfache und leichte Herstellung mit geringer spanabhebender Bearbeitung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mundstück für die Schweissdrahtführung in Einrichtungen für die Elektroschlackeschweissung, d adurch gekennzeichnet, dass in einer durch Seitenwände (2,9) und eine Mittelversteifung (6) gebildeten Hülse ein Metallrohr (5) für die Schweissdrahtführung zur Schweissstelle eingesetzt ist.