<Desc/Clms Page number 1>
Belichtungsmesser
Die Erfindung bezieht sich auf einen Belichtungsmesser mit einem lichtempfindlichen Element, das im Belichtungsmessergehäuse hinter einer den Lichteinfallswinkel bei Objektmessung begrenzenden
Lichteintrittsöffnung angeordnet ist, welche durch eine verschwenkbare Messklappe mit Diffusor zur Licht- messung und bei Nichtbenutzung durch ein lichtdurchlässiges Organ vollständig abdeckbar ist.
An einen optimalen Belichtungsmesser sind folgende Anforderungen zu stellen : a) Es soll eine Objektmessung möglich sein, bei der das am aufzunehmenden Objekt reflektierte Licht unmittelbar auf das lichtempfindliche Element auftrifft. Der Einfallswinkel des Lichtes muss dabei entsprechend dem späteren Aufnahmewinkel begrenzt sein. b) Es soll eine Lichtmessung möglich sein, bei der das im Aufnahmeraum vorhandene Licht diffus und unter Wegfall der Begrenzung des Lichteinfallswinkels auf das lichtempfindliche Element gelenkt wird. c) Ist das lichtempfindliche Element zur Erhöhung der Messgenauigkeit als Photowiderstand ausgebildet, dann muss eine vollkommene Abdeckung zum Ausschalten von Messnachwirkungen möglich sein, wobei die Abdeckung eine den Benutzer auf die Tatsache einer mangelnden Abdeckung aufmerksam machende Offenstellung einnehmen soll.
Bei einem bekannten Belichtungsmesser der eingangs beschriebenen Art ist der Diffusor eine leicht konvex gewölbte Platte, in die herausnehmbar eine Abdeckscheibe einsetzbar ist. Durch Hochschwenken der Klappe ist eine genaue Objektmessung möglich. Bei der Lichtmessung ist jedoch der erfasste Raumwinkel wegen der schwachen Diffusorwölbung zu gering. Die Abdeckung ist verlierbar und gibt dem Benutzer keinen offenkundigen Hinweis darauf, ob sie angebracht ist oder nicht.
Bei einem andern bekannten Belichtungsmesser ist das lichtempfindliche Element durch einen fest eingebauten ersten Diffusor ständig abgedeckt. Vor diesen ist ein in einer Klappe angeordneter zweiter Diffusor schwenkbar, so dass eine Lichtmessung in zwei Bereichen möglich ist. Eine Objektmessung ist dagegen unmöglich. Das lichtempfindliche Element kann auch nicht vollständig abgedeckt werden.
Es ist auch ein Belichtungsmesser bekannt, bei dem das als Photowiderstand ausgebildete lichtempfindlicheElement durch einen fest eingebauten, halbkugelförmigen Diffusor abgedeckt ist. Über den Diffusor kann eine lichtundurchlässige Gehäusehaube geschwenkt werden, die im Bereich des Diffusors eine Schwenkklappe enthält. Zur Objektmessung wird die Gehäusehaube geschlossen und dieSchwenkklappe geöffnet. Die dadurch entstehende Öffnung begrenzt zwar den Lichteintrittswinkel, doch wird das Objektlicht durch den fest eingebauten Diffusor geschwächt. Bei Verwendung eines Photowiderstandes als lichtempfindliches Element können infolge des fest eingebauten Diffusors diehohenEmpfindlichkeitseigen- schaften des Photowiderstands nicht ausgenutzt werden.
Bei einem weiteren bekannten Belichtungsmesser sind vor der Photozelle zwei ebene Klappen angeordnet, deren innenliegende kleine Lichtdurchtrittsöffnungen besitzt, während die aussenliegende lichtundurchlässig ist. Mit diesem Belichtungsmesser kann nur eine Objektmessung in zwei Messbereichen vorgenommen werden, die durch Hochschwenken einer oder beider Klappen bestimmt sind.
Schliesslich sind Belichtungsmesser bekannt, bei denen als Abdeckvorrichtung ein lichtundurchlässiger Schieber vorgesehen ist. Die Verwendung eines, unter Umständen jalousieartig ausgebildeten Schiebers hat den Nachteil, dass am Belichtungsmessergehäuse besondere Führungen angebracht werden müssen,
<Desc/Clms Page number 2>
die es schwierig machen, zusätzlich noch einenDiffusor vorzusehen. Es gibt zwar Schieber, die in einem
Abschnitt lichtundurchlässig und in einem weiteren Abschnitt als Diffusor ausgebildet sind. Diese haben jedoch einen grossen Verschiebeweg und geben leicht zu Bedienungsfehlern Anlass. Sie geben dem Benut- zer auch keinen offenkundigen Hinweis darauf, dass die Abdeckung vergessen wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Belichtungsmesser der eingangs beschriebenen Gat- tung so auszubilden, dass er alle obenerwähnten Forderungen erfüllt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass bei Ausbildung des lichtempfindlichen Elementes als Photowiderstand neben der Lichtein- trittsöffnung ein Paar von über diese und übereinanderschwenkbaren Klappen angeordnet ist, deren innere als Messklappe ausgebildet und mit einem in an sich bekannter Weise kugelkalottenförmigen Diffusor in der sonst lichtundurchlässigen Klappe versehen ist, und deren äussere zum Aufnehmen des Diffusors nach aussen gewölbt und als lichtundurchlässige Abdeckklappe ausgebildet ist.
Eine Objektmessung ist durch Hochschwenken beider Klappen möglich, wobei die Lichteintrittsöff- nung den Einfallswinkel begrenzt. Zur Lichtmessung wird der kugelkalottenförmige Diffusor mit einem
Handgriff vor die Lichteintrittsöffnung geschwenkt. Es kann nicht vorkommen, dass die Abdeckung ver- sehentlich offen bleibt. Die in diesem Fall abstehende Klappe macht den Benutzer auf die mangelnde Ab- deckung aufmerksam, da das Gerät durch den vorstehenden Teil unhandlich wird. Durch das Übereinanderschwenken der beiden Klappen ergibt sich eine platz-und kostensparende Bauweise.
Nach einer zweckmässigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Mess- und die Abdeckklappe scharnierartig auf einem gemeinsamen Schwenkbolzen gelagert sind. Dies trägt zu einer weiteren Vereinfachung des Aufbaus bei.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit der Zeichnung hervor. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen Teilschnitt durch einen erfindungsgemässen Belichtungsmesser.
Der in der Zeichnung im Teilschnitt dargestellte Belichtungsmesser weistals lichtempfindliches Organ einen Photowiderstand 1 auf. Um den Photowiderstand 1 zwischen den Messungen gegen Lichteinfall zu schützen, ist eine Abdeckvorrichtung vorgesehen, die erfindungsgemäss als Abdeckklappe 2 ausgebildet ist. Die Klappe 2 besteht aus einem lichtundurchlässigen Material und ist nach aussen konvex gewölbt. Sie ist schwenkbar gelagert, u. zw. in der Weise, dass sie aus der in der Zeichnung dargestellten Schliessstellung im Sinne des Pfeiles A in eineOffenstellung verschwenkt werden kann, in der Licht auf den Photowiderstand 1 auftreffen kann. Die Abdeckklappe 2 ist durch bei 3 angedeutete und im einzelnen nicht dargestellte lösbare Verriegelungsmittel gegenüber dem Gehäuse 4 des Belichtungsmessers verriegelbar.
Besonders geeignet ist eine Federrastverriegelung.
Die Ausbildung der Abdeckvorrichtung 2 als nach aussen gewölbte Klappe ergibt nicht nur eine steife und den Photowiderstand 1 daher gut schützende Konstruktion ; vielmehr verbleibt auf diese Wei- se im Inneren der Abdeckklappe 2 ein Hohlraum 5, in welchem nach der Erfindung eine Diffusorklappe 6 angeordnet ist. Die Diffusorklappe 6 besteht in ihrem Abschnitt 6a aus einem lichtdurchlässigen, das Licht streuende Material bekannter Art. Die Diffusorklappe 6 ist ebenfalls schwenkbar gelagert, wobei der zur Lagerung dienende Abschnitt 6b zwecks Vermeidung von Lichtbrücken vorteilhafterweise aus einem lichtundurchlässigen Material besteht. Um eine Lichtundurchlässigkeit an der Lagerungsstelle zu erzielen, kann das Diffusormaterial entweder in diesem Bereich eingefärbt sein oder die Diffusorklappe 6 kann zweiteilig ausgebildet sein.
Die Diffusorklappe 6 ist in dem Abschnitt 6a kugelkalottenförmig nach aussen gewölbt, so dass bei in die Offenstellung verschwenkter Abdeckklappe 2 Licht von allen Seiten auf die Diffusorklappe auftrifft. Vorteilhafterweise sind die Abdeckklappe 2 und die Diffusorklappe 6 scharnierartig auf einem gemeinsamen Gelenkbolzen 7 gelagert. Die Konstruktion wird dadurch besonders einfach und raumsparend.
EMI2.1
Diffusorklappelerweise beim Verschwenken der Abdeckklappe 2 in die Offenstellung die Diffusorklappe 6 mitgenommen. Wenn eine Messung mit vorgeschaltetem Diffusor erwünscht ist, dann wird die Verriegelung 8 gelöst und die Diffusorklappe 6 verbleibt im Lichtweg.
Bei dem gezeichneten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein Einsatzstück 9 vorgesehen, das in einer Nut 10 des aus zwei Hälften 4a und 4b bestehenden Belichtungsmessergehäuses gehaltert ist.
Das Einsatzstück 9 dient einerseits als Träger des Photowiderstandes 1 und ist anderseits mit einem Lappen 9a versehen, der zur Befestigung des Gelenkbolzens 7 für die Scharniergelenklagerung der Klappen 2 und 6 dient. Das Einsatzstück 9 fasst die Klappen 2 und 6 mit dem Photowiderstand zu einer Baueinheit zusammen, was die Herstellung und Montage des Belichtungsmessers erheblich vereinfacht.
<Desc/Clms Page number 3>
Die Abdeckklappe 2 ist zweckmässig so geformt und gelagert, dass sie aus der Abdeckstellung um wenigstens 1800 verschwenkbar ist. Dadurch wird nicht nur sichergestellt, dass die offene Abdeckklappe den Lichteinfall auf den Diffusor in keiner Weise behindert, sondern es wird dadurch auch erreicht, dass die vollständig umgeschwenkte Abdeckkla ppe den Belichtungsmesser zum Ablegen und Einstecken unhandlich macht, wodurch der Benutzer an die Notwendigkeit, die Klappe nach der Messung zu schliessen, erinnert wird.
Die nach aussen gewölbte Form der Abdeckklappe bietet die in der Zeichnung nicht dargestellte Möglichkeit, neben der Diffusorklappe 6 noch weitere Klappen im Hohlraum 5 anzuordnen. Dadurch können eine oder mehrere, teilweise lichtdurchlässige Klappen zusätzlich vorgesehen werden, die zum Erfassen verschiedener Helligkeitsbereiche wahlweise vor den Photowiderstand 1 geklappt werden können.
Sämtliche, aus der Beschreibung und der Zeichnung, einschliesslich deren konstruktiven Einzelheiten, hervorgehenden Merkmale können, auch in beliebigen Kombinationen, erfindungswesentlich sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Belichtungsmesser mit einem lichtempfindlichen Element, das im Belichtungsmessergehäuse hin-
EMI3.1
von über diese und übereinanderschwenkbaren Klappen angeordnet ist, deren innere als Messklappe ausgebildet und mit einem in an sich bekannter Weise kugelkalottenförmigen Diffusor in der sonst lichtundurchlässigen Klappe versehen ist, und deren äussere zum Aufnehmen des Diffusors nach aussen gewölbt und als lichtundurchlässige Abdeckklappe ausgebildet ist.