AT249905B - Verfahren zur Ausbildung maßgenauer Innenoberflächen an rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus glasartigem Werkstoff - Google Patents
Verfahren zur Ausbildung maßgenauer Innenoberflächen an rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus glasartigem WerkstoffInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Ausbildung massgenauer Innenoberflächen an rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus glasartigem Werkstoff EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Demnach darf die Temperatur des vorgewärmten Dornes die untere Kühltemperatur des glasartigen Werkstoffes nicht wesentlich übersteigen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben, in welchen dieFig. 1 - 4 vier Einzelschritte einer Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens für die Erzeugung einer glatten, konischen Innenoberfläche im Endabschnitt eines Glasrohres darstellen. Die im Beispiel enthaltenen Temperaturangaben beziehen sich auf die Bearbeitung eines normalen Geräteglases, wie Pyrex (Warenzeichen) oder Duran (Warenzeichen), mit Werkzeugen aus Inconel (Warenzeichen). Es versteht sich, dass für glasartigewerkstoffe mit anderer Temperatur/Viskositäts-Beziehung entsprechend geänderte Werte einzusetzen sind. - Beispiel : EinGlasrohr l, von welchem in den Zeichnungen nur das rechte Ende mit Längsschnitt dargestellt ist, wird an dem nicht dargestellten Teil in einem drehbaren Futter eingespannt und mit konstanter Drehzahl um seine Längsachse gedreht. Alsdann wird es an der Stelle la mit einer Acetylenflamme 2', deren Temperatur auf die Glassorte abgestimmt ist, erweicht, damit man dem ganzen Endabschnitt 1b die annähernd entgültige Gestalt, d. h. hier die Form einer Kegelhülse, geben kann. Zu diesem Zweck drückt man mit einem um seine Längsachse 4a drehbargelagertenFormwerkzeug 4 auf den Endabschnitt lb und verschiebt gleichzeitig die Flamme kontinuierlich aus der Stellung 2- in die Stellung 2, wodurch der Endabschnitt des Rohres eine roh angenäherte Gestalt erhält. Wünscht man dasRohrende mit einem Rand zu versehen, so verwendet man vorteilhaft zwei weitere, ebenfalls um ihre Längsachsen 5a bzw. 6a drehbare Formwerkzeuge 5 und 6, die beide vom sich drehenden Glasrohr mitgenommen werden, wobei das erste die verformbareGlaswandung innenabstützt unddas zwei- EMI2.1 setzt einen auf zirka 4500C vorgeheizten Dorn 7 in die freie Öffnung des Endabschnittes 1b ein, welcher sich frei drehen kann oder mit derselben Drehzahl angetrieben wird wie das Glasrohr 1. Das EMI2.2 Ende des GlasrohressteRohrende sich auf denDorn 7 legt, der eine möglichst glatte Oberfläche aufweist. Alsdann wird die Flamme langsam und kontinuierlich aus der Stellung 2 in die Stellung 2'verschoben, während sich das Rohr 1 zusammen mit dem Dorn 7 weiterhin um seinelängsachse dreht, so dass die Erhitzungzone vom Rohrende her gegen die andere Seite des Rohrendabschnittes fortschreitet. Dabei kommt wegen des im Rohrinneren herrschenden Vakuums der Endabschnitt dicht auf den Dorn 7 zu liegen. Durch die Berührung mit dem erhitzten Glas wird die Temperatur des Domes 7 weiterhin um etwa 100-150 C erhöht, während gleichzeitig das Rohrende sich nach dem Weiterschreiten der Flamme abkühlt und verfestigt. Wenn die Flamme an der Stelle 2'angekommen ist, wird sie gelöscht. Nachdem zwischen Werkstück und Dorn Temperaturausgleich eingetreten ist, kühlt sich das Ganze ab, wasgewünschtenfalls durch passende Massnahmen beschleunigt werden kann. Da der Dorn 7 im Bereiche unterhalb der Trans- fbrmationstemperatur einen grösserenwärmeausdehnungskoeffizienten hat als das Glasrohr l, schwindet er beim Abkühlen mehr, so dass er sich vom Rohr löst und sich so ohne Schwierigkeit aus dem Werkstück entfernen lässt. Die'im zweiten Absatz dieses Beispiels beschriebene Vorbearbeitung (entsprechend Fig. 2 und 3) kann auch ganz oder teilweise unterbleiben. Das Erhitzen braucht nicht unbedingt mit der Flamme zu erfolgen. Vielmehr sind unter entsprechender Anpassung des Gesamtvorganges ebensogut elektrische Widerstandsheizung, induktive Heizung usw. anwendbar. Ausser bei kegelhülsenförmigen Hohlkörpern können auch bei andern rotationssymmetrischen Hohlkörpern massgenaue, glatte Innenoberflächen in der beschriebenen Weise ausgebildet werden, z. B. bei Hohlzylindern, Kugelpfanne u. dgl.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Ausbildung massgenauer Innenoberflächen an rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus glasartigem Werkstoff, bei dem der ein geringes Übermass aufweisende Hohlkörper auf einen Dorn aufgesaugt wird, und bei dem eine Erhitzungszone in der Richtung, von der die Saugwirkung ausgeht, axial durch den Hohlkörper geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn auf eine nichtwe- sentlich höher als die untere Kühltemperatur und nicht tiefer als 150 C unterhalb der unterenKühltemperatur des glasartigen Werkstoffes liegende Temperatur vorgewärmt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH371964 | 1964-03-23 |
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ID=4262026
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| AT923164A AT249905B (de) | 1964-03-23 | 1964-10-30 | Verfahren zur Ausbildung maßgenauer Innenoberflächen an rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus glasartigem Werkstoff |
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1964
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- 1964-11-24 BE BE656164A patent/BE656164A/xx unknown
Also Published As
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| NL6413125A (de) | 1965-09-24 |
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