AT24889B - Verfahren zum Lackieren von Saiteninstrumenten. - Google Patents

Verfahren zum Lackieren von Saiteninstrumenten.

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Johann Adam Weidinger
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  Verfahren zum Lackieren von Saiteninstrumenten. 



   Die vorliegende Erfindung geht von der Beobachtung aus, dass bei den   berühmten   italienischen Geigen der Lack so auf dem Holz liegt, als könnte man ihn wegnehmen, während er bei den Geigen der neueren Zeit in die Poren des Holzes eingedrungen ist. 



  Nach der Erfindung soll eine Lackierung, welche in jeder Hinsicht derjenigen der erwähnten   Meisterinstrumente   gleichkommt, dadurch erreicht werden, dass das Instrument an den zu behandelnden Stellen mit einem Bindemittel bestrichen und der Lack selbst in Gestalt einer trockenen Folie aufgebracht wird. 



   Im einzelnen geschieht die Ausübung des vorliegenden Verfahrens, welches sich ausser für Geigen auch für sonstige Saiteninstrumente verwenden lässt, wie folgt :
Behufs Herstellung der Folie wird auf eine für Wasser durchlässige Unterlage, zum Beispiel eine poröse Platte aus   dehnbarem   Gummi oder einen   Leinwand-oder Papier-     streifen, durch wiederholtes Bestroichen   eine Schicht Klobgummi aufgetragen, auf dieser durch   vier-bis achtmaliges Bostreichen eine Lackschicht   von der   gewünschten Stärke   erzeugt, und nach dem Trocknen des Lackes die Rückseite der Unterlage mit   warmem   Wasser befeuchtet, so dass die Klebgummischicht aufweicht.

   Nunmehr kann die Unterlage 
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Die erhaltene Folio wird auf die zu behandelnden Stellen des Instrumentes (Korpus,
Schnecke, Zargen), die im voraus mit dünnem Leim oder   farblosem   Firnis bestrichen worden sind, gelegt und kommt beim Trocknen des Bindemittels zum festen Anhaften an das Holz. 



   Die Durchsichtigkeit der Folie ermöglicht es, unmittelbar nach ihrem Aufbringen auf das
Holz genau festzustellen, ob sie überall auf dem Bindemittel gleichmässig aufliegt oder oh sich Luftblasen gebildet haben, die vor dem Trocknen des Bindemittels entfernt werden müssten. Nach dem Festwerden des Bindemittels wird der Lack durch Reiben geglättet und nach völligem Trocknen in bekannter Weise   aufgeglänzt.   



   Das beschriebene Verfahren liefert eine   ausserordentlich feurige Lackierung,   die zur
Dauerhaftigkeit der Geige wesentlich beiträgt. Der Lack erscheint durchsichtig und ist geschmeidig, weich und elastisch wie bei den berähmten italienischen Instrumenten. Wie diese sollen such die nach dem   vorliegenden Verfahren lach'"rt & Geigen einen   äusserst edlen
Ton geben, während die mit unvollkommener Lackierung versehenen modernen Geigen meist spröde, hart und schreiend klingen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Lackieren von Saiteninstrumenten, insbesondere Geigen, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Instrument an den zu behandelnden Stellen mit einem Bindemittel   (dünnem   Leim oder farblosem Firnis) bestrichen und der Lack selbst in Gestalt einer trockenen Haut aufgebracht wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung der gemäss Anspruch 1 zu verwendenden Haut, darin bestehend, dass auf einer für Wasser durchlässigen Unterlage durch wiederholtes Bestreichen eine Schicht Klehgummi und darüber durch vielmaliges Bestreichen eine ausreichend starke Lackschicht erzeugt, nach dem Trocknen des Ganzen die Klebgummischicht dnrch Befeuchten der Unterlage mit warmem Wasser aufgeweicht und die Unterlage von der Lackschicht 'abgezogen wird. .- **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT24889D 1905-04-15 1905-12-01 Verfahren zum Lackieren von Saiteninstrumenten. AT24889B (de)

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