AT24874B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hufeisen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hufeisen.

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AT24874B
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pressing
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iron
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Johann Jaekel
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Johann Jaekel
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   Der in Fig. 1.   dargestellte Walzonstuhl, in welchem das   in einem gewöhnlichen Walzwerk hergestellte Stabeisen von rundem, am besten rechteckigen Querschnitt zu einem, dem jeweilig zu erzeugenden Hufeisen entsprechenden Fassonesen ausgewalzt wird, besteht aus   zwei in entgegengesetzter Richtung, in einer Ebene rotierenden Walzscheiben a, b. Eine dritte Walzscheibe c rotiert in einer zu den beiden Scheiben a, b senkrecht gedachten   Ebene. Die Scheibe a, deren Umfang kreis-oder unrund sein kann, wie es die herzustellende Form bedingt, ist von ungleicher Stärke, um zu ermöglichen, Fassoneisen von wechselnder Breite auf seiner ganzen Oberfläche glatt zu walzen. Am Umfango derselben sind Vertiefongon d und e vorgesehen, die zur Bildung der Ansätze für Griff und Stollen dienen.

   Die einzelnen Erhöhungen f am Umfange der Scheibe a sind zur Bildung der Nagel-   rinnen   bestimmt. Diese Vertiefungen und Erhöhungen sind am Umfange der für gewöhnlich kontinuierlich rotierenden Scheibe derart verteilt, dass dieselben bei einer Umdrehung das Fassoneisen für zwei-wie im gezeichneten Ausführungsbeispiel-oder für mehr Hufeisen auswalzen. Es kann aber auch die Scheibe a für nicht periodische Walzung eingerichtet und jeweilig nach Walzung jedes Eisens, also nach jeder Umdrehung durch Ausrückung einer Klauenkupplung K oder dgl. abgestellt worden. Die zweite im entgegen- gesetzten Sinne mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetriebene Scheibe b ist am Um- fange glatt. Bei Herstellung schwächerer Eisen kann auf separaten Antrieb dieser Unter- walze verzichtet und dieselbe lose auf die Welle aufgesteckt worden.

   Ein seitlicher, erhöhter
Rand   g (lieser Scheibe b diont   im Verein mit einer senkrecht zur Ebene des genannten   Scheibenpaares   rotierenden Scheibe c zu einer guten, Krümmungen   des Werkstückes ver-   meidenden Zuführung und zum Auswalzen der Seitenflächen des Stabeisens. Der Rand g bietet zudem den wesentlichen Vorteil, dass er infolge seiner, im Vergleiche zu den Scheiben- 
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 und dadurch ein Verbeissen des letzteren in den Vertiefungen der Scheibe a auf einfache Weise vermeidet, so dass die in solchen Fällen üblichen Rifflungen   entfallen können.

   Die   Scheibe c ist entsprechend den periodisch wiederkehrenden Verbreiterungen, die das Fassoneisen erhalten soll, wie in Fig. 3 dargestellt, unrund und besitzt ausserdem an bestimmten 
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 Scheibe c genau die gleiche Umfangsgeschwindigkeit besitzt wie die Scheibe a. Mittelst einer Welle j ist die Scheibe c in einem in Schlitzen im Walzenständer k beweglichen und durch Schrauben m feststellbaren Support l gelagert. Die Scheibe c ist überdies in 
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   eisen derart vorzubereiten, dass   ein   beliebiges Hufeisen mittelst einer einzigen Pressung   in einer für diesen Zweck geeigneten Matrize hergestellt werden kann.

   In den Fig. 4   und.''   ist ein Stück eines solchen Fassoneisens in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. wie es   unter Benützung der   in den Fig. 1-3 gezeichneten Walzscheiben erhalten   werden kann. Diese eine Ausführungsform   des fassonierten Eisens ist auch in den nachfolgendon Figuren beibehalten. Wesentlich bei diesem Vorfahren ist, dass das die Walzscheiben verlassende Eisen bereits die charakteristischen Erhöhungen und Vertiefungen des zu   bildenden   Hufeisens besitzt.   Nachdem   nun dieses Fassoneisen auf die   beschriebene   Art hergestellt wurde, erfolgt die Teilung desselben in einzelne, der Länge des Hufeisens ent-   sprechfnde Stücke, und zwar   wird dies, wie in Fig.

   G schematisch veranschaulicht, durch 
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 zweiseitige Zuschärfuug, die für die   später zu beschreibende Stollenausbildang   von besonderer Wichtigkeit ist. Nachdem die einzelnen Stücke in Hitze gebracht worden sind, werden sie in einer üblichen Hufeisenbiegemaschine mittelst einer Spannzange über   eme. m Stahlkern     gebngen und hierauf   noch in derselben   Hitze in hellglühendem Zustande   in die   Matrize j :'   (Fig. 7) eingelegt.

   Dieselbe besteht aus gehärtenem Eisen oder Stahl und besitzt die Ver- 
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 nach dem herzustellenden Hufeisen geformt und hat zwecks leichteren Herausnehmens desselben nach oben hin konisch erweiterte Seitenflächen, welche genügend hoch sind,   um   dem-Stempel eine solche Führung    zu, geben,   dass kein seitliches, zu Gratbildungon Veranlassung gebendes Ausquetschen von Material stattfinden kann.

   Nahe am Orte der rückwärtigen Enden des Hufeisens, wo die Stollenerhöhungen beginnen, ist ein vertiefter Absatz   F. der nach rückwärts,   also in der Verlängerung der Hufeisenschenkel nicht begrenzt   isf,   so dass die Matrize nach dieser Seite hin auch während der Pressung offen bleibt, was   0., in Zweck   hat, dem von oben durch die Patrize   zusammengepressten   Material nach rückwärts Raum zur Ausdehnung zu gewähren. Diese dadurch entstehende Materialansammlung ist zur späteren Bildung von gut geformten, scharfkantigen Stollen erforderlich.

   Nachdem die an irgendeiner Presse oder an einem   maschinell betätigten   Hammer angebrachte Patrize r das eingelegte Hufeisen in einem einzigen Schlag gepresst hat (Fig. 8), wird das nun die genaue Gegenform der Matrize p aufweisende Eisen herausgenommen. Dasselbe ist jetzt bereits bis auf die genaue Stollenform fertig, d. h. mit Griff, Nagelrinnen und Nagellöchern sowie mit Ansätzen für die Kappen versehen.

   Das die Matrize nicht gleichzeitig auch die genauen negativen Formen der herzustellenden Stollen besitzt, hat, wie bereits erwähnt, 
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 des Nachteiles derjenigen Matrizen, welche die genaue negative Form der zu schaffenden Stollen besitzen, bei welchen jedoch statt gut geformter Stollen doch nur solche mit starken Graten und unscharfen Kanten zu erreichen sind, die, sollen sie ein vollendetes Fabrikat darstellen, doch erfahrungsgemäss noch einer Nacharboit bedürfen, die umständlich ist und zudem Materialverschwächungen zur Folge hat. Die beschriebene besondere Ausbildung der vorliegenden Matrize bewirkt, dass nur ein einziger Druck durch die Patrize notwendig ist, um dem Eisen die gewünschte und beizubehaltende Form zu geben.

   Stellenweise   eingeigte   Plättchen können in gewissen Fällen, wo stärker   gepresste   Stellen im Eisen gewünscht werden, ein Auswechseln der Matrize überflüssig machen. Dieselbe Matrize kann auch-zur Herstellung von Wintereisen (Schraubeisen) Verwendung finden, indem man die ent- 
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Ohne das Eisen weiter zu erwärmen, wird dasselbe zur Fertigstellung der beiden   schrien Stollenflehon   in die   Stollel1Presse   (Fig. 9 und 10) eingelegt. Dieselbe besteht aus einer Platte s, in deren Vertiefung das aus der Matrize kommende Hufeisen genau hineinpasst. Um diese Platte für verschiedene Hufeisenarten geeignet zu machen, kann sie 
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   bestehen. Eine zweite, zweckmässig mittelst Scharnieren   an ihr befestigte Platte t deckt das Hufeisen nach oben hin.

   Die Verbindung der Ober- mit der Unterplatte sowie die Art der Abhebung kann auch abweichend von der Zeichnung auf beliebig andere Weise etwa mit Hilfe von Schrauben, Hebeln oder dgl. erfolgen. Der   ( ; riff findet   in einer   Ausnehmung L   Platz, während die frei herausragenden Stollen an den Nasen   A'der Deckelplatte Wider-   lager finden. Irgendeine Klemmvorrichtung kann die   Schlussstollung dieser Deckelplatte     sichern.   Es ist also das Hufeisen bis auf die Stollen vollständig eingeschlossen, wodurch 
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 mit einem Exzenter oder einer Kurbel in Verbindung stehend, eine hin und her gehende   Bewegung yol1fUhrt.

   An   der dem eingelegten Hufeisen zugekehrten Seite desselben sind Stahlmesserbacken c auswechselbar angebracht, die der jeweiligen Form der Stollen   ent-   sprechen und die scharfkantige Formung der freiliegenden   Stollenenden   bezwecken. Die 
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   Ventilsitz weggehoben,   so dass das Kühlmittel durch einen   Zufuhrungsschlaucb   in die unter dem Rufeisen mündenden Verzweigungskanäle X gelangen kann. Auf die Abkühlung   d''r   zu pressenden Stollen hat die Einspritzung keinen Nachteil, da sie erst zur Wirkung   gelangt,   wenn die Pressung beinahe vollendet ist. 

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  Die Stollen stellen bei dieser gewählten Ausführung dreiseitige Prismen mit einen\ Kantenwinkel von beiläufig 600, die Griffe vierkantige, prismatische Erhöhungen dar. Selbstverständlich können auch andere Formen des Griffes und der Stollen, je nachdem sie für Hufeisen von   Roit-,   Jagd-oder Zugpferden bestimmt sind, gewählt und dem beschriebenen Verfahren gemäss mit den gleichen Vorrichtungen ausgeführt worden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Erzeugung von Hufeisen, darin bestehend, dass in der Höhe und Breite entsprechend fassoniertes Stabeisen zu einzelnen Stücken derart   abgekneift   wird, dass die Enden beidseitige, keilförmig gegeneinander verlaufende Abschrägungen erhalten und diese einzelnen Stücke, nachdem sie in   üblicher Weise erwärmt   und um einen Stahlkorn gebogen wurden, in derselben Hitze durch Pressen in einer entsprechend ausgebildeten Matrize bis auf die genaue Begrenzung der Stollen genau geformt und hierauf in einer lediglich die genaue Ausbildung der Stollen bewirkenden Presse noch in derselben Hitze fertig gestellt werden.

Claims (1)

  1. 2. Walzenstuhl zur Erzeugung des entsprechend vorgeformten Fassoneisens für das Vorfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass dessen glatte Führungsscheibe (b) EMI4.2 Walzenscheiben senkrecht gerichtete Achse rotierende Scheibe (c) vorgesehen ist, die zum Zwecke der Ausbildung der Seitenflachen des Fassoneisens unrund und mit vorspringenden EMI4.3 Teilung der Stabstücke dienen.
    3. Matrize zum Pressen des nach Anspruch 1 herzustellenden Hufeisens, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe hinter den Stollen, also in der Verlängerung der hufeisenschenkel auch während des Pressens behufs freien Materialflusses an den Stollenenden offen ist und mit vor den Zehenbug vorspringender Aussparung zur Bildung einer zweckmässigen Kapponvorform versehen ist, wodurch ermöglicht wird, ein bis auf die genaue Stollenform fortiges ilufeisen mit einer Pressung herzustellen und ein Aufziehen der Zehenkappe ohne Schwächung des Eisens zu erzielen.
    4. Presse zur Ausbildung der Stollen des nach Anspruch 3 vorgepresste Hufeisens, gekennzeichnet durch eine ein- oder mehrteilige Grundplatte (s), die zur Aufnahme des Hufeisens dient und eine eventuell durch Scharniere mit ihr erbundene Deckelplatte (t), welche mit Hilfe entsprechender Ansätze ein Widerlager für die freiliegenden Stollen bildet. die durch einen mit auswechselbaren Messern (v) ausgestatteten schioberartigen, in einer Verlängerung der Grundplatte geführten Stempel (u), der unmittelbar vor Beendigung seines Presshubes mittelst eines Stiftes oder dgl. eine Einspntzkühlvorrichtung automatisch betätigt, die gewünschte Form erhalten.
AT24874D 1905-06-10 1905-06-10 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hufeisen. AT24874B (de)

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