AT248432B - Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure

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AT248432B AT102464A AT102464A AT248432B AT 248432 B AT248432 B AT 248432B AT 102464 A AT102464 A AT 102464A AT 102464 A AT102464 A AT 102464A AT 248432 B AT248432 B AT 248432B
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   Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R einen-COO-Alkyl-Rest oder die Nitrilgruppe und    R1 eine   Alkylgruppe bedeuten. Die erfindungsgemäss herzustellenden Derivate stellen Zwischenprodukte für die Herstellung wertvoller Pharmazeutika dar. 



   Es ist bekannt, Verbindungen der allgemeinen Formel I dadurch zu erhalten, dass man ein Keton 
 EMI1.2 
 Verbindung wird dann in mehreren Reaktionsstufen zum 2-Alkyl-isonicotinsäureester umgesetzt, der gegebenenfalls in die 2-Alkyl-isonicotinsäure oder deren Nitril übergeführt werden kann (brit. Patentschrift Nr. 800, 250). 



   Des weiteren sind Verfahrensweisen bekanntgeworden, die von einem 2-Alkylpyridin ausgehen und über die Zwischenstufe   2 - Alkylpyridin - N - oxyd,   2-Alkyl-4-nitropyridin, 2-Alkyl-4-chlorpyridin, 2-Alkyl-4-pyridinsulfonsäure in 4-Stellung des 2-Alkylpyridins eine Cyangruppe einführen, die ebenfalls in die Estergruppe übergeführt werden kann (C. A. 50,1015   [1956] ;   J. allg. Chem. (russ. ) 29,945 [1959]). 



   Es ist ferner bekannt, dass beispielsweise bei der Umsetzung von 4-Methylpyridin mit durch thermische Zersetzung von Bleitetraacetat, Bleitetrapropionat, Dipropionylperoxyd oder durch elektrolytische 
 EMI1.3 
 
Alle diese Verfahren zur Synthese von 2-Alkyl-isonicotinsäure-Derivaten der allgemeinen Formel I zeichnen sich aber durch eine Vielzahl von Zwischenstufen aus, wodurch die Darstellung der genannten Verbindungen sehr erschwert wird und bestenfalls Ausbeuten von etwa   300/0   der Theorie erhalten werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass Derivate der 2-Alkyl-isonicotinsäure der allgemeinen Formel I, worin R einen-COO-Alkyl-Rest oder die Nitrilgruppe und R 1 eine Alkylgruppe bedeuten, vorteilhaft erhalten werden, indem man Diacylperoxyde auf ein Isonicotinsäurederivat der allgemeinen Formel 

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 EMI2.1 
 worin R die obengenannte Bedeutung besitzt, einwirken lässt. 



   Es war überraschend, dass bei derart reaktionsfähigen Derivaten, wie sie die genannten Esterund Nitrile darstellen, die radikalische Substitution am Pyridinkern und nicht an der Nitrilgruppe bzw. den Estergruppen erfolgt. 



   Die erfindungsgemässe Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure der allgemeinen Formel I wird vorzugsweise so durchgeführt, dass man die entsprechenden Derivate der   Isonicotinsäure der   allgemeinen Formel II auf   70 - 1200 C   erwärmt und anschliessend langsam eine äquivalente Menge einer Lösung von Diacylperoxyd eintropfen lässt. Nach beendeter   C02 -Entwicklung   wird das so entstandene Reaktionsgemisch durch eine fraktionierte Vakuumdestillation aufgearbeitet. 



     Beispiel l : 100 g 30' iges   wässeriges H2O2 wurden mit 800 g   Propionsäure-anhydrid   vermischt. 



  Die Mischung wurde 50 h gerührt, wobei durch Kühlung die Temperatur unterhalb 300 C gehalten wurde. 



  Die so erhaltene klare, wasserfreie Lösung von Dipropionylperoxyd in Propionsäure enthielt   16, 2 Gew.-%   an Peroxyd, berechnet auf Dipropionylperoxyd. Die Wasserbestimmung erfolgte nach der Fischer-Methode, die Peroxydbestimmung jodometrisch. 



   150 g Isonicotinsäuremethylester wurden im Wasserbad auf 900 C erwärmt. Unter Rühren wurde die 
 EMI2.2 
 Peroxyde waren danach nicht mehr feststellbar. Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend durch fraktionierte Vakuumdestillation über eine Kolonne getrennt. 



   Dabei wurden erhalten :
1. Fraktion Kp. 400 C/3 mm Hg = 660 g Propionsäure
2. Fraktion Kp. 730 C/3 mm Hg = 70 g Isonicotinsäuremethylester
3. Fraktion Kp. 910 C/3 mm Hg = 51 g   2-Äthyl-isonicotinsäuremethylester.   



  Die Ausbeute an   2-Äthyl-isonicotinsäuremethylester   betrug somit 53% der Theorie, bezogen auf umgesetzten Isonicotinsäuremethylester. 
 EMI2.3 
 Buttersäure enthielt   14, l Gew.-%   an Peroxyd, berechnet auf Dibutyrylperoxyd. 



   100 g Isonicotinsäureäthylester wurden im siedenden Wasserbad auf 1000 C erwärmt. Unter Rühren wurde die Lösung von Dibutyrylperoxyd langsam eingetropft. Nach beendetem Eintropfen liess man 1 h bei 1000 C nachreagieren. Eine CO2-Entwicklung sowie Peroxyd waren danach nicht mehr feststellbar. 



  Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend durch fraktionierte Vakuumdestillation über eine Kolonne getrennt. Dabei wurden erhalten : 
 EMI2.4 
 



   Die Ausbeute an 2-n-Propyl-isonicotinsäureäthylester betrug somit 46% der Theorie, bezogen auf umgesetzten Isonicotinsäureäthylester. 



   Beispiel   3 : 100g 55'0iges wässeriges H202 wurde   mit 860g Propionsäure-anhydrid vermischt. Die Mischung wurde 20 h bei   30    C gerührt. Die so erhaltene wasserfreie Lösung von Dipropionylperoxyd in   Propionsäure enthielt 26 Gew.-% an Peroxyd, berechnet auf Dipropionylperoxyd. 



  150 g Isonicotinsäurecitril wurden im Ölbad auf 1100 C erwärmt. Unter Rühren wurde die Lösung von   Dipropionylperoxyd langsam eingetropft. Nach beendetem Eintropfen liess man 30 min bei 1100 C nachreagieren. Eine   C02 -Entwicklung   sowie Peroxyde waren danach nicht mehr feststellbar. Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend durch fraktionierte Vakuumdestillation über eine Kolonne getrennt. 



   Dabei wurden erhalten :
1. Fraktion Kp.   38-40  C/4 mm Hg = 732   g Propionsäure
2. Fraktion Kp.   60.-65  C/4 mm Hg = 35   g Isonicotinsäurenitril
3. Fraktion Kp.   82 - 850 C/4mmHg =   57 g 2-Äthyl-isonicotinsäurenitril. 



   Die Ausbeute an   2-Äthyl-isonicotinsäurenitril   betrug somit 39% der Theorie, bezogen aufumge- 

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 setztes Isonicotinsäurenitril.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure der allgemeinen Formel EMI3.1 worin R einen-COO-Alkyl-Rest oder die Nitrilgruppe und R1 eine Alkylgruppe bedeuten, dadurch ge g e k e n n z e i c h n e t , dass man Diacylperoxyde auf ein Isonicotinsäurederivat der allgemeinen Formel EMI3.2 worin R die obengenannte Bedeutung besitzt, einwirken lässt.
AT102464A 1964-01-09 1964-02-07 Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Alkyl-isonicotinsäure AT248432B (de)

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