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Halb- oder vollautomatische Waage, insbesondere Leuchtbildwaage
Bekannte halb - oder vollautomatische Waagen werden entweder am Boden frei aufgestellt oder in ein Fundament eingebaut. In beiden Fällen ist die Auswiegeeinrichtung über der Waagenbrücke angeordnet, so dass die Ablesung ungefähr in Augenhöhe möglich ist. Bei Verladung von Langmaterialien oder sonstigen sperrigen Gütern besteht jedoch meist die Gefahr, dass die Wiegeeinrichtung beschädigt wird, falls sie nicht in einem gewissen Abstand von der Waagenbrücke montiert wurde. Wenn die Auswiegeeinrichtung unmittelbar mit dem Unterwerk verbunden ist und somit nahe an der Waagenbrücke steht, ist es notwendig, den Auswiegeapparat durch ein starkes Schutzgitter zu schützen, um dadurch Beschädigungen der Auswiegeeinrichtung zu verhindern.
Die neben der Brücke befindliche emporragende Auswiegeeinrichtung hat ausserdem den Nachteil, dass die Zugängigkeit zur Brücke nur von drei Seiten besteht. Dies bereitet bei Verladungen von Hand oder mit einem Kran oft sehr grosse Schwierigkeiten, weil immer der Wäge- schrank im Wege steht.
Es ist auch eine Waage bekannt, deren Lastbrücke erheblich über dem Boden liegt, so dass Rampen erforderlich sind, um die zu wiegende Last auf die Lastbrücke und von dieser herunter zu bringen. Zum Wiegen wird dort nicht ein mechanisches Werk verwendet, sondern eine deformierbare Zelle, die mit einem das Gewicht anzeigenden Manometer in Verbindung steht, das seitlich des Gehäuses angeordnet ist und sperrig von diesem wegsteht. Ferner ist eine gewöhnliche handbetätigte Waage mit einem Waagebalken und als Reiter ausgebildeten Gewichten bekannt, die einen den gebräuchlichen Küchenwaagen ähnlichen Aufbau besitzt und zum Aufstellen auf eine Unterlage bestimmt ist. Beide Ausführungen sind nicht in ein Fundament eingebaut, sondern vielmehr zum Aufstellen auf einen Boden bestimmt, wobei sie über diesen vorragen.
Gegenstand der Erfindung ist eine halb-oder vollautomatische Waage, insbesondere Leuchtbildwaage, mit einer Lastbrücke, einer Auswiegeeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung, wobei die Auswiegeeinrichtung und die Anzeigeeinrichtung neben der Lastbrücke unter dem Niveau derselben angeordnet sind.
Die oben genannten Nachteile sind erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass bei in ein Fundament eingebauter Lastbrücke die vorzugsweise als Wägeschrank ausgebildete Auswiegeeinrichtung und die insbesondere aus einem Leuchtbildkopf bestehende Anzeigeeinrichtung neben der Lastbrücke in demselben Fundament versenkt angeordnet sind, wobei die Anzeigeeinrichtung durch eine vorzugsweise in der Ebene der Lastbrücke liegende durchsichtige Platte aus Glas od. dgl. abgedeckt ist.
Durch diese Ausbildung ist nicht nur die Lastbrücke von allen Seiten gut zugänglich und das Aufbringen der Last ohne Schwierigkeiten möglich, sondern es wird darüber hinaus eine vollkommen geschützte Anordnung sämtlicher Bestandteile der Waage und eine in der Ebene des Bodens des umgebenden Raumes liegende glatte Abschlussfläche erzielt, ohne dass irgendwelche Teile der Waage über die Bodenebene vorstehen oder Vertiefungen in derselben bilden. Ausserdem sind die Eichplomben sichtbar.
Bei der praktischen Ausführung ist es günstig, wenn die die Anzeigeeinrichtung abdeckende durchsichtige Platte in einem aufklappbaren Schwenkrahmen angeordnet ist. Beim Aufklappen dieses Rahmens kann man die Bedienungsknöpfe od. dgl. insbesondere zur Einstellung des Taragewichtes betätigen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. l zeigt eine Seitenan-
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sicht und Fig. 2 eine Vorderansicht einer Leuchtbildwaage.
Eine Lastbrücke 1 ist in ein Fundament 2 eingelassen, dessen Öffnung durch einen Fundamentrahmen 3 begrenzt ist. Eine Last wird von der Lastbrücke 1 über Rapportgabeln 4, Schlittenstücke 5, Traghebel 6, eine Zugstange 7 und einen Übertragungshebel 8 in einen Wägeschrank 9 übertragen, der im Fundament 2 angeordnet ist. Die Schlittenstücke 5 bzw. die Traghebel 6 sind mittels Spurlager 10 auf einem Gestell 11 gelagert, das ein Mittellager 12 für den Übertragungshebel 8 aufweist und im Fundament 2 versenkt und beispielsweise mittels Steinschrauben befestigt ist. Der Wägeschrank 9 enthält die komplette Auswiegeeinrichtung. Auf den Wägeschrank 9 ist ein Leuchtbildkopf aufgesetzt, der wenigstens ein Ablesefeld aufweist, das in einer vorzugsweise geneigten Fläche 14 angeordnet ist.
Letztere ist durch eine starke Glasplatte 15 od. dgl. abgedeckt, die in einem Schwenkrahmen 16 mit dem Boden fluchtend gelagert ist. Nach dem Aufklappen des Schwenkrahmens 16 ist es möglich, mittels eines Handrades 17 od. dgl. beispielsweise über einen Kettentrieb 18 die Taraskala in die Nullstellung zu bringen bzw. analoge Verstellungen vorzunehmen. Vorteilhaft weist der Leuchtbildkopf 13 eine von der Wiegeskala getrennt angeordnete, mit einer Projektionsoptik yersehene Taraskala auf, die gemeinsam mit der zur Projektion der Wiegeskala dienenden Optik
EMI2.1
B.Patentschrift Nr. 234395 ausführlich beschrieben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Halb- oder vollautomatische Waage, insbesondere Leuchtbildwaage, mit einer Lastbrücke, einer Auswiegeeinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung, wobei die Auswiegeeinrichtung und die Anzeigeeinrichtung neben der Lastbrücke unter dem Niveau derselben angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei in ein Fundament (2) eingebauter Lastbrücke (1) die vorzugsweise als Wägeschrank (9) ausgebildete Auswiegeeinrichtung und die insbesondere aus einem Leuchtbildkopf (13) bestehende Anzeigeeinrichtung neben derLastbrücke (1) in demselben Fundament (2) versenkt angeordnet sind, wobei dieAn- zeigeeinrichtung (13) durch eine vorzugsweise in der Ebene der Lastbrücke (1) liegende, durchsichtige Platte (15) aus Glas od. dgl. abgedeckt ist.