AT24750B - Verfahren zur Darstellung von Cyanderivaten des Pyrimidins. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Cyanderivaten des Pyrimidins.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Cyanderivaten des Pyrimidins. 



   Die Herstellung von Pyrimidinderivaten aus Guanidin durch Kondensation mit ('yanessigester unter Zuhilfenahme von alkalischen Kondensationsmitteln ist schon bekannt (vgl. D. R. P. Nr. 134984, Kl. 12). Auch aus Amidinen und Cyanessigester hat man schon Pyrimidine dargestellt   (vil.   D. R. P. Nr. 135371, KL 12). Es wurde nun gefunden, dass man ähnliche Derivate erhalten kann, wenn man an Stelle von Guanidin das jetzt leicht erhältliche Dicyandiamid auf Cyanessigester, Malonsäureester oder   Azetessigcster   bezw. deren   Substitutionsprodukto   unter den gleichen Bedingungen aufeinander einwirken) ässt, d. h. unter einwirkung von Metallalkoholaten, den Alkalimetallen selbst oder deren Amidverbindungen. 



  Auch wässerige Alkalion wirken kondensierend. Die nach dieser Methode   gewonnenen Ver-   bindungen entsprechen den schon früher   beka@nten Pyrimidinen. Sie unterscheiden sich aber   
 EMI1.1 
 
Oder man kann die gesamte Cyanamidgruppe durch Sauerstoff ersetzen und gelangt auf diese Weise auch wieder zu Barbitursäuren, so dass das Verfahren auch einen neuen Weg zur Herstellung dieser Verbindungen darstellt, was bei der Wohlfeilheit des Dicyandiamids von grosser Bedeutung ist. Durch Abspaltung des Cyans allein und   gleicllzeitiger   Anfügung des Glyoxalinringes an den   Pyrimidinring   kann man sehr wertvolle Körper der Purinreihe erhalten. 



   Beispiele. 



     I.   Cyanamido-4-Amido-6-Oxypyrimidin. Der Verlauf der   Reaktion   ist folgender : 
 EMI1.2 
   5#5 kg metallisches   Natrium werden in absolutem Alkohol gelöst und zu dieser Lösung    zu@ächst 13'4 kg Cyanessigester und   dann 10 kg Dicyandiamid fein gepulvert hinzugegeben. 
 EMI1.3 
 erhalten. Dabei scheidet sich das   Natri@msalz des Pyrimidinderivates grösstenteils kristallinisch   ab. Man saugt die   Kristal ! o ab, dampft   das Filtrat zur Trockne ein, vereinigt den Rückstand mit der abgesaugten Kristallmasse und löst das Ganze in Wasser.   Säuert   man die   Lösung mit Essigsäure (14#4 kg Eisessig) an,   so scheidet sich das   Cyanamido-4-Amido-G-   Oxypyrimidin in farblosen Kristallen ab.

   Der Körper zersetzt sich beim Erhitzen ohne zu schmelzen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    2. Cyanamido-4-Methyl-6-Oxypyrimidin. Aus der folgenden Gleichung ist der Vorlauf der Rendition ersichtlich :   
 EMI2.1 
   4'9     kg metallisches Natrium worden   in   absolutem Alkohol gelöst   und zu dieser Lösung   zunächst     13'9 A' Azetessigester und   hernach 9 kg in absolutem Alkohol gelöstes Dicyandiamid hinzugegeben. Man   erheilt   das Gemisch vier Stunden lang am   Rückfluss'rührer   im Sieden, saugt sonach das Natriumsalz des Pyrimidins, das sich unterdessen teilweise abgeschieden hat, ab und verdampft das Filtrat zur Trockne. Der Rückstand wird mit dem Abgesaugten vereinigt und das Ganze mit wenig Wasser aufgenommen.

   Beim Ansäuern mit Essigsäure (entsprechend   13#2 kg   Eisessig) scheidet sich das Cyanamido-4- Methyl-6Oxypyrimidin aus der wässerigen Lösung in farblosen Kristallon ab. Der Körper schmilzt sehr unscharf bei zirka   2650   unter Zersetzung. 



   3. Cyanamido-4.6-Oxypyrimidin. Die folgende   Gleichung gibt   den Verlauf der Reaktion an : 
 EMI2.2 
   4#9   kg metallisches Natrium werden in absolutem Alkohol gelöst und zu dieser Lösung 17 1 kg Malonester und 9 kg Dicyandiamid, die in absolutem Alkohol gelöst sind, hinzugegeben. Nach zweistündigem Kochen des Gemenges saugt man das Natriumsalz des   ryrimidinderivates,   das sich teilweise fest abgeschieden hat, ab, verdampft das Filtrat zur Trockne und vereinigt den Rückstand mit der abgesaugten Kristallmasse. Aus   der wässerigen   Lösung des Natriumsalzes erhält man beim Ansäuern mit   Essigsäure (13'2 kg Eisessig)   das freie Cyanamido-4. (, Oxypyrimidin in farblosen Kristallen. Die Substanz zersetzt sich beim Erhitzen ohne zu schmelzen. 



   In ganz entsprechender Weise verlaufen die Kondensationen des Dicyandiamides mit den Substitutionsprodukten der angegebenen Ester, z. B. Diäthylcyanessigester, Monomethyl- 
 EMI2.3 
 und 1 Mol. der verschiedenen Ester mit 2 Mol. Natriumäthylat in der angegebenen Weise behandelt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Cyanderivaten des Pyrimidins, dadurch gekennzeichnet, dass man I) icyandian) id mit Azetessigester, Malonsäureester, Cyanessigsäureester oder den Substitutionsprodukten dieser Ester mit Milfe von alkalischon Mitteln kondensiert.
AT24750D 1903-09-15 1905-02-07 Verfahren zur Darstellung von Cyanderivaten des Pyrimidins. AT24750B (de)

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