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Fahrgestell, insbesondere zum Fahrbarmachen von
Baustellengeräten
Die Erfindung betrifft ein Fahrgestell, insbesondere zum Fahrbarmachen von Baustellengeräten, z. B. von Füllersilos, Bindemittelbehältern. Überflurwaagen od. dgl. für den Strassenbau, mit getrennten Achsgestellen und Auflagern auf diesen zur lösbaren Befestigung an dem fahrbar zu machenden Gerät sowie mit einem leicht lösbar mit den Achsgestellen zu verbindenden Fahrgestellteil zur Kopplung der Achsgestelle untereinander für den Leertransport.
Solche Baustellengeräte müssen oft monatelang an ihrem Platz verbleiben. Dies bedeutet aber, dass die Fahrgestelle nicht nur unbenutzt bleiben, d. h. also einen toten Kapitalaufwand darstellen, sondern in besonders hohem Masse den zerstörenden Einflüssen von Staub, Witterung, Chemikalien usw. ausgesetzt sind. Aus diesem Grunde werden bisher bei solchen fahrbaren Baustellengeräten für die Dauer der Bauzeit die Reifen abmontiert und für den Abtransport wieder anmontiert.
Die Montage und Demontage so grosser Reifen ist aber nicht nur zeitraubend und umständlich, sondern führt vielfach auch zu Beschädigungen der Reifen, der Felgen oder der Schläuche. Ausserdem bleiben die Lager, die Achsen und die übrigen beweglichen und daher empfindlichen Teile der Korrosion ausgesetzt, d. h. die Demontage der Reifen bleibt nur eine halbe Massnahme. Man hat daher in vielen Fällen auf die Fahrbarmachung solcher Grossgeräte überhaupt verzichtet. Dies bedeutet aber, dass besondere Tiefladewagen oder andere komplizierte und schwer zu beschaffende Fahrzeuge und Hilfsmittel in Anspruch genommen werden müssen, beispielsweise für den Abtransport des Grossgerätes vonseinemStand- ort zum Verladebahnhof und vom Ankunftsbahnhof zur Baustelle.
Stehen solche Hilfsmittel nicht rechtzeitig zur Verfügung oder nicht in genügender Anzahl, so bedeutet dies weitere Verzögerungen bei der der Baustelleneinrichtung und damit Kapitalverlust.
Es ist daher vorgeschlagen worden, getrennte Achsgestelle mit Auflagern zur lösbaren Befestigung an dem fahrbar zu machenden Gerät, wie z. B. einem Füllersilo, einem Bindemittelbehälter, einer Überflurwaage od. dgl. für den Strassenbau, vorzusehen. Für den Leertransport wurden diese Achsgestelle mit Hilfe eines Fahrgestellteiles, insbesondere mit Hilfe der Deichseln, zu einem Schleppzug zusammengefasst.
Der Transport dieses Schleppzuges kann aber nur langsam erfolgen. Gerade bei der Einrichtung von Baustellen kommt es aber darauf an, dass die Transportzeiten aus den verschiedensten Gründen so kurz wie möglich gehalten werden. Die Erfindung hat daher die Aufgabe, die Achsgestelle für den Leertransport zu einem schnellbeweglichen Strassenfahrzeug zusammenzufassen.
Gemäss der Erfindung ist das Fahrgestell daher dadurch gekennzeichnet, dass der die Achsgestelle für den Leertransport koppelnde Fahrgestellteil als doppelgekröpfter Rohrrahmen ausgebildet ist, wobei das Rahmenrohr gegebenenfalls an seiner Kröpfungsstelle versteift ist und an seinem hinteren Ende Schrägstreben trägt, die zusätzlich mit dem Hinterachsgestell verbindbar sind.
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Dieser Rohrrahmen und die Schrägstreben an seinem hinteren Ende gewährleisten einen steifen Aufbau des verbindenden Fahrgestellteiles und geben somit die Möglichkeit, beim Leertransport schnell, insbesondere sogar schneller fahren zu können als beim Transport der entsprechenden Baustellengeräte.
Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit des erfindungsgemässen Fahrgestelles besteht darin, dass der Rohrrahmen in seinem Inneren Leitungen, beispielsweise für die Schlussbeleuchtung, die Bremsluft od. dgl. aufweist. Auf diese Weise lässt sich das Fahrgestell für den Leertransport den Erfordernissen der Strassen- verkehrs-Zulassungsordnung anpassen, so dass besondere Begleitfahrzeuge od. dgl. entbehrlich. sind bzw. höhere Geschwindigkeiten als 20 km/h gefahren werden dürfen. In vorteilhafter Weise wird mindestens eines der Achsgestelle mit einer Auflaufbremse ausgerüstet, was demselben Zweck dient.
Der Gegenstand der Erfindung sei an Hand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen näher er-
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fertiges Fahrgestell beim Leertranspört dargestellt. Fig. 3 zeigt eine teilweise gebrochene Seitenansicht des Fahrgestelles in anderweitiger Verwendung, d. h. mit aufgebautem Behälter, und Fig. 4 eine entsprechende Draufsicht.
Mit 1 ist in sämtlichen Zeichnungen das Vorderachsgestell allgemein bezeichnet, das einen Drehkranz 2 aufweist und mit einem Zugorgan, wie einer Deichsel 3 od. dgl. versehen ist. 4 ist allgemein das Hinterachsgestell, das zum Zwecke des Leertransportes, d. h. nach Absetzen des fahrbar gemachten Gerätes, mit dem Vorderachsgestell durch einen Hilfsrahmen 5 in Form eines gekröpften Rohres verbunden ist, das durch Bügel 8 auf dem Drehkranz 2 des Vorderachsgestelles 1 leicht lösbar befestigt ist und an der Hinterachse beispielsweise mittels Schrägstreben 6 angeschraubt oder
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net, auf die entsprechende Böcke 13 am fahrbar zu machenden Gerät, beispielsweise an einem Behälter 12,'eingesetzt und mittels Vorsteckern 14 befestigt werden können. 11 ist ein Ansatz am Behälter 12, der zweckmässig mit dem Drehkranz 2 bzw.
dessen Oberseite durch Schrauben 9 verbunden wird. Das Rohr 5 kann an seiner Kröpfungsstelle noch durch einen Blechstreifen 15 od. dgl. versteift sein.
Beim Transport eines Baustellengerätes od. dgl. wird der Hilfsrahmen 5 mit den Verbindungsmitteln zweckmässig auf das ziehende Fahrzeug verladen, kann aber auch unter Umständen am fahrbar ge- machten Gerät in geeigneter Weise befestigt werden. Der Hilfsrahmen 5 kann verhältnismässig kurz bemessen werden, da er lediglich der Kopplung der Fahrgestelle während des Leertransportes zu dienen hat. Durch die lösbare Befestigung der Achsgestelle ist es ohne weiteres möglich, Geräte bis zu. den gröss- ten Abmessungen entsprechend der Tragfähigkeit der Achsgestelle zu transportieren und an der Baustelle abzusetzen.
Auf dieseWeise wird das Fahrgestell erneut zur Benutzung frei und kann ausserdem im Falle der Nicht-
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