<Desc/Clms Page number 1>
Häcksler, insbesondere Feldhäcksler
Bei Häckslern, besonders bei Feldhäckslern ist es notw endig, dass zumindest die obere Einzugsein- richtung an der Seite der Messerebene entsprechend der Dicke des Futterstromes höhenverstellbar ausgeführt ist. Zweckmässig ist es, wenn auch die dem Futterstromeintritt zugekehrte Seite der Einzugseinrichtung so angeordnet ist, dass sie sich der Dicke des Futterstromes anpasst. Die Erfüllung dieser zweiten Forderung ist konstruktiv insoferne schwierig, als sich die relative Lage der einzelnen Organe der oberen Einzugseinrichtung zueinander verändert, wenn die Dicke des Futterstromes variiert, was den Antrieb erschwert.
Darüber hinaus ergeben sich noch dadurch Schwierigkeiten, dass in den feststehenden Seitenwänden des Einzugskanals Schlitze vorgesehen werden müssen, die das Auf- und Abgehen der erwähnten Einzugsorgane ermöglichen, und die durch komplizierte Massnahmen gegenüber dem Futterstrom abgedeckt werden müssen.
Die Erfindung betrifft nun einen Häcksler, insbesondereFeldhäcksler, mit unterer und oberer Einzugseinrichtung, wobei die obere Einzugseinrichtung aus mindestens zwei walzenförmigen Förderorganen oder einem Förderband besteht, der diese Nachteile vermeidet. Es wird dies dadurch erreicht, dass die obere Einzugseinrichtung, wie an sich bekannt, in den beiden Seitenwänden des Einzugskanals gelagert und mit diesen Seitenwänden zu einer Einheit zusammengefasst ist, die als Ganzes auf- und abwärts beweglich ist, wobei die Relativlage der Achsen der oberen Einzugsorgane unverändert bleibt.
Es soll besonders hervorgehoben werden, dass sich die Erfindung mit einem Problem befasst, das nur bei Einzugsvorrichtungen auftreten kann, deren oberes Einzugsorgan zwei Achsen besitzt. Wenn sich nämlich als Folge einer unter dem dicker gewordenen Schneidgutstrom der Einzugskanal ebenfalls verbreitert und sich dann die relativen Lagen der Achsen des oberen Einzugsorgans verändern, so kann es geschehen, dass der Einzug des Futters in den Schneidspalt nicht mehr einwandfrei vor sich geht. Bei Maschinen, die als oberes Einzugsorgan nur eine einzige Trommel anwenden, bestehen diese Schwierigkeiten zwar nicht, aber es sind solche Einzugsvorrichtungen aus andern Gründen nachteilig.
Wenn sich bei einer Maschine mit einfacher oberer Einzugswalze diese durch eine übermässige Anlieferung an Schneidgut hebt und dem Schneidspalt ein zu starker Strang an Schneidgut dargeboten wird, so bleibt es dem Zufall überlassen, was nun geschieht ; es kann sein, dass der. Schneidspalt dieses Überangebot irgendwie verarbeitet, es kann aber auch sein, dass sich vor dem Schneidspalt das Schneidgut staut. Die Beherrschung dieser Erscheinungen gelingt mit Einzugsvorrichtungen nach der Erfindung besser, aber es sind die Verhältnisse bei einem Häcksler mit einer aus zwei Walzen oder einem Förderband bestehenden oberen Einzugsvorrichtung, was den Antrieb dieser Organe angeht, eben schwieriger zu beherrschen.
Dadurch, dass man die oberen Einzugsorgane mit zwei Achsen ausführt und mit den sie lagernden Seitenwänden zu einer Einheit zusammenfasst und diese Einheit als Ganzes beweglich führt, bleiben die Relativlagen der Achsen der Einzugsorgane stets unverändert und damit entfallen diese Antriebsschwierigkeiten.
Die Erfindung betrifft ferner insbesondere eine solche Bauart von Häckslern, wobei die Seitenwände des Einzugskanals über Schwinggabeln mit dem Häcksler verbunden sind. In diesem Fall sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung zwei Schwinggabeln pro Seitenwand vorgesehen, die ein Gelenkviereck bilden, das kinematisch derart ausgelegt ist, dass die Achse der dem Schneidwerk zunächst liegenden Ein-
<Desc/Clms Page number 2>
zugswalze der oberen Einzugseinrichtung bzw. der Umkehrwalze eines Förderbandes der oberen Einzugs- einrichtung sichbeiAuf-undAbwärtsbewegungen derSeitenwände in einer zu derSchneidebeneannähernd parallelen Ebene bewegt. Günstige Einzugsverhältnisse erreicht man, wenn die dem Schneidgut, d. h.
Fut- tereintritt, zugekehrte Seite der aus den Seitenwänden und den oberen Einzugseinrichtungen bestehenden EinheitbeiAuf-undAbwärtsbewegung der letzteren einen geringeren Hub ausführt, als die der Messerebene zugekehrte Seite dieser Einheit.
In der Figur ist die erfindungsgemässe Einrichtung schematisch an einem Feldhäcksler dargestellt.
1 bezeichnet eine Pick-up-Trommel, 2 eine Verengerschnecke, die der eigentlichen Einzugseinrich- tung vorgebaut ist. Die Einzugseinrichtung besteht im gewählten Beispiel einerseits aus einem unteren För- derband 3, an welches sich einePresswalze 4 anschliesst und anderseits auseineroberen Einzugswalze
5 und einer Presswalze 6. Mit 7 ist eine der beiden Seitenwände bezeichnet, die zusammen mit der oberen Einzugseinrichtung 5 und 6 zu einer Einheit zusammengefasst sind. Die Lage der beiden oberen Einzugsorgane 5 und 6 zueinander ist innerhalb dieser Einheit unveränderlich.
Die beispielsweise Ausführung zeigt die Anlenkung der Seitenwände mittels einer unteren und einer oberen Schwinggabel 8,9. Durch die Anordnung der Schwinggabeln wird erreicht, dass die obere Presswalze 6 eine annähernd vertikale Auf- und Abwärtsbewegung ausführt. Zweckmässig ist, wie schon bemerkt, die Kinematik des Gelenkviereckes so ausgebildet, dass die dem Futtereintritt zugekehrte Seite der mit den Seitenwänden zu einer Einheit zusammengefassten Fördereinrichtung im Verhältnis zu der der Messerebene zugekehrten Seite einen geringeren Hub ausführt, was durch eine Schiefstellung derGabel 9 hinsichtlich derGabel 8 erreicht wird.
Mit 10 ist eine Übertragungskette zur Drehung der Presswalze 6 und der Einzugswalze 5 angedeutet, wobei vorausgesetzt ist, dass eine der beiden Walzen z. B. mittels einer Gelenkwelle von einer im Häckslergestell gelagerten Antriebswelle angetrieben ist. Mit 11 ist das Gebläsegehäuse bezeichnet, in welchem sich auch das Messerrad befindet.
Der Erfindungsgegenstand ist in seinem Prinzip natürlich auch auf stationäre Häcksler anwendbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Häcksler, insbesondere Feldhäcksler, mit unterer und oberer Einzugseinrichtung, wobei die obere Einzugseinrichtung aus mindestens zwei walzenförmigen Förderorganen oder einem Förderband besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Einzugseinrichtung (5, 6) ; wie an sich bekannt, in den beidenSeitenwänden (7) desEinzugskanals gelagert und mit diesen Seitenwänden zu einer Einheit zusammengefasst ist, die als Ganzes auf- und abwärts beweglich ist, wobei die Relativlage der Achsen der oberen Einzugsorgane unverändert bleibt.