AT244650B - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von künstlichen Perlen - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von künstlichen Perlen

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  Verfahren zur.   Oberflächenbehandlung   von künstlichen Perlen 
Um natürliche Perlen zu   iiimitieren,   ist es bereits bekannt, Glas-, Kunststoff- oder Holzkugeln zu verwachsen. Bei diesem sogenannten Verwachsen erhält der betreffende Gegenstand einen Überzug aus einem Fischsilber enthaltenden Film, wobei Fischsilber unter besonderer Behandlung aus Weissfischschuppen hergestellt und einem Lack oder auch Kollodium zugesetzt wird, in den bzw. das dann die zu überziehenden Gegenstände eingetaucht werden. Auf diese Weise lässt sich zwar ein mattsilbriger Glanz, nicht aber ein wirklich perlmutterartiges Aussehen erreichen, da der Überzug keinerlei Regenbogenfarben zeigt.

   Es ist ferner bekannt, die sogenannten verwachsten Perlen zur Verbesserung des Aussehens in Wismutpulver zu tauchen und zu polieren, wodurch die Oberfläche zwar irisierend wirkt, dies aber nicht in befriedigendem Ausmass. Es ist auch schon versucht worden, auf Kunststoffperlen Zinksulfid aufzudampfen, ohne hiebei bessere Erfolge zu erzielen. Andere bekannte Verfahren zur Herstellung künstlicher Perlen bestehen darin, dass Kugeln aus Watte   od. dgl.   mit einer mit Zinkweiss gefärbten Gelatinschicht überzogen werden oder dass man Metallkugeln mit einer Spiegelschicht aus aufgewalztem Silber versieht und darauf eine Schicht auf Zellulosebasis, die mit Zinkweiss, Kreide, Magnesia od. dgl. gefärbt ist, aufträgt. 



  Schliesslich ist es nicht mehr neu, auf einen Grundkörper Metalloxyde bzw. -sulfide im Vakuum mehrschichtig aufzudampfen. Hiebei wird aber ein durchsichtiger mehrflächiger Gegenstand an seiner dem einfallenden Licht abgewendeten Oberfläche beschichtet, um eine Teilreflexion des Lichtes zu erreichen, so dass einerseits eine Schmucksteinwirkung zustande kommt, anderseits aber die Imitation von der Rückseite her nicht ohne weiteres erkennbar ist. Das sonstige Aufbringen einer Vielzahl sehr dünner Schichten auf Glasperlen diente dem Zweck, verschiedenartigste Färbungen durch Lichtinterferenzen hervorzurufen, wobei aber durch die Farbeffekte ein Schmuckgegenstand eigenem Gepräges erzielt und kaum eine Perlmutterimmitation erreicht werden konnte. 



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von künstlichen Perlen zu schaffen, mit dessen Hilfe es möglich ist, die Oberfläche des kugeligen Grundkörpers so zu behandeln, dass bei gutem Glanz ein merkbares Spielen in den Regenbogenfarben auftritt und so das Aussehen echter Perlen mit weitgehender Übereinstimmung vorgetäuscht wird. 



   Ausgehend von einem Verfahren, bei dem die Grundkörper mit Metallsulfid   bzw. -oxyd   durch Aufdampfen im Vakuum mehrfach beschichtet werden, besteht die Erfindung darin, dass nacheinander Zinksulfid, Aluminiumoxyd und nochmals Zinksulfid auf die zunächst in an sich bekannter Weise mit einem Fischsilber enthaltenden Film überzogenen Perlen aufgedampft werden. Die erste Zinksulfidaufdampfung ergibt eine gewisse Verspiegelung, d. h. es wird der Silberglanz, der schon vom Fischsilber herruhrt, verstärkt. Die Aluminiumoxydschicht bringt dann den irisierenden Farbeffekt, der allerdings erst durch die zweite Zinksulfidaufdampfung richtig hervorgehober wird. Durch die Auswahl der die Schichten bildenden Stoffe und die Reihenfolge der Beschichtung wird der gewünschte Effekt des perlmutterartigen Aussehens mit besonderem Glanz erreicht. 



   Die zu behandelnden Gegenstände, beispielsweise entsprechend aufgefädelte und vorher verwachste Kugeln aus Glas, Kunststoff, Holz od. dgl., werden zwischen zwei koaxialen Scheiben als Erzeugende eines die beiden Scheiben umhüllenden Zylinders gespannt. Die Scheiben bilden die Planetenräder eines Planetengetriebes, so dass bei entsprechendem Antrieb die Perlenketten eine Drehung um die Sonnenradachse und gleichzeitig um die Planetenradachse vollführen. Diese Vorrichtung wird dann in einen Behälter 

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 eingesetzt, der evakuierbar ist und in dem sich entsprechend beheizbare Gefässe für die Chemikalien befinden. Das Aufdampfen dauert etwa je 5 min für jede Verbindung. Im allgemeinen muss jeweils so lange aufgedampft werden, bis die Beobachtung den gewünschten Farbeffekt ergibt.

   Dabei wird durch die Bewegung der Perlenketten im Behälter eine über die ganze Perlenoberfläche gleichmässig verteilte Aufdampfschicht erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Oberflächenbehandlung von künstlichen Perlen, bei dem die Grundkörper mit Metallsulfid bzw -oxyd durch Aufdampfen im Vakuum mehrfach beschichtet werden, dadurch gekennzeichnet, dass nacheinander Zinksulfid, Aluminiumoxyd und nochmals Zinksulfid auf die zunächst in an sich bekannter Weise mit einem Fischsilber enthaltenden Film überzogenen Perlen aufgedampft werden.
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