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Antennenteleskop
Die Erfindung betrifft ein Antennenteleskop aus mehreren ineinanderschiebbaren Metallrohren, mit zwischen den Rohren eingesetzten Kontaktfedern, die einen Teil des Umfanges eines Endteiles der inneren 'Rohre umfassen. Durch die Erfindung wird die Befestigung der Kontaktfedern an den Rohren erheblich vereinfacht und verbessert.
Die Erfindung besteht darin, dass von den Federn senkrecht nach innen abgewinkelte Teile jeweils an einer Stirnfläche der Rohre anliegen und an den Rohrenden herausgedrückte, jeweils bis zu einer Stirn- fläche durchgehende Nasen in passende Ausnehmungen der Federn eingreifen.
Das erfindungsgemässe Teleskop hat gegenüber bekannten Ausführungen wichtige Vorteile :
1. Wenn das Antennenteleskop ganz zusammengeschoben ist, liegen die abgewinkelten Federteile, die sich am Ende der einzelnen Rohre befinden, flach aufeinander auf. Für eine vorgegebene Auszugs- länge und eine bestimmte Anzahl von Rohren ergibt sich deshalb die kleinstmögliche Einbaulänge des zusammengeschobenen Teleskops, weil sich die Rohre bis auf die Materialstärken der abgewinkelten Federteile zusammenschieben lassen.
2. Die abgewinkelten Federteile können nicht abgeschert werden, weil sie flach aufeinanderliegen, wenn die Teleskoprohre ganz eingeschoben sind.
3. Die Rohre sind nicht durch Querbohrungen, Einschnitte oder Schlitze geschwächt, weil nur Nasen an den Enden der Rohre herausgedrückt sind, die das Rohr noch festigen.
4. Die Federn haben eine einfache Form und sind leicht herzustellen. Auch das Herausdrücken der
Nasen an den Rohrenden ist ein einfacher Arbeitsgang.
5. Das erfindungsgemässe Antennenteleskop ist leicht zusammenzusetzen, denn die Federn brauchen nur auf die Nasen des Rohres aufgelegt und zusammen mit dem Rohr in das nächstgrössere Rohr eingeschoben zu werden.
6. Im Bedarfsfall kann das Teleskop ohne Zerstörung der Rohre wieder zerlegt werden, wenn z. B. ein beschädigtes Rohr ausgewechselt werden soll.
Bei einem bekannten Antennenteleskop ist der mittlere Teil einer U-förmig gebogenen Blattfeder in einen senkrecht zur Achse liegenden Einschnitt des Rohres eingesetzt.
Bei einer andern bekannten Ausführungsform greifen nach innen eingedrückte Teile der Feder in Ausnehmungen der Rohre ein. Bei diesen Ausführungen können die Federteile, die in das Rohr hineinragen, nicht am Rohrende liegen. Das eingeschobene innere Rohr kann deshalb nicht die ganze Länge des äusseren Rohres einnehmen. Deshalb muss das zusammengeschobene Teleskop bei gleicher Auszugslänge und Rohrzahl länger sein als bei der erfindungsgemässen Ausführung. Ausserdem besteht die Gefahr, dass die in das Rohr hineinragenden Federteile durch das innere Rohr abgeschert werden, wenn zu stark auf das zusammengeschobene Teleskop gedrückt wird.
Es ist auch bekannt, die Federn an dem Rohr durch Punktschweissen zu befestigen. Das Punktschwei- ssen ist aber in der Mengenfertigung ein verhältnismässig langwieriger Arbeitsgang. Ausserdem darf das Rohrende, an dem die Feder angeschweisst werden soll, nicht verchromt oder vernickelt sein, weil sonst keine zuverlässige Schweissung zu erreichen ist. Es ist aber in der Mengenfertigung sehr umständlich und teuer, das Rohrende bei der galvanischen Behandlung abzudecken.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Antennenteleskops besteht darin, dass die Nasen der Rohrenden in einseitig abgeschlossene, die abgewinkelten Federteile durchsetzende Schlitze der Kontaktfedern eingreifen. Die so gestaltete Feder ist besonders einfach herzustellen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Antennenteleskops. Fig. 1 ist ein Längsschnitt eines Teleskops mit drei Rohren. Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 3 eine Stirnflächen- ansicht und Fig. 4 einen Längsschnitt eines einzelnen Teleskoprohres. In den Fig. 5 und 6 sind Längsschnitte der zugehörigen Kontaktfedern wiedergegeben. Die Fig. 7 ist eine Stirnflächenansicht einer Kontaktfeder.
Das Antennenteleskop in der Fig. 1 besteht aus drei ineinander verschiebbaren Rohren 1, 2 und 3.
Am oberen Ende sind die Rohre eingerollt, so dass die jeweils am inneren Rohr anliegenden Ringbunde 4, 5 und 6 entstanden sind. Das Rohr 2 ist in den Fig. 2-4 noch einmal allein dargestellt. Am unteren Ende sind aus dem Rohr 2 die Nasen 7 und 8 und aus dem Rohr 1 die Nasen 9 und 10 herausgedrückt.
Auf das untere Ende des Rohres 2 sind die Kontaktfedern 11 und 12 und auf das untere Ende des Rohres 1 die Komaktfedern 13 und 14 aufgelegt. Die Nasen 7 - 10 greifen in einseitig abge- schlossene Schlitze 15 der Federn 11-14 ein. Von den Federn abgewinkelte Teile 16-20 liegen an den Stirnflächen der Rohre 2 bzw. l an. Wenn jedes Rohr mit seinen Kontaktfedern jeweils in das nächst grössere Rohr eingeschoben ist, sind die Kontaktfedern 11-14 durch die eingreifenden Na-
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an. Das dargestellte Teleskop kann ohne weiteres wieder dadurch zerlegt werden, dass die inneren Rohre nach unten herausgeschoben werden.
Bei den praktisch verwendeten Teleskopen ist am äussersten Teleskoprohr 3 noch ein Befestigungsfuss angebracht, der auch als Anschlag für die inneren Teleskoprohre dient.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Antennenteleskop aus mehreren ineinanderschiebbaren Metallrohren mit zwischen den einzelnen Rohren eingesetzten Kontaktfedern, die einen Teil des Umfanges eines Endteiles der inneren Rohre umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass von den Federn (11-14) senkrecht nach innen abgewin- kelte Teile (16-20) jeweils an einer Stirnfläche der Rohre (l, 2) anliegen und an den Rohrenden herausgedrückte, jeweils bis zu einer Stirnfläche durchgehende Nasen (7-10) in passende Ausnehmungen (15) der Federn (11-14) eingreifen.