AT243288B - Bildübertragungsverfahren - Google Patents

Bildübertragungsverfahren

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AT243288B
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Dow Corning
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Description


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  Bildübertragungsverfahren 
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit der Übertragung von Abbildungen von einer Oberfläche auf eine andere. Das erfindungsgemässe Verfahren beruht auf der Übertragung von Pigmenten und ist daher besonders für die Reproduktion solcher Abbildungen geeignet, deren Pigmente auf einer Unterlage locker gebunden sind, beispielsweise Zeitungsdruck, Trickzeichnungen, Bleistiftzeichnungen oder Kohleskizzen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren zur Übertragung von Abbildungen auf die Oberfläche poröser Stoffe mittels Bildüberträger ist dadurch gekennzeichnet, dass Bildüberträger aus fliessfähigen, kohärenten Siloxanen mit ihrer, die Abbildung tragenden Oberfläche mit der Oberfläche der porösen Stoffe, die mit Siloxanlösungsmitteln angefeuchtet sind, in Berührung gebracht werden. 



   Die Übertragung des Bildmaterial auf den Siloxanträger erfolgt zweckmässig dadurch, dass die die Abbildung tragende Oberfläche (z. B. Bleistiftzeichnung) mit der Siloxanmasse so lange in Berührung gebracht wird, bis die Bildpigmente auf den   Siloxanträger   übertragen sind, dann wird der nunmehr die Abbildung tragende Bildträger von der ursprünglichen Unterlage getrennt und mit dem porösen Stoff, auf den die Abbildung übertragen werden soll, in der beschriebenen Weise in Berührung gebracht. 



   Am besten lässt sich das erfindungsgemässe Verfahren an Hand der beigefügten Zeichnungen erklären, worin die einzelnen Schritte der Bildübertragung dargestellt sind :
Fig. 1 zeigt Substrat 7 mit einem darauf befindlichen Bild   8,   das in Fig. 2 von der Siloxanmasse 9 vollständig bedeckt wird ; Fig. 3 zeigt die Reproduktion 8 a (durch Übertragung von Bild   8)   auf der Oberfläche der Siloxanmasse 9, die von Substrat 7 entfernt wird ; in Fig. 4 wird die Siloxanmasse mit der Reproduktion 8 a auf die Oberfläche von Substrat 10 aufgelegt, das vorher mit einem Lösungsmittel, worin das Siloxan löslich ist, angefeuchtet wurde ; Fig. 5 zeigt die Entfernung der Siloxanmasse unter Zurücklassung der Reproduktion Sa auf der Oberfläche von Substrat   C.   



   Die für jeden dieser Schritte erforderliche Zeit ist nicht entscheidend ; sie hängt von der Art der Substrate 7 und 10 ab sowie von dem verwendeten Lösungsmittel, mit dem Substrat 10 angefeuchtet wurde. 



   Im allgemeinen wird das Bild von der Siloxanmasse fast unmittelbar nach Berührung mit der Oberfläche des ersten Substrats festgehalten und die Übertragung auf die angefeuchtete Oberfläche des zweiten Substrats erfolgt ebenfalls fast unmittelbar. Im allgemeinen soll die Siloxanmasse mit den beiden Substraten nicht zu lange-in Berührung bleiben, da sonst die Gefahr besteht, dass das Siloxan in die Poren eindringt und kleben bleibt. 



   Die Menge des Lösungsmittels, mit welchem das zweite Substrat angefeuchtet wird, ist nicht ent- scheidend ; es ist jedoch vorteilhaft, überschüssiges Lösungsmittel vor Aufbringen der Siloxanmasse zu entfernen. Dadurch wird ein Verschmieren des Bildes verhindert und eine bessere Wiedergabe erzielt. 



   In den angeführten Zeichnungen wird nur eine Ausführungsform für das erfindungsgemässe Ver- fahren erklärt. Selbstverständlich kann das Substrat auch ebensogut auf die Oberfläche des Siloxans aufgebracht werden und das Verfahren kann sowohl von Hand als auch mechanisch durchgeführt werden. 



   Hiezu eignen sich beliebige Vorrichtungen, die als ersten Verfahrensschritt eine Berührung des bild- tragenden Substrats mit dem Siloxan ermöglichen und als zweiten Verfahrensschritt die Berührung des angefeuchteten zweiten Substrats mit dem Siloxan, wobei es gleichgültig ist, ob die Ausführung der beiden Verfahrensmassnahmen durch Bewegung des Siloxans oder der Substrate erfolgt. Die Kontakt- nahme kann aber auch durch beliebige andere Massnahmen erfolgen. 



   Die als   Bildübertragungsmaterial   verwendeten Siloxane müssen die charakteristischen Eigenschaften der Fliessbarkeit und der Kohärenz besitzen, da eine nur fliessfähige, aber nicht kohärente Substanz von den Substratsoberflächen nur unvollständig zu entfernen und daher für den erfindungsgemässen Zweck nicht geeignet ist. Hingegen sind Siloxane beliebiger Zusammensetzung, die diese charakteristischen
Eigenschaften zeigen, brauchbar.   Unter "fliessbar" und "kohärent" ist   zu verstehen, dass das betreffende
Material während des Stehenlassens fliessfähig ist, so dass es sich der Oberfläche, auf die es aufgebracht   wurde, vollkommen anpasst, dann jedoch in einem Stück von der Oberfläche abgezogen oder entfernt werden kann.

   Die Vereinigung dieser Eigenschaften befähigt das Siloxan, die Pigmente des Bildes auf-   

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 zunehmen, so dass die Abbildung von ihrer ursprünglichen Oberfläche ohne Verzerrung leicht abgetrennt werden kann. Die Siloxanmasse muss so fest sein, dass das Bild während der Übertragung von einer Oberfläche auf die andere keine Verzerrung erleidet. Anderseits ermöglicht die Kombination dieser Eigenschaften der Siloxanmasse aber auch eine gewünschte Veränderung des Bildes, nachdem dieses von der ersten Oberfläche abgelöst worden ist, beispielsweise durch Ziehen oder Strecken oder anderweitige Ver- änderung der Siloxanmasse, so dass die Wiedergabe des Bildes durch Verlängern oder Ausziehen oder andere Änderungen der Bildoberfläche vergrössert oder verzerrt werden kann.

   Durch die Fliessbarkeit der Siloxanmasse bei Beanspruchung sind derartige Verzerrungen mit Leichtigkeit zu bewerkstelligen, ohne eine vorzeitige Rückkehr der Masse in ihren ursprünglichen Zustand befürchten zu müssen, was zweifelsohne bei einem nicht fliessfähigen, elastischen oder harzähnlichen Material der Fall wäre. 



   Als Siloxanmasse für den   erfindungsgemässen   Zweck ist der   sogenannte Springkitt"   (bouncing putty) bevorzugt, der durch Umsetzung eines Diorganopolysiloxans (vorzugsweise eines Dimethylpolysiloxans) mit einer aktiven Borverbindung, wie Alkylborate, Borsäure oder Bortrioxyd hergestellt werden kann. Die Umsetzung wird in Abhängigkeit von der verwendeten Borverbindung bei Temperaturen zwischen   100-250  C   durchgeführt. 



   Der wesentliche Schritt des erfindungsgemässen Verfahrens besteht in der Berührung der bildtragenden Siloxanmasse mit einem porösen Material, das mit einem Siloxanlösungsmittel angefeuchtet sein muss, wobei die Übertragung des Bildes von der Siloxanoberfläche auf die Oberfläche des porösen Substrats stattfindet.

   Die Anfeuchtung kann durch beliebige Massnahmen, beispielsweise durch Eintauchen, Auf- 
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 oder Isopropanol Ester wie Carbonsäureester, beispielsweise Sorbit-Trioleat, Myristinsäureisopropylester, Leinöl, Adipinsäuredioctylester oder das Monoisobutyrat von Trimethylpentandiol und Phosphorsäureester wie Dibutylphosphat ; Äther wie der Monoäthyläther von Äthylenglykol, Dioxan und der Monomethyläther von Tripropylenglykol ; aromatische Kohlenwasserstoffe wie Xylol ; chlorierte Kohlenwasserstoffe wie   Perchloräthylen ;   Amine wie Tri-n-butylamin ; Amide wie   Laurinsäurediäthanolamid ;   Ketone wie Aceton oder Siloxane wie niedrigmolekulare, Hydroxylgruppen enthaltende Dimethylpolysiloxane. 
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   Beispiel für poröse Substrate sind ungeglättetes Papier, unglasierte Tonwaren, Asbest, organische Gewebe oder Glasgewebe. Zur Erzielung einer schärferen Kontrastwirkung ist es vorteilhaft, wenn das Substrat weiss ist, obgleich das für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens nicht wesentlich ist. Besonders bevorzugt sind Papiersorten mit   Titandioxydfüllstoffen.   



   Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten reichen von der automatischen Reproduktion von gedrucktem Material bis zur Handreproduktion von Trickzeichnungen auf Kinderspielzeugeimern. 



   Die Siloxanmasse kann wiederholt und zu Reproduktionen verschiedener Abbildungen verwendet werden, nur ist darauf zu achten, dass alle Pigmentteilchen der ersten Wiedergabe von der Oberfläche durch neue Formgebung der Masse und Schaffen einer neuen Oberfläche vor der nächsten Bildwiedergabe sorgfältig entfernt werden. Dies kann gleichfalls mechanisch oder von Hand durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Übertragung von Abbildungen auf die Oberfläche poröser Stoffe mittels Bildüberträger, dadurch gekennzeichnet, dass Bildüberträger aus fliessfähigen, kohärenten Siloxanen mit ihrer die Abbildung tragenden Oberfläche mit der Oberfläche der porösen Stoffe, die mit Siloxanlösungsmitteln angefeuchtet worden sind, in Berührung gebracht werden.
AT172964A 1963-03-04 1964-02-28 Bildübertragungsverfahren AT243288B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US243288XA 1963-03-04 1963-03-04

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AT243288B true AT243288B (de) 1965-11-10

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ID=21820031

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Application Number Title Priority Date Filing Date
AT172964A AT243288B (de) 1963-03-04 1964-02-28 Bildübertragungsverfahren

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