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Ventil für tiefsaugende Pumpen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ventilanordnung für Pumpen, die besonders tief zu saugen haben und bei denen die Anbringung eines Fussvontils oder ein Auffüllen der Saugleitung aus irgendwelchen Gründen nicht zulässig ist. Da dieser Fall bei Dampfspritzen stets vorliegt, so eignet sich das Ventil besonders für solche. Bei dieser Ventilanordnung ist der schädliche Raum der Pumpe dadurch möglichst klein gehalten, dass die Ventilführung und die Belastungsfeder ausserhalb des Arbeitsraumes angeordnet sind. Die Änderung der Ventilberlastung bezw. die Regelung der Ventilfederspannung erfolgt durch Veränderung der Spannung einer während des Vontilhubes unbeweglich stehenden Feder durch Verstellung einesFederhaltersvonaussen.
Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiel eine Saugventilanordnung. wobei das eigentliche Ventil als einfaches Ringvoutil dargestellt ist. Selbstverständlich kann
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Schnitt nach der Linie A- B der Fig. 1 und Fig. 4 eine Draufsicht auf das Ventil.
Fig. 5 zeigt einen lotrechten Schnitt durch das Ventil und den Ventildeckel.
Das Saugventil ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, als ringförmige Platte g ausgebildet und mit einer elastischen Platte f zur besseren Abdichtung versehen. Ventil und elastische Platte werden durch Xieten A mit der Ventilführung c verbunden, die durch den freien Sitxquerschnitt des Ventils hindurchgeht. Um eine hohe Hubzahl anwenden zu können, ist die Ventilführung c zur Ermöglichung der hiebei erforderliche geringen Ventilerhebung durch eine Feder b auf Schluss des Ventils belastet.
Zur Entfernung der während des Ansaugens im Saugraume enthaltenen Luft dienen Nebenventile, die aus kleinen, durch den Ventilsitz e geführten Luftlöchern :'bestehen, die durch die elastische Platte f ab- gedeckt werden, wobei sich diese beim Arbeiten des Kolbens unabhängig von der Ventilbelastung bewegen kann. Es kann also, da die elastische Platte f nur sehr wenig Widerstand bietet. auch bei Anwendung einer beträchtlichen Hubzahl ein höheres Vakuum erzeugt. werden.
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von aussen her vornehmen zu können, ist ein Federhalter d vorgesehen, an dessen ringförmigen Ansatz d' sich die Ventilfeder anlegt.
Dieser Federhalter wird in seiner Lage durch eine kräftige Hilfsfeder k-gehalten.-die auf ein bestimmtes Mass von aussen her durch den Stift 1 zusammengedrückt wird. Durch Herausziehen des Stiftes wird das Ventil mehr belastet, durch Hineinschieben entsprechend entlastet. Eine Anordnung, welche die Achsialverstellung des Stiftes 1 von aussen ermöglicht, ist in Fig. 5 dargestellt. Der Stift I sitzt hier an dem Ende einer Gewindespindel 1I, die in den Ventildeckel m ein- geschraubt ist. Das durch den Deckel nach aussen dringende, zum Aufstecken oder Ansetzen eines Schraubenschlüssels eingerichtete Spindelende ist durch eine Schr3, ubkappe 1J abgedeckt.
Nach Abnahme dieser Kappe kann die Spindel l1 gedreht und daher der Stift I achsial verstellt werden. Die Konstruktion ist so gewählt, dass nur gedrückte Fedem zur
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sitzende Mitnehmer o den Venti1sitz, a,. mit, so dass das Ventil freigelegt ist. Der Belastungsstift I bildet gleichzeitig die Führung für das Ventil und die Belastungsfeder b.
Das Saugventil arbeitet bei Inbetriebsetzung der Pumpe in der Weise, dass zuerst
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gesaugt und durch entsprechende Löcher der ähnlich gebauten Druckvontile wieder fortgedrückt wird, bis die Wassersäule bis zum Ventil gestiegen ist. Alsdann öffnet sich das Ventil selbst und fängt an zu arbeiten. Will man die Luft aus der Saugleitung möglichst schnell absaugen oder eine grosse Saughöhe überwinden, so dreht man den Stift l, der durch den Verschlussdeckel des Ventilgehäuses nach aussen geführt werden kann, hinein und entlastet dadurch das Ventil, wobei also die jeder Hubzahl entsprechende, vorteilhafteste 'Ventilbelastung während des Ganges bequem von aussen eingestellt werden kann.
Da der Ventilbelastungsstift l mit dem Verschlussdeckel der Ventilkammer frei abgezogen werden kann und alsdann die gesamte Ventileinrichtung freiliegt, so lassen sich etwaige Veränderungen oder Verunreinigungen der Sitzflächen durch Fremdkörper leicht und schnell beseitigen.