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Rauschgenerator
Die Erfindung betrifft einen Generator zur Geräuscherzeugung mit entsprechender gewünschter Ge- räuschverteilungscharakteristik zwecks Prüfung von Übertragungsgeräten filr Gespräch, Musik und sonstige Informationen.
Bei den Geräten, die zur Übertragung von Gespräch, Musik, Femschreibzeichen oder sonstiger Informationen dienen. werden beim Messen des unter den Gesprächkanälen vorhandenen Nebensprechens, sowie bei der Belastung der gemeinsamen Geräteausrüstungen, z. B. bei der Prüfung der Verstärker, im allgemeinen Geräuschgeneratoren angewendet. Bei den zu derartigen Zwecken dienenden Geräuschgenerato- ren wird eine Geräuschverteilung, die mit der Leistungsverteilung der Information, z. B. des Gespräches übereinstimmt, gefordert. In besonderen Fällen werden auch abweichende Geräuschverteilungen benötigt, wie z. B. bei der Übertragung von Fernschreibzeichen, bei welchen eine flache Charakteristik vorteilhaft ist.
Zu diesem Zweck werden zur Zeit elektromechanische Geräuschgeneratoren, die sogenannten Schnarr- summer angewendet, die eine bestimmte Geräuschverteilung aufweisen, wobei zur Prüfung für jeden Kanal ein besonderer Geräuschgenerator benötigt wird. Es wurden bereits Versuche zur elektronischen Lösung der Aufgabe durchgeführt, bei welchen als Geräuschquelle der verstärkte Tonfrequenzanteil des Geräusches einer Elektronenröhre oder eines Transistors angewendet wurde. Diese Versuche haben aber keine stabilen Lösungen gegeben. In dem Tonfrequenzbereich erzeugen sowohl die Elektronenröhren, wie auch die Transistoren infolge des sogenannten Funkeleffektes ein Niederfrequenzgeräusch (im weiteren : Funkelgeräusch), dessen Amplituden in der Richtung der tieferen Frequenzen zunehmen.
Infolge dieses Verhaltens, sowie infolge des unbestimmten, in der Zeit veränderlichen Geräuschbereiches ist dieses Verfahren zur Erfüllung der oben angeführten Anforderungen bei der Verwirklichung der Geräuschgeneratoren nicht geeignet.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, dass das Geräusch der Elektronenröhren und der Transito- ren im Bereich oberhalb des Funkelgeräusches, d. h. bei Frequenzen die höher als etwa 10 kHz sind, sta- bil, gleichmässig verteilt und berechenbar ist und kann infolgedessen jeweils gut definiert werden. Bei dem Erfindungsgegenstand wird dieser Geräuschbereich in den Tonfrequenzbereich transportiert und derart angewendet.
Das Wesen der Erfindung ist ein Rauschgenerator, bei welchem zur Herstellung einer Geräuschvertei- lung mit gewünschter Charakteristik ein Geräuschband aus dem Weissgeräuschbereich oberhalb des Funkelgeräusches durch eine Trägerfrequenz in der Weise moduliert wird, dass das infolge der Modulation entstandene obere und bzw. oder untere Seitenband in dem anzuwendenden Tonfrequenzbereich liegt und die gewünschte Charakteristik aus denselben durch eingefügte Filter geformt wird. Aus diesem Weissgeräusch- bereich oberhalb des Funkelgeräusches können auch mehrere Bänder gewählt werden und stehen infolgedessen zur Prüfung der benachbarten Kanäle mehrere inkohärente Tonfrequenzgeräuschspektren, die aus verschiedenen Frequenzbereichen stammen, zur Verfügung.
Der der Verwirklichung dieser Aufgabe dienende Rauschgenrator ist dadurch gekennzeichnet, dass die Filter im'Verstärker zur Ausfilterung mindestens eines Geräuschbandes aus dem von Funkelgeräuschen freien Bereich, d. h. vorteilhaft aus dem Bereich oberhalb vonlOkHz desWeissenRauschens unter Aus-
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schaltung des niederfrequenten Rauschens der originalen Geräuschquelle bemessen sind und zur Erhaltung einer beliebigen Anzahl voneinander unabhängiger Geräuschquellen dieses unhörbare Geräusch mit Hilfe einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Trägerfrequenzen in den hörbaren Bereich transponiert wird.
Der Verstärker, dessen Eigengeräusch angewendet wird, kann als Elektronenröhrenverstärker oder auch als Transistorenverstärker ausgebildet werden.
Die Einzelheiten der Erfindung werden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsanordnung auf Grund der Zeichnung näher erläutert. In dieser Anordnung dient zur Herstellung des Weissgeräusches das Eigengeräusch des Verstärkers 1. Der Eingang dieses Verstärkers ist durch eine Eingangsimpedanz von entsprechendem ohmschen Wert abgeschlossen, wobei der Übertragungsbereich desselben den anzuwendenden Weissgeräuschbereich, z. B. den Bereich von 20, 1 bis 24 kHz umfasst.
Der anzuwendende Weissgeräuschbereich wird durch die Modulatoren 2, 3, 4 mittels entsprechender Trägerfrequenz, z. B. mittels Frequenzen von 12, 16. 20 kHz, in den Tonfrequenzbereich, z. B. in den Bereich von 100 Hz bis 4 kHz transponiert.
Durch die Schalter 5a und 5b wird einerseits die Weiterschaltung des Geräusche mit der den Charakteristiken der Modulatoren 2. 3. 4 entsprechenden Verteilung, z. B. mit einer flachen Charakteristik, ermöglicht, anderseits können aber auch die Filter 6 eingefügt werden, mittels welcher eine jeweilige beliebigeGeräuschverteilung hergestellt werden kann, z. B. auch diejenige, die den CCITT-Vorschlägen von Neu-Delhi entspricht.
ZurVerstärkung dieses Geräusches. mit entsprechender Verteilungscharakteristik werden Tonfrequenzverstärker 7 angewendet, die das Geräusch auf den entpsrechenden Ausgangspegel erhöhen. Die eigentli- chenGeräuschgeneratorenI, n. III weisen die gleiche Charakteristik auf, d. h. ihre statistische Leistungs- verteilungen sind gleich, doch weichen in der momentanen Geräuschverteilung voneinander ab und sind inkohärent.