AT23909B - Regelung für Dampf- oder Gasturbinen u. dgl., bei welcher die einzeinen Düsen durch besondere Ventile gesteuert werden. - Google Patents

Regelung für Dampf- oder Gasturbinen u. dgl., bei welcher die einzeinen Düsen durch besondere Ventile gesteuert werden.

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AT23909B
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Description


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 zu steuern. Die Erfindung betrifft ein solches Verfahren und besteht im wesentlichen darin, dass die Düsen verschiedener Gruppen bei fortschreitender Belsstungsänderung abwechselnd   geöffnet     bezw.   geschlossen werden. 



   Auf den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens dargestellt worden, und zwar geschieht hiebei die Regelung mittels elektromagnetisch gesteuerter Ventile. 



   Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Verbund-Zweietagenturbine, Fig. 2 eine Abwicklung des Querschnittes der Düsen mit den Schaufeln, Fig. 3 einen Querschnitt eines elektromagnetisch geregelten'Düsenventilos zur Regelung der Einströmung des Treibmittels zu einer Düse und der Hilfsmaschine (Servomotor), welche zur Bewegung der Ventile vorwendet wird, Fig. 4 zeigt in vergrössertem Massstabe und im Querschnitt einen Einzelteil 
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 Nobenventiles, Fig. 7 ein Schema der Stromleitungen. 



   Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist eine Anzahl voneinander unabhängiger Düsenventile 6 angeordnet, welche entweder der Anzahl der vorhandenen Düsen entspricht, oder die auch geringer sein kann. 



   In Fig. 3 ist im vergrösserten Massstabe ein selbsttätig bewegtes Ventil dargestellt, durch das die Einströmung des Dampfes in eine Düse geregelt worden kann. Jedes Ventil steht unter dem Einflusse eines Elektromagneten und ist in seiner Wirkungsweise von allen anderen Ventilen derselben Gruppe unabhängig. 7 bezeichnet das Ventilgehäuse, welches einerseits mit dem Dampfrohre 9, andererseits mit dem   DUsengehäuse   in Verbindung steht. Dazwischen liegt das Ventil 6. Das Ventil 6 steht durch eine Stange mit dorn Kolben 12 in Verbindung, welcher eine grössere Fläche aufweist, als das Ventil   6   und der in seinem Zylinder mittels Dichtungsringe abgedichtet ist.

   Der Kolben 12 bezw. die demselben zugehörigen Ventile stehen unter dem Einflusse von Elektromagneten, was an sich bekannt ist ; neu ist die Anordnung der Magnetspulen, welche unten näher beschrieben wird. Neben dem Hauptregler ist noch ein Hilfsregler angeordnet, welcher bis zu einer bestimmten Geschwindigkeitszunahme, z. B.   100/0.   in Wirkung kommt. Der Regler bewegt einen Stromunterbrecher, welcher die Erregerstromkreise sämtlicher Magnete unterbricht. Es kommen die bekannten   Düsenventile   mit Nebenventilen zur Anwendung. Man kann aber auch die   Düsenventile   direkt beeinflussen. 



   Zwischen dem   Kolbengehänsedeckel   13 und dem Kolben 12 ist eine Feder 14 eingeschaltet, deren Aufgabe nachher beschrieben wird. 



   Die Strömung des Dampfes steht unter dem Einflusse eines Nebenventiles, welches ebenfalls in dem Gehäuse 7 untergebracht ist. Für jede Düse ist also ein Hauptdüsenventil, eine Hilfsmaschine und ein den Gang der letzteren regelndes Nebenventil angeordnet, welches durch den Regler bewegt wird, der unter Vermittlung eines Elektromagneten seine Wirkung ausübt. In dem Gehäuse 15 ist ein kleiner Kolben 16 geführt, an dessen Kolbenstange die Spindel 17 des Nebenventiles 18 angeschraubt ist. Das untere
Ende des Einsatzes 64 ist mit dem Sitze für das Nebenventil 18 und mit einer oder   mehreren   Bohrungen ausgestattet, aus welchen der Dampf durch Kanäle 19 und 20 in dem Deckel   ?. ? bexw.   in dem Gehäuse 7 auf die Rückseite des Kolbens 12 gelangt, wenn die Ventile 6 geschlossen werden sollen.

   Oberhalb des   Gehäuses   15 ist ein Elektro- magnet 23 mit einem mittleren Kerne 24 und seitlichen Polstücken 35 angeordnet. Zwischen 
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 wird der   Anker J6   angezogen, dadurch das   Nebenventil     18   von seinem Sitze entfernt, hiemit die Verbindung des Zylinders 21 mit dem Auspuff 22 hergestellt und gleichzeitig der Zutritt des Dampfes verhindert. 



   Die Wirkungsweise eines jeden Ventiles ist folgende : Ist der Magnotstromkreis ge- 
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 schaltung. Bei der Regelung der Einströmung des Dampfes ist es bekanntlich   zweckmässig,   die Dampfströme auf den ganzen Umfang des Laufrades zu verteilen und ist daher die Schaltung für die Regelungsmagnete derart getroffen, dass zuerst die Düsen zweier korrespondierender Gruppen in der ersten und zweiten Etage ausser Wirkung gesetzt werden, hierauf die entsprechenden Düsen einer diametral gegenüberstehenden   Düsengruppc usf.   



   . In Fig. 7 bezeichnet 35 einen von der Turbinenwelle aus angetriebenen Fliehkraftregler, der seine Bewegungen auf den drehbaren   Eontaktzyiinder 40 übertrügt, weicher   die verschiedenen Magnetwindungen ein-oder ausschaltet. In vorliegendem Falle sind die regelbaren Düsen in vier Gruppen zu je acht Düsen eingeteilt. Der für die Magnete verwendete Strom wird von den Hauptleitungen 41, 42 zugeführt. Bei der in Fig. 7 gezeichneten Stellung sind alle Magnete erregt und demzufolge alle   Düsonventiie   geöffnet. Steigt nun die Geschwindigkeit der Turbine über ein bestimmtes Mass, so wird der Kontaktzylinder gedreht und die Bürste 43 aus dem Stromkreis ausgeschaltet.

   Dadurch wird der Stromkreis für die Magnetwindung 44 der ersten Etage und für die Magnetwindung 45 der zweiten Etage aus der Gruppe 66 unterbrochen und deshalb nach vorbeschriebener Wirkung des   Nebenventiles   18 Dampf in den Zylinder 21 eingelassen und das Ventil 6 geschlossen. Eine beständige Zunahme der Geschwindigkeit, durch Verminderung der Belastung oder irgendwelche andere Ursache hervorgerufen, hat die weitere Ausschaltung der Bürste 46 zur Folge, so dass nunmehr auch der die Windung 65 der ersten Etage und die Windung 47 der zweiten Etage aus der Gruppe 68 umfassende Stromkreis unterbrochen ist. Die Gruppe 68 liegt der Gruppe 66 diametral gegenüber. 



   Unterbrechung aller die einzelnen Windungen enthaltenden Stromkreise erfolgt in derselben Weise. Nimmt die Belastung der Turbine zu, so werden die einzelnen Düsen in umgekehrter Reihenfolge ihrer Ausserbetriebsetzung wieder zur Wirkung gelangen. 



   In Verbindung mit dem Fliehkraftregler 35 kann man noch einen   Hilfsregler   an- ordnen, welcher aus einem Stromunterbrecher besteht, der   für gewöhnlich   das Bestreben hat, sich unter der Wirkung einer Feder 55 zu öffnen, was durch die Klinke 56 ver- hindert wird. Der an der Reglermuffe befestigte   Hebe ! 57 drückt   mit seinem freien Ende bei einer Geschwindigkeitszunahme der Turbine um ungefähr 100/0 auf den Hebelarm 56, wodurch der Hauptstromkreis unterbrochen wird. Die Folge davon ist, dass sämtliche 
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 schlossen werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.

   Regelung für Dampf- oder Gasturbinen u. dgl., bei welcher die einzelnen Düsen durch besondere Ventile gesteuert werden, die unmittelbar oder mittelbar durch Elektro- 
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 Kontaktvorrichtung angeschlossenen Stromkreise abwechselnd zu Spulen   führen,   welche die Düsen verschiedener Gruppen steuern.

Claims (1)

  1. 2. Regelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der einen Hauptleitung der durch die Kontaktvorrichtung und die Kontakte zu bildenden Stromkreise ein Schalter angeordnet ist, welcher bei plötzlichem Ansteigen der Turbinengeschwindigkeit geöffnet wird, zu dem Zwecke, alle in Wirkung stehenden Elektromagnete stromlos zu machen und demzufolge die Düsonventile der Turbine zu schliessen.
    3. Regelungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Veutilgehäuse durch eine Scheibe (26) aus nicht magnetischem Material abgeschlossen sind, welche zwischen dem auf der Ventilspindel vorgesehenen Anker und Magneten liegen, so dass die Ventilgehäuse'ohne eine besondere Abdichtung der Ventilspicdel dicht abgeschlossen sind.
AT23909D 1903-04-28 1903-04-28 Regelung für Dampf- oder Gasturbinen u. dgl., bei welcher die einzeinen Düsen durch besondere Ventile gesteuert werden. AT23909B (de)

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