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Vorlichtung zur Spannungsregelung elektrischer Anlagen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Spannungsregelung elektrischer Anlagen durch Beeinflussung der Drehzahl der den Stromerzeuger treibenden Kraftmaschine mit Hilfe eines den Zufluss des Kraftmittel zur Kraftmaschine in Abhängigkeit von der Spannung steuernden Elektromagneten, u. zw. ist erfindungsgemäss die Einrichtung so getroffen, dass die beweglichen Teile der Regelvorrichtung, nämlich der bewegliche Anker des Steuerelektromagneten und die mit ihm verbundene Ventilspindel sich innerhalb eines dem Kraftmittel zugängigen Raumes befinden, so dass die Regelvorrichtung keinerlei Stopfbüchsen benötigt.
In der Zeichnung ist eine Regelvorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt, die vor allem zum Regeln der Drehzahlen von Dampfturbinen, Dampfmaschinen od. dgl. geeignet ist, die zum Antrieb von rasch laufenden Generatoren dienen können. Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung dieser Regelvorrichtung und ein Schaltschema der Gesamtanordnung. In der Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die Regelvorrichtung, u. zw. durch ein elektrisch betätigtes Dampfventil dargestellt, während die Fig. 3 eine Stirnansicht des Gehäuses dieses Dampfventils erkennen lässt.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Dampfturbine bezeichnet, die mit Hilfe der Welle 2 den Turbogenerator 3 antreibt. Mit 4 ist die Ankerwicklung und mit 5 die Feldwicklung dieses Generators angedeutet. 6 ist die Regelvorrichtung, nämlich ein elektrisch betriebenes Dampfventil. Der Dampf wird dem Dampfventil mit Hilfe der Rohrleitung 6 a zugeführt, das durch das Speiserohr 7 mit der Dampfturbine verbunden ist.
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Klemmenspannung des Generators, die den Leitern 8 und 9 aufgedrückt wird. Parallel zu den Generatorklemmen liegt der Stromverbraucher, die Lokomotivlaterne 10.
In Fig. 2, die das elektrisch'betätigte Dampfventil im Längsschnitt zeigt, ist 11 das Gehäuse dieses Ventils. An der einen Seite des Gehäuses sitzt die Rohrdurchführung 12, während die andere Seite mit einem Flansch oder mit einem Rohrstutzen 1. 3 versehen ist, der ein Gewinde trägt. Mit 14 ist ein zylindrischer, topfartig ausgebildeter Teil aus unmagnetischem Material bezeichnet, der an den Rohrstutzen 13 angesehraubt ist.
Das Ventilgehäuse 11 und der topfartige Teil 14 bilden zusammen
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sitz 15, der an dem einen Ende der Rohrdurchführung angebracht ist, und die Ventilspindel16, die mit dem beweglichen, kolbenförmig ausgebildeten Elektromagnetanker 17 verbunden ist, der innerhalb des topfartigen Teiles 14 hin und her bewegt wird. Der Anker steht unter dem Einfluss der Kraft der Feder 18, die ihn und damit auch die Ventilspindel 16 beim Betrieb in der normalen Öffnungslage hält.
19 ist die Elektromagneterregerspule des elektrisch betätigten Dampfventils, die in Abhängigkeit von den Änderungen der Klemmenspannung des Generators mehr oder weniger stark erregt wird, wodurch erreicht wird, dass der Anker entweder im Schliess- oder im Öffnungssinne bewegt wird. Die Erreger : spule 19 wird durch einen Schutzdeckel 20 überdeckt, der mit dem Ventilgehäuse 11 verbunden, beispielsweise verschraubt ist.
In diesem Deckel ist eine Öffnung vorgesehen, die ein Abschrauben und Herausnehmen des topfartigen Teiles 14 gestattet, ohne dass weitere Teile der Regelvorrichtung gelost zu werden brauchen,
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Die Wirkungsweise, die insbesondere aus den Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, ist folgende : Sobald die Klemmenspannung des Generators von der normalen abweicht, beispielsweise sich vergrössert, nimmt die Erregung der Elektromagnetspule 19 zu. Der Anker 17 wird von dem als Elektromagnetpol ausgebildeten Flansch 1. 3 unter Überwindung der Kraft der Feder 18 angezogen und so das Dampfeinlassventil durch die Ventilspindel 16 teilweise geschlossen. Die Dampfzufuhr für die Dampfturbine wird somit verringert und damit auch die Drehzahl der Turbine und des Generators erniedrigt.
Der Generator wird seine frühere Spannung annehmen und so normale Betriebsverhältnisse wieder herstellen. Auf diese Weise wird die der Lokomotivlaterne 10 zugeführte Spannung möglichst gleichgehalten, vorausgesetzt, dass der Spannungsabfall von den Klemmen des Generators bis zur Verbraueherstelle möglichst gleich bleibt.
Sämtliche beweglichen Teile der Ventileinrichtung sind innerhalb der Dampfkammer angeordnet, wodurch die Verwendung von Stopfbüchsen zur Abdichtung dieser Teile unnötig wird. Die Elektro- magnetspule-M braucht nicht unbedingt, wie in Fig. 1 dargestellt ist, parallel zu den Generatorklemmen angeordnet zu sein, sondern sie kann auch unter Umständen in Reihe mit der Feldwicklung des Generators geschaltet werden. Ausserdem können bauliche Änderungen an den Einzelteilen der Regelvorrichtung getroffen werden, ohne dabei von dem Wesen des Erfindungsgedankens abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Spannungsregelung elektrischer Anlagen durch Beeinflussung der Drehzahl der den Stromerzeuger treibenden Kraftmaschine mit Hilfe eines den Zufluss des Kraftmittel zur Kraftmaschine in Abhängigkeit von der Spannung steuernden Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Anker des Elektromagneten und die Ventileinrichtung sich in einem dem Kraftmittel zugängigen Raum befindet, so dass Stopfbuchsen an dieser Stelle vermieden sind.