AT238374B - Haarfärbemittel - Google Patents

Haarfärbemittel

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AT238374B
AT238374B AT752061A AT752061A AT238374B AT 238374 B AT238374 B AT 238374B AT 752061 A AT752061 A AT 752061A AT 752061 A AT752061 A AT 752061A AT 238374 B AT238374 B AT 238374B
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Therachemie Chem Therapeut
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Haarfärbemittel 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Man kann auch den Haarfärbemitteln an sich bekannte Dauerwellmittel auf Basis von Mercaptogruppen enthaltenden Verbindungen, wie Thioglykolsäure, Thiomilchsäure,   Mercaptopropan- oder   Mercaptobutansulfonsäure zusetzen. Die Haarfärbemittel können gewünschtenfalls von vornherein mit diesen Zusätzen verarbeitet werden, da die genannten Farbstoffe den Vorteil haben, dass sie auch in Gegenwart dieser Stoffe beständig sind. 



   Wie bereits eingangs ausgeführt, kann man mit den neuen Haarfärbemitteln eine Färbung der Haare ohne Zuhilfenahme von Heizhauben od. dgl. durchführen und dabei bei Temperaturen unter 400 arbeiten. Die Haarfärbemittel können schwach sauer, neutral und auch alkalisch eingestellt sein, so dass sie auch in den Fällen Anwendung finden können, wo eine besondere Empfindlichkeit der Haut gegen Alkali besteht. 



   Ferner können den erfindungsgemässen Haarfärbemitteln, die sich insbesondere zum Färben von menschlichen Haaren eignen, gewünschtenfalls aber auch für Pelze Anwendung finden können, weiterhin Verdickungsmittel, wie z. B. Methylcellulose, Stärke oder andere für diese Zwecke bekannte Stoffe, wie höhere Fettalkohole, Vaseline, Paraffinöl und Fettsäuren, zugemischt werden. 



   Die Zusatzstoffe werden dabei in den für diese Zwecke üblichen Mengen angewandt. Die Konzentration der Farbstoffe beträgt je nach dem Verwendungszweck bis zu 5%, vorzugsweise jedoch   0,     1 - 2f1/o,   bezogen auf die Komposition. 



   Schliesslich können die genannten   Farbstoffe einzeln oder im Gemisch, gegebenenfalls auch im Ge-   misch mit andern Farbstoffen, verwendet werden. Sie können dazu dienen, graues Haar anzufärben oder auch Haare umzufärben. 



   Die Herstellung von Dauerwellen bei Haaren, die mit den erfindungsgemässen Haarfärbemitteln behandelt wurden, ist ebenfalls möglich, ohne dass praktisch eine Veränderung des Farbtones stattfindet. 



  Auch hierin ist ein weiterer. Vorteil der genannten Mittel zu sehen. 



   In der nachstehenden Tabelle sind Verbindungen angeführt, die sich für die genannten Zwecke als besonders geeignet erwiesen haben. In der rechten Spalte ist dabei die Farbwirkung auf graues Haar angegeben. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass beispielsweise beim Umfärben von natürlichem Haar mit den häufig roten oder blauen Farbstoffen auch braune und schwarze Farbtöne erhalten werden. 



   In den nachstehenden Beispielen wird auf die Tabelle insofern Bezug genommen, als die dort zur Anwendung gelangenden Anthrachinonfarbstoffe jeweils mit der Nummer bezeichnet werden, die in der Tabelle angegeben ist. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Lfd. <SEP> Nr. <SEP> :, <SEP> Formel <SEP> : <SEP> Farbe <SEP> : <SEP> 
<tb> 0 <SEP> NH <SEP> 
<tb> J <SEP> #O-(CH2)2-O-(CH2)2-OH <SEP> kräftiges <SEP> Rot
<tb> mit
<tb> blauem <SEP> Stich
<tb> #
<tb> 0 <SEP> NH2
<tb> 0 <SEP> #NH2
<tb> #O- <SEP> (CH2)2-S-(CH2)2-OH
<tb> ". <SEP> # <SEP> "/ <SEP> kräftiges <SEP> Rot
<tb> 2. <SEP> #
<tb> 0 <SEP> NH
<tb> 0 <SEP> NH2 <SEP> 
<tb> # <SEP> N-(CH2)2-O(CH2)2-OC2H5 <SEP> blau <SEP> mit
<tb> 3. <SEP> # <SEP> (CH2)2-O(CH2)2-OC2H5 <SEP> leichtem
<tb> 3. <SEP> Rotstich <SEP> 
<tb> #
<tb> 0 <SEP> NH2
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> : <SEP> Formel <SEP> : <SEP> Farbe <SEP> :

   <SEP> 
<tb> 4. <SEP> # <SEP> n=1-3 <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> 5. <SEP> # <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> 0 <SEP> NH2
<tb> #
<tb> 6. <SEP> # <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> #
<tb> 0 <SEP> #
<tb> 2 <SEP> #NH
<tb> CH2-CH2
<tb> 7.# <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> NH <SEP> 0 <SEP> 0- <SEP> (CH <SEP> -0- <SEP> (CH <SEP> -OR
<tb> 8. <SEP> # <SEP> blau <SEP> (leichter <SEP> Rot
<tb> # <SEP> stich)
<tb> R <SEP> = <SEP> H <SEP> oder <SEP> niederer
<tb> Alkylrest
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> : <SEP> Formel <SEP> : <SEP> Farbe <SEP> : <SEP> 
<tb> 9. <SEP> # <SEP> blau
<tb> NH. <SEP> 0
<tb> 10. <SEP> # <SEP> blau
<tb> (etwas <SEP> kräftiger <SEP> als <SEP> 9)
<tb> 
 
 EMI4.2 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 l :Beispiel 6 :

   6g Farbstoff Nr. 8 und   4 g Natriumsalz des Mono- (4-amino-3-nitroanilids) der Ma-   leinsäure werden entsprechend der im Beispiel 5 gegebenen Vorschrift zu 1000 g Creme verarbeitet. Diese Creme färbt graue Haare   dunkelblond.   



     Beispiel 7 : c   Farbstoff Nr. 5 und 5 g des gleichen Maleinsäureamids wie im Beispiel 6 beschrieben werden entsprechend der in Beispiel 6 gegebenen Vorschrift zu 1000 g Creme verarbeitet. Graue Haare werden nach Einwirkung dieses Mittels mahagonifarben. 
 EMI5.1 
 den, so färbt diese graue Haare tizianrot. 



     Beispiel 8 :   Eine wie im Beispiel 1 hergestellte Creme, welche in 1 000 g 5 g Farbstoff Nr. 8 und 5 g 4-Amino-3-nitrophenylharnstoff enthält, färbt graue Haare mittelkastanienfarben. 



   Enthält diese Creme nur   0,     5 g   Farbstoff Nr. 8 neben 4,5 g des genannten Harnstoffderivates, so färbt sie graue Haare goldblond. 



   Beispiel 9 : 10 g Farbstoff Nr. 8 werden bei   900C   mit 50 g Cetylstearylalkohol und 19 g Kokosalkohol zusammengeschmolzen und dann bei dieser Temperatur mit 175 g einer Lösung verrührt, welche   58%   Fettalkoholsulfat (hergestellt aus Fettsäuren des Kokosnussöls) enthält. Durch Zufliessenlassen von heissem Wasser bis auf. fast   2000 g,   Kaltrühren und Zugabe von Ammoniak wird eine viskose Flüssigkeit vom PH 8, 5 erhalten, welche graue Haare kräftig blau mit leichtem Rotstich anfärbt. 



     Beispiel 10 : 10 g Farbstoff Nr. 8   werden bei   900C mit 88 g Cetylstearylalkohol, 19 g Kokosal-   kohol und 109 g des Umsetzungsproduktes eines Fettalkoholgemisches    (C.-Cl )   mit 10 MolÄthylenoxyd zusammengeschmolzen und dann mit heissem Wasser auf annähernd 1000 g unter Rühren verdünnt, unter Rühren auf Raumtemperatur heruntergekühlt und dann mit Wasser und Ammoniak auf 1000 g Creme vom PH 8, 5 gebracht. Diese färbt graue Haare nicht ganz so stark blau an wie die in Beispiel 2 beschriebene Creme von gleicher Farbstoffkonzentration. 



   Beispiel 11 : 10 g Farbstoff Nr. 8 werden mit 150 g Paraffinöl bei   900C   zusammengerührt. Dann werden 175 g einer Lösung, welche   58%   Fettalkoholsulfat (hergestellt aus Fettsäuren des Kokosnussöls) enthält, bei dieser Temperatur eingerührt, dann unter Rühren mit heissem Wasser bis auf 980 g aufgefüllt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Zum Schluss werden noch unter Rühren 20 g wässerige Ammoniaklösung hinzugefügt. Die so hergestellte Creme vom PH 8, 5 färbt graue Haare weniger stark blau als die in Beispiel 2 angegebene Creme. 



   Beispiel 12 : 10 g Farbstoff Nr. 10 (hergestellt aus   l, 4-Diamino-5-nitroanthrachinon   durch Umsetzung   mitDl- (äthoxyäthoxyäthyl)-amin)   werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, zu 1000 g Creme verarbeitet. Diese färbt graue Haare ähnlich wie die in Beispiel 2, Absatz   1,   beschriebene Creme, jedoch mit noch geringerem Rotstich. 



     Beispiel 13 : 5g   Farbstoff Nr. 1 (hergestellt aus mit    SO Cl2 monochloriertem 1, 4-Diamino-   - anthrachinon durch Umsetzung mit einer Lösung von Natrium in Diäthylenglykol) werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, zu 1000 g Creme verarbeitet. Diese Creme färbt kräftig rot mit blauem Stich. 



   Setzt man dieser Creme noch 10 g Ammoniumthioglykolat zu, so sind die mit dieser Creme behandelten Haare noch wesentlich stärker gefärbt als bei Behandlung mit der obigen thioglykolatfreien Creme. Dieser Effekt wird auch erhalten, wenn die Creme lange Zeit gelagert hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Haarfärbemittel mit einem Gehalt an Anthrachinonfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Anthrachinonfarbstoffe zwei primäre Aminogruppen und keine sauren Gruppen sowie mindestens einen über Heteroatome mit dem Anthrachinonrest verbundenen aliphatischen Rest, der einmal oder mehrmals die Gruppe -(CH) X-, wobei X ein Schwefel- oder Sauerstoffatom bedeutet, enthalten und vorzugsweise in eine Netz-und/oder Waschmittel enthaltende Creme eingearbeitet sind.
AT752061A 1961-02-23 1961-10-06 Haarfärbemittel AT238374B (de)

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DE238374X 1961-02-23

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AT238374B true AT238374B (de) 1965-02-10

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ID=5903530

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